{"id":1336,"date":"2011-04-18T07:23:40","date_gmt":"2011-04-18T06:23:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1336"},"modified":"2011-04-18T07:23:40","modified_gmt":"2011-04-18T06:23:40","slug":"wird-die-bimmel-zur-museumsbahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1336","title":{"rendered":"Wird die Bimmel zur Museumsbahn?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Quelle: sz-online\/S\u00e4chsische Zeitung<br \/>\nSonntag, 17. April 2011<\/p>\n<p>Von Franz Herz<br \/>\nMinister Morlok will alle Bimmelbahnen unter ein Dach bringen und rein touristisch ausrichten. Der Vorschlag \u00fcberrascht viele.<\/p>\n<p>Sachsens  Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat mit seinem Vorschlag zur  Neuorganisation aller s\u00e4chsischen Schmalspurbahnen viele verbl\u00fcfft. Er  \u00fcberlegt, alle Linien unter einem Dach zusammenzufassen, aus dem  \u00f6ffentlichen Personennahverkehr herauszunehmen und als reine  Tourismusbahnen zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Im \u00f6ffentlichen Verkehr muss die Bahn t\u00e4glich nach Fahrplan rollen. Als  rein touristischer Betrieb k\u00f6nnte sie sich konzentrieren auf lukrative  Uhrzeiten, die Urlaubssaison oder besondere Veranstaltungen. Eine  derartige Betriebsform ist f\u00fcr den oberen Abschnitt zwischen  Dippoldiswalde und Kipsdorf f\u00fcr den Betrieb nach einem eventuellen  Wiederaufbau in der Diskussion. Nach Morloks Gedanken w\u00fcrde das auch f\u00fcr  den Abschnitt von Freital-Hainsberg bis Dipps gelten.<\/p>\n<p><strong>Das Geld und gr\u00f6\u00dfere Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Roland Richter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der S\u00e4chsischen  Dampfeisenbahngesellschaft, die die Wei\u00dferitztalbahn betreibt, sagt  dazu: \u201eIch bin irritiert. Die \u00dcberlegungen kenne ich nur aus der  Zeitung.\u201c Letztlich zielt der Vorschlag des Ministers auf zwei Punkte.  Es geht ums Geld, das der Staat f\u00fcr den Bahnbetrieb zuschie\u00dft, und um  gr\u00f6\u00dfere unternehmerische Freiheiten, mit denen die Bahnstrecke auch bei  sinkenden Zusch\u00fcssen wirtschaftlich \u00fcberleben soll. Derzeit h\u00e4ngen die  Zusch\u00fcsse f\u00fcr den Bahnbetrieb von der Einbindung in den \u00f6ffentlichen  Verkehr ab. So zahlt der Verkehrsverbund Oberelbe j\u00e4hrlich 2,4Millionen  Euro f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn. Dieser Zuschuss kommt aus dem  Steuers\u00e4ckel. Wenn man die Bahn herausl\u00f6st aus dem \u00f6ffentlichen Verkehr,  k\u00f6nnte diese Verpflichtung entfallen.<!--more--><\/p>\n<p>Der Dippoldiswalder Oberb\u00fcrgermeister Ralf Kerndt (Freie W\u00e4hler)  bef\u00fcrchtet ernste Konsequenzen f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn. \u201eWenn es zu  einer Diskussion um die Zusch\u00fcsse kommt, sehe ich darin eine  Existenzfrage f\u00fcr die Bahnstrecke\u201c, sagt er. Ohne \u00f6ffentliche Gelder  w\u00fcrden die Fahrpreise steigen. \u201eDie sind jetzt schon nicht ohne\u201c, sagt  Kerndt. F\u00fcr eine Familie k\u00f6nnten sie zu hoch werden. Dann fahren wieder  weniger Leute mit. Kerndt sieht die Wei\u00dferitztalbahn heute schon als  Tourismusstrecke. \u201eZwischen Dipps und Freital f\u00e4hrt kaum jemand mit der  Bahn zum Einkauf oder zur Arbeit\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Landtagsvizepr\u00e4sidentin Andrea Dombois (CDU) war auch \u00fcberrascht von  Morloks Vorschlag, h\u00e4lt ihn aber im Prinzip f\u00fcr richtig. F\u00fcr Dombois ist  das Ziel, die Zusch\u00fcsse zur\u00fcckzufahren: \u201eWir haben eine Reihe  touristischer H\u00f6hepunkte in Sachsen, die \u00fcber \u00f6ffentliche Mittel  finanziert werden. Das k\u00f6nnen wir uns in Zukunft nicht mehr alles  leisten.\u201c. Sie will die Wei\u00dferitztalbahn erhalten, aber mit gr\u00f6\u00dferen  unternehmerischen Freiheiten. Wenn der Betreiber der Eisenbahn nicht  mehr die Verpflichtungen im Nahverkehr erf\u00fcllen m\u00fcsste, h\u00e4tte er bessere  M\u00f6glichkeiten, Kosten zu sparen, Partner zu suchen und h\u00f6here Einnahmen  zu erzielen. Hier sieht Dombois eine Chance, die Bahn mit geringeren  Zusch\u00fcssen weiter zu betreiben.<\/p>\n<p><strong>Zusch\u00fcsse zur\u00fcckfahren<\/strong><\/p>\n<p>Doch es gibt technische Grenzen. Der Betreiber kann nicht nach Belieben  Fahrten streichen. F\u00fcr eine einzelne Fahrt lohnt es sich kaum, die Lok  anzuheizen. Ein Gro\u00dfteil der Kosten entsteht durch die Investitionen.  \u201eDie Loks und die Wagen m\u00fcssen bezahlt werden, auch wenn sie nur stehen.  Ebenso k\u00f6nnen sie den Bahnbetrieb nicht mit Pauschalkr\u00e4ften  aufrechterhalten, die nur zeitweise eingesetzt werden\u201c, sagt Christian  Schlemper, Sprecher des Verkehrsverbunds Oberelbe. Einzelne Fahrten  wegzustreichen, bringt wenig Ersparnis.<\/p>\n<p>Was aus dem Vorschlag des Ministers wird, ist offen. \u201eWir lassen uns  \u00fcberraschen, wie es weitergehen soll\u201c sagt Christian Schlemper.<br \/>\nArtikel-URL: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2741426\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2741426<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: sz-online\/S\u00e4chsische Zeitung Sonntag, 17. April 2011 Von Franz Herz Minister Morlok will alle Bimmelbahnen unter ein Dach bringen und rein touristisch ausrichten. 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