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Eine zweite Lok im Weißeritztal

 
 
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Eine Herbstfahrt mit der Bahn durch das Weißeritztal ist ein Erlebnis. Dafür gibt es jetzt besondere Möglichkeiten.

28.09.2017

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Neben der Weißeritztalbahn kommt auch eine Radebeuler Lok zum Einsatz.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Vom Sonnabend, dem 30. September, bis zum Tag der deutschen Einheit am Dienstag, dem 3. Oktober, fahren viermal täglich Züge von Freital bis zum Endbahnhof in Kipsdorf, wie die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft informiert. „Passend zum Ferienstart kommt ein zweiter Zug mit der Radebeuler Lok VI K zum Einsatz“, erläutert Betriebsleiter Mirko Froß. „Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 Uhr in Freital zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt um 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“

„Die beginnende Laubfärbung im Rabenauer Grund lädt zu einem Spaziergang ein, der Polypark in Dippoldiswalde zum Spielen und Toben mit der ganzen Familie und im Bahnhof Kipsdorf können sich die Fahrgäste auf eine kleine Zeitreise im Bahnhofsgebäude begeben“, ergänzt Gabriele Claus, Marketingleiterin im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).

Wer Anregungen sucht, was er entlang der Bahnstrecke unternehmen kann, findet diese auf einer Erlebnislandkarte. „Wir haben mit den Partnern vor Ort eine detaillierte Ausflugs-, Wander- und Radfahrkarte herausgebracht, die 36 Tipps rund um die Weißeritztalbahn enthält“, sagt Gabriele Claus. Die Karte ist kostenfrei beim Zugpersonal, bei der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg und beim Verkehrsverbund erhältlich. (SZ/fh)

Infos unter Tel. 035207 89290 oder im Internet.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/eine-zweite-lok-im-weisseritztal-3783614.html

Mehr Fahrten für die Weißeritztalbahn

 
 
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Wegen des Feiertages kommende Woche erhöht der Verkehrsverbund Oberelbe die Fahrten.

26.09.2017

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Die Weißeritztalbahn dampft bis zum 3. Oktober viermal täglich zwischen Freital und Kipsdorf.

© Archiv/SZ

Freital/Kipsdorf. Viermal hin, viermal zurück. Über das lange Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit fährt die Weißeritztalbahn vom 30. September bis 03. Oktober viermal täglich von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf. „Passend zum Ferienstart kommt ein zweiter Zug mit der Radebeuler Lok VI K zum Einsatz“, erläutert Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 in Freital zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“

Der Verkehrsverbund möchte damit vor allem den erhöhten Ausflugsverkehr zum Ferienbeginn reagieren, der auf der Strecke zu erwarten ist.

Alle Informationen zum Fahrplan gibt es auf der Internetseite des Verkehrsverbundes.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/mehr-fahrten-fuer-die-weisseritztalbahn-3782327.html

Der Skibus soll wieder fahren

 
 
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Altenberg will ein zusätzliches Angebot etablieren – über den Winter hinaus. Davon haben auch Einheimische etwas.

15.09.2017
Von Mandy Schaks

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Mancher Reisebus holt schon jetzt seine Gäste in Kipsdorf am Bahnhof von der Weißeritztalbahn ab. Künftig sollen alle Fahrgäste regulär an der Haltestelle einen Busanschluss in die Umgebung und wieder zurück haben. Darauf freuen sich Silke Zimmermann vom Zinnwalder Hotel Lugsteinhof, Volker Weidemann vom RVD und der Altenberger Tourismuschef Marcel Reuter (v.li.).

© Egbert Kamprath

Altenberg. Seit die Weißeritztalbahn wieder bis ins obere Osterzgebirge dampft, hält auch der eine oder andere Bus am Endpunkt, am Bahnhof in Kipsdorf. Mal große, mal kleine. Doch einsteigen dürfen aber nicht alle. Reiseveranstalter oder Vermieter sammeln nach einer Bahnfahrt ihre Leute wieder ein und bringen sie in die Unterkünfte. Das soll sich ändern, mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember.

Dann ist geplant, wieder einen öffentlichen Skibus an den Start zu bringen – und nicht nur für ein paar Wochen wie in der Testphase im vergangenen Winter. Die neue Linie soll die Bimmelbahn-Passagiere in die Altenberger Skigebiete und nach dem Ausflug zurück zum Bahnhof bringen. Aber auch die Wintersportorte in der Urlaubsregion besser miteinander verbinden. Damit wird das bestehende Angebot im öffentlichen Nahverkehr ausgebaut und werden Lücken im Busfahrplan geschlossen. „Das soll aber keine rein touristische Linie sein“, betonte der Altenberger Tourismuschef Marcel Reuter am Donnerstag, als er das Projekt mit der Regionalverkehr Dresden GmbH (RVD) Hoteliers und touristischen Anbietern in Kipsdorf vorstellte.

„Wir wollen alle Fahrgäste zum Tarif mitnehmen und die Busse voll machen. Das ist auch ein Mehrwert für die Einwohner.“ Denn Ziel ist, das Angebot wirtschaftlich zu gestalten, damit den Skibus über die Wintersaison hinaus in Betrieb zu halten und das ganze Jahr über – dann als Wanderbus – fahren zu lassen. Der Königsweg: Die Sonderlinie in das bestehende Busnetz integrieren. Dann könnten Übernachtungsgäste, welche von ihrem Vermieter eine neue Altenberg Card bekommen, alle Busse – gleich ob Linie oder Sonderbus – kostenlos in der Urlaubsregion Altenberg nutzen. Ein Wunsch, den Vermieter im oberen Osterzgebirge schon lange haben.

Vor allem der Wirtestammtisch Altenberg/Geising, dem etwa 20 Hoteliers und Gastronomen angehören, sieht in dem fehlenden Angebot einen Standortnachteil für die Tourismusbranche im Vergleich zu anderen Regionen. Der Tourismusverband Erzgebirge hatte zwar 2010 schon einmal ein Pilotprojekt gestartet, sodass ein Skibus wenigstens zu Ferienhochzeiten zwischen Zinnwald und Rechenberg-Bienenmühle pendelte. Doch das Angebot scheiterte 2014 endgültig an der Finanzierung.

Noch einiges zu klären

Auch die Stadt Altenberg, die das Projekt für ihr Gemeindegebiet aufgreifen wollte, stand lange vor der Frage: Wer bezahlt das? Dazu kamen bürokratische Hürden. Erst eine Änderung des sächsischen Kommunalabgabengesetzes im Herbst 2016 machte es möglich, Einnahmen aus der Gästetaxe, die Übernachtungsgäste für die touristische Infrastruktur an die Stadt zahlen, auch für Verkehrsleistungen einzusetzen. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) startete in den Winterferien mit dem RVD kurzfristig einen Pilotversuch, der vom Wirtestammtisch mitfinanziert wurde. Der Skibus fuhr im Februar und wurde dann noch einmal bis 19. März verlängert, da der Bedarf da war. „Die Erfahrungen sind grundsätzlich positiv“, fasste Reuter die Ergebnisse zusammen.

Hinter den Kulissen liefen seither Gespräche zwischen der Stadt und dem Wirtestammtisch. Im August machte der Stadtrat den Weg frei, um die Sonderlinie zu etablieren. Die Gästetaxe wurde so verändert, dass sie am Ende mehr Geld in die Kasse bringt. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll der Ski- und Wanderbus zu 50 Prozent finanziert werden. Die Stadt hofft, RVD und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit ins Boot zu bekommen. Vorrangig sollen sich aber auch die Beherbergungsbetriebe beteiligen. Für das kommende Jahr geht Reuter davon aus, dass der Betrag bei 40 Cent pro Übernachtung liegt, den Hoteliers und Pensionsbetreiber freiwillig dafür zahlen. Deren Gäste können dann aber auch kostenlos mitfahren. „Je mehr Gastgeber mitmachen, umso weniger muss jeder dafür zahlen.“ Wie der Fahrplan aussehen könnte und wie viel Geld dafür gebraucht wird, steht noch nicht fest. Und damit auch noch nicht, wie weit und für welche Lösung das Geld reicht. „Projektstart war diese Woche“, sagt Volker Weidemann, Leiter Markt und Vertrieb beim RVD. Das Verkehrsunternehmen tritt jetzt in Verhandlungen mit dem VVO.

Für Silke Zimmermann vom Hotel Lugsteinhof in Zinnwald kommt das alles zu spät. „Wir bewerben unsere Gäste seit einem halben bis Dreiviertel Jahr“, sagte sie. Trotzdem ist sie froh, dass es endlich dieses Angebot geben wird. „40 Cent pro Übernachtung tun uns weh“, verhehlte sie nicht. „Wir sind aber sehr interessiert, damit wir mehr Gäste bekommen, die auch zufriedener sind und dann auch länger bleiben.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/der-skibus-soll-wieder-fahren-3774280.html

Interesse an Bimmelbahn hält an

 
 
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Obwohl weniger Züge fahren, steigt die Zahl der Fahrgäste auf der Weißeritztalbahn.

13.09.2017

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Die Weißeritztalbahn ist vor allem auch wegen ihrer Dampfloks beliebt.

© Karl-Ludwig Oberthür

Dippoldiswalde. Das Interesse an der wieder aufgebauten Strecke der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg bis nach Kipsdorf hält weiter an. „Im Vorjahresvergleich fuhren im Juli 2017 auf der Weißeritztalbahn knapp 10 000 Fahrgäste mehr als im Jahr zuvor“, sagt Roland Richter, Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, welche die Strecke betreibt. Auch im August setzte sich dieser Trend fort. Der Monat sei noch nicht komplett abgerechnet. „Aber nach jetzigen Erkenntnissen haben wir im August etwa 3 000 Personen mehr befördert als 2016“, ergänzt Richter.

Anzeichen, die auf einen Rückgang der Fahrgastzahlen deuten könnten, weil der untere Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde jetzt weniger oft bedient wird, kann die Dampfeisenbahngesellschaft nicht beobachten. Früher fuhren sechs Züge am Tag von Freital nach Dippoldiswalde und zurück. Jetzt mit dem neuen Fahrplan fahren zwei Züge täglich hoch bis nach Kipsdorf und ein dritter bis Dippoldiswalde und jeweils wieder zurück. (SZ)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/interesse-an-bimmelbahn-haelt-an-3771654.html

Erster Märchenzug fährt bis Kipsdorf

 
 
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Am Freitag startet eine Veranstaltungsreihe speziell für Kinder.

12.07.2017

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Die Weißeritztalbahn wartet mit einem Märchenzug auf.

© Archiv: SZ

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Der komplette Wiederaufbau der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg bis hoch nach Kipsdorf bringt diese Woche auch für die traditionell fahrenden Märchenzüge eine Premiere. Der erste Zug in dieser Veranstaltungsreihe startet am Freitag, um 10 Uhr, am Bahnhof Dippoldiswalde in Richtung Gebirge. Er wird nicht nach Freital fahren, wie in all den Jahren vorher, sondern zum ersten Mal hoch nach Kipsdorf, informierte Anke Eichler, Projektmanagerin beim Tourismusverband Erzgebirge. Weil jetzt Ferienzeit ist, fährt der Zug auch nicht am Nachmittag, sondern schon vormittags.

Die Märchenfee Gisela Möckel wird die Kinder mit einem bunten Märchenprogramm unterhalten. Außerdem erwartet ein kleiner Imbiss die Kinder. Die Fahrt im Märchenabteil kostet pro Kind zehn Euro. Eltern oder Großeltern können im Nachbarwagen Platz nehmen. Für sie gilt der normale Fahrpreis. Das macht von Dippoldiswalde nach Kipsdorf und zurück 15 Euro. (SZ/fh)

Der Tourismusverband Erzgebirge bittet um Anmeldungen unter  03504 614877 oder per E-Mail unter

dippoldiswalde@erzgebirge-tourismus.de

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/erster-maerchenzug-faehrt-bis-kipsdorf-3725385.html

Feiern unter Volldampf

 
 
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Zum Schmalspurbahn-Festival können an der Weißeritztalbahn Züge bestaunt, Schnäpse verkostet und Loks mit Muskelkraft bewegt werden.

12.07.2017
Von Tobias Hoeflich

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Am 17. Juni versammelten sich viele Schaulustige, als nach großer Sanierung die erste Dampflok in Kipsdorf einrollte. Die Macher des Schmalspurbahn-Festivals erhoffen sich für dieses Wochenende von der Eröffnung ein Plus bei den Besucherzahlen.

© Egbert Kamprath

Freital. Konkrete Zahlen will Mirko Froß nicht nennen, wenn er nach Besucherzahlen fürs Wochenende gefragt wird. Fünfstellig soll es werden, hofft der Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG). Schon vergangenes Jahr kamen mehr als 10 000 Besucher zum Schmalspurbahn-Festival. Dafür drückte die Hitze 2015 die Zahlen nach unten. „Da hatten wir 37 Grad“, rollt Froß mit den Augen.

Dieses Jahr haben Eisenbahnfreunde einen zusätzlichen Grund zum Feiern. Seit Juni dampft die Weißeritztalbahn nach jahrelanger Sanierung wieder durchgängig von Freital über Dippoldiswalde bis Kipsdorf. „Davon erhoffen wir uns einen zusätzlichen Schub“, sagt Gabriele Clauss, Marketingleiterin des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO). Dementsprechend üppig ist das Programm für die neunte Auflage des Festivals an diesem Wochenende.

Für Bahnfreunde: Sonderzüge ergänzen den Fahrplan

Dreimal täglich werden die Planwagen der SDG am Sonnabend und Sonntag zwischen Freital und Kipsdorf pendeln. Zusätzlich sind ein Zug der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn sowie ein Altbauwagen-Zug der Reichsbahn unterwegs. Letzterer startet 11.27 Uhr und 15.55 Uhr in Freital-Hainsberg, zurück von Kipsdorf geht’s ab 13.50 Uhr und 17.42 Uhr.

Der Zug der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn verlässt Freital-Hainsberg um 9.25 Uhr Richtung Kipsdorf und 15.12 Uhr Richtung Dipps. Im umgekehrte Richtung startet er um 12.37 Uhr in Kipsdorf, außerdem 16.55 Uhr in Dipps. Zwei volle Umläufe seien nicht zu schaffen, erklärt Froß. Schließlich brauchen die Wagen für die gesamte Strecke mehr Zeit. Kinderwagen und Fahrräder können darin leider nicht transportiert werden, sagt Froß. Dafür fahren Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen frei.

Für Familien: Zauberei und Zirkus am Hainsberger Bahnhof

Entlang der gesamten Strecke wird es an mehreren Orten ein Unterhaltungsprogramm für Besucher geben. „Hauptaugenmerk liegt wieder auf dem Areal am Bahnhof Freital-Hainsberg“, so Gabriele Clauss. Am Sonnabend um zehn Uhr wird hier ein Kinderzirkus die kleinen Besucher zum Staunen bringen. Sonntagmittag um halb eins zeigen Magier ihre Tricks beim „Zauberlehrstuhl“. Am Rabenauer Bahnhof wird zudem eine Kindereisenbahn rollen.

Für Durstige: Im Oldtimer zur Schnapsverkostung

Erstmals ist die Altenberger Likörfabrik Teil des Festivalprogramms. An beiden Tagen starten die Touren dorthin jeweils 9 und 13 Uhr: zunächst mit dem Dampfzug nach Kipsdorf, dann mit einem Oldtimer-Bus nach Altenberg. Hier können sich Teilnehmer durch die Fabrik führen lassen und dabei auch den Schnaps probieren. Für die Kräutertour ist eine Anmeldung erforderlich, betont Mirko Froß. Damit das Hochprozentige nicht in leere Mägen fließt, wird überall entlang der Strecke auch Essen gereicht. Ein Höhepunkt dürfte das große Grillen am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr in Coßmannsdorf sein.

Für Kräftige: Wettstreit beim Gruppen-Lokziehen

Wer selbst aktiv werden will, ist beim Lokziehen am Sonnabend um 17 Uhr in Hainsberg richtig. „Jeweils acht Personen können unter Beweis stellen, dass für sie das gemeinsame Ziehen einer Lokomotive kein Problem ist.“ Eine Dampflok wird es aber wegen des zu großen Gewichts nicht werden, so viel verrät Froß schon mal. Noch offen ist dagegen, wie lang die Strecke sein wird. „Wenn’s kräftige Männer sind, machen wir hundert Meter. Wenn nicht, dann nur vierzig“, lacht Froß. Wie für die Kräutertour müssen sich Teilnehmer beim Lokziehen auch anmelden.

Für Romantiker: Sonderzüge fahren zum Feuerwerk

Am Sonnabend um Punkt 22.30 Uhr wird das Feuerwerk „Malter in Flammen“ den Himmel über der Talsperre zum Leuchten bringen. Im Anschluss können es Besucher im Strandbad Paulsdorf selbst krachen lassen. Sonderzüge bringen die Besucher dafür nach Malter und zurück: 21.07 Uhr und 22.48 Uhr ab Freital-Hainsberg, zurück ab Malter um 21.53 Uhr und 23.34 Uhr.

Für Danksager: Viele Ehrenämtler und Spender ermöglichen das Fest

Neben VVO, SDG, Tourismusverband und den Städten Freital, Dipps, Rabenau und Altenberg wirkt auch die IG Weißeritztalbahn an dem Festival mit. „Über zwanzig Mitglieder von uns werden am Wochenende im Einsatz sein“, sagt Vereinsvorsitzender Ralf Kempe. Auch andere lokale Firmen und Vereine unterstützen die Veranstalter.

9. Schmalspurbahn-Festival der Weißeritztalbahn: Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Das komplette Programm und den Sonderfahrplan zum Festival finden Sie hier

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/feiern-unter-volldampf–3724939.html

Ideen für die Weißeritztalbahn

 
 

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Anke Eichler vom Tourismusverband will die Touristenattraktion attraktiv halten. Wie das gelingen soll, erklärt sie im Gespräch mit der SZ.

10.07.2017
Von Maik Brückner

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Anke Eichler ist als Leiterin der Arbeitsgruppe Angebote Weißeritztalbahn beim Tourismusverband Erzgebirge für die Vermarktung rings um die Bahnstrecke zuständig. Hier steht sie auf dem Bahnhof in Dippoldiswalde.

© Frank Baldauf

Freital/Kipsdorf. Seit drei Wochen fährt die Weißeritztalbahn wieder auf der gesamten Strecke bis zu ihrem Endbahnhof in Kurort Kipsdorf. Am kommenden Wochenende wird entlang der ganzen Bahnlinie von Freital bis Kipsdorf erstmals wieder das Schmalspurbahnfestival gefeiert. Die Bahn ist eine der großen Tourismusattraktionen in der Region. Nach dem Wiederaufbau ist sie auch eine Herausforderung für die touristischen Anbieter. Darüber sprach die Sächsische Zeitung mit Anke Eichler, die beim Tourismusverband Erzgebirge für Projekte und Themen verantwortlich ist.

Frau Eichler, ein wichtiges Thema in Ihrer Arbeit ist die Weißeritztalbahn. Welche Aufgaben sehen Sie für sich nach dem Wiederaufbau?

Unser Ziel als Tourismusverband ist es, das Thema Bahn- und Oldtimererlebnis in seinen vielen Facetten zu fokussieren. Deshalb haben wir vor vier Jahren die erzgebirgischen Eisenbahn- und Oldtimererlebnistage ins Leben gerufen. Mit diesem Angebot sollen sachsen-, aber auch deutschlandweit Bahn- und Oldtimerinteressierte angesprochen werden. Im Ausland liegt unser Fokus vor allem auf der Schweiz und auf Österreich. Eine Schmalspurbahn wie unsere Weißeritztalbahn ist ein technisches und emotionales Highlight und lässt die Herzen, egal welchen Alters, höher schlagen. Wichtig ist aber, dass sowohl die Bahnfahrt an sich als auch das Umfeld attraktiv gestaltet und in der Region optimal vernetzt werden.

Welchen Anteil hat dabei Ihr Verband?

Unsere Aufgabe ist dabei die Vermarktung. Um zu zeigen, was der Gast derzeit entlang der Strecke sehen, erwandern und erleben kann, haben wir gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Oberelbe und der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft eine Wanderkarte mit dem Titel „Auf Entdeckertour mit der Weißeritztalbahn“ herausgebracht. Auf dieser finden die Bahnfahrer alle Sehenswürdigkeiten rechts und links der Strecke, angefangen von Museen bis hin zu Freizeitattraktionen wie der Sommerrodelbahn in Altenberg. Eingearbeitet haben wir Wanderwege, die dorthin führen. Wir haben versucht, den Bahnfahrern an jeder Haltestelle mindestens zwei Vorschläge zu unterbreiten.

Dabei fällt auf, dass Sie nicht nur das Weißeritztal im Blick hatten. Warum?

Das Weißeritztal ist zwar landschaftlich sehr reizvoll. Es gibt eine Menge kleiner Sehenswürdigkeiten, eine richtig große fehlt allerdings. Bei der Fichtelbergbahn ist das anders. Dort haben die Bahnfahrer mit Oberwiesenthal ein großes touristisches Zentrum. An der Weißeritztalbahn fehlt das. Deshalb haben wir die Ausflugsregion breiter gezogen und empfehlen zum Beispiel auch eine Wanderung zum Uhrenmuseum nach Glashütte. Von dort aus können die Besucher mit der Müglitztalbahn weiterfahren. Wir empfehlen auch eine Wanderung über Spechtritz nach Höckendorf oder über Bärenfels, Schellerhau nach Altenberg. Am Wegesrand gibt es mehrere Gaststätten und mit Altenberg einen attraktiven Tourismusort. Neu ist auch eine Landpartie: eine Wanderung nach Reichstädt mit Besuch der Spinnstube, der Töpferei und des Schlosses bzw. Schlossgartens oder auch die Einbindung der George-Bähr-Kirche in Schmiedeberg in einen Rundwanderweg.

Die Bahn fährt wieder bis Kipsdorf. Was muss getan werden, damit die Züge auch voll sind?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns schon lange. Mit Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes 2008 gründeten wir mit den Anliegerkommunen eine Arbeitsgruppe, in der wir Ideen zusammengetragen haben. Wir haben versucht, Angebote zu entwickeln. Gästeführer haben thematische Wanderungen organisiert. Dabei geht es beispielsweise um Wölfe, Schmuggler und Eremiten oder um die Spuren des romantischen Malers Ludwig Richter. Reiseveranstalter bauen die Bahn in ihre Programme ein, wie die Agentur Sachsenträume, die „Braumeisters Dampfzug“ organisiert. Die Bahn fährt mit einem Sonderzug zu „Malter in Flammen“, und wir als Tourismusverband organisieren sechs- bis zehnmal im Jahr den „Märchenzug“ und ein-, zweimal im Jahr den „Stollenzug“. Sehr beliebt sind auch die Dixielandzüge der IG Weißeritztalbahn. Ausbaufähig ist sicher die Kombination des Themas „Eisenbahn und Oldtimer“. Oldtimerausstellungen an der Bahn oder die Kombination mit Oldtimer-Rallyes sind vorstellbar.

Reicht das?

Der Reiz des Neuen, nun mit der Bahn bis Kipsdorf zu fahren, wird schnell wieder verfliegen. Deshalb ist es wichtig, neben den vorhandenen Attraktionen neue zu schaffen.

Was müsste noch getan werden?

Es gibt viele Ideen, nur braucht jede Idee jemanden, der sie auch umsetzt, zeitlich, unternehmerisch und finanziell realisiert. Mein Wunsch wäre beispielsweise ein familienfreundlicher, bahnbegleitender Radweg. Mit der Bahn hoch, mit dem Rad wieder runter und an der Strecke mehrere kleine Erlebnisbereiche für Kinder. Das könnte in Anlehnung oder unter Einbeziehung des Sagenweges im Rabenauer Grund entwickelt werden. Auch Kultur in der Bahn ist ein Thema. Ob Puppenspiel, Blasmusik oder sogar Rock entlang der Bahn. Hier wären auch Umbauten einzelner Wagen mit Mikro und Sitzplätzen in einer Blickrichtung wünschenswert.

Wie steht es um die Verknüpfung der Bahn mit anderen Attraktionen?

Eine wichtige Überlegung wurde im letzten Jahr in Altenberg mit der erneuten Aufnahme des Ski- und Wanderbusses umgesetzt. Die Frage ist ja, wie kommen die Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln von den Bahnhöfen in die Region und dorthin, wo es schon attraktive Sehenswürdigkeiten gibt.

Was halten Sie von der Initiative, einen Projektmanager einzustellen, der sich in den nächsten drei Jahren um die Vermarktung kümmern soll?

Das können wir nur begrüßen. Wie gesagt, Ideen gab und gibt es, nur an der Umsetzung scheiterte es. Sicher ist das auch der Tatsache geschuldet, dass es die letzten Jahre viel Unsicherheit um die Bahnstrecke gab. Erst war die Diskussion, ob überhaupt weiter gebaut wird, und dann die Frage, wie oft die Strecke befahren wird. Nun haben sich die anliegenden Kommunen zusammengetan und versuchen gemeinsam, ortsübergreifend zu arbeiten. Es ist ganz wichtig, ein Projektmanagement zu haben, das sich ganz diesem Vorhaben widmet.

Einmal persönlich gefragt: Was war Ihr erster Eindruck?

Was mich bei der Eröffnung sehr angenehm überrascht hat, war das Ankommen in Kipsdorf. Die Infostelle im Bahnhof mit großen Prospektwänden zur Region, die Ausgestaltung und der Empfang waren sehr einladend.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ideen-fuer-die-weisseritztalbahn-3723116.html

Guter Start für die Weißeritztalbahn

 
 
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Seit Juni dampfen die Loks wieder bis Kipsdorf und sind gut gefüllt. Die Betreiber hoffen auf mehr überregionale Aufmerksamkeit.

08.07.2017
Von Tobias Hoeflich

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Die Bahn fährt seit Kurzem wieder bis Kipsdorf.

© dpa

Dippoldiswalde. Nach der Streckensanierung der Weißeritztalbahn sind die Betreiber mit den Fahrgastzahlen zufrieden. „Die Waggons sind gut gefüllt. Auch die Abendverbindung wird angenommen“, sagt Mirko Froß von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Generell seien die Fahrgastzahlen sehr vom Wetter abhängig, betont der Betriebsleiter. Für mehr als ein erstes Fazit reiche es aber noch nicht, so Froß. Konkrete Zahlen liegen noch nicht vor.

Seit einigen Wochen rollen die Dampfloks wieder durchgehend von Freital ins Osterzgebirge. Der Abschnitt von Dippoldiswalde bis Kipsdorf wurde am 17. Juni feierlich wiedereröffnet. Jeweils morgens und abends gibt es nun wieder eine durchgängige Verbindung. Nachmittags ergänzt ein Zug von Freital nach Dipps und zurück das Angebot. Froß hofft, dass sich die Streckenaufnahme noch mehr herumspricht: Im Großraum Dresden habe sich die Nachricht dank lokaler Medien zwar gut verbreitet. Überregional sieht der Betriebsleiter aber noch Luft nach oben.

Von der Streckenaufnahme erhoffen sich die Verantwortlichen auch einen Schub für das Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli. Gabriele Clauss, Marketingleiterin des Verkehrsverbundes Oberelbe, ist optimistisch, dass dieses Jahr mehr Besucher gezählt werden. Die Verantwortlichen hoffen auf eine Gästezahl im fünfstelligen Bereich.

Das Hochwasser 2002 hatte die 26 Kilometer lange Strecke der Weißeritztalbahn weitestgehend zerstört. Bis 2008 wurde zunächst der Abschnitt von Freital bis Dipps wiederaufgebaut. Im Juni wurde der zweite Abschnitt bis nach Kipsdorf freigegeben.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/guter-start-fuer-die-weisseritztalbahn-3721357.html

Pressemitteilung zum Schmalspurbahn-Festival auf der Weißeritztalbahn

Weißeritztalbahn lädt zum Schmalspurbahn-Festival für die ganze Familie

Nach 15 Jahren Unterbrechung rollt die Weißeritztalbahn wieder täglich von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf. Und das wird zum diesjährigen Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli entlang der gesamten Strecke groß gefeiert. Ein Programm für die ganze Familie und zusätzliche Fahrten durch den Einsatz von drei Zügen laden zum Dampfausflug ins Osterzgebirge ein. 

Download Pressemitteilung

Quelle: https://www.vvo-online.de/de/vvo/presse/pressemitteilungen-239.cshtml

Erfolgsformel für die Weißeritztalbahn gesucht

 
 
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Vier Kommunen wollen ein Tourismuskonzept erarbeiten. Doch schon jetzt gibt es Diskussionen ums Finanzielle.

29.06.2017
Von Annett Heyse, Carina Brestrich und Mandy Schaks

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So viel Publikum wie in Kipsdorf zur Wiedereröffnung der Strecke im Juni 2017 wird die Weißeritztalbahn nicht immer haben. Nun wollen alle Anrainer ein gemeinsames Tourismuskonzept erarbeiten und Angebote entlang der Bahn entwickeln.

© Egbert Kamprath

Freital. Sommerzeit, Reisezeit – dieser Spruch passt derzeit besonders auf die Weißeritztalbahn. Denn nachdem sie seit Mitte Juni wieder auf ihrer kompletten Strecke zwischen Freital und Kipsdorf rollt, ist das Interesse groß. Zwar habe man in der kurzen Zeit noch keine Fahrgastzahlen auswerten können, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. „Aber gefühlt sind die Züge derzeit sehr gut besetzt.“

Doch der Andrang wird nicht ewig anhalten, da sind sich viele einig. Deshalb wollen die Anrainergemeinden nun gemeinsam einen Projektmanager finanzieren, der ein Tourismuskonzept für die Strecke entlang der Bahn erarbeitet. Doch bereits der Start verläuft holprig, vor allem, was den finanziellen Aspekt betrifft. Eine Stadt kann nämlich gar nicht zahlen. Geplant ist, einen Experten für drei Jahre anzustellen. Federführend soll die Stadt Altenberg zuständig sein. Der Touristiker soll sich zusammen mit der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn und den Anliegergemeinden entlang der Strecke um die Vermarktung kümmern. Der Projektmanager soll alle Ideen, die bisher entwickelt wurden, zusammentragen. Dann müsste er herausfinden, was die Gäste von der Weißeritztalbahn erwarten – von der Zugfahrt, aber auch von den Orten, in denen sie ankommt. Das wäre die Basis für die Bürgermeister und Stadträte von Freital, Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg, damit sie wissen, was zu tun ist, um die Fahrgastzahlen zu steigern. Der Projektmanager muss auch eng mit Behörden zusammenarbeiten, Angebote auf den Weg bringen und sich um Fördermittelanträge für weitere Investitionen bemühen.

Dippoldiswalde hat kein Geld

Finanziert werden soll die Stelle in Zusammenarbeit mit dem EU-Förderprogramm Leader. Die Kosten für die drei Jahre liegen bei 182 000 Euro. Über das Leader-Programm werden davon 80 Prozent finanziert, in die restlichen 20 Prozent – rund 36 400 Euro – sollen sich alle vier Kommunen teilen. Das wären für jede Stadt pro Kalenderjahr etwa 3 000 Euro. Keine große Summe eigentlich, aber die Stadt Dippoldiswalde ist so klamm, dass sie ihren Anteil nicht aufbringen kann. Der soll nun in gleichen Teilen von Freital, Rabenau und Altenberg bezahlt werden. Im Rabenauer Stadtrat sorgte das für Kopfschütteln. Hier ist man finanziell auch nicht gerade weich gepolstert. „Braucht man solch ein Konzept überhaupt und bringt es uns am Ende tatsächlich etwas ein oder kaufen wir die Katze im Sack?“, fragte Rainer Steyer (Wählervereinigung Pro Rabenau). Jens Hofmann, ebenfalls von der Wählervereinigung, äußerte: „Die Ideen sind doch schon da, wozu jetzt noch jemanden engagieren?“ Bürgermeister Thomas Paul entgegnete, dass es bisher immer die IG Weißeritztalbahn gewesen sei, die zusätzliche Angebote geschaffen habe, beispielsweise Braumeisters Dampfzug oder die Nikolausfahrten. „Der Tourismus ist unser zweites Standbein, da müssen wir um Gäste werben, auch mit neuen Initiativen“, so Paul. Die Potenziale seien längst noch nicht ausgeschöpft. Paul: „Viele Ideen sind da, aber es muss jemanden geben, der die Umsetzung anschiebt.“ Letztendlich beschlossen die Rabenauer, ihren Anteil beizusteuern.

Ähnliche Stimmen wurden auch im Freitaler Stadtrat laut. Dort sprach sich zwar wie in Rabenau und auch in Altenberg die Mehrheit für den Vertragsabschluss unter den Städten aus. Nicht aber ohne Kritik: „Man hätte sich schon eher zusammensetzen müssen“, sagte Linken-Stadtrat Michael Richter. Auch dass sich Dippoldiswalde nicht an den Kosten beteiligt, stieß bei einigen auf Unverständnis. Es handle sich um einen jährlichen Betrag, den man durchaus aufbringen könne. „Dippoldiswalde wird in größerem Maße profitieren“, sagte CDU-Fraktionschef Martin Rülke. Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) solle deshalb darauf hinwirken, dass es aus Dippoldiswalde in irgendeiner Form einen Ausgleich gebe. Vorstellbar wären beispielsweise Arbeitsstunden. Oberbürgermeister Rumberg selbst knüpfte außerdem eine Bedingunge an die Zusammenarbeit: Der dann in Altenberg ansässige Projektmanager soll einmal pro Jahr im Stadtrat über seine Aktivitäten berichten. Die Stelle soll jetzt beim Leader-Programm beantragt und zum 1. Januar 2018 besetzt werden.

Bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft ist man trotz der Unstimmigkeiten froh, dass die Initiative für das Konzept kommt. „Es hat in den vergangenen Jahren vor allem für den unteren Teil der Strecke schon Aktivitäten gegeben, in die wir teils auch einbezogen waren“, berichtet Betriebsleiter Froß. Trotzdem sei man mit manchen Ideen an Grenzen gestoßen, weil die Kommunen nicht mit im Boot saßen. „Dass das jetzt ausgeweitet wird, ist gut und richtig. Es hätte früher sein können, ist aber definitiv noch nicht zu spät.“

Probleme an der Strecke gibt es genug. Da wären die Ruinen zwischen Dippoldiswalde und Ulberndorf oder das leer gefegte Kipsdorf. Der Luftkurort hatte einst eine florierende Gastronomie- und Hotellandschaft, galt als Ausflugsziel. Heute weisen hier noch ein paar Wanderschilder den Weg, viel mehr ist nicht übrig geblieben. Froß: „Da kann und muss man etwas entwickeln, aber das können wir als Eisenbahngesellschaft nicht alleine schaffen.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/erfolgsformel-fuer-die-weisseritztalbahn-gesucht-3715646.html

Kommentar: Warum erst jetzt?

Annett Heyse über das geplante Touristikkonzept

Wenn die Weißeritztalbahn in Richtung Kipsdorf dampft, rollt sie über zwei Abschnitte, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Der erste Teil bis zur Talsperre Malter durchs enge Weißeritztal ist Natur pur, ein Genuss für alle Reisenden. Danach sieht die Landschaft entlang der Strecke nicht mehr ganz so attraktiv aus. Der Zug fährt vorbei an Dörfern, Lagerhäusern, Fabriken, Kläranlagen, Industrieruinen, Baufirmen.

Ja, es gibt zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf auch Wiesen, Wälder, Fluss. Aber kaum Gründe, hier auszusteigen, weil die touristische Infrastruktur weitestgehend fehlt. Ein paar Wanderwege machen eben noch kein Ausflugsziel. Wenn der Fahrgast dann an der Endstation den Zug verlässt, sieht er Hotelruinen, geschlossene Gasthöfe, eine Bundesstraße – Ausflugsstimmung kommt da kaum auf.

Doch es gibt sie, die Ausflugsziele. Man muss den Touristen nur mit der Nase darauf stupsen. Und es gibt viele Ideen, die Gegend attraktiver zu machen, neue Angebote zu entwickeln. Und bestimmt noch mehr Möglichkeiten als wir heute denken. Deshalb ist ein Konzept dringend notwendig, um den Bahntouristen aus dem Zug zu locken und zum Bleiben zu bewegen, bestenfalls zum Wiederkommen. Die Frage allerdings muss erlaubt sein: warum erst jetzt? Seit Jahren ist klar, dass der Abschnitt Dippoldiswalde-Kipsdorf wieder aufgebaut wird. Nun sind die Touristen da, aber die Angebote mau. Und was gibt es Schlimmeres als enttäuschte Touristen?

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