Archiv für die Kategorie „Sächsische Zeitung“

Austausch für bessere Wanderwege

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Der Kreiswegewart überlegt sich, was die Weißeritztalbahn bringt – und was südlich des Tharandter Walds noch geht.

21.03.2017
Von Stephan Klingbeil

 für bessere Wanderwege

Kreiswegewart Gunter Fichte aus Obercunnersdorf steht am Heiligen Weg oberhalb von Edle Krone. Er sagt, der frühere Pilgerweg sei auch für die Region südlich des Tharandter Walds von Bedeutung.

© Archivfoto: Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Die Wandersaison beginnt im April. Vorab kontrolliert Kreiswegewart Gunter Fichte wie jedes Jahr noch die Wanderwege in seinem Bereich südlich des Tharandter Walds. Auch auf dem Rundwanderweg an der Talsperre Lehnmühle ist er unterwegs. An diesem Mittwoch will Fichte den Weg ablaufen.

„Am früheren Forsthaus und am Standort der einstigen Lehnmühle haben Mühlenfreunde aus Hartmannsdorf-Reichenau in den vergangen zwei Jahren zwei sehenswerte Rastplätze eingerichtet“, sagt Fichte. „Abschnittsweise ist der Rundwanderweg aber noch verbesserungswürdig.“

Das gelte auch für andere Wege in der Region – südlich des Tharandter Walds, zum Beispiel über Klingenberger Terrain in Richtung Bobritzsch-Hilbersdorf und Frauenstein sowie Hermsdorf/Erzgebirge. „Viele Wege, die es gibt, sind im Zuge der Nutzung von Land- und Forstwirtschaft asphaltiert“, sagt Fichte. „Das vorhandene Radwegepotenzial könnte man dort ausbauen.“ Außerdem mangelt es teils an ausgewiesenen Wanderwegen – zum Beispiel zwischen Niederbobritzsch und Frauenstein oder im Bereich von Friedersdorf.

Das beschäftigt nicht nur Gunter Fichte. Am Montag war die Tourismusförderung im Fall der Wanderwege Thema bei landkreisübergreifenden Gesprächen im Landratsamt Mittelsachsens.

Neue Schilder auf dem Heiligen Weg

In Freiberg diskutierten Vertreter der jeweiligen Wirtschaftsförderung beider Landkreise mit den Ortswegwarten und dem Kreiswegewart darüber, was man wie verbessern könnte. Schon in der Vergangenheit gab es dazu einen Austausch.

Dabei wird beleuchtet, wie die Region, die beide Landkreise verbindet, und somit ebenfalls das Gebiet westlich der Weißeritztalbahn nach dem Ausbau der Strecke bis Kipsdorf touristisch besser erschlossen werden kann. Wege für Wanderer, für Radfahrer und die Nutzung vorhandener öffentlicher Verkehrsmittel von den jeweiligen Haltepunkten werden angesprochen.

„Wenn die Weißeritztalbahn wieder bis Kipsdorf rollt, gäbe es ab den Stationen Ulberndorf bis Kipsdorf gute Wanderoptionen mit dem Ziel Talsperre Lehnmühle“, so Fichte. „Radfahrer könnten nach einer Fahrt mit der Weißeritztalbahn über Ammelsdorf, Hennersdorf oder Schönfeld zur Talsperre Lehnmühle und vielleicht weiter bis nach Frauenstein zu radeln.“

Im Tharandter Wald selbst gibt es indes vor dem Saisonauftakt keine Probleme. Das sagt der dort zuständige Kreiswanderwegewart André Kaiser. Die von dort aus gen Westen führenden Wege nach Naundorf in der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf seien beschildert und markiert.

Verbesserungsbedarf gebe es noch in Richtung Klipphausen. „Es gab schon Gespräche mit dem dortigen Bürgermeister.“ Der Heilige Weg soll demnach weiterführend Richtung Meißen beschildert werden. Angedacht ist auch, dass der Geologie-Lehrpfad von Mohorn über Spechtshausen erweitert wird gen Meißen. Das begrüßt auch Fichte. Er verweist darauf, dass Pilger einst über den Bereich der heutigen Stausees der Lehnmühle in Richtung Meißen wanderten. Heute wäre das eine reizvolle Strecke auch für Radler.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/austausch-fuer-bessere-wanderwege-3641034.html

Endspurt beim Bimmelbahnbau

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Viele kleine Arbeiten laufen noch an den Schienen. Aber um den Fahrplan wird immer noch ein Geheimnis gemacht.

17.03.2017
Von Franz Herz

beim Bimmelbahnbau

Steffen Meinicke (li.) und Alex Beyer überwachen den Schweißvorgang am Gleis im Bahnhof Kipsdorf. Hier wird eine Thermitreaktion eingesetzt, die besonders im Gleisbau üblich ist und Temperaturen von über 2000Grad erzeugt. Fotos:

© Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Die Baufirmen arbeiten wieder voll auf dem oberen Abschnitt der Weißeritztalbahn, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Es ist Frühling, der Schnee ist weggetaut, und selbst nachts sinken die Temperaturen nur noch unwesentlich unter die Frostgrenze. Dieses gute Bauwetter nutzen die Unternehmen. Die großen Bauschritte haben sie schon vor der Winterpause zurückgelegt. Das Schotterbett und die Gleise liegen. Die Technik ist zum großen Teil installiert. „Jetzt geht es im Wesentlichen um Restarbeiten“, sagt Froß. Doch das sind keine Kleinigkeiten, sondern Aufgaben, die sich noch einige Wochen hinziehen werden. Da geht es beispielsweise um das Setzen der Kilometersteine. Die müssen sauber eingemessen werden. Die Gleise werden verschweißt. Die Wasserversorgung für die Lokomotiven wird auch wieder auf Vordermann gebracht. Sie stand jetzt 15 Jahre still. Das geht an einer technischen Anlage nicht spurlos vorbei.

In Kipsdorf hat die Weißeritztalbahn eine eigene Quelle mit besonders weichem Wasser. Das hat den Vorteil, dass es kaum Zusätze braucht, um das Verkalken der Leitungen zu verhindern. An der Quelle ist ein Brunnenhäuschen, das von außen deutlich zu erkennen ist an der großen Wasserstandsanzeige. Hier wurden auch viele Teile ausgewechselt und erneuert. Der Wasserkran auf dem Bahnhof ist abgestrahlt und neu gestrichen worden, ebenso andere Armaturen und die Verrohrung. Die unterirdische Leitung vom Reservoir zum Bahnhof wurde von innen neu abgedichtet

Wenn die Züge nach Kipsdorf hochgedampft sind, haben sie je nach Last und Jahreszeit eine Menge Dampf verbraucht. Im Winter beispielsweise schluckt die Heizung viel Dampf, wenn an schönen Wochenenden viele Waggons dranhängen, wird auch mehr verbraucht. Wie viel Wasser künftig benötigt wird, ist aber nach wie vor offen. Jetzt, wenige Wochen vor Abschluss der Bauarbeiten, nennt die Dampfeisenbahngesellschaft immer noch keinen Termin für die offizielle Eröffnung der Bahnstrecke. Froß bestätigt nur, dass das auf keinen Fall vor dem 23. April passiert.

Der Fahrplan steht auch noch nicht fest. Das musste auch Brigitte Rotter aus Schellerhau erfahren. Sie wollte eine Feier für den 19. Juni organisieren und dabei gerne eine Bimmelbahnfahrt mit einplanen. Dafür hat sie beim Hauptsitz der Dampfeisenbahngesellschaft am Bahnhof Moritzburg angerufen. „Dort hat mich eine Dame völlig abgeblockt“, berichtet sie. „Sie könne überhaupt nicht sagen, wann ein Zug fährt.“ Auch der Betriebsleiter ist bei dem Thema sehr kurz angebunden. Zum Eröffnungstermin sagt er: „Wenn wir fertig sind, sind wir fertig“ und zum Fahrplan: „Der muss noch freigegeben werden und wird rechtzeitig bekannt gemacht.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/endspurt-beim-bimmelbahnbau-3637699.html

Bau an Malter-Staumauer geht weiter

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Die Straße ist seit Dezember nicht mehr gesperrt. Ganz fertig sind die Arbeiten aber immer noch nicht.

10.03.2017
Von Franz Herz

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Blick auf Staumauer Talsperre Malter.

© Egbert Kamprath

Malter. Ende April müssen sich die Autofahrer auf der Straße über die Malter-Staumauer wieder auf eine halbseitige Sperrung einstellen. Dort hat die Landestalsperren-verwaltung im vergangenen Jahr die Brücke über den Hochwasserüberlauf neu bauen lassen. Kurz vor Weihnachten wurden die Hauptarbeiten abgeschlossen, und seitdem ist die Staumauer für Autos und Lkw bis 30 Tonnen wieder befahrbar. Jedoch fehlen noch einige Restarbeiten, wie Bianca Anwand von der Landestalsperrenverwaltung informierte.

Die neu gesetzten Steine der Brüstung müssen noch verfugt werden. Wenn dabei die Außenseiten an die Reihe kommen, ist ein Gerüstwagen erforderlich. Dieser nimmt den Platz einer Fahrbahn ein. Daher ist während dieser Arbeiten eine halbseitige Sperrung erforderlich. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel vorbeigeleitet.

Weiter laufen noch Dachdeckerarbeiten am Schieberturm. Es bekommt eine Kupferhaut. Auch die Bauarbeiten für den neuen Abflusspegel unterhalb der Talsperre gehen weiter. Diese sollen bis Juni 2017 fertiggestellt werden.

Im Herbst beginnen dann Arbeiten, um die Kapazität der vorhandenen Rohrleitungen zu vergrößern. Die vorhandenen Absperrklappen werden ausgebaut und durch Talsperrenschieber ersetzt. Die können größere Wassermengen regulieren. Das wird bis Frühjahr 2018 dauern.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bau-an-malter-staumauer-geht-weiter-3640000.html

Eine Bibliothek auf Schienen

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Die Weißeritztalbahn veranstaltet eine Lesewoche. Statt aus dem Fenster sollen die Fahrgäste ins Buch schauen.

20.02.2017
Von Carina Brestrich

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Doppeltes Fahrvergnügen: Marc und seine Mutter Katja haben am Wochenende die rollende Bücherei in der Weißeritztalbahn getestet. Fotos: Dirk Zschiedrich

© Dirk Zschiedrich

Freital/Dippoldiswalde. Kaum eingestiegen hat Marc seine Entscheidung getroffen. Das Puzzlebuch soll es sein. Der Dreijährige klettert auf den Schoß seiner Mama Katja und schlägt die erste Seite auf. Währenddessen setzt sich der Zug langsam in Gang. Noch gut 40 Minuten sind es bis zur Endstation. Langweilig wird es bis dahin ganz sicher nicht. Schließlich hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) für genügend Lesestoff gesorgt. Mehrere Kartons voller Bücher stehen gleich an der Wagentür zum Stöbern und Schmökern bereit.

Es ist Lesewoche bei der Weißeritztalbahn. Zum ersten Mal lädt die SDG zu der Aktionswoche ein. Bis Sonntag sind die Fahrgäste aufgerufen, einzusteigen und zum Buch zu greifen. Dafür hat die SDG extra ihren gelben Salonwagen angekoppelt. Über den Sitzbänken liegen Decken bereit. Auf den Tischen sollen selbst gebastelte Lesezeichen Lust aufs Lesen machen.

Ziel der Lesewoche ist es, vor allem jetzt, in der publikumsarmen Zeit, Fahrgäste anzulocken. „Es soll besonders diejenigen ansprechen, die sonst nicht unbedingt mit der Weißeritztalbahn fahren“, sagt Kati Schmidt. Immer wieder sucht die SDG nach neuen Ideen und stieß dabei auf das Thema Lesen: „Es gibt ja inzwischen eine ganze Menge ungewöhnlicher Bibliotheken, in denen Bücher zum Lesen und Tauschen bereitstehen. Telefonzellen oder Bushäuschen etwa“, sagt Kati Schmidt.

Das Tauschprinzip gilt auch während der Lesewoche in der Weißeritztalbahn. Wer ein Buch mitbringt, kann sich im Gegenzug eines mitnehmen. An den Tausch erinnert ein Aufkleber, den die SDG auf den Büchern angebracht hat. „Dann denkt man an uns, wenn man das Buch mal wieder zur Hand nimmt“, sagt Kati Schmidt

Ein Buch haben Marc und seine Familie zwar nicht dabei. Die Idee finden sie trotzdem gut. Schon vor dem Start in Freital-Hainsberg ist der Familie aus Dresden der gelbe Wagen aufgefallen. „Vor allem für Kinder ist das optimal“, sagt Marcs Mama Katja. „Wenn es langweilig wird während der Fahrt, können sie sich beschäftigen.“

Zur Auswahl stehen etwa 100 verschiedene Bücher. „Es ist alles dabei: Liebesromane, Krimis, Thriller, Bildbände“, zählt Kati Schmidt auf. Ein Verlag hatte auf Anfrage der SDG etliche Bücher bereitgestellt. Viele weitere Exemplare stammen von den Mitarbeitern. Zugbegleiter Patrick Wagner hat auch ein paar Bücher beigesteuert. „Meine Frau liest gern“, erzählt er. Über die Jahre habe sich ganz schön was angesammelt. „Da haben wir den Aufruf genutzt, um mal auszusortieren“, sagt er.

Wie der Märchenzug und die Braumeisterfahrten soll auch die Lesewoche zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Weißeritztalbahn werden, sagt Kati Schmidt. In der Lößnitzgrundbahn hat die Lesewoche bereits in der ersten Ferienwoche Premiere gehabt. Die Fichtelbergbahn wird dann im März zur rollenden Bibliothek.

Die Weißeritztalbahn fährt sechsmal täglich zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde. Die Fahrt im Lesewagen kostet keinen Aufpreis. Infos und Fahrplan

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/eine-bibliothek-auf-schienen-3616785.html

Die Hitliste der Fotografen

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Eine Internetseite listet weltweit Lieblingsmotive auf. In unserer Region gibt es ein paar Überraschungen.

17.02.2017
Von Annett Heyse und Dominique Bielmeier

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Platz 1: Die Weißeritztalbahn im Rabenauer Grund ist ein beliebtes Fotomotiv, schafft es gar ins Ranking der Internetseite sightsmap.com. Die listet die weltweit meistfotografierten Orte auf.

© Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Man muss nicht jung sein, um fotogen zu wirken. Im Gegenteil, eine 134-Jährige ist es, die das Interesse der Fotografen weckt. Ihr Vorteil: Sie besteht aus Stahl, dampft und wuchtet sich mit mehr als 200 PS auf Schienen an der Malter vorbei und ins Gebirge hinauf. Und sie erinnert an die gute alte Zeit, als zum Verreisen noch Fahrkarten aus Pappe gekauft und von einem schnauzbärtigen Schaffner per Kneifzange entwertet wurden. Die Weißeritztalbahn – das ist nicht nur etwas für Eisenbahnromantiker. Ausflügler, Touristen, Urlauber, Spaziergänger – so gut wie alle verfallen ihrem Charme. Und so ist sie nicht ohne Überraschung das meistfotografierte Fotomotiv im Osterzgebirge.

Das zumindest geht aus der Internetseite sightsmap.com hervor. Denn alte Lok hin oder her – moderne Fotografen kommen heute nicht mehr in die Verlegenheit, Ort und Zeit der Aufnahme auf die Rückseiten ihrer Fotos kritzeln zu müssen. Beide Informationen halten Digitalkameras genauso wie Smartphones inzwischen automatisch fest. Und weil diese Daten auch Aufschluss darüber geben, welche Motive besonders häufig fotografiert werden, hat Google die Bilder seines Online-Fotodienstes Panoramio ausgewertet und auf der Seite sightsmap.com in einer vergrößerbaren Weltkarte dargestellt. Verschiedenfarbige Markierungen und eine Weltrangliste zeigen, welches die beliebtesten Motive von Hobby- wie Profi-Fotografen auf der ganzen Welt sind.

Während die Touristenstädte New York, Rom und Barcelona wenig überraschend auf den ersten drei Plätzen landen, schafft es Deutschland immerhin in die Top 30: Die meistfotografierte deutsche Stadt ist aber nicht Berlin – die Hauptstadt folgt erst auf Platz 40 – sondern München auf Rang 27. Schloss Neuschwanstein im Allgäu folgt drei Plätze dahinter.

In Sachsen ist das barocke Dresdner Altstadt-Panorama der absolute Fotografen-Liebling und landet auf einem beachtlichen Weltrang 101. Zumindest in dieser Kategorie kann der ewig währende Streit zwischen Leipzig und Dresden für die Landeshauptstadt entschieden werden: Leipzig ist erst auf Platz 188 gelistet.

Die Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz schafft es auf Rang 396 – das ist immerhin Platz drei in Sachsen. Und die Region südlich von Dresden?

Hier ist es – sämtliche Standorte entlang der Strecke zusammengerechnet – die Weißeritztalbahn, die Fotoalben oder Datenträger füllt. Beliebte Standorte der Fotografen, um die Dampfbahn ins Bild zu bekommen, sind der Bahnhof Hainsberg, die Rabenauer Mühle und die Talsperre Malter. Für das weltweite Ranking ist die Bahn zu unbedeutend – aber immerhin schafft sie es zur Nummer eins in der Region, wie unsere Bildergalerie zeigt.

Platz zwei nimmt die Stadt Altenberg ein. Hier gibt es verschiedene Punkte, welche für Fotografen interessant sind, den Kahleberg, die Pinge oder die pittoresken Innenstädte von Geising und Lauenstein. Dahinter ist Dippoldiswalde platziert mit seiner historischen Innenstadt und der Umgebung mit der Talsperre Malter. Überraschend ist Rang vier. Hier steht Hartmannsdorf-Reichenau – mit seinem Blick auf Schloss und Burgruine Frauenstein. Nein, das ist nicht New York oder Barcelona – schön zu fotografieren aber ist es allemal.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-hitliste-der-fotografen-3615954.html

Was bis zur Bimmelbahn-Ankunft noch zu klären ist

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Die Bauarbeiten bis Kipsdorf zu Ende zu führen, ist kein Problem. Die echten Herausforderungen kommen erst noch.

17.02.2017
Von Franz Herz und Mandy Schaks

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Roland Richter, der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, steht vor dem Bahnhof in Kipsdorf. Bevor der erste fahrplanmäßige Zug hier ankommt, müssen er und seine Kollegen noch für etliche wichtige Punkte eine Lösung finden – und nicht nur sie.

© Frank Baldau

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Derzeit liegen die Gleise der Schmalspurbahn zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf zum großen Teil noch unter Schnee. Welche Bauarbeiten sind noch zu erledigen, damit die Dampfzüge wieder bis Kipsdorf fahren können? Das ist nicht die einzige Frage, die vor der regulären Fahrt bis Kipsdorf beantwortet werden muss.

Wie viel Arbeit fehlt noch zur Fertigstellung bis Kipsdorf?

Wenn das Wetter wieder Bauarbeiten ermöglicht, dauert es noch rund sechs Wochen, um mit allem fertig zu werden. Es fehlen vor allem noch Arbeitsschritte im Bereich Kipsdorf. Im Wasserhaus in Kipsdorf laufen derzeit Installationsarbeiten. An der Brücke über die Weißeritz in Obercarsdorf sind auch noch Nacharbeiten erforderlich. Das hat sich aus der Hochwasserschutzübung mit dem Technischen Hilfswerk ergeben. Einige Platten hatten zu wenig Spiel, um die Brücke bei einer Flut leicht bewegen und anheben zu können. Die Teile gehen deshalb noch einmal auf die Fräse. Auch an Stellen, wo die Winden angesetzt werden, sind noch Veränderungen erforderlich. Das sind Werkstattarbeiten. „Das war Sinn der Übung, dass wir solche Erkenntnisse gewinnen“, sagt Mirko Froß, der Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG.

Kann der Kabelkanal der Bahn auch fürs Breitbandkabel genutzt werden?

Im Prinzip ist die SDG offen dafür, dass ein Hauptstrang für das schnelle Internet im Kabelkanal der Bahn verlegt wird. Das wurde bereits mit dem Landkreis abgesprochen, der Eigentümer des Bahngrundstücks ist. Weitere Entscheidungen können erst fallen, wenn ein Internetprovider feststeht, der bauen will und die Details mit der Dampfeisenbahngesellschaft abspricht. Der Einbau eines solchen Hauptkabels wird natürlich schwieriger, wenn die Bahn einmal fährt. Ein Kabel ist bereits verlegt, das dient aber nur für Bahnzwecke.

Wann steht nun endlich der neue Fahrplan endgültig fest?

Das ist der Knackpunkt vor der Wiedereröffnung der Strecke bis Kipsdorf. Derzeit gibt es nur einen Entwurf. Demnach fahren in Freital 9.25 Uhr und 15.42 Uhr täglich ein Zug nach Kipsdorf ab und 13.22 Uhr einer bis nach Dippoldiswalde. Die Rückfahrten starten in Kipsdorf 11.11 Uhr und 17.28 Uhr, in Dipps 14.20 Uhr. Um die Fahrten bis Kipsdorf finanzieren zu können, fallen auf dem unteren Streckenabschnitt von Freital bis Dippoldiswalde drei Fahrten weg. Die Verantwortlichen halten sich immer noch bedeckt, wie der tatsächliche Fahrplan ab Eröffnung der gesamten Strecke aussehen wird. „Wir werden rechtzeitig informieren“, sagt Froß. Doch dafür ist die Zeit inzwischen zu knapp, wenn man bedenkt, dass Ende April oder im Mai die Züge fahren sollen und beispielsweise touristische Anbieter sich darauf einstellen müssen.

Wie wird die Bahn in das touristische Angebot der Region eingebunden?

Allein die Ankunft der Bahn in Kipsdorf wird keine Wunder bewirken. Darin sind sich alle einig. „Das kann nur ein Teil sein“, sagt Roland Richter, der SDG-Geschäftsführer. Gemeinsam mit Vertretern der Tourismusbranche und Kommunalpolitikern wird deshalb überlegt, wie die Strecke bis Kipsdorf für Fahrgäste attraktiv gemacht werden kann. Der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) will den Skibus, der jetzt erstmals im Februar durchs obere Osterzgebirge fährt, auch als Wanderbus etablieren und dann eine Verbindung zur Weißeritztalbahn nach Kipsdorf anbieten. So können die Fahrgäste zumindest erst einmal weitere Ausflüge in die Umgebung unternehmen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/was-bis-zur-bimmelbahn-ankunft-noch-zu-klaeren-ist-3615356.html

Lesewoche auf der Bimmelbahn beginnt

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16.02.2017

Vom Sonnabend, dem 18. Februar an, läuft auf der Weißeritztalbahn bis 26. Februar die Lesewoche. Dazu gehören eine fahrende Tauschbibliothek und Kinderbuchlesungen (am 19.02.) mit der Autorin Anja Schenk. Sie liest aus ihrem Buch „Max und die Eisenbahn“. In den Bücherzügen ist auch eine rollende Tauschbücherei dabei. Dort kann jeder schmökern und seine eigenen Bücher gegen welche im Regal tauschen. (SZ/fh)

Die Lesezüge starten um 14.12 Uhr in Freital-Hainsberg und um 15.10 Uhr in Dippoldiswalde zur Rückfahrt. Wer im Bücherwagen mitfahren will, braucht eine Fahrkarte und muss zwei Euro Aufpreis bezahlen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/lesewoche-auf-der-bimmelbahn-beginnt-3613804.html

Warten auf den neuen Lokschuppen

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Für drei Millionen Euro soll die Weißeritztalbahn eine neue Werkstatt in Freital bekommen. Doch der Baustart ist offen.

16.02.2017
Von Tobias Winzer

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Der Lokschuppen der Weißeritztalbahn in Hainsberg soll mithilfe von Fördermitteln ausgebaut werden. In der dann entstehenden Werkstatt sollen die Fahrzeuge in Schuss gehalten werden.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital/Dippoldiswalde. Voraussichtlich im Frühjahr sollen die ersten Züge auf der komplett wieder aufgebauten Strecke der Weißeritztalbahn von Freital bis Kipsdorf fahren. Doch für eines der wichtigsten Vorhaben hinter dem Großprojekt steht noch immer kein Termin für den Baustart fest. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), Betreiber der Weißeritztalbahn, will für rund drei Millionen Euro den bestehenden Lokschuppen in Hainsberg ausbauen und eine neue Wagenwerkstatt errichten.

Wie SDG-Sprecherin Kati Schmidt mitteilt, werden derzeit die Ausschreibungsunterlagen fertiggestellt. Dann geht es mit der Ausschreibung weiter. Dafür gebe es aber noch keinen Termin. Zum weiteren Zeitplan will sich die SDG nicht äußern.

Das Projekt ist bereits seit 2013 im Gespräch und Bestandteil des sächsischen Werkstattkonzepts für die Schmalspurbahnen. Geplant ist ein Anbau zum bestehenden Gebäude auf dem Bahnhofsgelände in Hainsberg in Richtung der Straße Zum Güterbahnhof. Dazu sollen auch Nebengebäude abgerissen werden wie Teile des alten Hüttenkombinats. Die alte Lok und die Wagen, die derzeit auf einem Teil der Fläche stehen, verschwinden. Der Lokschuppen an sich bleibt weitgehend in seiner jetzigen Form bestehen. Er wurde bereits beim Wiederaufbau nach der Flut 2007/08 teilweise instand gesetzt. In der neuen Werkstatt soll zukünftig die Instandhaltung aller Fahrzeuge vorgenommen werden. Bislang passiert das in Hainsberg nur für die Dampfrösser der Weißeritztalbahn.

Die Wagenwerkstatt befindet sich zurzeit in Freital-Potschappel an der Ecke Carl-Thieme-/Oberpesterwitzer Straße. Die Deutsche Bahn und die Flut 2002 haben den Gleisanschluss aus Hainsberg, der früher existierte, allerdings gekappt. Statt auf schmaler Spur kommen die Wagen mit dem Tieflader von Hainsberg nach Potschappel – ein riesiger Aufwand.

Die Werkstatt – in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen – stammt außerdem aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. Das Gebäude soll aber erhalten bleiben und künftig als trockener und sicherer Unterstand für historische oder nicht betriebsbereite Fahrzeuge dienen.

Das Projekt soll größtenteils durch Fördermittel vom Freistaat finanziert werden.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/warten-auf-den-neuen-lokschuppen-3626422.html

Die Bimmelbahner hoffen auf den Frühling

sz-online.de | Sachsen im Netz

Schnee blockiert die letzten Bauarbeiten bis Kipsdorf. Viele Angebote stehen fest, aber die Eröffnung noch nicht.

06.02.2017

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Hier dampft die Weißeritztalbahn am Bahnhof Seifersdorf vorbei. Die Strecke zwischen Freital-Coßmannsdorf und der Talsperre Malter ist bei den Fahrgästen am beliebtesten.

© Egbert Kamprath

Freital. Frühestens Ende April wird der erste reguläre Zug der Weißeritztalbahn in den Bahnhof Kipsdorf einfahren. Genauer kann es selbst Mirko Froß, der Betriebsleiter der Sächsischen Dampf-eisenbahngesellschaft (SDG), welche die Bahnstrecke betreibt, nicht sagen. „Das hängt vom Wetter ab. Wir brauchen es dauerhaft frost- und schneefrei. Dann erfordern die noch ausstehenden Arbeiten rund sechs Wochen Zeit“, ehe die Strecke mit allen erforderlichen Abnahmen fertig ist, sagte Froß am Montag auf der gemeinsamen Pressekonferenz von SDG und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Aus heutiger Sicht weiß er schon, dass dieser Termin bestimmt nicht vor dem 23. April liegen wird.

Außerdem gewinnen damit alle Beteiligten noch etwas Zeit, um am Fahrplan zu feilen. Denn der steht immer noch nicht endgültig fest. Dazu teilten sowohl Froß als auch Christian Schlemper, VVO-Sprecher, nur mit, dass beide Seiten in Verhandlungen stehen. Der Entwurf, der auf der Vollversammlung des Verkehrsverbunds vor zwei Monaten vorgestellt wurde, sieht vor, dass zwei Züge am Tag von Freital bis Kipsdorf fahren und einer bis nach Dippoldiswalde. Ob es dabei bleibt, ist weiter umstritten. Im unteren Streckenabschnitt, der 2008 wieder aufgebaut war, fielen damit Fahrten weg. Das steht im Widerspruch zu den Beobachtungen, welche die Bahner bisher bei den Fahrgästen machen. Der beliebteste Abschnitt führt durch den Rabenauer Grund, teilte Froß mit. Zwischen Freital-Coßmannsdorf und Malter fahren die meisten Leute mit. Diese Strecke lässt sich mit einer Wanderung kombinieren.

Das ist mit ein Grund, warum die Bimmelbahn nicht nur bei den Bauarbeiten, sondern auch beim Publikumszuspruch stark vom Wetter abhängt. Die meisten Fahrgäste zählt die Bahn im Sommerhalbjahr, an Wochenenden, Feiertagen oder Brückentagen. „Und dann kommt es aufs Wetter an. Die Leute entscheiden kurzfristig, ob sie mitfahren, und so ein Ausflug ist eben nicht indoor“, sagte Froß. Im vergangenen Jahr sind rund 145 000 Fahrgäste auf der Weißeritztalbahn mitgefahren, gleich viele wie im Jahr zuvor.

Um die Bahnstrecke weiter attraktiv zu machen, bieten der Verkehrsverbund, die Dampfeisenbahngesellschaft und die IG Weißeritztalbahn wieder eine Reihe von Veranstaltungen an. Das Programm beginnt in den Winterferien. Komplett neu ist der Bibliothekszug, der vom 19. Februar an eine Woche lang täglich um 14.12 Uhr in Freital-Hainsberg startet, bis Dippoldiswalde und zurück rollt. „Die Kinderbuchautorin Anja Schenk fährt mit und liest aus ihrem Buch ,Max und die Eisenbahn’. Außerdem stehen im Lesewagen Bücher bereit zum Schmökern, und man kann eigene Bücher mitbringen und gegen die vorhandenen tauschen“, erklärt Gabriele Clauss, Marketingleiterin des Verkehrsverbunds, die fahrende Bibliothek. Wer mitfahren will, muss eine Fahrkarte kaufen und zwei Euro extra zahlen.

Angebot für Großeltern und Enkel

Zum zweiten Mal bietet die Weißeritztalbahn am Sonnabend, dem 11. Februar, einen Oma-Opa-Tag zusammen mit dem Freizeitzentrum „Hains“ in Freital an. Großeltern können mit Enkeln einmal mit der Bahn bis Dipps und zurück fahren, anschließend im Hains an einem Sportkurs teilnehmen und essen. Für die Kinder gibt es eine kleine Überraschung. Die Teilnahme kostet zusätzlich zur Fahrkarte noch 8 Euro für ein Kind und 9,95 Euro für einen Erwachsenen. Die Veranstaltung wird am 20. Mai und 12. August wiederholt.

Weiter bieten die Eisenbahner wieder bewährte Veranstaltungen an. Dabei arbeiten sie mit Gästeführern zusammen, die Touren auf den Spuren Ludwig Richters oder von Kipsdorf nach Bärenfels anbieten. Die Agentur Sachsenträume lässt von März bis Dezember Braumeisters Dampfzug rollen. Zu Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten fahren Sonderzüge. Die Feste an der Strecke, das Schmalspurfestival am 15. und 16. Juli und am 2. und 3. Dezember der Kleinbahnadvent, stehen auch im Kalender.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-bimmelbahner-hoffen-auf-den-fruehling-3606454.html

Stabile Fahrgastzahlen bei Weißeritztalbahn

sz-online.de | Sachsen im Netz

Im Vorjahr waren 145 000 Reisende mit der Bahn unterwegs. Das waren sogar etwas mehr als im Jahr zuvor. Allerdings macht das Wetter Sorge.

06.02.2017

Dippoldiswalde. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) blickt zufrieden auf das abgelaufene Jahr zurück. 2016 waren mit Weißeritztalbahn, die die Gesellschaft betreibt, 145 000 Fahrgäste unterwegs. Das sind nahezu genauso viel wie im Jahr zuvor. „Ganz genau sind es sogar 143 mehr“, sagte am Montag Betriebsleiter Mirko Froß auf der Bilanzpressekonferenz der SDG und des VVO. Die Zahlen zeigten, dass der Fahrbetrieb stabil bleibe. Größtes Bauprojekt der Gesellschaft ist der Ausbau des oberen Abschnitts der Weißeritztalbahn. Allerdings können derzeit aufgrund des frostigen Wetters nur Werkstattarbeiten ausgeführt werden. Die Arbeiten an der Strecke würden laut Froß etwa sechs Wochen dauern. Mit der Fertigstellung ist nach gegenwärtigem Stand nicht vor dem 23. April zu rechnen.

Trotz der zufriedenstellenden Fahrgastzahlen ist die SDG um mehr Reisende bemüht. Dafür soll der Bereich der Fahrradtouristik ausgebaut werden. (szo)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/stabile-fahrgastzahlen-bei-weisseritztalbahn-3606368.html