{"id":1800,"date":"2012-02-01T10:02:21","date_gmt":"2012-02-01T09:02:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1800"},"modified":"2012-02-01T15:03:47","modified_gmt":"2012-02-01T14:03:47","slug":"weiseritztalbahn-rollt-2014-bis-kipsdorf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=1800","title":{"rendered":"Wei\u00dferitztalbahn rollt 2014 bis Kipsdorf"},"content":{"rendered":"<p>Von Matthias Weigel und Ines Mallek-Klein<\/p>\n<p>Sachsen gibt vier Millionen Euro f\u00fcr den Weiterbau. Dabei fehlt ein Konzept f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Fahrten noch.<\/p>\n<p>Die Wei\u00dferitztalbahn wird weiter gebaut. Die Landesregierung hat gestern einen entsprechenden Beschluss gefasst. Bereits 2014 k\u00f6nnten die ersten Bahnen \u00fcber das neue Gleis von Dipps nach Kipsdorf rollen, sagte Verkehrsminister Sven Morlok (FDP). 15,2 Millionen Euro sind f\u00fcr den Wiederaufbau der Bahnstrecke veranschlagt, die beim Augusthochwasser 2002 zerst\u00f6rt wurde. Vier Millionen davon stehen im s\u00e4chsischen Landeshaushalt seit 2011 bereit.<\/p>\n<p>Die verbliebenen rund elf Millionen Euro kommen aus der Fluthilfe. \u201eNach einem langen Weg mit scheinbar un\u00fcberwindbaren H\u00fcrden ist der Beschluss wie ein Geschenk f\u00fcr alle, die die Hoffnung auf den Zielbahnhof Kipsdorf nie aufgegeben haben\u201c, kommentiert die Landtagsabgeordnete Andrea Dombois (CDU).<\/p>\n<p>Allerdings ist nicht viel mehr gekl\u00e4rt als Finanzierung und politischer Wille. Ein Betreiberkonzept gibt es f\u00fcr die Strecke noch nicht. Es sei ja noch Zeit, bis die ersten Z\u00fcge rollen, sagt der Minister. Der Betreiber, die S\u00e4chsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), mit der jetzt ein Vertrag f\u00fcr die Planung und den Bau geschlossen werden soll, hat immerhin schon einmal durchgerechnet. Sie h\u00e4lt Fahrten an vier Wochenenden im Jahr f\u00fcr finanzierbar, mehr nicht. Es sei denn, das Land erh\u00f6ht seinen Zuschuss deutlich. Er liegt bei derzeit 2,3 Millionen f\u00fcr den Betrieb der 2008 wiederaufgebauten Strecke von Freital nach Dippoldiswalde als Nahverkehrsstrecke. Bis Kipsdorf k\u00e4men aber noch einmal 11,3 Kilometer dazu. Acht Fahrtage im Jahr, \u201edas ist nicht akzeptabel, und das ist auch nicht das, was die Region erwartet\u201c, sagt Morlok.<\/p>\n<p>Museums\u00e4hnlicher Betrieb<\/p>\n<p>SDG-Chef Roland Richter begr\u00fc\u00dft die sichergestellte Finanzierung, ist aber \u00fcberrascht von den kritischen T\u00f6nen zum \u2013 l\u00e4ngst angek\u00fcndigten \u2013 \u201emuseums\u00e4hnlichen\u201c Betrieb mit Eventcharakter. Immerhin ist es Morloks Ministerium, das im Nahverkehr Gelder k\u00fcrzt. Richter sieht unter diesen Vorzeichen und ob der Fahrgastprognosen f\u00fcr dauerhaften Linienverkehr der Bimmel bis Kipsdorf wenig Potenzial. \u201eWir k\u00f6nnen und wollen ja keine leeren Z\u00fcge fahren lassen\u201c, sagt er. Au\u00dferdem w\u00e4ren n\u00f6tige Investitionen in zus\u00e4tzliche Loks und Wagen kaum umzusetzen.<\/p>\n<p>Wenn der Minister aber realisierbare Vorschl\u00e4ge zum wirtschaftlichen Betrieb der Strecke habe, so sei die SDG nat\u00fcrlich daf\u00fcr offen, sagt Richter. Vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hie\u00df es, dass derzeit tats\u00e4chlich nur ein touristisches Fahrplankonzept im Entwurf existiere. Mit der SDG liefen die Gespr\u00e4che zum Fahrplan aber weiter.<\/p>\n<p>Bei der IG Wei\u00dferitztalbahn geht man aus den Erfahrungen der Vergangenheit skeptisch mit Verlautbarungen der Politik um. Schlie\u00dflich gab es schon offizielle Spatenstiche im ersten Abschnitt, ohne dass sich in Folgejahren auch nur ein Bagger drehte. So ist auch jetzt wieder viel Zeit verstrichen. \u201eWir freuen uns, wenn es z\u00fcgig losgeht und hoffen, dass nicht erst im Dezember 2014 die Bauarbeiten enden\u201c, sagt IG-Chef Ralf Kempe. Die Region, die vom Tourismus lebt, warte schlie\u00dflich sehns\u00fcchtig auf die Bahn und die G\u00e4ste.<\/p>\n<p>SDG-Chef Richter d\u00e4mpft aber die Erwartungen auf einen raschen Beginn. \u201eEs gibt Fristen f\u00fcr die Umsetzung. Deren Einhaltung ist schon allein ob der Verwendung von Steuergeldern strengstens geboten\u201c, sagt er . Kritisch sieht Kempe auch die Museumsbahn. Bei den K\u00fcrzungen sei noch ein Museum mehr kaum finanzierbar. Tourismus sei aber auch eine Art Nahverkehr, deswegen geh\u00f6re da die Bimmel hin. Morlok m\u00fcsse nur dem VVO nicht st\u00e4ndig etwas wegk\u00fcrzen, dann funktioniere es auch. \u201e\u00dcber die Zahl der Z\u00fcge kann man sicher diskutieren\u201c, sagt Kempe.<\/p>\n<p>Weniger, daf\u00fcr aber komplett<\/p>\n<p>Landrat Michael Geisler (CDU) hat die frohe Kunde aus Dresden positiv aufgenommen. \u201eDas versteht sich vor dem zehnten Jahrestag der Flut ja fast von selbst\u201c, sagte er. Geisler freute sich, dass nach so langer Zeit den Worten endlich Taten folgen sollen. \u201eIch bin dankbar, dass man sich von all den Bedenken gel\u00f6st hat.\u201c Jetzt k\u00f6nne alles gut werden. Der Teufel stecke allerdings im Detail \u2013 weswegen Geisler auch einen Spatenstich ablehnt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Betrieb h\u00e4lt Geisler an seinen Aussagen fest, wonach ein Museumsbahnbetrieb f\u00fcr ihn nicht zielf\u00fchrend sei. Da zus\u00e4tzliche Gelder f\u00fcr den Nahverkehr kaum zu erhoffen sind, schl\u00e4gt er stattdessen vor, mit dem jetzigen Budget den Betrieb f\u00fcr die Gesamtstrecke zu realisieren. Daf\u00fcr sollten zwischen Freital und Dipps unrentable Fahrten und solche au\u00dferhalb der Saison gestrichen werden. Wie und ob das \u2013 auch ohne gr\u00f6\u00dfere Preiserh\u00f6hungen \u2013 im Einzelnen umzusetzen ist, m\u00fcssten jetzt die Fachleute bei SDG und VVO aust\u00fcfteln.<\/p>\n<p>Quelle-S\u00e4chsische Zeitung: Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2976699<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Weigel und Ines Mallek-Klein Sachsen gibt vier Millionen Euro f\u00fcr den Weiterbau. Dabei fehlt ein Konzept f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Fahrten noch. Die Wei\u00dferitztalbahn wird weiter gebaut. Die Landesregierung hat gestern einen entsprechenden Beschluss gefasst. 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