{"id":4572,"date":"2016-02-06T12:18:19","date_gmt":"2016-02-06T11:18:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=4572"},"modified":"2016-02-06T12:19:40","modified_gmt":"2016-02-06T11:19:40","slug":"wie-weit-reicht-die-kohle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=4572","title":{"rendered":"Wie weit reicht die Kohle?"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/wie-weit-reicht-die-kohle-3316182.html?kId=3316182&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h4>Das fehlende St\u00fcck der Wei\u00dferitztalbahn soll jetzt gebaut werden. Doch f\u00fcr Fahrten mangelt es an Geld.<\/h4>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">04.02.2016 Von Matthias Weigel<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"Wie weit reichtdie Kohle?\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/die-weisseritztalbahn-passiert-zwischen-freital-und-1657640.jpg\" alt=\"reichtdie Kohle?\" \/><figcaption>Die Wei\u00dferitztalbahn passiert zwischen Freital und Dippoldiswalde die Br\u00fccke an der Talsperre Malter. Noch tut sie das sechs Mal am Tag in jeder Richtung. Foto: dpa<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 dpa<\/p>\n<\/figure>\n<p>Noch steht verfallen an der Bundesstra\u00dfe 170 \u2013 der Lokschuppen in Kipsdorf. Doch bereits Ende Februar sollen hier die Bauarbeiter anr\u00fccken und mit der Sanierung beginnen. Es wird der Auftakt sein f\u00fcr eine der gr\u00f6\u00dften \u00f6ffentlichen Bauma\u00dfnahmen, die es aktuell in der Region gibt: der Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf. \u201eWenn nichts dazwischenkommt, starten die Firmen dann auch sp\u00e4testens Ende M\u00e4rz mit den Arbeiten an der Strecke\u201c, sagte Mirko Fro\u00df am Donnerstag. Fro\u00df ist Betriebsleiter bei der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG, die die Strecke betreibt.<\/p>\n<p>Mit Planung und Nebenkosten stehen f\u00fcr den Abschnitt insgesamt 17,9 Millionen Euro im Budget. Das Geld stammt aus einem Fonds zur Beseitigung der Hochwassersch\u00e4den aus 2002. Damals war die Strecke stark besch\u00e4digt oder stellenweise zerst\u00f6rt worden. Nachdem der Freistaat den Wiederaufbau beschlossen hatte, konnte die 15 Kilometer lange Strecke ab Hainsberg schlie\u00dflich 2007\/2008 f\u00fcr rund 21 Millionen Euro wiederaufgebaut werden. Seither rollen hier die Z\u00fcge. F\u00fcr die restlichen 11 Kilometer hatte es aber jahrelang weitere Verz\u00f6gerungen gegeben. Vor allem B\u00fcrokratie und Finanzierungsfragen l\u00e4hmten. 2014 schlie\u00dflich konnte ein Teil des Br\u00fcckenbaus abgehakt werden, um sp\u00e4ter Zeit zu sparen. Das betraf unter anderem die Br\u00fccken an der B\u00a0171 Naundorf, der Schenkgasse Schmiedeberg und die am Bahnhof Schmiedeberg. Eine Million Euro flossen insgesamt daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Ende 2015 schrieb die SDG dann den Wiederaufbau europaweit aus. Daf\u00fcr wurden zwei Lose gebildet: die Strecke an sich und der Lokschuppen in Kipsdorf. \u201eWir wollten auch kleineren Firmen eine Chance geben, sich zu beteiligen\u201c, sagt Fro\u00df. So bekam die Dresdner Firma Sersa GmbH den Zuschlag f\u00fcr die denkmalgerechte Sanierung des Geb\u00e4udes. Das Haus soll als Unterstand f\u00fcr museale Fahrzeuge dienen \u2013 zum Beispiel f\u00fcr Loks, die derzeit in Hainsberg noch im Freien Wind und Wetter ausgesetzt sind. Eine weitere Nutzung des Hauses ist vorerst nicht geplant, w\u00e4re aber zumindest denkbar. Das Innere geh\u00f6rt nicht zum Sanierungsprogramm.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Strecke pr\u00fcft die SDG derzeit die vorgelegten Angebote. \u201eEs sind drei Bietergemeinschaften, zu denen sich Firmen wegen des gro\u00dfen Volumens zusammengetan haben\u201c, sagt Fro\u00df. Die Vergabe soll in den n\u00e4chsten drei bis vier Wochen passieren. \u201eWenn dann nichts dazwischenkommt, geht es los\u201c, sagt Fro\u00df. Lediglich die Signal- und Streckentechnik samt Bahn\u00fcberg\u00e4ngen wird erst sp\u00e4ter an ein extra Unternehmen vergeben.<\/p>\n<p>Dass sich insgesamt nur f\u00fcnf Bieter an den Ausschreibungen beteiligten, ist laut Fro\u00df kein Manko. Auch 2007 sei das in dem Rahmen gewesen. Zudem ist die Auslastung der Firmen derzeit gut, ein solcher Spezialauftrag nicht jedermanns Sache.<\/p>\n<h2>K\u00fcrzungen auch im L\u00f6\u00dfnitzgrund<\/h2>\n<p>Denn die Sch\u00e4den an der Strecke sind teilweise betr\u00e4chtlich. Weggesp\u00fclte D\u00e4mme, freih\u00e4ngende Schienen, verschlammte oder verwucherte Schwellen, fehlende St\u00fctzw\u00e4nde, weitere defekte Br\u00fccken. Ein enormer Arbeitsumfang. Auch auf noch recht intakten Abschnitten m\u00fcssen Anlagen und Gleise \u00fcberholt, gereinigt und bei Bedarf erneuert werden.<\/p>\n<p>\u00dcber eine m\u00f6gliche Fertigstellung will Fro\u00df daher auch nicht spekulieren. Sollten Wetter und Bauverlauf mitspielen, k\u00f6nnte es zum Jahresende so weit sein. Geplant ist ebenfalls, die regul\u00e4re Betriebspause im Herbst zu nutzen. W\u00e4hrend dieser j\u00e4hrlichen Instandhaltung soll auch die technische Einbindung der neuen Strecke in Dippoldiswalde erfolgen.<\/p>\n<p>Ob aber \u00fcberhaupt einmal Z\u00fcge \u2013 von Sonderfahrten einmal abgesehen \u2013 bis Kipsdorf rollen, steht weiter in den Sternen. \u201eWir sind zum Betrieb der Strecke und zu einem eventuellen Fahrplan in Gespr\u00e4chen\u201c, hei\u00dft es unisono von SDG und Verkehrsverbund. Doch die Zeit wird knapp \u2013 schlie\u00dflich m\u00fcssen irgendwann Fahrzeuge und Personal geplant, Fahrpl\u00e4ne geschrieben werden. Doch die Situation ist verfahren. Sachsen hatte bereits vor Jahren in einer Verordnung den Rahmen gesetzt; 4,2 Millionen Euro stehen demnach pro Jahr f\u00fcr Wei\u00dferitztal- und L\u00f6\u00dfnitzgrundbahn zusammen zur Verf\u00fcgung. 500\u00a0000 Euro sind dabei explizit f\u00fcr den Abschnitt Dippoldiswalde\u2013Kipsdorf vorbehalten, sobald die Strecke fertig ist. Das Geld wird von beiden Bahnen heute aber schon komplett mit verbraucht \u2013 ohne L\u00f6sung drohen also Einsparungen im derzeit gewohnten Angebot \u2013 und das sowohl im Wei\u00dferitztal als auch im L\u00f6\u00dfnitzgrund.<\/p>\n<p>Und mehr Geld von Sachsen ist kaum zu erwarten, da die daf\u00fcr verwendeten Bundesmittel k\u00fcnftig enorm zur\u00fcckgehen. Und w\u00e4hrend die Summe hier zementiert ist, m\u00fcssen anderswo wom\u00f6glich Bahn- und Buslinien eingestellt werden. \u201eEs wird sich zeigen, was wir aus 500\u00a0000 Euro im Osterzgebirge machen k\u00f6nnen\u201c, sagt Fro\u00df.<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/wie-weit-reicht-die-kohle-3316182.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das fehlende St\u00fcck der Wei\u00dferitztalbahn soll jetzt gebaut werden. 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