{"id":3193,"date":"2013-09-03T09:10:57","date_gmt":"2013-09-03T08:10:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=3193"},"modified":"2013-09-03T10:59:36","modified_gmt":"2013-09-03T09:59:36","slug":"oldtimer-auf-schmaler-spur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=3193","title":{"rendered":"Oldtimer auf schmaler Spur"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\"oldtimer-auf-schmaler-spur-2654464.html?kId=2654464&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div><\/div>\n<\/form>\n<div>\n<div>\n<div><img loading=\"lazy\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\">\n<header>\n<hgroup>\n<h4>Die Bimmel ist wie eine Seele in unserer Region; sie muss weiter pfeifen, l\u00e4uten und schnaufen \u2013 auch im 14. Jahrzehnt.<\/h4>\n<\/hgroup>\n<div>\n<p>02.09.2013 Von Dietrich Noack<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure><img title=\"Oldtimer auf schmaler Spur\" alt=\"auf schmaler Spur\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/die-weisseritztalbahn-im-rabenauer-grund-seit-130-jahren-1219967.jpg\" \/><figcaption>Die Wei\u00dferitztalbahn im Rabenauer Grund \u2013 seit 130 Jahren dampft sie auf der Strecke, die eigentlich bis Kipsdorf geht.Wegen der Flutsch\u00e4den ist derzeit in Dippoldiswalde Schluss.<\/figcaption><\/figure>\n<figure><figcaption>Foto: Frank Baldauf<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 3. September 1883 war der erste Personenzug nach Kipsdorf gefahren; am 1. November folgte der erste G\u00fcterzug. Gro\u00df gefeiert wurde damals nicht; das hatte man bereits ausf\u00fchrlich getan, als die Strecke bis nach Schmiedeberg am 30. Oktober 1882 er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>In Sachsen, im deutschen Bahnland Nummer eins des 19. Jahrhunderts, spielte der Bau von Schmalspurbahnen eine bedeutende Rolle. Unmittelbar nach der Herausgabe der \u201eBahnordnung f\u00fcr Eisenbahnen untergeordneter Bedeutung\u201c von 1878 durch das Kaiserreich entstand im K\u00f6nigreich Sachsen sehr schnell ein Schmalspurbahnnetz von \u00fcber 500 Kilometern L\u00e4nge. Unsere Bahn war nach der kurzen Strecke der ersten Schmalspurbahn von Wilkau nach Kirchberg die zweite der insgesamt 30 Schmalspurbahnen Sachsens. Die Wei\u00dferitztalbahn ist mit ihrer Gesamtl\u00e4nge von 26 Kilometern, 40 Br\u00fccken, engen Bogenradien, beachtlichen Steigungen, dem attraktiven Streckenabschnitt durch den Rabenauer Grund und als nunmehr Deutschlands dienst\u00e4lteste Schmalspurbahn im \u00f6ffentlichen Personenverkehr, das \u201eFlaggschiff\u201c s\u00e4chsischer Schmalspur.<\/p>\n<p>Die Geschichte widerspiegelt aber auch sehr eindrucksvoll, dass der urspr\u00fcngliche Glaube, mit den kleinen Bahnen billiger wegzukommen, ein Irrtum war. Viele wurden bereits vor dem Ersten Weltkrieg unrentabel, mussten wieder eingestellt oder eingeschr\u00e4nkt werden. Im Wei\u00dferitztal wurde der G\u00fcterverkehr, trotz noch vorhandenem Bedarf, dann 1994 abgesetzt.<\/p>\n<p>Die Bahn z\u00e4hlt zu den sogenannten Flusstalbahnen, das hei\u00dft, sie schl\u00e4ngelt sich ann\u00e4hernd mit der Roten Wei\u00dferitz von Kipsdorf nach Freital ins Tal. Damit ist sie stets dem Hochwasser, dieses meistens harmlosen Gebirgsflusses, ausgeliefert. Am schlimmsten war es 1897 und 2002 mit zahlreichen Toten und verheerenden Zerst\u00f6rungen an der Strecke. Der Bau der Talsperre Malter (1907-1913), als Konsequenz aus der Katastrophe von 1897, erforderte den Bau eines v\u00f6llig neuen Streckeabschnittes \u00fcber sieben Kilometer. Ein weiteres Problem ergab sich aus dem zeitaufwendigen Umladen von der schmalspurigen Wei\u00dferitztalbahn (Spurweite 750 mm) auf das normalspurige deutsche Eisenbahnnetz (1435 mm) bei der Ankunft in Hainsberg. Also erfolgte der Einsatz von Rollwagen (1906), auf die nun die normalspurigen G\u00fcterwagen gerollt werden konnten und damit teure Umladungen erspart blieben. Aber das hatte wiederum bauliche Konsequenzen, denn die Tragf\u00e4higkeit des Bahnk\u00f6rpers musste erh\u00f6ht und beispielsweise der Tunnel im Rabenauer Grund aufgeschlitzt werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war es der boomende Fremdenverkehr, der daf\u00fcr sorgte, dass in Kipsdorf der gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Kopfbahnhof f\u00fcr Schmalspurbahnen entstand (1935). Man kann es kaum f\u00fcr m\u00f6glich halten, dass in den 1930er-Jahren die Z\u00fcge in der Wintersaison am Wochenende alle 20 Minuten bis nach Kipsdorf fuhren.<\/p>\n<p>Aber auch von spektakul\u00e4ren Unf\u00e4llen blieb die Bahn nicht verschont. So entgleiste Ende der 1980er-Jahre ausgangs des Rabenauer Bahnhofes in Richtung Kipsdorf ein mit Kohle beladener G\u00fcterzug. Die dabei in dem engen Bogen umgekippten Talbotwagen waren zwischen einer Felswand und der Roten Wei\u00dferitz derartig verkeilt, dass sie auseinandergeschwei\u00dft werden mussten. Die Einzelteile holte dann ein Hubschrauber in tagelangem Einsatz aus dem Rabenauer Grund heraus.<\/p>\n<p>Heute geh\u00f6rt die Wei\u00dferitztalbahn zu den f\u00fcnf noch im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr fahrenden Bahnen in Sachsen. Sie steht seit 1994 unter Denkmalsschutz.<\/p>\n<footer>Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/oldtimer-auf-schmaler-spur-2654464.html<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bimmel ist wie eine Seele in unserer Region; sie muss weiter pfeifen, l\u00e4uten und schnaufen \u2013 auch im 14. Jahrzehnt. 02.09.2013 Von Dietrich Noack Die Wei\u00dferitztalbahn im Rabenauer Grund \u2013 seit 130 Jahren dampft sie auf der Strecke, die eigentlich bis Kipsdorf geht.Wegen der Flutsch\u00e4den ist derzeit in Dippoldiswalde Schluss. Foto: Frank Baldauf Am [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[17,18,1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3193"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3193"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3193\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3223,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3193\/revisions\/3223"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}