{"id":3567,"date":"2014-04-22T12:51:04","date_gmt":"2014-04-22T11:51:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=3567"},"modified":"2014-04-28T12:56:32","modified_gmt":"2014-04-28T11:56:32","slug":"der-osterhase-auf-bahntour","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=3567","title":{"rendered":"Der Osterhase auf Bahntour"},"content":{"rendered":"<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div style=\"text-align: center; margin: 20px;\"><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h2><\/h2>\n<h2>Ines Heinrich arbeitet im B\u00fcro der Eisenbahngesellschaft. Zu Ostern wechselte sie ihre Dienstuniform.<\/h2>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">21.04.2014 Von Maik Br\u00fcckner<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"Der Osterhase auf Bahntour\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/ines-heinrich-begleitete-als-osterhase-den-oster-sonderzug-1307293.jpg\" alt=\"hase auf Bahntour\" \/><figcaption>Ines Heinrich begleitete als Osterhase den Oster-Sonderzug der Wei\u00dferitztalbahn. Am Bahnhof Malter stiegen viele Familien mit Kindern aus, um Ostereier zu suchen. <\/figcaption><\/figure>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><figcaption>Foto: Frank Baldauf<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\"><\/p>\n<\/figure>\n<p>Ein Gewusel am Bahnsteig im beschaulichen Malter. Der Osterhase steigt aus dem Zug. Vor ihm, neben und hinter ihm dr\u00e4ngeln sich viele Kinder. Alle wollen mit dem Osterhasen aufs Bild. Die Kleinen sind aufgeregt. Ines Heinrich hingegen bleibt gelassen. Die hochgewachsene 41-J\u00e4hrige steht im Osterhasenkost\u00fcm und l\u00e4chelt. Sie hat die Ruhe weg. Normalerweise arbeitet die gelernte Schaffnerin in der Verwaltung der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahn-Gesellschaft, zu der die Wei\u00dferitztalbahn geh\u00f6rt. Dort k\u00fcmmert sie sich um die Reparaturen von Gleisen. Steht Ostern vor der T\u00fcr, holt sie ihr Kost\u00fcm hervor, schminkt sich und setzt sich als Maxi M\u00f6hre in den Osterhasenexpress der Wei\u00dferitztalbahn. Heute bereits zum f\u00fcnften Mal.<\/p>\n<p>Nachdem die 300 gro\u00dfen und kleinen Osterausfl\u00fcgler den Zug verlassen haben, f\u00fchrt Ines Heinrich sie zum Strandbad Malte. Drei Minuten sp\u00e4ter stehen alle auf der Wiese. Dicht umringt gibt die 41-J\u00e4hrige aus dem Triebischtal den Startschuss zum Osternestsuchen. Sofort schw\u00e4rmen die Kinder aus, suchen hinter B\u00e4umen und Hecken nach den Beutelchen, in die die Bahngesellschaft Schokolade, Gummib\u00e4rchen und Stempel packen lie\u00df. Die Eltern stehen etwas abseits und schauen zufrieden zu. Maxi M\u00f6hre hat eine kurze Verschnaufpause. Doch die dauert nicht lange. Schon kommen die ersten Kinder wieder auf sie zu. Auch Lea-Jolie ist mutig. Die Zweij\u00e4hrige tritt vorsichtig f\u00fcr ein Foto an Ines Heinrich heran. Mama Maria Laudon z\u00fcckt ihr Smartphone und dr\u00fcckt ab.<\/p>\n<p>Ines Heinrich geht zu ihren Kolleginnen Sandy Wels und Christina Stumpe. Die haben heute fr\u00fch ein kleines Zelt, Tische und B\u00e4nke aufgebaut und laden die Kinder zum Basteln, Malen und zum Quiz ein. \u201eWer die beiden Fragen richtig beantwortet, kann eine Familienkarte f\u00fcrs Verkehrsmuseum gewinnen\u201c, sagt Sandy Wels. Doch die meisten wollen lieber malen oder einen kleinen Korb aus Papier basteln. \u201eWir haben Gl\u00fcck mit dem Wetter\u201c, sagt Ines Heinrich. Zwar lacht die Sonne nicht durchweg. Doch es bleibt trocken. \u201eIm letzten Jahr lag noch Schnee\u201c, erinnert sie sich. Das war nicht gerade sehr einladend. Heute aber passt alles. Schon am Bahnhof in Freital-Hainsberg ist diese ausgelassene Stimmung zu sp\u00fcren gewesen.<\/p>\n<p>Kurz nach 10 Uhr sind alle reservierten Pl\u00e4tze besetzt. Im letzten Waggon hat es sich Familie Rolle aus Burgst\u00e4dt bei Chemnitz gem\u00fctlich gemacht. Sie will ihre Oma in Malter besuchen. Na ja nicht ganz, denn Oma Jenny Lenk sitzt daneben. \u201eMit der Wei\u00dferitztalbahn fahren wir sehr oft, mit dem Osterhasenexpress sind wir aber noch nie mitgefahren\u201c, sagt die 54-J\u00e4hrige. Das habe sich noch nicht ergeben. Das musste nachgeholt werden. Denn die Rolles, aber auch die Gro\u00dfeltern sind echte Eisenbahnfans, sie engagieren sich im Lohmener Feldbahnverein. Als die Frau im Kost\u00fcm zusteigt, schaut Jana Rolles Sohn Adrian etwas \u00fcberrascht auf. Sch\u00fcchtern pirscht er sich heran und bekommt von Ines Heinrich ein St\u00fcck Schokolade.<\/p>\n<p>Seine Schwester Lena steht noch bisschen abseits, gesellt sich etwas sp\u00e4ter auch dazu. Jana Rolle holt den Fotoapparat raus und dr\u00fcckt ab. \u201eKleine Kinder haben meist keine Angst, wenn ich im Hasenkost\u00fcm vor ihnen stehe\u201c, sagt Frau Heinrich. Auch die Gro\u00dfen haben keine Scheu. Nur bei den Drei- bis Vierj\u00e4hrigen kann das etwas anders sein. Die sind froh, dass die Eltern in der N\u00e4he sind. Die kleine Elisa aus H\u00e4nichen macht da eine Ausnahme. Sie winkt dem Osterhasen zu, als sie ihn im Nachbarwagen sieht. \u201eIch habe heute Geburtstag, ich bin drei Jahre alt geworden\u201c, verr\u00e4t sie. Ein Grund mehr f\u00fcr Ines Heinrich, beim n\u00e4chsten Stopp den Waggon zu wechseln. Elisa sitzt erwartungsfroh auf der Bank. \u201eHallo Osterhase\u201c, sagt sie mit einem einnehmenden L\u00e4cheln. Auf dem Kopf tr\u00e4gt sie eine M\u00fctze, die auch dem Osterhasen gef\u00e4llt. \u201eSieht aus wie eine Erdbeere, stimmt\u2018s?\u201c, sagt die Kleine. Und der Osterhase nickt. Elisas Omas und Opas sitzen in den Nachbarb\u00e4nken und verfolgen das Geschehen. Auch ihre Mutter, Claudia Richter, l\u00e4chelt und ist stolz auf ihr aufgewecktes T\u00f6chterchen.<\/p>\n<p>Ines Heinrich ist zur n\u00e4chsten Familie weitergegangen. Auch hier freuen sich die Kinder \u00fcber den Besuch. Der f\u00fcnfj\u00e4hrige Jannick steht pl\u00f6tzlich auf und umarmt den Osterhasen. Seine Eltern und Gro\u00dfeltern staunen, Ines Heinrich auch. \u201eNa, der hat seinen ganzen Mut zusammengenommen\u201c, sagt sie sp\u00e4ter beim Stopp in Seifersdorf. Zwei Minuten sp\u00e4ter f\u00e4hrt der Zug aus Dipps ein. Auch dort steigt ein Osterhase aus. Ines Heinrich l\u00e4uft auf ihn zu, begr\u00fc\u00dft ihn. Einige sind schnell und fotografieren das Osterhasentreffen. \u201eDas ist meine Nachbarin Janett Reuter\u201c, sagt Ines Heinrich sp\u00e4ter. \u201eVor ein paar Jahren habe ich sie gefragt, ob sie aushelfen kann.\u201c Konnte sie. Seither sind beide Frauen als Osterhasen unterwegs. \u201eDie Arbeit mit Kindern macht mir Freude\u201c, sagt Ines Heinrich. Deshalb hat sie auch kein Problem, am Feiertag zu arbeiten. \u201eF\u00fcr eine Eisenbahnerin ist das kein Thema\u201c, sagt sie.<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/der-osterhase-auf-bahntour-2822651.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ines Heinrich arbeitet im B\u00fcro der Eisenbahngesellschaft. 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