{"id":5181,"date":"2016-08-03T08:52:20","date_gmt":"2016-08-03T07:52:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5181"},"modified":"2016-08-03T08:52:20","modified_gmt":"2016-08-03T07:52:20","slug":"wie-weit-reicht-der-dampf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5181","title":{"rendered":"Wie weit reicht der Dampf?"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/wie-weit-reicht-der-dampf-3458601.html?kId=3458601&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h2>Die Wei\u00dferitztalbahn soll in diesem Jahr in Kipsdorf ankommen. Ein erster Fahrplan-Entwurf sorgt f\u00fcr lange Gesichter.<\/h2>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">03.08.2016 Von Mandy Schaks<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"Wie weit reicht der Dampf?\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/erst-liess-der-wiederaufbau-der-weisseritztalbahn-jahre-auf-1790250.jpg\" alt=\"reicht der Dampf?\" \/><figcaption>Erst lie\u00df der Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn Jahre auf sich warten, nachdem die Strecke bei der Flut 2002 zerst\u00f6rt worden war. Nun ringen schon seit Monaten Verkehrsverbund Oberelbe und der Betreiber der Strecke, die S\u00e4chsische Dampfeisenbahngesellschaft, um eine L\u00f6sung, wie der Fahrplan bis Kipsdorf aussehen k\u00f6nnte.<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 Egbert Kamprath<\/p>\n<\/figure>\n<p><span class=\"szoDateline\">Dippoldiswalde\/Freital.<\/span>Jan Kempe sieht es schon vor seinem geistigen Auge: Wenn die Wei\u00dferitztalbahn in diesem Jahr endlich am Bahnhof Kipsdorf ankommt, m\u00fcssen gleich am Bahngel\u00e4nde riesengro\u00dfe Info-Tafeln stehen mit Ausflugstipps. \u201eDie Fahrg\u00e4ste, die hier aussteigen, m\u00fcssen sofort sehen, was sie von hier aus unternehmen k\u00f6nnen\u201c, sagt der Chef vom Naturhotel Gasthof B\u00e4renfels. Kempes Berufskollegin nickt. \u201eAm besten w\u00e4re, wenn schon im Zug Flyer \u00fcber die Region ausliegen, die jeder mitnehmen kann\u201c, sinniert Ines Schubert, die Direktorin vom Best Western Hotel Stephansh\u00f6he in Schellerhau. Doch daf\u00fcr m\u00fcssen die Z\u00fcge erst mal bis Kipsdorf fahren. Gebaut wird an der flutzerst\u00f6rten Strecke zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf inzwischen emsig. Doch als ein erster Fahrplan-Entwurf des Verkehrsverbundes Oberelbe Ende Juni durch die S\u00e4chsische Zeitung \u00f6ffentlich wurde, wussten Gastronomen und Hoteliers im Osterzgebirge im ersten Moment nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Das Geld zum Betrieb der Wei\u00dferitztalbahn reicht hinten und vorn nicht. Damit \u00fcberhaupt auf der gesamten Strecke Z\u00fcge rollen k\u00f6nnen, sieht deshalb der Musterfahrplan k\u00fcnftig t\u00e4glich nur noch zwei Fahrten von Freital-Hainsberg bis Dippoldiswalde und zur\u00fcck vor, jetzt sind es sechs. Und bis Kipsdorf soll lediglich einmal am Tag ein Zug unterwegs sein. Zu Feiertagen oder an ausgew\u00e4hlten Wochenenden k\u00f6nnte dann noch die eine oder andere Fahrt dazukommen. Doch das kann Hotel-Chefin Ines Schubert aus Schellerhau wenig tr\u00f6sten. \u201eIch gehe davon aus, dass die Bahn wiederaufgebaut wird, um unser Gebiet hier oben auch touristisch attraktiver zu machen\u201c, sagt sie. Zum einen sei aus Sicht der Branche ein Ziel, Tagesg\u00e4ste zu gewinnen. Zum anderen wolle man mit dem Highlight, der dienst\u00e4ltesten Schmalspurbahn Deutschlands, werben und so die Belegung in den G\u00e4steh\u00e4usern steigern. \u201eWie das aber jetzt aussieht, kann ich kein einziges Zimmer zus\u00e4tzlich verkaufen, wenn nur einmal am Tag die Bahn f\u00e4hrt und so nur von Kipsdorf nach Freital\u201c, zeigt sie Konsequenzen auf. \u201eUnsere G\u00e4ste kommen doch dann gar nicht mehr von Freital zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Dabei sitzt seit Monaten eine Arbeitsgruppe unter Federf\u00fchrung des Tourismusverbandes Erzgebirge zusammen und schmiedet Pl\u00e4ne, wie die Fahrg\u00e4ste, die in Kipsdorf aussteigen, weitere Ziele ansteuern k\u00f6nnen. So ist im Gespr\u00e4ch, zum Beispiel mit der Altenberger Bimmelbahn auf R\u00e4dern Besucher zu empfangen und weiter gem\u00fctlich ins Bergland zu bef\u00f6rdern, wo sie wandern, einkehren oder Sport und Spiel fr\u00f6nen k\u00f6nnen. So lie\u00dfe sich auch die Wei\u00dferitztalbahn mit der M\u00fcglitztalbahn verbinden. Aber wie denn, wenn der Zug in Kipsdorf erst 15.41\u00a0\u00a0Uhr ankommt? Projektmanagerin Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge ringt um Worte. \u201eSo funktioniert das nicht\u201c, sagt sie. \u201eWenn G\u00e4ste mit der Bahn in Kipsdorf ankommen, k\u00f6nnen sie ja kaum einen Kaffee trinken.\u201c Denn sie haben gerade mal 21\u00a0\u00a0Minuten Aufenthalt, dann f\u00e4hrt der Zug wieder ab Richtung Freital. Nicht mal ein Zwischenstopp in Dippoldiswalde lohne sich f\u00fcr die G\u00e4ste aus dem Kammgebiet dann. Der Zug rollt hier 16.40\u00a0\u00a0Uhr am Bahnhof ein. Interessante touristische Einrichtungen wie das Lohgerbermuseum schlie\u00dfen 17\u00a0\u00a0Uhr.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Tourismus-Chefin Veronika Hiebl geht so ein Fahrplan definitiv nicht. Sie bef\u00fcrchtet sogar, dass auf der Basis niemand entlang der Strecke bereit ist, auch nur einen einzigen Euro zu investieren, \u201eweil dann sowieso nur wenige G\u00e4ste kommen\u201c. Da sei keine Motivation mehr vorhanden. Inzwischen haben sich die Vertreter der Tourismusbranche aus dem Osterzgebirge n\u00e4her mit dem Entwurf befasst. \u201eDie Einsch\u00e4tzung ist vernichtend\u201c, teilten sie dem Verkehrsverbund Oberelbe und dem Bahnbetreiber, der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft, mit. \u201eNiemand kann glauben, dass der Fahrplanentwurf ernst gemeint ist, denn der touristische Nutzen geht gegen null!\u201c<\/p>\n<p>Der Tourismusverband Erzgebirge und der Wirtestammtisch Altenberg-Geising fordern in dem Brief beide Unternehmen auf, den Entwurf des Fahrplanes grundlegend zu \u00fcberarbeiten und die touristischen Interessen zu ber\u00fccksichtigen. Wenigstens zweimal am Tag m\u00fcsste ein Zug durchgehend zwischen Freital und Kipsdorf und zur\u00fcck verkehren. Schlie\u00dflich gehe es auch um erhebliche Investitionen, die gegen\u00fcber dem Steuerzahler zu rechtfertigen sind. Der erste Abschnitt des Wiederaufbaus von Freital nach Kipsdorf kostete rund 23\u00a0\u00a0Millionen Euro und ging 2008 in Betrieb. F\u00fcr den zweiten Abschnitt bis Kurort Kipsdorf sind noch einmal 18\u00a0\u00a0Millionen Euro veranschlagt, der soll in diesem Jahr fertig werden.<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/wie-weit-reicht-der-dampf-3458601.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wei\u00dferitztalbahn soll in diesem Jahr in Kipsdorf ankommen. Ein erster Fahrplan-Entwurf sorgt f\u00fcr lange Gesichter. 03.08.2016 Von Mandy Schaks Erst lie\u00df der Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn Jahre auf sich warten, nachdem die Strecke bei der Flut 2002 zerst\u00f6rt worden war. 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