{"id":1628,"date":"2011-11-16T19:40:20","date_gmt":"2011-11-16T18:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1628"},"modified":"2011-11-16T19:42:12","modified_gmt":"2011-11-16T18:42:12","slug":"fahrt-die-kleinbahn-nur-acht-tage-im-jahr-bis-kipsdorf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1628","title":{"rendered":"F\u00e4hrt die Kleinbahn nur acht Tage im Jahr bis Kipsdorf?"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\">Quelle: sz-online\/S\u00e4chsische Zeitung<br \/>\nDienstag, 15. November 2011<\/p>\n<p>Von Mandy Schaks<\/p>\n<p>Geld f\u00fcr den Wiederaufbau des zweiten Abschnittes ist da. Doch f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfigen Betrieb auf der Strecke reichen die Mittel nicht.<\/p>\n<p>Es ist wieder einmal still geworden um die Wei\u00dferitztalbahn. Seit Ende 2008 dampft sie zwar zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde, aber auch neun Jahre nach der Flut gibt es zum zweiten Bauabschnitt bis Kurort Kipsdorf mehr Fragen als Antworten.<\/p>\n<p>Die Vorplanung, die seit Mitte August f\u00fcr das rund elf Kilometer lange Teilst\u00fcck aktualisiert werden soll, ist laut s\u00e4chsischem Wirtschaftsministerium fertig. Diese m\u00fcsse nun noch zwischen den verschiedenen Stellen abgestimmt werden, hei\u00dft es aus Dresden.<\/p>\n<p>Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), der die Z\u00fcge bestellen muss und mitzureden hat, kannte bis vor wenigen Tagen diese Grundlagenplanungen noch nicht, wie VVO-Sprecher Christian Schlemper sagte. Es sind aber alle gespannt darauf. \u201eDenn dann h\u00e4ngt auch ein Preisschild dran\u201c, so Schlemper.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Warten auf die Kostensch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den zweiten Bauabschnitt stehen 15 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, davon noch elf Millionen aus dem Fluthilfefonds. Ob diese Summe aber ausreicht, l\u00e4sst sich erst absch\u00e4tzen, wenn die Unterlagen auf dem Tisch liegen. Nach den Vorplanungen aus dem Jahre 2005 m\u00fcsste der Wiederaufbau damit zu bestreiten sein, sagen Insider. Aber Bauvorhaben entwickeln gelegentlich eine eigene Dynamik, wie sich auch beim ersten Bauabschnitt auf der Strecke von Freital nach Dipps zeigte. Der Wiederaufbau kostete am Ende rund 22,5Millionen Euro \u2013 und damit drei Millionen mehr als geplant. Wer wie daf\u00fcr aufkommt, ist nach wie vor offen.<\/p>\n<p>Umso genauer werden die Geldgeber hinschauen, wenn es um den zweiten Abschnitt geht. Es ist die alles entscheidende Frage, die Schlemper so formuliert: \u201eWenn das Preisschild bekannt ist, sagt dann das Wirtschaftsministerium noch, es wird gebaut oder die Bahn f\u00e4hrt nur bis Dipps?\u201c. Momentan glaubt zwar kaum einer, dass der Weiterbau bis Kipsdorf vielleicht noch aus Kostengr\u00fcnden gestrichen werden k\u00f6nnte. Denn Politiker sind auch gew\u00e4hlt worden f\u00fcr das Versprechen, dass die Bahn wieder f\u00e4hrt \u2013 so wie es der Wunsch vieler Bahn-Fans und Menschen aus der Region ist.<\/p>\n<p><strong>Nicht zu Lasten vom Nahverkehr<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sie aber wieder bis ins Gebirge rollt, wird sie nach jetzigen Erkenntnissen allerdings nicht allzu oft zu sehen und zu h\u00f6ren sein. Wie Schlemper sagt, verhandelt der VVO zurzeit mit dem Bahnbetreiber, der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG), \u00fcber das Angebot. Demnach k\u00f6nnte die Bimmelbahn nur noch an acht Tagen im Jahr bis Kipsdorf fahren \u2013 aus finanziellen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den t\u00e4glichen Verkehr auf der Strecke der Wei\u00dferitztalbahn bis Kipsdorf sind zus\u00e4tzlich 1,3 Millionen Euro pro Jahr n\u00f6tig. Die Chancen, dass der Freistaat diese Mittel extra noch zur Verf\u00fcgung stellt, sind schlecht. \u201eDahinter steht ein Riesenfragezeichen\u201c, sagt Schlemper vor dem Hintergrund, dass es schon zu Jahresbeginn K\u00fcrzungen vom Freistaat gab und die Einsparpotenziale beim VVO aufgebraucht sind.<\/p>\n<p>95Prozent des Jahresbudgets vom VVO von rund 100 Millionen Euro werden f\u00fcr den regul\u00e4ren \u00f6ffentlichen Zugverkehr ben\u00f6tigt. \u201eWenn wir die zus\u00e4tzlichen Mittel, die wir f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn bis Kipsdorf brauchen, selbst schultern m\u00fcssten, hie\u00dfe das, im regul\u00e4ren Nahverkehr Abstriche zu machen\u201c, erkl\u00e4rt Schlemper das Problem. Und das k\u00f6nne nicht der Fall sein f\u00fcr eine Bahn, die vor allem f\u00fcr Touristen f\u00e4hrt.<br \/>\nArtikel-URL: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2913097\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2913097<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Der Preis darf nicht zu hoch werden<\/h1>\n<p>Mandy Schaks \u00fcber den Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn<\/p>\n<p>Es ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, aber es zeichnet sich ab: Die flutzerst\u00f6rte Wei\u00dferitztalbahn wiederaufzubauen, war ein schweres St\u00fcck. Der zweite Abschnitt von Dippoldiswalde bis Kipsdorf steht ja immer noch aus. Aber das vielleicht schwerere St\u00fcck kommt erst noch \u2013 die Bahn auch fahren zu lassen. Und zwar so, dass sich den Fahrplan noch jeder halbwegs Interessierte merken kann. Sonst muss sich keiner wundern, wenn es mit dem Einsteigen und Mitfahren nicht klappt. Und die Bimmel muss auch so fahren, dass bei aller Sympathie f\u00fcr die alte, schnaufende Dame die Kosten noch in einem anst\u00e4ndigen Verh\u00e4ltnis zum Nutzen stehen.<\/p>\n<p>Das ist momentan leider nicht zu erkennen. Wenn es so kommen sollte, wie zurzeit diskutiert wird, steht das Verh\u00e4ltnis auf dem Kopf. Es w\u00e4re nicht angemessen, 15Millionen Euro, vielleicht sogar mehr an Steuergeldern f\u00fcr den Wiederaufbau auszugeben und dann die Z\u00fcge nur achtmal im Jahr fahren zu lassen. Das kann niemand wollen \u2013 kein Bahn-Fan und erst recht kein Steuerzahler.<\/p>\n<div id=\"linkangabe\">Artikel-URL: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2913098\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2913098<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: sz-online\/S\u00e4chsische Zeitung Dienstag, 15. November 2011 Von Mandy Schaks Geld f\u00fcr den Wiederaufbau des zweiten Abschnittes ist da. 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