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Deutschlandtour auf schmaler Spur

 
 
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Eisenbahnfans wie die Brombachs sind aus dem ganzen Land angereist. Was sie an der Weißeritztalbahn finden.

19.06.2017
Von Franz Herz

ndtour auf schmaler Spur

Petra und Harald Brombach sind mit dem elfjährigen Carl bis von der Schweizer Grenze angereist, um beim Neustart der Weißeritztalbahn dabei zu sein. Sie kennen die Strecke seit 1990 und haben seitdem ihr Schicksal verfolgt. In die Freude über die erste Fahrt mischte sich bei Harald Brombach auch etwas Verwunderung. © Karl-Ludwig Oberthür

 

Hunderte jubeln am Sonnabend zu, als nach fast 15 Jahren Zwangspause zum ersten Mal wieder ein Dampfzug in Kipsdorf im Osterzgebirge anrollt.

Hunderte jubeln am Sonnabend zu, als nach fast 15 Jahren Zwangspause zum ersten Mal wieder ein Dampfzug in Kipsdorf im Osterzgebirge anrollt. © Egbert Kamprath

Dialekte aus allen Ecken Deutschlands sind zu hören. Alle wollen dabei sein, als der erste reguläre Zug nach 15 Jahren Zwangspause auf der Weißeritztalbahn am Sonnabend von Freital-Hainsberg bis nach Kipsdorf fährt. Die Waggons füllen sich langsam. Wer will, kann bei den Fahrgästen eine Deutschland-Rundtour machen.

Familie Brombach ist aus Wehr im Südschwarzwald an der Schweizer Grenze 750 Kilometer angereist, um bei dieser historischen Fahrt dabei zu sein. „Wir kennen die Bahnstrecke seit 1990. Damals haben wir in Malter Campingurlaub gemacht, Dresden besucht und sind mit der Bahn in beide Richtungen gefahren“, erzählt Harald Brombach. Ihn als Mechanikermeister fasziniert die alte Technik und die besondere Atmosphäre im Waggon mit Ofen und alten Leuchten. Die Familie hat das Schicksal der Bahn beim Hochwasser und den Wiederaufbau verfolgt. Nun wollen sie im richtigen Moment dabei sein.

Im nächsten Waggon sitzen Familie Werner aus Kurort Hartha und ihre Gäste Therese und Johann Eiben aus Aurich in Ostfriesland. Sie haben am Morgen in der Zeitung von der besonderen Fahrt gelesen und sich schnell entschlossen, dass auch sie kommen. Rolf Werner erinnert sich noch gerne an Skitouren in seiner Jugend. Von Freital aus ist er dazu mit der Bahn ins Osterzgebirge gefahren. Johann Eiben, der Werkzeugmacher und Eisenbahnfan, genießt das Erlebnis auch, weil es in seiner Heimat keine solchen historischen Bahnstrecken mehr gibt. Er hält die Nase in die Luft und zieht den Geruch des Kohlenqualms der Lokomotive ein. „Danach könnte ich süchtig werden“, sagt er.

An diesen Geruch müssen sich die Anlieger der Strecke von Dippoldiswalde aufwärts erst wieder gewöhnen. Hier beginnt der neu eröffnete Teil der Strecke. Fotografen begleiten diese Premierenfahrt schon von Freital an. Ab Dipps stehen jedoch wesentlich mehr Schaulustige am Bahnhof und entlang der Strecke, die Anwohner winken und die Bahnhöfe sind mehr oder weniger geschmückt. „Etwas mehr Festivität hätte ich mir vorgestellt zu so einem Anlass“, sagt Harald Brombach verwundert. Gefeiert wird erst in Kipsdorf. Am Autohaus Dippoldiswalde begrüßen fünf Autos mit einem Banner die Bahn. In Obercarsdorf ist der Bahnhof mit Birken verziert. Wimpel und Luftballons hängen an jedem Haltepunkt, auch am King-Haus in Schmiedeberg.

Die Deutschlandtour durch die Waggons führt weiter nach Schwerin. Dort hat sich früh um 6 Uhr Frank Mellin ins Auto gesetzt, um rechtzeitig im Weißeritztal zu sein. Meist steht er auf der Bühne vor dem Waggon und macht Aufnahmen mit seinem Handy. Der Mitarbeiter des Schweriner Nahverkehrs hat bereits drei Tage Urlaub festgemacht, damit er beim Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli dabei sein kann. In Dippoldiswalde steigt Axel Stikklas zu, der aus Berlin angereist ist. Er hat im Internet vom Wiederaufbau der Weißeritztalbahn gelesen und sich gesagt: Da musst du dabei sein. Er fährt im ersten Zug bis Kipsdorf mit, will danach zurück bis Freital, um am Abend nach Hause zu seiner Frau zu fahren.

Die Deutschlandtour im Zugwaggon endet im Tal der Roten Weißeritz bei Tom Stephan. Der Schmiedeberger ist in Freital eingestiegen, um die ganze Tour mitzuerleben. Er ist mit der Bimmelbahn aufgewachsen. Seine Großeltern wohnen in Kipsdorf direkt am Bahnübergang. Mit ihnen ist er oft mitgefahren. Ihr Haus fotografiert er auch, als die Bahn daran vorbeifährt. „2001 bin ich zum letzten Mal auf der gesamten Strecke mitgefahren“, erinnert er sich. Damals war er noch Schüler. „Es hat die ganzen Jahre etwas gefehlt, als die Bahn nicht gefahren ist“, sagt er. So sehen das auch die Kipsdorfer, die ein Banner an die Strecke gestellt haben, in dem sie auf gut Erzgebirgisch schreiben: „Gute, alte Bimmalbah’, endlich bis du wieder da.“ Dann erreicht der erste fahrplanmäßige Zug mit Gästen aus ganz Deutschland Kipsdorf. Die Bahn ist angekommen.

 

Der Fahrplan: Drei Züge fahren täglich in Freital-Hainsberg ab, zwei bis Kipsdorf, einer bis Dippoldiswalde.

Sonderfahrten: Zu bestimmten Tagen sind Sonderfahrpläne vorgesehen. Der nächste Termin dafür ist das Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli. Dann sind insgesamt 34 Fahrten ins Osterzgebirge geplant und ein Programm für die ganze Familie entlang der Strecke.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/deutschlandtour-auf-schmaler-spur-3707672.html

Ab geht die Post

 
 
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Die CDU setzt ihre Postkartenaktion fort. Das neue Motiv ist mehrdeutig.

17.06.2017
Von Carina Brestrich

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Freital macht Dampf, heißt es auf der neuen Postkarte der CDU.

© Repro: SZ

Freital. Stolz hält er die Kelle, gibt das Signal zur Abfahrt: Nein, Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) hat nicht den Job gewechselt. Auch wenn er sich in der Uniform scheinbar wohlfühlt, so war es doch nur ein Fotoshooting, für das Rumberg als Zugführer vor der Weißeritztalbahn posieren durfte. Und zwar für die nächste Postkarte aus der Serie „Ich bin Freitaler“.

Erst im Mai hatte der CDU-Stadtverband die Serie gestartet und die erste Postkarte mit dem Windberg als Motiv herausgebracht. Nun bot sich die erste Fahrt der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf für das zweite Motiv an. Ziel ist nicht nur, bei den Empfängern der Postkarte für die Ausflugsbahn zu werben. „Wir möchten den Schwung der ersten Fahrt nutzen, um in Freital weiter Fahrt aufzunehmen für die Herausforderungen, vor denen unsere Stadt steht“, erklärt CDU-Stadtrat Steffen Üregi. So ist der OB als Zugführer ein Sinnbild: „Er signalisiert, dass es losgehen soll. Er sorgt dafür, dass unser Freital Fahrt aufnimmt.“

Mit der Aktion will die CDU das Image der Stadt aufpolieren. „Wir möchten die Freitaler und unsere Gäste auffordern, ihre ganz persönlichen Grüße aus unserer Stadt in die Welt zu senden und damit ein Zeichen für Freital und die touristischen Glanzpunkte zu setzen“, sagt Üregi. Die Postkarte ist kostenfrei am Bahnhof Hainsberg und beim Raumausstatter Müller, Hainsberger Str. 4A, erhältlich. Wie schon bei der ersten Postkarte ist die Auflage auf 2 000 Stück begrenzt. „Von der ersten sind nur noch wenige übrig“, sagt Üregi. Dieses Jahr will die CDU noch zwei weitere Motive herausgeben.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ab-geht-die-post-3707093.html

Bimmel dampft wieder bis Kipsdorf

 
 
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Ein Sonderzug macht den Auftakt. Die ersten regulären Züge fahren am Sonnabend zu einem historischen Zeitpunkt.

16.06.2017
Von Franz Herz

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Kurz nach dem Mittag werden am Sonnabend die ersten Züge der Weißeritztalbahn nach dem Wiederaufbau der Strecke planmäßig zwischen Kipsdorf und Freital-Hainsberg verkehren.

© dpa

Freital. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen und abgenommen, mehrere Probefahrten erfolgreich gelaufen. Nun wird es am Sonnabend offiziell. Die Weißeritztalbahn fährt fahrplanmäßig wieder auf ihrer gesamten Strecke von Freital-Hainsberg bis hoch nach Kipsdorf. Der Wiederaufbau des letzten Teilstücks hat im vergangenen Jahr begonnen und nun sein Ziel erreicht.

Ein Sonderzug mit Vertretern der Städte an der Bahnstrecke und des Freistaats Sachsen sowie mit Unterstützern des Wiederaufbaus fährt am Vormittag von Freital nach Dipps und bekommt nach der Streckenfreigabe gegen 11 Uhr in Dippoldiswalde das Signal, um auf dem neu gebauten Abschnitt nach Kipsdorf zu dampfen.

Die ersten planmäßigen Fahrten starten um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und um 13.42 Uhr in Kipsdorf. „Zu einem historischen Zeitpunkt“, wie Christian Schlemper, der Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe, betont. Denn just um diese Tageszeit waren die letzten Züge unterwegs, die am 12. August 2002 ihr Ziel wegen des Hochwassers nicht mehr erreicht haben. Danach begann die lange Zwangspause auf der Bahnstrecke, die nun ihr Ende erreicht hat.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bimmel-dampft-wieder-bis-kipsdorf-3706377.html

Die Weißeritztalbahn von A bis Z

 
 
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15.06.2017
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Endlich angekommen: Ab Sonnabend fährt die Weißeritztalbahn nach Fahrplan bis Kipsdorf.

© Egbert Kamprath

Kipsdorf/Freital. Am Sonnabend wird die nun bis ins Osterzgebirge wiederaufgebaute Strecke der Schmalspurbahn eröffnet. Sie steckt voller Überraschungen. Die SZ hat die wichtigsten Fakten zu diesem Millionenprojekt zusammengefasst.

Wichtiges zur Bahn von A bis Z

Adolf taufte der Volksmund die erste Lok, die jemals auf der Weißeritztalbahn rollte. Am 14. Juli 1882 traf die zweiachsige Dampflok auf einem Acht-Pferde-Gespann in Dippoldiswalde ein, wo sie in die Schienen gehoben wurde und zunächst Bauzüge zog. Unzählige Schaulustige kamen, um das neumodische Dampfross zu bewundern und zu befühlen.

Der Bahnhof Kipsdorf ist der größte Schmalspurbahn-Kopfbahnhof in Deutschland. Das Empfangsgebäude wurde 1934 errichtet, nachdem der alte Bahnhof zu eng geworden war. Die Stadt Altenberg hat den Bahnhof sanieren lassen, die Empfangshalle ist im historischen Stil erhalten.

Mit den Namen von zwei Chefs ist der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn seit Jahren verbunden: Roland Richter ist Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, die auch den Lößnitzdackel und die Fichtelbergbahn betreibt. Mirko Froß ist Bahnbetriebsleiter. Zwei Männer, die stets unter Druck liefern müssen. Der kommt von Bahnfreunden, Politikern, Verkehrsverbund, Geldgebern.

Wo Dampf rauskommt, muss zuvor Wasser rein: Die Wasserkästen der Weißeritztalbahn-Lok-Baureihe 99.73-76 fassen 5,8 Kubikmeter. Auf einer Fahrt von Freital nach Kipsdorf verbraucht die Lok bis zu vier Kubikmeter Wasser.

Das Eröffnungsfest zum Wiederaufbau findet in zwei Teilen statt. Dieses Wochenende wird vor allem in Kipsdorf gefeiert. Vier Wochen später zum Schmalspurbahnfestival, das zum ersten Mal auf der gesamten Strecke von Freital bis Kipsdorf stattfindet, sind zusätzliche Züge bestellt und Veranstaltungen in verschiedenen Bahnhöfen organisiert.

Der Fahrplan der Weißeritztalbahn ändert sich. Bisher gab es täglich sechs Fahrten von Freital bis Dippoldiswalde und zurück, mit dem neuen regulären Fahrplan gibt es ab 19. Juni täglich zwei Fahrten nach Kipsdorf und zurück sowie eine bis Dippoldiswalde.

Gäste An die 400 Gäste fahren tagtäglich im Schnitt mit der Weißeritztalbahn. Nach der jüngsten Statistik der Betreibergesellschaft waren es im vergangenen Jahr insgesamt 145000. Dank des neuen Abschnitts dürften es einige mehr werden.

Hochwasser hat die Weißeritztalbahn seit ihrem Bestehen immer wieder erlitten. Aber keines war so verheerend wie das im August 2002. Am 12. August fielen in Altenberg 312Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Regenmenge war Ursache für die schweren Schäden auch an der Bahnstrecke.

Die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn hat mit dem Wiederaufbau ein wesentliches Ziel erreicht. Sie hat schnell nach dem Hochwasser Sonderfahrten auf verschiedenen Teilstrecken wie zwischen Seifersdorf und Dippoldiswalde organisiert, damit der Bahnbetrieb nicht in Vergessenheit geriet.

Jungfernfahrt: Der erste reguläre Personenzug auf der Weißeritz-Strecke fuhr am 1.November 1882. Die Bahnstrecke war zu dieser Zeit zwischen Freital und Naundorf bei Dippoldiswalde fertiggestellt.

Die Kosten für den Wiederaufbau der gesamten Strecke belaufen sich auf voraussichtlich rund 40 Millionen Euro. Noch gibt es keine endgültige Zahl, da noch nicht alles abgerechnet ist.

Die Loks der Weißeritztalbahn sind zumeist sächsische Einheitslokomotiven bzw. DR-Neubauloks der Baureihen 99.73-79.

Zwei Modelle zeigen das Leben an der Schmalspurbahn vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Münchner Martin Brendel hat sie angefertigt. Eines steht im Bürgerhaus Schmiedeberg, eines im Bahnhof Kipsdorf.

Das Nass für den Dampf bekommen die Loks in Kipsdorf aus einer eigenen Quelle an der Tellkoppe. Aus dem Brunnen im Wald fließt Wasser in ein Reservoir oberhalb des Bahnhofs.

Barbusig und sehnsuchtsvoll schaut eine junge Frau aus dem Zugfenster. Dieses Bild entstand vor Jahren für den Playboy Corinna Poschinger aus München posierte als Playmate März 2005 in der Weißeritztalbahn. Es war nicht das einzige Mal, dass der Zug als Kulisse diente. Auch im Hollywood-Streifen „Grand Budapest Hotel“ ist er verewigt.

Mehrere Querungen der Bahn führen über die Weißeritz. Eine besondere Konstruktion ist dabei die Brücke in Obercarsdorf. Sie kann bei Hochwassergefahr angehoben werden.

Die Reisezeit auf der 26 Kilometer langen Strecke von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf beträgt 93 Minuten. Macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 km/h.

Die Weißeritztalbahn nutzt eine Spurweite von 750 Millimetern. Für diese „Schmalspur“ entschied man sich vor dem Bau der Strecke tatsächlich aus reinen Kosten-Erwägungen heraus. Eine normalspurige Strecke zu bauen, wäre im engen Tal der Roten Weißeritz wesentlich aufwendiger und teurer geworden.

Tickets für die Bahn kann man bequem im Zug kaufen. Erwachsene zahlen ab 2,30 Euro, um einsteigen zu können, Kinder bis 6 Jahre nichts.

Unterschriftensammlung: Meine Unterschrift für den Wiederaufbau: Im Herbst 2003, ein Jahr nach der Flut, fordern fast 35000 Freunde der Kleinbahn, dass es endlich losgeht. Die Initiative geht auf SZ-Regionalgeschäftsführer Jörg Seidel und den Altenberger SZ-Fotografen Egbert Kamprath zurück. Der Druck auf die Politik hilft. Ende 2003 sagt die Bundesregierung Fördermittel zu. Sachsen schließt sich an.

Das Viadukt in Schmiedeberg wurde beim Umbau der Strecke von 1920 bis 1924 errichtet. Es überbrückt den Pöbelbach und das Ortszentrum.

Der Wiederaufbau der Bahnstrecke nach der Flut von 2002 zog sich über fast 15Jahre hin, der eigentliche Bahnbau 1880 bis 1883 dauerte dreieinhalb Jahre – einschließlich Planung.

Zerstörung: Der 12. August 2002 ist ein schwarzer Tag in der Geschichte der Schmalspurbahn. Die Fluten der Weißeritz vernichten die Strecke zu weiten Teilen. Erst gut sechs Jahre später rollt wieder ein Zug.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-weisseritztalbahn-von-a-bis-z-3706301.html

Hier begrüßt Kipsdorf die Bahn

 
 
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Wenn der erste reguläre Zug am Sonnabend auf den Bahnsteig dampft, wird er stilecht mit einem Blasmusikständchen begrüßt. Daneben wird rund um den Bahnhof gefeiert. Hier das Wichtigste für die Gäste.

15.06.2017
Von Franz Herz

üßt Kipsdorf die Bahn
Rings um den Bahnhof Kipsdorf wird am Wochenende der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn bis zu ihrer historischen Endhaltestelle gefeiert.

© Egbert Kamprath

Kipsdorf. Der Ort Kipsdorf wird am Sonnabend einen besonders großen Bahnhof bieten, wenn die ersten regulären Züge der Weißeritztalbahn nach fast 15 Jahren Zwangspause wieder angedampft kommen. Die Bahnhöfe in Obercarsdorf und Schmiedeberg sind teilweise bereits geschmückt, um die Züge zu begrüßen. Veranstaltungen sind auf den Unterwegsbahnhöfen aber nicht vorgesehen. An der gesamten Strecke soll in vier Wochen zum Schmalspurbahnfestival ein buntes Programm steigen.

Jetzt am Wochenende konzentriert sich das Begrüßungsfest in Kipsdorf. Hier sind dieses Wochenende vier Plätze vorbereitet, auf denen die Besucher am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr feiern und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Dazu gibt es eine besondere Parkregelung.

Was ist in Kipsdorf los ist:

Festplatz am Bahnsteig: Charlies Mannen begrüßen den Zug

Das erste Festgelände, wenn die Reisenden in Kipsdorf aus der Bahn steigen, ist der Platz zwischen den Bahnsteigen und dem Empfangsgebäude. Hier werden Charlies Mannen aus Freital den ersten Zug mit zünftiger Blasmusik begrüßen. Weiter wird vor dem Bahnhof ein Festzelt aufgebaut. Das Hotel Lugsteinhof und der Gastronom Werner Buchauer, der früher die Bahnhofsgaststätte in Kipsdorf geführt hat, kümmern sich um Speisen und Getränke für die Besucher, wie Carolin Krupp vom Tourist-Info-Büro der Stadt Altenberg informiert. Für die Kinder steht hier eine Hüpfburg und sie haben die Möglichkeit, sich bunt zu schminken.

Im Bahnhofsgebäude: Kunst und Geschichte

Danach kommen die Bahnpassagiere in das Empfangsgebäude. Die Stadt Altenberg hat dieses nach der Flut übernommen und zum Bürgerhaus umgebaut. Jetzt gewinnt es aber wieder einen Teil seiner früheren Funktion als Bahnhof zurück. Ricardo Lammel, der als Bahnhofsguide in Kipsdorf arbeitet, eröffnet hier einen Souvenir- und Fahrkartenverkauf, der auch nach dem Festwochenende auf Dauer hier bleiben wird. Das Heimatmuseum, das der Heimatverein seit 2008 hier betreibt, hat Sonnabend und Sonntag geöffnet. Die Besucher können sich im Modell ansehen, wie es 1930 hier aussah. Weiter gibt es Kaffee, Kuchen, für Kinder Spiele und die Möglichkeit, Stoffbeutel zu bedrucken.

Auf dem Bahnhofsvorplatz: Die Urlaubsregion präsentiert sich

Auf dem Platz vor dem Bahnhof werden die Infomobile und Stände der Urlaubsregion Altenberg, des Verkehrsverbunds Oberelbe, des Regionalverkehrs Dresden, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft und der Mitteldeutschen Regiobahn stehen. „Wir wollen die Gäste über die Möglichkeiten informieren, die sie in Altenberg haben, um ihre Freizeit zu gestalten“, sagt Carolin Krupp. Der Verkehrsverbund informiert die Besucher zu Bussen und Bahnen in der Region Oberelbe, teilt Sprecher Christian Schlemper mit. Ähnliche Informationen gibt es auch bei den anderen Verkehrsunternehmen. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft gibt Informationen auch über die anderen Linien, die sie betreibt wie den Lößnitzdackel nach Moritzburg.

An der Bushaltestelle: Das Festzelt für schlechtes Wetter

Für den Fall, dass das Wetter nicht mitspielt und ein Teil der Festivitäten, die an den Gleisen geplant sind, ins Wasser fallen würde, lässt der Verkehrsverbund noch ein weiteres Festzelt aufstellen auf dem Parkplatz hinter der Bushaltestelle auf der anderen Seite der B170. Da diese Parkmöglichkeiten damit wegfallen, hat die Stadt Altenberg Alternativen bereitgestellt.

Parkplätze: Shuttlebusse fahren das ganze Wochenende

Die Besucher des Wiederaufbaufests können ihre Autos in Bärenfels auf dem großen Parkplatz am Ortseingang oder entlang der B170 auf der früheren Standspur knapp eineinhalb Kilometer unterhalb vom Bahnhof abstellen. Damit die Besucher ihre Autos unkompliziert erreichen, hat Altenberg einen Shuttleservice mit Bussen eingerichtet, die am Wochenende den ganzen Tag je nach Bedarf fahren. Bärenfels ist von Kipsdorf einen guten Kilometer Fußweg entfernt.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/hier-begruesst-kipsdorf-die-bahn-3704982.html

Weißeritztalbahn fährt bald wieder

 
 
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14.06.2017

talbahn fährt bald wieder
Die Weißeritztalbahn fährt schon seit über acht Jahren wieder durch den idyllischen Rabenauer Grund. Doch ab Samstag geht es endlich wieder bis nach Kipsdorf.

© Egbert Kamprath

Es grenzt an ein Wunder, dass sich diese Eisenbahnstrecke über die Zeit gerettet hat, und tatsächlich wäre die Weißeritztalbahn ohne den Einsatz von Dampfzug-Freunden heute wohl nur eine Notiz in den Geschichtsbüchern, genau wie andere Schmalspurbahn-Strecken, die in Sachsen einst betrieben wurden.

Die Rettung der Weißeritztalbahn begann nach dem August-Hochwasser des Jahres 2002. Sie sollte insgesamt fast 15 Jahre dauern. Eisenbahner und Eisenbahnfreunde machten Druck, erinnerten mit Sonderfahrten auf den kurzen nicht von der Weißeritzflut beschädigten Streckenabschnitten an das Schicksal der Bahn.

Nach langen Diskussionen ums Geld wurde – hauptsächlich aus Fluthilfe-Mitteln, die der Bund und der Freistaat Sachsen zur Verfügung stellten – der Streckenabschnitt zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde saniert und im Dezember 2008 wieder eröffnet. Von da an dauerte es noch einmal achteinhalb Jahre, um die Trasse bis Kipsdorf zu vervollständigen.

Geschätzte Gesamtkosten für den Wiederaufbau: rund 40 Millionen Euro. Diese Zahl zeigt, dass auch die Wiederaufbau-Kritiker durchaus stichhaltige Argumente hatten. Am 17. und 18. Juni wird die Strecke nach Kipsdorf mit vielen Dampf-Sonderfahrten eröffnet. Das Osterzgebirge erhofft sich davon einen wichtigen Impuls für den Tourismus.

Programm und Fahrplan zur Eröffnung der Strecke: www.weisseritztalbahn.com

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/weisseritztalbahn-faehrt-bald-wieder-3704159.html

15 Jahre für eine Fahrt nach Kipsdorf

 
 
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Die Weißeritztalbahn rollt ab Sonnabend wieder auf kompletter Strecke. Ein Buch beleuchtet die Wirren des Wiederaufbaus.

14.06.2017
Von Christian Eissner

 

für eine Fahrt nach Kipsdorf

Die Weißeritztalbahn ist Deutschlands dienstälteste Schmalspurbahn. Sie bringt heute vor allem Ausflügler ins Osterzgebirge.

© Andreas Weihs

Freital/Dippoldiswalde. Es grenzt an ein Wunder, dass sich diese Eisenbahnstrecke über die Zeit gerettet hat, und tatsächlich wäre die Weißeritztalbahn ohne den Einsatz von Dampfzug-Freunden heute wohl nur eine Notiz in den Geschichtsbüchern, genau wie andere Schmalspurbahn-Strecken, die in Sachsen einst betrieben wurden. Schon zu DDR-Zeiten war die Bahn defizitär. Dem Trend der 1960er-Jahre folgend, ländliche Gebiete hauptsächlich über die Straße, nicht über die Schiene zu erschließen, durfte die Bahnmeisterei Freital keine Gleisreparaturen ausführen. Langsamfahrstellen und Entgleisungen der damals noch verkehrenden Güterzüge waren die gewollte Folge, zudem sollten unattraktive Fahrpläne die Weißeritztalbahn ins Abseits bringen.

In den 1970er-Jahren reifte im DDR-Ministerium für Verkehrswesen der Gedanke, einige Schmalspurbahnen für touristische Zwecke zu erhalten, unter anderem die Weißeritztalbahn. Trotzdem störte sie in ihrem oberen Abschnitt den Ausbau der Fernverkehrsstraße 170, und letztlich war es Eisenbahnfreunden und Eisenbahnern zu verdanken, dass die Bahn erhalten blieb. In zahlreichen Arbeitseinsätzen sorgten sie dafür, dass die Sicherheit an und auf der Strecke gewährt war. Das war die erste Rettung der Weißeritztalbahn.

Dabei hatte ihre Geschichte euphorisch begonnen. Der Streckenbau zwischen 1881 und 1883 brachte dem Osterzgebirge einen wirtschaftlichen und später auch einen enormen touristischen Aufschwung. An Winterwochenenden in den 1930er-Jahren fuhren die Züge nahezu im 15-Minuten-Takt von Freital nach Kipsdorf, um Wintersportler aus Dresden ins Gebirge und zurück zu bringen. Heute unvorstellbar.

Die zweite Rettung der Weißeritztalbahn begann nach dem August-Hochwasser des Jahres 2002. Sie sollte insgesamt fast 15 Jahre dauern. Wieder waren es Eisenbahner und Eisenbahnfreunde, die Druck machten, die mit Sonderfahrten auf den kurzen nicht von der Weißeritzflut beschädigten Streckenabschnitten an das Schicksal der Bahn erinnerten. Nach langen Diskussionen ums Geld wurde – hauptsächlich aus Fluthilfe-Mitteln, die der Bund und der Freistaat Sachsen zur Verfügung stellten – der Streckenabschnitt zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde saniert und im Dezember 2008 wieder eröffnet. Von da an dauerte es noch einmal achteinhalb Jahre, um die Trasse bis Kipsdorf zu vervollständigen. Geschätzte Gesamtkosten für den Wiederaufbau: rund 40 Millionen Euro. Diese Zahl zeigt, dass auch die Wiederaufbau-Kritiker durchaus stichhaltige Argumente hatten.

Am 17. und 18. Juni wird die Strecke nach Kipsdorf mit vielen Dampf-Sonderfahrten eröffnet. Das Osterzgebirge erhofft sich davon einen wichtigen Impuls für den Tourismus. Anlässlich der Steckeneinweihung erscheint das Buch „Wieder unter Dampf. Die Rettung der Weißeritztalbahn“ aus der Edition SZ in einer neuen, aktualisierten Auflage. Es erzählt die Geschichte der Bahnstrecke und beleuchtet die Zeit des Wiederaufbaus mit ihren schwierigen, aber auch lustigen Begebenheiten.

Programm und Fahrplan zur Eröffnung der Strecke: www.weisseritztalbahn.com

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/15-jahre-fuer-eine-fahrt-nach-kipsdorf-3703775.html

Weißeritztalbahn reloaded Wiedereröffnungsfeier für Schmalspurbahn in Kipsdorf

15 Jahren nach dem Jahrhundert-Hochwasser pendelt die Weißeritztalbahn ab dem 17. Juni wieder täglich zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf.

Quelle: Peter Weckbrodt

 

15 Jahren nach dem Jahrhundert-Hochwasser pendelt die Weißeritztalbahn ab dem 17. Juni wieder täglich zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf. Neben dem Sonderfahrplan am Eröffnungswochenende mit dem Einsatz von zwei Zügen rollen zum Schmalspurbahn-Festival am dritten Juli-Wochenende sogar drei Züge auf der 26,1 Kilometer langen Strecke. Den derzeitigen Fahrplan hat der Betreiber der Bahn, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft SDG, bis zum 16. Juni verlängert.

Nach der offiziellen Freigabe der Strecke am 17. Juni fährt der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern des Freistaates und der anliegenden Kommunen in Richtung Kipsdorf. Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Sie dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kipsdorf los. Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten beiden Züge, die am 12. August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreichten.

Der Fahrplan zum Eröffnungswochenende ist auf den Internetseiten des Betreibers, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) abrufbar. Die SDG nimmt für beide Tage keine Platzreservierungen entgegen, weil sie mit einem großen Andrang rechnet. Die Betreibergesellschaft setzt alle verfügbaren Wagen ein.

Am Bahnhof Kipsdorf erwartet die Gäste ein Gemeinschaftsstand der lokalen Verkehrsunternehmen und der Stadt Altenberg. Das Heimatmuseum und das Kunstatelier sind geöffnet. Für die kleinen Besucher gibt es neben der Hüpfburg und dem Kinderschminken die Möglichkeit zum Beuteldruck.

Ab dem 19. Juni gilt dann der neue reguläre Fahrplan. Diese Übersicht ist ebenfalls im Internet auf den SDG-Seiten veröffentlicht. Zum Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli legen dann SDG und VVO noch eine Schippe Steinkohle oben drauf. Dann feiert die gesamte Strecke zwischen Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde bis hinauf nach Kipsdorf. Dazu wird ein Programm für die ganze Familie mit 34 Fahrten zum Dampfausflug ins Osterzgebirge vorbereitet.

Der Sonderfahrplan mit zwei Zügen kommt in diesem Jahr zwei weitere Male zur Anwendung: Vom 30. September bis zum 3. Oktober sowie am 2. und
3. Dezember.

Mehr Informationen gibt es unter der Telefonnummer 035207/89290 oder hier im Netz: tinyurl.com/y7xkbm3w

Von Peter Weckbrodt

Noch sieben Tage bis zur Ankunft

 
 
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Im Bahnhof Kipsdorf hat ein Gästeführer seine Arbeit aufgenommen. Bis der Dampfzug anrollt, ist noch einiges zu tun.

09.06.2017

 

en Tage bis zur Ankunft

Ricardo Lammel ist der Bahnhofsguide in Kipsdorf. Er soll die Gäste, die mit der Weißeritztalbahn anreisen, in Empfang nehmen und sie so gut durch das Osterzgebirge leiten, dass sie möglichst gern wiederkommen. Dafür macht die Stadt zurzeit das Bahnhofsgebäude innen schick. Der Blick ins Innere des Bahnhofes ist beeindruckend. © Egbert Kamprath

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Die einstige Empfangshalle lässt erahnen, was hier vor Jahrzehnten für ein Betrieb herrschte. © Egbert Kamprath

Kipsdorf. Vorm Kipsdorfer Bahnhof stehen ein paar Autos. Kleintransporter. Doch weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen. Mal vorsichtig an einer der schweren Holztüren am Eingang gerüttelt – und tatsächlich, der Bahnhof öffnet sich für den Durchreisenden. So wie es der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) jeden Tag haben will, wenn ab dem 17. Juni die Schmalspurbahn wieder im Gebirge angedampft kommt. Knapp 15 Jahre nach dem

Dafür flitzt schon jetzt Ricardo Lammel durch das Bahngebäude und hat die Bauarbeiten im Blick, die bis zur Ankunft des ersten Zuges die Stadt in Auftrag gegeben hat. Hier die künftige Gäste-Information, dort ein kleiner Warteraum mit Snackautomaten, der Mehrzweckraum, der schick gemacht wird, damit auch mal ein paar Veranstaltungen stattfinden können. „Die erste Hochzeit ist schon gebucht“, sagt Ricardo Lammel und lächelt. Er freut sich auf seine neue Aufgabe als Bahnhofsguide, obgleich sie mit einem Wermutstropfen beginnt. Er musste das R 2, ein kleines Café mit Bar, das er in Kipsdorf zuletzt im Nebenerwerb betrieb, schließen. „Tut schon weh“, sagt er. „Aber es ging nicht anders.“ Und vielleicht öffnen sich eines Tages wieder im Lokal die Türen, wenn die Weißeritztalbahn das bringt, was sich viele Osterzgebirgler von ihr erhoffen: Gäste. Dafür macht jetzt Lammel Dampf, der beruflich schon ein zweites Standbein im Bahnhof hatte, dort bereits die Kegelbahn betrieb und die eine oder andere Veranstaltung organisierte.

Nun soll er sich mit Unterstützung der Kipsdorfer noch um die Fahrgäste kümmern, die mit der Weißeritztalbahn ankommen. „Über seine Hausmeistertätigkeit hinaus, die bereits mit der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Altenberg vereinbart ist, wird er die Gäste begrüßen, Sehenswürdigkeiten erklären, den Bahnhof thematisch gestalten und besser vermarkten“, nennt Bürgermeister Kirsten Ziele. Darüber hinaus hat er angeregt, mit den Anliegergemeinden, also mit Freital, Rabenau und Dippoldiswalde, für die nächsten drei Jahre mithilfe von Fördermitteln einen Projektmanager für die Bahn zu engagieren. Der soll touristische Potenziale erkunden und erschließen. „Man muss ja die Bahn nach 15 Jahren erst einmal wieder an den Markt bringen“, sagt Kirsten und hofft, dass seine Stadträte wie auch die seiner Amtskollegen das mittragen. So soll sich der Projektmanager um den Abriss von Ruinen an der Strecke genauso kümmern wie um Wünsche der Gäste. „Wenn sie gern mit dem Rad kommen, brauchen wir mehr Radwege und dafür Fördermittel“, nennt Kirsten ein Beispiel.

Inzwischen rückte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit der Sprache heraus, wie die Wiedereröffnung des zweiten Abschnittes von Dippoldiswalde nach Kipsdorf gefeiert wird: nämlich doppelt. Zum einen mit einem Eröffnungswochenende am 17./18. Juni, zum anderen mit dem Schmalspurbahn-Festival am 3. Juli-Wochenende, an dem noch mal eine Schippe draufgelegt werden soll, sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper . Dann wird an der gesamten Strecke gefeiert, es gibt insgesamt 34 Dampfzug-Fahrten ins Osterzgebirge.

Freigegeben wird die Strecke am 17. Juni, 11 Uhr, in Dippoldiswalde. 11.30 Uhr setzt sich der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern Sachsens und der anliegenden Kommunen nach Kipsdorf in Bewegung. „Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Die Züge dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kurort Kipsdorf los“, so Schlemper. „Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten zwei Züge, die am 12. August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreichten.“ Da eine hohe Nachfrage erwartet wird, seien Reservierungen nicht möglich. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft werde aber alle verfügbaren Wagen einsetzen.

Eröffnungsfahrplan unter www.weisseritztalbahn.com

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/noch-sieben-tage-bis-zur-ankunft-3701135.html

Pressemitteilung VVO vom 06.06.2017

Weißeritztalbahn feiert Wiedereröffnung doppelt

Vier Wochen nach der Eröffnung ist Schmalspurbahn-Festival
 
Nach 15 Jahren Unterbrechung rollt die Weißeritztalbahn ab 17. Juni 2017 wieder täglich von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf. Neben dem Sonderfahrplan am Eröffnungswochenende mit dem Einsatz von zwei Zügen rollen zum Schmalspurbahn-Festival am dritten Juli-Wochenende sogar drei Züge auf der Strecke.
 
Nach der offiziellen Freigabe der Strecke am 17. Juni gegen 11 Uhr in Dippoldiswaldefährt der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern des Freistaates und der anliegenden Kommunen in Richtung Kipsdorf. Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Sie dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kurort Kipsdorf los. Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten zwei Züge, die am 12.August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreic
hten. Der Fahrplan zum Eröffnungswochenende ist auf den Internetseiten der SDG Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) abrufbar.
Aufgrund der erwarteten hohen Nachfrage sind keine Reservierungen möglich, die SDG setzt jedoch alle verfügbaren Wagen ein.
 
Am Bahnhof im Kurort Kipsdorf erwartet die Gäste ein Gemeinschaftsstand der lokalen Verkehrsunternehmen und der Stadt Altenberg, das Heimatmuseum und das Kunstatelier sind
geöffnet und für die kleinen Besucher gibt es neben Hüpfburg und Kinderschminken die Möglichkeit zum Beuteldruck.
 
Zum Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli wird dann noch eine Schippe oben drauf gelegt: Dann feiert die gesamte Strecke die Weißeritztalbahn und lädt mit einem Programm für die ganze Familie und 34 Fahrten zumDampfausflug ins Osterzgebirge ein.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Christian Schlemper
Pressesprecher
Verkehrsverbund Oberelbe GmbH (VVO)
0351/852 65 12
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Quelle: https://www.vvo-online.de/doc/pm/170606_PI_ProgrammStartWTB.pdf