{"id":2932,"date":"2013-06-07T19:44:14","date_gmt":"2013-06-07T18:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=2932"},"modified":"2013-06-07T19:44:14","modified_gmt":"2013-06-07T18:44:14","slug":"weiseritztalbahn-erneut-flutopfer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=2932","title":{"rendered":"Wei\u00dferitztalbahn erneut Flutopfer"},"content":{"rendered":"<h2>Gleise sind zum Teil untersp\u00fclt. Eine Reparatur ist derzeit offen. Doch die Bahn f\u00e4hrt \u2013 verk\u00fcrzt, und nur am Wochenende.<\/h2>\n<div>\n<p>06.06.2013 Von Matthias Weigel<\/p>\n<\/div>\n<figure>\n<div style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/schaeden-an-der-strecke-der-weisseritztalbahn-in-spechtritz-1185877.jpg\" width=\"400\" height=\"211\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Sch\u00e4den an der Strecke der Wei\u00dferitztalbahn: In Spechtritz ist auf etwa 200 Metern der Bahndamm ausgesp\u00fclt. Links im Foto tost die Wei\u00dferitz. In der Talsperre wird ordentlich Wasser abgelassen. Foto: Frank Baldauf<\/p><\/div>\n<\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis die Wei\u00dferitztalbahn nach dem aktuellen Hochwasser wieder zwischen Freital und Dippoldiswalde schnaufen kann, werden wohl ein paar Wochen ins Land gehen. Wie der Leiter Infrastruktur der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) Mirko Fro\u00df auf Anfrage erkl\u00e4rt, ist die Strecke besch\u00e4digt. Das betrifft im Wesentlichen den Kilometer 5,9 bis 6,1 zwischen Rabenau und Spechtritz. Auf \u00fcber 200 Metern ist hier das Gleisbett ausgesp\u00fclt. Die H\u00e4lfte des Schotters und des Unterbaus ist weg. Muss jetzt also wieder aufwendig gebaut werden?<\/p>\n<p>Fro\u00df verneint. \u201eDie Reparatur ist durchaus nicht ohne, aber wir reden hier nicht \u00fcber einen grunds\u00e4tzlichen Neubau\u201c, sagt er. Noch k\u00f6nne und wolle man nichts Genaueres \u00fcber Umfang und Dauer sagen. Wer f\u00fcr die Sch\u00e4den aufkommt, werde derzeit ebenfalls noch gekl\u00e4rt, hie\u00df es. Auf alle F\u00e4lle soll es kommende Woche schon Aufr\u00e4umarbeiten geben. Im Abschnitt zwischen Freital-Hainsberg und Rabenau sind die Sch\u00e4den eher gering. Dort gibt es an den Br\u00fccken kleinere Aussp\u00fclungen.<\/p>\n<p>Ob die Br\u00fccken standsicher sind, werde heute noch ermittelt, so Fro\u00df. Die Begutachtungen k\u00f6nnten erst mit einem weiter abgesunkenen Pegel ausgef\u00fchrt werden. \u201eNach den ersten Sichtpr\u00fcfungen sind wir zuversichtlich. Das sah nicht so schlecht aus\u201c, sagt Fro\u00df. Er rechnet nicht mit b\u00f6sen \u00dcberraschungen. Au\u00dferdem war die SDG bereits mit einer leichten Diesellok auf dem befahrbaren Teilst\u00fcck unterwegs \u2013 dieser erste Test verlief schon mal positiv.<\/p>\n<p>Der Zugverkehr war mit dem 3. Juni eingestellt worden. Seit Mittwoch f\u00e4hrt ein Schienenersatzverkehr die Haltepunkte bzw. Orte entlang der Strecke an. Werden die Busse aber f\u00fcr Evakuierungsma\u00dfnahmen abgezogen, fallen die Fahrten ersatzlos aus. F\u00fcrs Wochenende hat die SDG gestern Sonderfahrten der Bimmel angek\u00fcndigt. Zwischen Freital und Rabenau fahren jeweils sechs Zugpaare je Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sch\u00e4den trotz Flutschutz?<\/h2>\n<p>In Sachen Hochwasser bleiben dennoch Fragen. Denn der Wiederaufbau der Strecke hatte immer unter der Ma\u00dfgabe stattgefunden, dass die Bahn dann vor einem 200-j\u00e4hrigen Hochwasser gesch\u00fctzt ist. Nicht zuletzt deswegen waren am Ende auch Mehrkosten ins Feld gef\u00fchrt worden. So kostete der erste Abschnitt knapp 22,5Millionen Euro, 3,5 Millionen mehr als einst vorgesehen. Wie lassen sich da die neuerlichen Sch\u00e4den erkl\u00e4ren? \u201eWenn wir die Strecke nicht so sicher wieder aufgebaut h\u00e4tten, w\u00fcrden wir jetzt \u00fcber ganz andere Sch\u00e4den reden\u201c, sagt Fro\u00df. Und man m\u00fcsse auch 200 Meter Schaden auf einer insgesamt 15 Kilometer langen Strecke im Verh\u00e4ltnis sehen. Im \u00dcbrigen, so Fro\u00df, sei die Situation bis zum \u00dcberlaufen der Malter am Montag v\u00f6llig unproblematisch gewesen. Die technische Ausf\u00fchrung des ersten Bauabschnittes h\u00e4tten sich bei dem Hochwasser bew\u00e4hrt. \u201eIn Einzelnen kann man sicher nachbessern. Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: Im Nachhinein ist man immer schlauer\u201c, sagt der Infrastrukturchef.<\/p>\n<p>Ma\u00dfstab soll der Spruch bei der SDG allerdings nicht sein. Deswegen habe sich Fro\u00df w\u00e4hrend des Hochwassers auch den Abschnitt bis Kipsdorf angesehen. Der Wiederaufbau dort ist derzeit in der Planungsphase. \u201eNach Einsch\u00e4tzung der Situation werden die L\u00f6sungen und Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt auch hier oben funktionieren\u201c, sagt Fro\u00df. Details w\u00fcrden bei der Planung noch ber\u00fccksichtigt. Alles habe nat\u00fcrlich seine Grenzen im Verh\u00e4ltnis von Kosten und Nutzen. Auf alle Extreme vorbereitet sein k\u00f6nne man nicht.<\/p>\n<p>Die Wei\u00dferitztalbahn war 2002 vom Hochwasser stark zerst\u00f6rt worden. Es dauerte bis 2008, ehe der erste Bauabschnitt wieder in Betrieb ging. Wegen der alten Flutsch\u00e4den geht es derzeit aber nur bis Dippoldiswalde. Erst ab 2014\/15 soll die 26 Kilometer lange Gesamtstrecke bis Kipsdorf wieder aufgebaut sein. Der Freistaat stellt daf\u00fcr rund 15 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. In diesem Jahr feiert die 1883 er\u00f6ffnete Strecke 130-j\u00e4hriges Bestehen.<\/p>\n<footer>Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/weisseritztalbahn-erneut-flutopfer-2589631.html<\/footer>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleise sind zum Teil untersp\u00fclt. Eine Reparatur ist derzeit offen. Doch die Bahn f\u00e4hrt \u2013 verk\u00fcrzt, und nur am Wochenende. 06.06.2013 Von Matthias Weigel &nbsp; Bis die Wei\u00dferitztalbahn nach dem aktuellen Hochwasser wieder zwischen Freital und Dippoldiswalde schnaufen kann, werden wohl ein paar Wochen ins Land gehen. Wie der Leiter Infrastruktur der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2932"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2932"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2937,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2932\/revisions\/2937"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}