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Pressemitteilung zum Schmalspurbahn-Festival auf der Weißeritztalbahn

Weißeritztalbahn lädt zum Schmalspurbahn-Festival für die ganze Familie

Nach 15 Jahren Unterbrechung rollt die Weißeritztalbahn wieder täglich von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf. Und das wird zum diesjährigen Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli entlang der gesamten Strecke groß gefeiert. Ein Programm für die ganze Familie und zusätzliche Fahrten durch den Einsatz von drei Zügen laden zum Dampfausflug ins Osterzgebirge ein. 

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Quelle: https://www.vvo-online.de/de/vvo/presse/pressemitteilungen-239.cshtml

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Erfolgsformel für die Weißeritztalbahn gesucht

 
 
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Vier Kommunen wollen ein Tourismuskonzept erarbeiten. Doch schon jetzt gibt es Diskussionen ums Finanzielle.

29.06.2017
Von Annett Heyse, Carina Brestrich und Mandy Schaks

rmel für die Weißeritztalbahn gesucht
So viel Publikum wie in Kipsdorf zur Wiedereröffnung der Strecke im Juni 2017 wird die Weißeritztalbahn nicht immer haben. Nun wollen alle Anrainer ein gemeinsames Tourismuskonzept erarbeiten und Angebote entlang der Bahn entwickeln.

© Egbert Kamprath

Freital. Sommerzeit, Reisezeit – dieser Spruch passt derzeit besonders auf die Weißeritztalbahn. Denn nachdem sie seit Mitte Juni wieder auf ihrer kompletten Strecke zwischen Freital und Kipsdorf rollt, ist das Interesse groß. Zwar habe man in der kurzen Zeit noch keine Fahrgastzahlen auswerten können, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. „Aber gefühlt sind die Züge derzeit sehr gut besetzt.“

Doch der Andrang wird nicht ewig anhalten, da sind sich viele einig. Deshalb wollen die Anrainergemeinden nun gemeinsam einen Projektmanager finanzieren, der ein Tourismuskonzept für die Strecke entlang der Bahn erarbeitet. Doch bereits der Start verläuft holprig, vor allem, was den finanziellen Aspekt betrifft. Eine Stadt kann nämlich gar nicht zahlen. Geplant ist, einen Experten für drei Jahre anzustellen. Federführend soll die Stadt Altenberg zuständig sein. Der Touristiker soll sich zusammen mit der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn und den Anliegergemeinden entlang der Strecke um die Vermarktung kümmern. Der Projektmanager soll alle Ideen, die bisher entwickelt wurden, zusammentragen. Dann müsste er herausfinden, was die Gäste von der Weißeritztalbahn erwarten – von der Zugfahrt, aber auch von den Orten, in denen sie ankommt. Das wäre die Basis für die Bürgermeister und Stadträte von Freital, Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg, damit sie wissen, was zu tun ist, um die Fahrgastzahlen zu steigern. Der Projektmanager muss auch eng mit Behörden zusammenarbeiten, Angebote auf den Weg bringen und sich um Fördermittelanträge für weitere Investitionen bemühen.

Dippoldiswalde hat kein Geld

Finanziert werden soll die Stelle in Zusammenarbeit mit dem EU-Förderprogramm Leader. Die Kosten für die drei Jahre liegen bei 182 000 Euro. Über das Leader-Programm werden davon 80 Prozent finanziert, in die restlichen 20 Prozent – rund 36 400 Euro – sollen sich alle vier Kommunen teilen. Das wären für jede Stadt pro Kalenderjahr etwa 3 000 Euro. Keine große Summe eigentlich, aber die Stadt Dippoldiswalde ist so klamm, dass sie ihren Anteil nicht aufbringen kann. Der soll nun in gleichen Teilen von Freital, Rabenau und Altenberg bezahlt werden. Im Rabenauer Stadtrat sorgte das für Kopfschütteln. Hier ist man finanziell auch nicht gerade weich gepolstert. „Braucht man solch ein Konzept überhaupt und bringt es uns am Ende tatsächlich etwas ein oder kaufen wir die Katze im Sack?“, fragte Rainer Steyer (Wählervereinigung Pro Rabenau). Jens Hofmann, ebenfalls von der Wählervereinigung, äußerte: „Die Ideen sind doch schon da, wozu jetzt noch jemanden engagieren?“ Bürgermeister Thomas Paul entgegnete, dass es bisher immer die IG Weißeritztalbahn gewesen sei, die zusätzliche Angebote geschaffen habe, beispielsweise Braumeisters Dampfzug oder die Nikolausfahrten. „Der Tourismus ist unser zweites Standbein, da müssen wir um Gäste werben, auch mit neuen Initiativen“, so Paul. Die Potenziale seien längst noch nicht ausgeschöpft. Paul: „Viele Ideen sind da, aber es muss jemanden geben, der die Umsetzung anschiebt.“ Letztendlich beschlossen die Rabenauer, ihren Anteil beizusteuern.

Ähnliche Stimmen wurden auch im Freitaler Stadtrat laut. Dort sprach sich zwar wie in Rabenau und auch in Altenberg die Mehrheit für den Vertragsabschluss unter den Städten aus. Nicht aber ohne Kritik: „Man hätte sich schon eher zusammensetzen müssen“, sagte Linken-Stadtrat Michael Richter. Auch dass sich Dippoldiswalde nicht an den Kosten beteiligt, stieß bei einigen auf Unverständnis. Es handle sich um einen jährlichen Betrag, den man durchaus aufbringen könne. „Dippoldiswalde wird in größerem Maße profitieren“, sagte CDU-Fraktionschef Martin Rülke. Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) solle deshalb darauf hinwirken, dass es aus Dippoldiswalde in irgendeiner Form einen Ausgleich gebe. Vorstellbar wären beispielsweise Arbeitsstunden. Oberbürgermeister Rumberg selbst knüpfte außerdem eine Bedingunge an die Zusammenarbeit: Der dann in Altenberg ansässige Projektmanager soll einmal pro Jahr im Stadtrat über seine Aktivitäten berichten. Die Stelle soll jetzt beim Leader-Programm beantragt und zum 1. Januar 2018 besetzt werden.

Bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft ist man trotz der Unstimmigkeiten froh, dass die Initiative für das Konzept kommt. „Es hat in den vergangenen Jahren vor allem für den unteren Teil der Strecke schon Aktivitäten gegeben, in die wir teils auch einbezogen waren“, berichtet Betriebsleiter Froß. Trotzdem sei man mit manchen Ideen an Grenzen gestoßen, weil die Kommunen nicht mit im Boot saßen. „Dass das jetzt ausgeweitet wird, ist gut und richtig. Es hätte früher sein können, ist aber definitiv noch nicht zu spät.“

Probleme an der Strecke gibt es genug. Da wären die Ruinen zwischen Dippoldiswalde und Ulberndorf oder das leer gefegte Kipsdorf. Der Luftkurort hatte einst eine florierende Gastronomie- und Hotellandschaft, galt als Ausflugsziel. Heute weisen hier noch ein paar Wanderschilder den Weg, viel mehr ist nicht übrig geblieben. Froß: „Da kann und muss man etwas entwickeln, aber das können wir als Eisenbahngesellschaft nicht alleine schaffen.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/erfolgsformel-fuer-die-weisseritztalbahn-gesucht-3715646.html

Kommentar: Warum erst jetzt?

Annett Heyse über das geplante Touristikkonzept

Wenn die Weißeritztalbahn in Richtung Kipsdorf dampft, rollt sie über zwei Abschnitte, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Der erste Teil bis zur Talsperre Malter durchs enge Weißeritztal ist Natur pur, ein Genuss für alle Reisenden. Danach sieht die Landschaft entlang der Strecke nicht mehr ganz so attraktiv aus. Der Zug fährt vorbei an Dörfern, Lagerhäusern, Fabriken, Kläranlagen, Industrieruinen, Baufirmen.

Ja, es gibt zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf auch Wiesen, Wälder, Fluss. Aber kaum Gründe, hier auszusteigen, weil die touristische Infrastruktur weitestgehend fehlt. Ein paar Wanderwege machen eben noch kein Ausflugsziel. Wenn der Fahrgast dann an der Endstation den Zug verlässt, sieht er Hotelruinen, geschlossene Gasthöfe, eine Bundesstraße – Ausflugsstimmung kommt da kaum auf.

Doch es gibt sie, die Ausflugsziele. Man muss den Touristen nur mit der Nase darauf stupsen. Und es gibt viele Ideen, die Gegend attraktiver zu machen, neue Angebote zu entwickeln. Und bestimmt noch mehr Möglichkeiten als wir heute denken. Deshalb ist ein Konzept dringend notwendig, um den Bahntouristen aus dem Zug zu locken und zum Bleiben zu bewegen, bestenfalls zum Wiederkommen. Die Frage allerdings muss erlaubt sein: warum erst jetzt? Seit Jahren ist klar, dass der Abschnitt Dippoldiswalde-Kipsdorf wieder aufgebaut wird. Nun sind die Touristen da, aber die Angebote mau. Und was gibt es Schlimmeres als enttäuschte Touristen?

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/kommentar-warum-erst-jetzt-3715651.html

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Ab geht die Post

 
 
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Die CDU setzt ihre Postkartenaktion fort. Das neue Motiv ist mehrdeutig.

17.06.2017
Von Carina Brestrich

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Freital macht Dampf, heißt es auf der neuen Postkarte der CDU.

© Repro: SZ

Freital. Stolz hält er die Kelle, gibt das Signal zur Abfahrt: Nein, Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) hat nicht den Job gewechselt. Auch wenn er sich in der Uniform scheinbar wohlfühlt, so war es doch nur ein Fotoshooting, für das Rumberg als Zugführer vor der Weißeritztalbahn posieren durfte. Und zwar für die nächste Postkarte aus der Serie „Ich bin Freitaler“.

Erst im Mai hatte der CDU-Stadtverband die Serie gestartet und die erste Postkarte mit dem Windberg als Motiv herausgebracht. Nun bot sich die erste Fahrt der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf für das zweite Motiv an. Ziel ist nicht nur, bei den Empfängern der Postkarte für die Ausflugsbahn zu werben. „Wir möchten den Schwung der ersten Fahrt nutzen, um in Freital weiter Fahrt aufzunehmen für die Herausforderungen, vor denen unsere Stadt steht“, erklärt CDU-Stadtrat Steffen Üregi. So ist der OB als Zugführer ein Sinnbild: „Er signalisiert, dass es losgehen soll. Er sorgt dafür, dass unser Freital Fahrt aufnimmt.“

Mit der Aktion will die CDU das Image der Stadt aufpolieren. „Wir möchten die Freitaler und unsere Gäste auffordern, ihre ganz persönlichen Grüße aus unserer Stadt in die Welt zu senden und damit ein Zeichen für Freital und die touristischen Glanzpunkte zu setzen“, sagt Üregi. Die Postkarte ist kostenfrei am Bahnhof Hainsberg und beim Raumausstatter Müller, Hainsberger Str. 4A, erhältlich. Wie schon bei der ersten Postkarte ist die Auflage auf 2 000 Stück begrenzt. „Von der ersten sind nur noch wenige übrig“, sagt Üregi. Dieses Jahr will die CDU noch zwei weitere Motive herausgeben.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ab-geht-die-post-3707093.html

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Die Weißeritztalbahn von A bis Z

 
 
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15.06.2017
ritztalbahn von A bis Z
Endlich angekommen: Ab Sonnabend fährt die Weißeritztalbahn nach Fahrplan bis Kipsdorf.

© Egbert Kamprath

Kipsdorf/Freital. Am Sonnabend wird die nun bis ins Osterzgebirge wiederaufgebaute Strecke der Schmalspurbahn eröffnet. Sie steckt voller Überraschungen. Die SZ hat die wichtigsten Fakten zu diesem Millionenprojekt zusammengefasst.

Wichtiges zur Bahn von A bis Z

Adolf taufte der Volksmund die erste Lok, die jemals auf der Weißeritztalbahn rollte. Am 14. Juli 1882 traf die zweiachsige Dampflok auf einem Acht-Pferde-Gespann in Dippoldiswalde ein, wo sie in die Schienen gehoben wurde und zunächst Bauzüge zog. Unzählige Schaulustige kamen, um das neumodische Dampfross zu bewundern und zu befühlen.

Der Bahnhof Kipsdorf ist der größte Schmalspurbahn-Kopfbahnhof in Deutschland. Das Empfangsgebäude wurde 1934 errichtet, nachdem der alte Bahnhof zu eng geworden war. Die Stadt Altenberg hat den Bahnhof sanieren lassen, die Empfangshalle ist im historischen Stil erhalten.

Mit den Namen von zwei Chefs ist der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn seit Jahren verbunden: Roland Richter ist Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, die auch den Lößnitzdackel und die Fichtelbergbahn betreibt. Mirko Froß ist Bahnbetriebsleiter. Zwei Männer, die stets unter Druck liefern müssen. Der kommt von Bahnfreunden, Politikern, Verkehrsverbund, Geldgebern.

Wo Dampf rauskommt, muss zuvor Wasser rein: Die Wasserkästen der Weißeritztalbahn-Lok-Baureihe 99.73-76 fassen 5,8 Kubikmeter. Auf einer Fahrt von Freital nach Kipsdorf verbraucht die Lok bis zu vier Kubikmeter Wasser.

Das Eröffnungsfest zum Wiederaufbau findet in zwei Teilen statt. Dieses Wochenende wird vor allem in Kipsdorf gefeiert. Vier Wochen später zum Schmalspurbahnfestival, das zum ersten Mal auf der gesamten Strecke von Freital bis Kipsdorf stattfindet, sind zusätzliche Züge bestellt und Veranstaltungen in verschiedenen Bahnhöfen organisiert.

Der Fahrplan der Weißeritztalbahn ändert sich. Bisher gab es täglich sechs Fahrten von Freital bis Dippoldiswalde und zurück, mit dem neuen regulären Fahrplan gibt es ab 19. Juni täglich zwei Fahrten nach Kipsdorf und zurück sowie eine bis Dippoldiswalde.

Gäste An die 400 Gäste fahren tagtäglich im Schnitt mit der Weißeritztalbahn. Nach der jüngsten Statistik der Betreibergesellschaft waren es im vergangenen Jahr insgesamt 145000. Dank des neuen Abschnitts dürften es einige mehr werden.

Hochwasser hat die Weißeritztalbahn seit ihrem Bestehen immer wieder erlitten. Aber keines war so verheerend wie das im August 2002. Am 12. August fielen in Altenberg 312Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Regenmenge war Ursache für die schweren Schäden auch an der Bahnstrecke.

Die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn hat mit dem Wiederaufbau ein wesentliches Ziel erreicht. Sie hat schnell nach dem Hochwasser Sonderfahrten auf verschiedenen Teilstrecken wie zwischen Seifersdorf und Dippoldiswalde organisiert, damit der Bahnbetrieb nicht in Vergessenheit geriet.

Jungfernfahrt: Der erste reguläre Personenzug auf der Weißeritz-Strecke fuhr am 1.November 1882. Die Bahnstrecke war zu dieser Zeit zwischen Freital und Naundorf bei Dippoldiswalde fertiggestellt.

Die Kosten für den Wiederaufbau der gesamten Strecke belaufen sich auf voraussichtlich rund 40 Millionen Euro. Noch gibt es keine endgültige Zahl, da noch nicht alles abgerechnet ist.

Die Loks der Weißeritztalbahn sind zumeist sächsische Einheitslokomotiven bzw. DR-Neubauloks der Baureihen 99.73-79.

Zwei Modelle zeigen das Leben an der Schmalspurbahn vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Münchner Martin Brendel hat sie angefertigt. Eines steht im Bürgerhaus Schmiedeberg, eines im Bahnhof Kipsdorf.

Das Nass für den Dampf bekommen die Loks in Kipsdorf aus einer eigenen Quelle an der Tellkoppe. Aus dem Brunnen im Wald fließt Wasser in ein Reservoir oberhalb des Bahnhofs.

Barbusig und sehnsuchtsvoll schaut eine junge Frau aus dem Zugfenster. Dieses Bild entstand vor Jahren für den Playboy Corinna Poschinger aus München posierte als Playmate März 2005 in der Weißeritztalbahn. Es war nicht das einzige Mal, dass der Zug als Kulisse diente. Auch im Hollywood-Streifen „Grand Budapest Hotel“ ist er verewigt.

Mehrere Querungen der Bahn führen über die Weißeritz. Eine besondere Konstruktion ist dabei die Brücke in Obercarsdorf. Sie kann bei Hochwassergefahr angehoben werden.

Die Reisezeit auf der 26 Kilometer langen Strecke von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf beträgt 93 Minuten. Macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 km/h.

Die Weißeritztalbahn nutzt eine Spurweite von 750 Millimetern. Für diese „Schmalspur“ entschied man sich vor dem Bau der Strecke tatsächlich aus reinen Kosten-Erwägungen heraus. Eine normalspurige Strecke zu bauen, wäre im engen Tal der Roten Weißeritz wesentlich aufwendiger und teurer geworden.

Tickets für die Bahn kann man bequem im Zug kaufen. Erwachsene zahlen ab 2,30 Euro, um einsteigen zu können, Kinder bis 6 Jahre nichts.

Unterschriftensammlung: Meine Unterschrift für den Wiederaufbau: Im Herbst 2003, ein Jahr nach der Flut, fordern fast 35000 Freunde der Kleinbahn, dass es endlich losgeht. Die Initiative geht auf SZ-Regionalgeschäftsführer Jörg Seidel und den Altenberger SZ-Fotografen Egbert Kamprath zurück. Der Druck auf die Politik hilft. Ende 2003 sagt die Bundesregierung Fördermittel zu. Sachsen schließt sich an.

Das Viadukt in Schmiedeberg wurde beim Umbau der Strecke von 1920 bis 1924 errichtet. Es überbrückt den Pöbelbach und das Ortszentrum.

Der Wiederaufbau der Bahnstrecke nach der Flut von 2002 zog sich über fast 15Jahre hin, der eigentliche Bahnbau 1880 bis 1883 dauerte dreieinhalb Jahre – einschließlich Planung.

Zerstörung: Der 12. August 2002 ist ein schwarzer Tag in der Geschichte der Schmalspurbahn. Die Fluten der Weißeritz vernichten die Strecke zu weiten Teilen. Erst gut sechs Jahre später rollt wieder ein Zug.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-weisseritztalbahn-von-a-bis-z-3706301.html

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Hier begrüßt Kipsdorf die Bahn

 
 
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Wenn der erste reguläre Zug am Sonnabend auf den Bahnsteig dampft, wird er stilecht mit einem Blasmusikständchen begrüßt. Daneben wird rund um den Bahnhof gefeiert. Hier das Wichtigste für die Gäste.

15.06.2017
Von Franz Herz

üßt Kipsdorf die Bahn
Rings um den Bahnhof Kipsdorf wird am Wochenende der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn bis zu ihrer historischen Endhaltestelle gefeiert.

© Egbert Kamprath

Kipsdorf. Der Ort Kipsdorf wird am Sonnabend einen besonders großen Bahnhof bieten, wenn die ersten regulären Züge der Weißeritztalbahn nach fast 15 Jahren Zwangspause wieder angedampft kommen. Die Bahnhöfe in Obercarsdorf und Schmiedeberg sind teilweise bereits geschmückt, um die Züge zu begrüßen. Veranstaltungen sind auf den Unterwegsbahnhöfen aber nicht vorgesehen. An der gesamten Strecke soll in vier Wochen zum Schmalspurbahnfestival ein buntes Programm steigen.

Jetzt am Wochenende konzentriert sich das Begrüßungsfest in Kipsdorf. Hier sind dieses Wochenende vier Plätze vorbereitet, auf denen die Besucher am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr feiern und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Dazu gibt es eine besondere Parkregelung.

Was ist in Kipsdorf los ist:

Festplatz am Bahnsteig: Charlies Mannen begrüßen den Zug

Das erste Festgelände, wenn die Reisenden in Kipsdorf aus der Bahn steigen, ist der Platz zwischen den Bahnsteigen und dem Empfangsgebäude. Hier werden Charlies Mannen aus Freital den ersten Zug mit zünftiger Blasmusik begrüßen. Weiter wird vor dem Bahnhof ein Festzelt aufgebaut. Das Hotel Lugsteinhof und der Gastronom Werner Buchauer, der früher die Bahnhofsgaststätte in Kipsdorf geführt hat, kümmern sich um Speisen und Getränke für die Besucher, wie Carolin Krupp vom Tourist-Info-Büro der Stadt Altenberg informiert. Für die Kinder steht hier eine Hüpfburg und sie haben die Möglichkeit, sich bunt zu schminken.

Im Bahnhofsgebäude: Kunst und Geschichte

Danach kommen die Bahnpassagiere in das Empfangsgebäude. Die Stadt Altenberg hat dieses nach der Flut übernommen und zum Bürgerhaus umgebaut. Jetzt gewinnt es aber wieder einen Teil seiner früheren Funktion als Bahnhof zurück. Ricardo Lammel, der als Bahnhofsguide in Kipsdorf arbeitet, eröffnet hier einen Souvenir- und Fahrkartenverkauf, der auch nach dem Festwochenende auf Dauer hier bleiben wird. Das Heimatmuseum, das der Heimatverein seit 2008 hier betreibt, hat Sonnabend und Sonntag geöffnet. Die Besucher können sich im Modell ansehen, wie es 1930 hier aussah. Weiter gibt es Kaffee, Kuchen, für Kinder Spiele und die Möglichkeit, Stoffbeutel zu bedrucken.

Auf dem Bahnhofsvorplatz: Die Urlaubsregion präsentiert sich

Auf dem Platz vor dem Bahnhof werden die Infomobile und Stände der Urlaubsregion Altenberg, des Verkehrsverbunds Oberelbe, des Regionalverkehrs Dresden, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft und der Mitteldeutschen Regiobahn stehen. „Wir wollen die Gäste über die Möglichkeiten informieren, die sie in Altenberg haben, um ihre Freizeit zu gestalten“, sagt Carolin Krupp. Der Verkehrsverbund informiert die Besucher zu Bussen und Bahnen in der Region Oberelbe, teilt Sprecher Christian Schlemper mit. Ähnliche Informationen gibt es auch bei den anderen Verkehrsunternehmen. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft gibt Informationen auch über die anderen Linien, die sie betreibt wie den Lößnitzdackel nach Moritzburg.

An der Bushaltestelle: Das Festzelt für schlechtes Wetter

Für den Fall, dass das Wetter nicht mitspielt und ein Teil der Festivitäten, die an den Gleisen geplant sind, ins Wasser fallen würde, lässt der Verkehrsverbund noch ein weiteres Festzelt aufstellen auf dem Parkplatz hinter der Bushaltestelle auf der anderen Seite der B170. Da diese Parkmöglichkeiten damit wegfallen, hat die Stadt Altenberg Alternativen bereitgestellt.

Parkplätze: Shuttlebusse fahren das ganze Wochenende

Die Besucher des Wiederaufbaufests können ihre Autos in Bärenfels auf dem großen Parkplatz am Ortseingang oder entlang der B170 auf der früheren Standspur knapp eineinhalb Kilometer unterhalb vom Bahnhof abstellen. Damit die Besucher ihre Autos unkompliziert erreichen, hat Altenberg einen Shuttleservice mit Bussen eingerichtet, die am Wochenende den ganzen Tag je nach Bedarf fahren. Bärenfels ist von Kipsdorf einen guten Kilometer Fußweg entfernt.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/hier-begruesst-kipsdorf-die-bahn-3704982.html

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Weißeritztalbahn fährt bald wieder

 
 
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14.06.2017

talbahn fährt bald wieder
Die Weißeritztalbahn fährt schon seit über acht Jahren wieder durch den idyllischen Rabenauer Grund. Doch ab Samstag geht es endlich wieder bis nach Kipsdorf.

© Egbert Kamprath

Es grenzt an ein Wunder, dass sich diese Eisenbahnstrecke über die Zeit gerettet hat, und tatsächlich wäre die Weißeritztalbahn ohne den Einsatz von Dampfzug-Freunden heute wohl nur eine Notiz in den Geschichtsbüchern, genau wie andere Schmalspurbahn-Strecken, die in Sachsen einst betrieben wurden.

Die Rettung der Weißeritztalbahn begann nach dem August-Hochwasser des Jahres 2002. Sie sollte insgesamt fast 15 Jahre dauern. Eisenbahner und Eisenbahnfreunde machten Druck, erinnerten mit Sonderfahrten auf den kurzen nicht von der Weißeritzflut beschädigten Streckenabschnitten an das Schicksal der Bahn.

Nach langen Diskussionen ums Geld wurde – hauptsächlich aus Fluthilfe-Mitteln, die der Bund und der Freistaat Sachsen zur Verfügung stellten – der Streckenabschnitt zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde saniert und im Dezember 2008 wieder eröffnet. Von da an dauerte es noch einmal achteinhalb Jahre, um die Trasse bis Kipsdorf zu vervollständigen.

Geschätzte Gesamtkosten für den Wiederaufbau: rund 40 Millionen Euro. Diese Zahl zeigt, dass auch die Wiederaufbau-Kritiker durchaus stichhaltige Argumente hatten. Am 17. und 18. Juni wird die Strecke nach Kipsdorf mit vielen Dampf-Sonderfahrten eröffnet. Das Osterzgebirge erhofft sich davon einen wichtigen Impuls für den Tourismus.

Programm und Fahrplan zur Eröffnung der Strecke: www.weisseritztalbahn.com

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/weisseritztalbahn-faehrt-bald-wieder-3704159.html

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Weißeritztalbahn reloaded Wiedereröffnungsfeier für Schmalspurbahn in Kipsdorf

15 Jahren nach dem Jahrhundert-Hochwasser pendelt die Weißeritztalbahn ab dem 17. Juni wieder täglich zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf.

Quelle: Peter Weckbrodt

 

15 Jahren nach dem Jahrhundert-Hochwasser pendelt die Weißeritztalbahn ab dem 17. Juni wieder täglich zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf. Neben dem Sonderfahrplan am Eröffnungswochenende mit dem Einsatz von zwei Zügen rollen zum Schmalspurbahn-Festival am dritten Juli-Wochenende sogar drei Züge auf der 26,1 Kilometer langen Strecke. Den derzeitigen Fahrplan hat der Betreiber der Bahn, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft SDG, bis zum 16. Juni verlängert.

Nach der offiziellen Freigabe der Strecke am 17. Juni fährt der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern des Freistaates und der anliegenden Kommunen in Richtung Kipsdorf. Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Sie dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kipsdorf los. Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten beiden Züge, die am 12. August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreichten.

Der Fahrplan zum Eröffnungswochenende ist auf den Internetseiten des Betreibers, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) abrufbar. Die SDG nimmt für beide Tage keine Platzreservierungen entgegen, weil sie mit einem großen Andrang rechnet. Die Betreibergesellschaft setzt alle verfügbaren Wagen ein.

Am Bahnhof Kipsdorf erwartet die Gäste ein Gemeinschaftsstand der lokalen Verkehrsunternehmen und der Stadt Altenberg. Das Heimatmuseum und das Kunstatelier sind geöffnet. Für die kleinen Besucher gibt es neben der Hüpfburg und dem Kinderschminken die Möglichkeit zum Beuteldruck.

Ab dem 19. Juni gilt dann der neue reguläre Fahrplan. Diese Übersicht ist ebenfalls im Internet auf den SDG-Seiten veröffentlicht. Zum Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli legen dann SDG und VVO noch eine Schippe Steinkohle oben drauf. Dann feiert die gesamte Strecke zwischen Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde bis hinauf nach Kipsdorf. Dazu wird ein Programm für die ganze Familie mit 34 Fahrten zum Dampfausflug ins Osterzgebirge vorbereitet.

Der Sonderfahrplan mit zwei Zügen kommt in diesem Jahr zwei weitere Male zur Anwendung: Vom 30. September bis zum 3. Oktober sowie am 2. und
3. Dezember.

Mehr Informationen gibt es unter der Telefonnummer 035207/89290 oder hier im Netz: tinyurl.com/y7xkbm3w

Von Peter Weckbrodt

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Noch sieben Tage bis zur Ankunft

 
 
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Im Bahnhof Kipsdorf hat ein Gästeführer seine Arbeit aufgenommen. Bis der Dampfzug anrollt, ist noch einiges zu tun.

09.06.2017

 

en Tage bis zur Ankunft

Ricardo Lammel ist der Bahnhofsguide in Kipsdorf. Er soll die Gäste, die mit der Weißeritztalbahn anreisen, in Empfang nehmen und sie so gut durch das Osterzgebirge leiten, dass sie möglichst gern wiederkommen. Dafür macht die Stadt zurzeit das Bahnhofsgebäude innen schick. Der Blick ins Innere des Bahnhofes ist beeindruckend. © Egbert Kamprath

http://www.sz-online.de/nachrichten/bilder/die-einstige-empfangshalle-laesst-erahnen-was-hier-vor-2011129.jpg

Die einstige Empfangshalle lässt erahnen, was hier vor Jahrzehnten für ein Betrieb herrschte. © Egbert Kamprath

Kipsdorf. Vorm Kipsdorfer Bahnhof stehen ein paar Autos. Kleintransporter. Doch weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen. Mal vorsichtig an einer der schweren Holztüren am Eingang gerüttelt – und tatsächlich, der Bahnhof öffnet sich für den Durchreisenden. So wie es der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) jeden Tag haben will, wenn ab dem 17. Juni die Schmalspurbahn wieder im Gebirge angedampft kommt. Knapp 15 Jahre nach dem

Dafür flitzt schon jetzt Ricardo Lammel durch das Bahngebäude und hat die Bauarbeiten im Blick, die bis zur Ankunft des ersten Zuges die Stadt in Auftrag gegeben hat. Hier die künftige Gäste-Information, dort ein kleiner Warteraum mit Snackautomaten, der Mehrzweckraum, der schick gemacht wird, damit auch mal ein paar Veranstaltungen stattfinden können. „Die erste Hochzeit ist schon gebucht“, sagt Ricardo Lammel und lächelt. Er freut sich auf seine neue Aufgabe als Bahnhofsguide, obgleich sie mit einem Wermutstropfen beginnt. Er musste das R 2, ein kleines Café mit Bar, das er in Kipsdorf zuletzt im Nebenerwerb betrieb, schließen. „Tut schon weh“, sagt er. „Aber es ging nicht anders.“ Und vielleicht öffnen sich eines Tages wieder im Lokal die Türen, wenn die Weißeritztalbahn das bringt, was sich viele Osterzgebirgler von ihr erhoffen: Gäste. Dafür macht jetzt Lammel Dampf, der beruflich schon ein zweites Standbein im Bahnhof hatte, dort bereits die Kegelbahn betrieb und die eine oder andere Veranstaltung organisierte.

Nun soll er sich mit Unterstützung der Kipsdorfer noch um die Fahrgäste kümmern, die mit der Weißeritztalbahn ankommen. „Über seine Hausmeistertätigkeit hinaus, die bereits mit der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Altenberg vereinbart ist, wird er die Gäste begrüßen, Sehenswürdigkeiten erklären, den Bahnhof thematisch gestalten und besser vermarkten“, nennt Bürgermeister Kirsten Ziele. Darüber hinaus hat er angeregt, mit den Anliegergemeinden, also mit Freital, Rabenau und Dippoldiswalde, für die nächsten drei Jahre mithilfe von Fördermitteln einen Projektmanager für die Bahn zu engagieren. Der soll touristische Potenziale erkunden und erschließen. „Man muss ja die Bahn nach 15 Jahren erst einmal wieder an den Markt bringen“, sagt Kirsten und hofft, dass seine Stadträte wie auch die seiner Amtskollegen das mittragen. So soll sich der Projektmanager um den Abriss von Ruinen an der Strecke genauso kümmern wie um Wünsche der Gäste. „Wenn sie gern mit dem Rad kommen, brauchen wir mehr Radwege und dafür Fördermittel“, nennt Kirsten ein Beispiel.

Inzwischen rückte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit der Sprache heraus, wie die Wiedereröffnung des zweiten Abschnittes von Dippoldiswalde nach Kipsdorf gefeiert wird: nämlich doppelt. Zum einen mit einem Eröffnungswochenende am 17./18. Juni, zum anderen mit dem Schmalspurbahn-Festival am 3. Juli-Wochenende, an dem noch mal eine Schippe draufgelegt werden soll, sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper . Dann wird an der gesamten Strecke gefeiert, es gibt insgesamt 34 Dampfzug-Fahrten ins Osterzgebirge.

Freigegeben wird die Strecke am 17. Juni, 11 Uhr, in Dippoldiswalde. 11.30 Uhr setzt sich der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern Sachsens und der anliegenden Kommunen nach Kipsdorf in Bewegung. „Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Die Züge dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kurort Kipsdorf los“, so Schlemper. „Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten zwei Züge, die am 12. August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreichten.“ Da eine hohe Nachfrage erwartet wird, seien Reservierungen nicht möglich. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft werde aber alle verfügbaren Wagen einsetzen.

Eröffnungsfahrplan unter www.weisseritztalbahn.com

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/noch-sieben-tage-bis-zur-ankunft-3701135.html

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Pressemitteilung VVO vom 06.06.2017

Weißeritztalbahn feiert Wiedereröffnung doppelt

Vier Wochen nach der Eröffnung ist Schmalspurbahn-Festival
 
Nach 15 Jahren Unterbrechung rollt die Weißeritztalbahn ab 17. Juni 2017 wieder täglich von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf. Neben dem Sonderfahrplan am Eröffnungswochenende mit dem Einsatz von zwei Zügen rollen zum Schmalspurbahn-Festival am dritten Juli-Wochenende sogar drei Züge auf der Strecke.
 
Nach der offiziellen Freigabe der Strecke am 17. Juni gegen 11 Uhr in Dippoldiswaldefährt der erste Zug mit Förderern und Unterstützern des Wiederaufbaus sowie Vertretern des Freistaates und der anliegenden Kommunen in Richtung Kipsdorf. Die ersten planmäßigen Fahrten starten zu einem historischen Zeitpunkt: Sie dampfen um 13.22 Uhr in Freital-Hainsberg und 13.42 Uhr in Kurort Kipsdorf los. Beide sind so annähernd zu den Zeiten unterwegs wie die letzten zwei Züge, die am 12.August 2002 ihre Ziele wegen der Flut und der Zerstörung der Strecke nicht mehr erreic
hten. Der Fahrplan zum Eröffnungswochenende ist auf den Internetseiten der SDG Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) abrufbar.
Aufgrund der erwarteten hohen Nachfrage sind keine Reservierungen möglich, die SDG setzt jedoch alle verfügbaren Wagen ein.
 
Am Bahnhof im Kurort Kipsdorf erwartet die Gäste ein Gemeinschaftsstand der lokalen Verkehrsunternehmen und der Stadt Altenberg, das Heimatmuseum und das Kunstatelier sind
geöffnet und für die kleinen Besucher gibt es neben Hüpfburg und Kinderschminken die Möglichkeit zum Beuteldruck.
 
Zum Schmalspurbahn-Festival am 15. und 16. Juli wird dann noch eine Schippe oben drauf gelegt: Dann feiert die gesamte Strecke die Weißeritztalbahn und lädt mit einem Programm für die ganze Familie und 34 Fahrten zumDampfausflug ins Osterzgebirge ein.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Christian Schlemper
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Die Bimmel kommt angedampft

 
 
sz-online.de | Sachsen im Netz

 

Nach 15 Jahren Bangen und Hoffen erreicht die Weißeritztalbahn Kipsdorf. Nun steht der Eröffnungstermin.

17.05.2017
Von Mandy Schaks

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Am Donnerstag vor einer Woche rollte zum ersten Mal seit 2002 wieder ein Dampfzug auf dem Bahnhof in Kurort Kipsdorf ein. Der Probefahrt soll nun bald ein regulärer Betrieb auf der Strecke folgen. Foto: Egbert Kamprath

Eines der größten Staatsgeheimnisse Sachsens ist gelüftet. Dienstag, 14.46 Uhr, gaben Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft und Verkehrsverbund Oberelbe VVO bekannt: Die Weißeritztalbahn fährt ab 17. Juni wieder bis Kurort Kipsdorf. Nach dem Bau, der mit hohen Anforderungen verbunden war, und trotz fehlender zusätzlicher Gelder in der Finanzierungsverordnung des Freistaates für den Betrieb seien durch konstruktives Zusammenwirken aller Beteiligten nun alle Hürden genommen, zeigte sich VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen erleichtert.

Gerüchte über den Eröffnungstermin machten seit Tagen die Runde, sodass Ortsvorsteher Gunther Gericke keine Ruhe mehr hatte und am Dienstag selbst zum Telefonhörer griff. Die Nummer, die er anrufen musste, kannte er ja schon seit fast 15 Jahren, seit die Flut die Bahnstrecke zerstörte und der Wiederaufbau immer mal wieder auf der Kippe stand. „Wir freuen uns nun unheimlich, dass es endlich losgeht“, freute sich der Kipsdorfer für seinen Ort an der Bundesstraße B 170, für das Osterzgebirge und die Bahn-Fans. „Jetzt geht es los, und das ist gut so – allen Unkenrufen zum Trotz.“ Nun wollen sich die Kipsdorfer mit dem VVO ins Zeug legen, dass es eine ordentliche Eröffnungssause gibt und danach Kipsdorf noch ein Stück vorankommt, damit sich die Gäste, die hier aussteigen, auch willkommen fühlen.

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft SDG wird, wie sich das bereits seit Dezember abzeichnete, ab 17. Juni zweimal täglich Fahrten auf der gesamten Strecke von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf anbieten, in der Mittagszeit bis Dipps und zurück. „Mit den Fahrten nach Kipsdorf morgens und nachmittags setzen wir einen neuen Impuls für den Tourismus im Osterzgebirge“, sagte SDG-Geschäftsführer Roland Richter. Bahnbetreiber und VVO haben die Kritik insbesondere von Hoteliers und Gastronomen aus dem Osterzgebirge an dem ursprünglich dünnen Fahrplan ernst genommen, der erst nur eine Fahrt täglich nach Kipsdorf vorsah, und darauf reagiert. „Wir haben den Fahrplan sehr auf den Tourismus abgestimmt“, sagte VVO-Sprecher Christian Schlemper. So wird voraussichtlich der erste Zug 9.25 Uhr in Hainsberg starten, 11.11 Uhr von Kipsdorf wieder losfahren, 15.42 Uhr noch einmal von Freital ins Gebirge schnaufen und zurück 17.28 Uhr. „Die Gäste haben also ausreichend Zeit, etwas zu unternehmen.“ Die Fahrtzeiten sind auch so abgestimmt, dass Ausflügler Anschluss von und in Richtung Dresden und Tharandt haben. Zu dem regulären Fahrplan soll es noch 16 Tage im Jahr geben, an denen ein zweiter Zug zum Einsatz kommt und so jeweils vier Fahrten bis Kipsdorf angeboten werden.

Und was fängt nun die Tourismusbranche mit dem Geschenk an? „Jetzt fahren wir mal“, sagt Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge und lacht. Die vergangenen Wochen seien schlimm gewesen. Es sei kein Tag vergangen, an denen Leute nicht nachfragten, wann die Weißeritztalbahn auf der gesamten Strecke wieder rollt. „Sie planten Klassentreffen, Geburtstagsfeiern – und wir mussten die Leute immer wieder vertrösten.“ Dabei sei die Weißeritztalbahn als dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands eine Besonderheit in der Region. „Wenn wir nun wissen, wann sie fährt, können wir auch in die Vorplanung und Werbung gehen.“

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