{"id":4837,"date":"2016-05-23T11:15:19","date_gmt":"2016-05-23T10:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=4837"},"modified":"2016-05-23T11:15:19","modified_gmt":"2016-05-23T10:15:19","slug":"es-genuegt-nicht-nur-geld-fuer-den-wiederaufbau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=4837","title":{"rendered":"\u201eEs gen\u00fcgt nicht nur Geld f\u00fcr den Wiederaufbau\u201c"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/es-genuegt-nicht-nur-geld-fuer-den-wiederaufbau-3401210.html?kId=3401210&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h2><\/h2>\n<h3>Die Wei\u00dferitztalbahn soll bald in Kipsdorf ankommen. Warum die Freude getr\u00fcbt ist, erkl\u00e4rt eine Tourismus-Expertin.<\/h3>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">22.05.2016<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"\u201eEs gen\u00fcgt nicht nur Geld f\u00fcr den Wiederaufbau\u201c\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/anke-eichler-vom-tourismusverband-erzgebirge-ist-froh-dass-1736711.jpg\" alt=\"t nicht nur Geld f\u00fcr den Wiederaufbau\u201c\" \/><figcaption>Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge ist froh, dass die Wei\u00dferitztalbahn seit 2008 wenigstens wieder bis Dippoldiswalde rollt. Auf dem unteren Abschnitt konnten inzwischen schon touristische Angebote rund um die Bahn etabliert werden. Im oberen Abschnitt ist noch viel zu tun.<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 Egbert Kamprath<\/p>\n<\/figure>\n<p>Es ist nicht zu \u00fcbersehen: Zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf wird am Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn gearbeitet. Rund 15,5\u00a0Millionen Euro sind daf\u00fcr veranschlagt. Ziel ist, bis Jahresende fertig zu werden. Ob dann aber auch Z\u00fcge auf der elf Kilometer langen Strecke rollen, ist offen. Denn es fehlt Geld, um die Wei\u00dferitztalbahn auch betreiben zu k\u00f6nnen. Die SZ sprach dazu mit Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge.<\/p>\n<p><b>Frau Eichler, haben Sie 14 Jahre nach der Flut selbst noch daran geglaubt, dass die Strecke bis Kurort Kipsdorf wiederaufgebaut wird?<\/b><\/p>\n<p>Da kam schon der eine oder andere Zweifel auf.<\/p>\n<p><b>Was erwartet die Tourismusbranche davon, wenn die Wei\u00dferitztalbahn wieder bis Kurort Kipsdorf f\u00e4hrt?<\/b><\/p>\n<p>Die Anziehungskraft einer Tourismusregion lebt von den landschaftlichen und infrastrukturellen Besonderheiten. Die Wei\u00dferitztalbahn ist die dienst\u00e4lteste Schmalspurbahn Deutschlands, also eine Besonderheit, mit der wir Eisenbahn- und Technikbegeisterte, aber auch Familien mit Kindern zus\u00e4tzlich gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Wie kann es gelingen, mit der Bahn mehr G\u00e4ste ins Osterzgebirge zu locken?<\/b><\/p>\n<p>Um die Wei\u00dferitztalbahn in ihrer historischen und touristischen Bedeutung auf dem Markt platzieren zu k\u00f6nnen, bedarf es des Zusammenspieles aller Partner: der Verkehrsinfrastruktur, Kommunen links und rechts der Bahn, der Leistungstr\u00e4ger, der Hotellerie, Gastronomie, der Vereine und Freizeiteinrichtungen der Region \u2026<\/p>\n<p>Die Bahnfahrt an sich ist ein Erlebnis! Viele G\u00e4ste verbinden eine Bahnfahrt jedoch auch mit dem Erreichen eines Zieles oder der zus\u00e4tzlichen Nutzung eines erstrebenswerten Angebotes. An der Wei\u00dferitztalbahn gibt es nicht das Highlight, was an der Strecke liegt und G\u00e4ste in Scharen anzieht.<\/p>\n<p>Es gibt viele kleine, liebevolle \u201eLichtchen\u201c, die es gilt, in Szene zu setzen.<\/p>\n<p><b>Wie ist Ihrer Meinung nach die Region darauf vorbereitet?<\/b><\/p>\n<p>Sicher ist dem einen oder anderen nach der ganzen Vorgeschichte erst jetzt, wo die Bauma\u00dfnahmen in vollem Gange sind, bewusst, dass die Bahn tats\u00e4chlich am Jahresende wieder nach Kipsdorf fahren wird. Wenn man durch die Orte entlang der Bahnstrecke f\u00e4hrt, kommt man nicht zu dem Schluss, dass die Orte vorbereitet w\u00e4ren. Allerdings wei\u00df ich, dass es in den Orten viele Ideen gibt, die darauf warten, angepackt und umgesetzt zu werden.<\/p>\n<p><b> Wie kann der Tourismusverband helfen, dass das Projekt im wahrsten Sinn des Wortes ins Rollen kommt?<\/b><\/p>\n<p>Bereits vor zwei Jahren haben wir, der Tourismusverband Erzgebirge in Kooperation mit der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft und dem Verkehrsverbund Oberelbe, im Bahnhof Kipsdorf mit den B\u00fcrgermeistern und Interessenvertretern entlang der Bahn besprochen, wie wichtig es ist, das infrastrukturelle Umfeld links und rechts der Wei\u00dferitztalbahn sowie die Verkn\u00fcpfung und Neuentwicklung von touristischen Angeboten parallel zu gestalten. In der Arbeitsgruppe Angebotsentwicklung wurde das Bahnumfeld mit seinen derzeitigen M\u00f6glichkeiten unter die Lupe genommen und geschaut, was mit vorhandenem Potenzial entwickelt werden k\u00f6nnte bzw. welche Ideen neu umgesetzt werden m\u00fcssten. Daraus ist ein Ideenkatalog entstanden, den es gilt, nun zu realisieren.<\/p>\n<p><b>Was m\u00fcsste jetzt als Erstes angepackt werden und warum?<\/b><\/p>\n<p>Wenn es so leicht w\u00e4re, m\u00fcssten zun\u00e4chst die ganzen alten Bruchbauten verschwinden. Man sagt zwar, Eigentum verpflichtet, aber einige scheint dies nicht zu bewegen. Die Kommunen haben da, wie es scheint, wenig Handlungsspielraum. Eine weitere Grundvoraussetzung f\u00fcr die Angebotsentwicklung ist ein Fahrplan, dieser liegt bis heute nicht vor! Denn es gen\u00fcgt nicht, Gelder f\u00fcr den Wiederaufbau der Bahn bereitzustellen, wenn ein sinnvoller, regelm\u00e4\u00dfiger Bahnbetrieb finanziell nicht abgesichert ist. Denn f\u00fcr die Leistungstr\u00e4ger vor Ort ergeben sich viele offene Fragen: Wie oft f\u00e4hrt die Bahn? Wie lange haben die G\u00e4ste Aufenthalt? Welche Pakete k\u00f6nnen Hotels schn\u00fcren? K\u00f6nnen zus\u00e4tzlich gastronomische Leistungen angeboten werden? Rechnen sich neue Leistungsangebote? Wie kann ein begleitender bzw. erg\u00e4nzender Nahverkehr zu und ab den Bahnh\u00f6fen erfolgen ? Die Zeit dr\u00e4ngt, denn bereits Anfang Juli werden die Gruppenreisen f\u00fcr 2017 gebunden!<\/p>\n<p><b>Steht noch mehr auf Ihrem Wunschzettel?<\/b><\/p>\n<p>In der Priorit\u00e4tenliste ganz vorn steht ein familienfreundlicher Wanderweg, der zun\u00e4chst die Bahnh\u00f6fe Kipsdorf und Schmiedeberg verbindet. Perspektivisch ist allerdings denkbar, neben der gesamten Bahnstrecke Freital-Kipsdorf einen Wander- und Radweg mit vielen Spiel- und Erlebnispunkten zu etablieren. Weiterhin erhielt die Idee gro\u00dfen Zuspruch, die umliegenden Orte oberhalb von Kipsdorf zum Beispiel mit der Altenberger Bimmelbahn auf R\u00e4dern zu verbinden. Denn der Hauptteil der G\u00e4ste wohnt in den Kur- und Erholungsorten im oberen Kammgebiet, und diese brauchen gute Anschl\u00fcsse zu und ab den Bahnh\u00f6fen. Die Bimmelbahn auf R\u00e4dern k\u00f6nnte zudem die M\u00fcglitztal- mit der Wei\u00dferitztalbahn verbinden.<\/p>\n<p><b>Was w\u00fcrden Sie denn pers\u00f6nlich als reizvoll empfinden, um an einer der Stationen zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf auszusteigen?<\/b><\/p>\n<p>Also zun\u00e4chst freue ich mich, dass Ende Juni der Generationspark direkt am Bahnhof Dippoldiswalde er\u00f6ffnet wird. F\u00fcr Familien ist das auf jeden Fall ein sehr sch\u00f6ner, neuer Verweilpunkt. In Obercarsdorf finde ich eine Wanderung zum Wildgehege und Hofladen der Familie G\u00f6bel weiter bis zum Aussichtspunkt \u201eOtto\u2019s Eck\u201c wunderbar. Wer in Schmiedeberg aussteigt, sollte sich auf jedem Fall die neu restaurierte Kirche ansehen. Sie ist ein echtes Schmuckst\u00fcck, auch das Schulmuseum ist einen Besuch wert, allerdings m\u00fcssten dort die \u00d6ffnungszeiten bei Bahnbetrieb etwas angepasst werden. Familie Dyroff, die im Bahnhof in Schmiedeberg eine Mosaikwerkstatt betreibt, will gern mit Veranstaltungen die Bahng\u00e4ste zum Verweilen einladen.<\/p>\n<p><b>Der Endstation in Kipsdorf kommt dabei sicher eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zu. Wie sieht es da aus Ihrer Sicht aus?<\/b><\/p>\n<p>In Kipsdorf kann man in einer Gastst\u00e4tte einkehren, Kaffee trinken oder auch eine Wanderung unternehmen. Allerdings m\u00fcsste an den Endpunkt noch der ein oder andere \u201eKnaller\u201c, um wirklich ein lohnenswertes Ausflugsziel zu sein. Vorstellbar ist vieles: eine Wanderschaukel nach Oberkipsdorf oder Oberb\u00e4renburg, also ein Lift, der die Wanderer von einem Ort zum anderen bringt, oder eine Ausstellung \u201eVom Bauerndorf zum Kurort\u201c, eine Art Museumsdorf, da es in Kipsdorf noch eine Reihe sehr gut erhaltene, aber geschlossene Einrichtungen gibt wie die alte Post, ein Tante-Emma-Laden. Oder was auch mal sch\u00f6n w\u00e4re zu sehen: Wie waren die Fremdenzimmer denn fr\u00fcher so eingerichtet, als nach Kipsdorf noch zur Sommerfrische gefahren wurde? Auch eine Kerzenzieherei oder eine Holzwerkstatt als Mitmach-Angebot f\u00fcr Kinder und gleichzeitig auch als Schlechtwetterangebot w\u00e4ren aus meiner Sicht super.<\/p>\n<p><i>Das Interview f\u00fchrte Mandy Schaks.<\/i><\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/es-genuegt-nicht-nur-geld-fuer-den-wiederaufbau-3401210.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wei\u00dferitztalbahn soll bald in Kipsdorf ankommen. Warum die Freude getr\u00fcbt ist, erkl\u00e4rt eine Tourismus-Expertin. 22.05.2016 Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge ist froh, dass die Wei\u00dferitztalbahn seit 2008 wenigstens wieder bis Dippoldiswalde rollt. 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