{"id":5198,"date":"2016-08-12T07:07:15","date_gmt":"2016-08-12T06:07:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5198"},"modified":"2016-08-12T07:07:15","modified_gmt":"2016-08-12T06:07:15","slug":"der-schwerstarbeiter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5198","title":{"rendered":"Der Schwerstarbeiter"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/der-schwerstarbeiter-3466005.html?kId=3466005&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h2>F\u00fcr den Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn rollt jetzt die Gleisstopfmaschine. Der Koloss ist zugleich ein Sensibelchen.<\/h2>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">11.08.2016 Von Franz Herz<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\">\n<div class=\"szoPagination\"><\/div>\n<p><img title=\"Der Schwerstarbeiter\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/thomas-busch-kontrolliert-die-arbeit-der-stopfmaschine-an-1797006.jpg\" alt=\"rstarbeiter\" \/><figcaption>Thomas Busch kontrolliert die Arbeit der Stopfmaschine an den Bimmelbahngleisen oberhalb des Bahnhofs in Dippoldiswalde. Hier sind die grauen Stopfpickel zu sehen, die sich in den Schotter r\u00fctteln und diesen unter die Schwellen dr\u00fccken.<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 Egbert Kamprath<\/p>\n<\/figure>\n<p><b>Freital.<\/b> F\u00fcr den Laien sehen die Gleise der Schmalspurbahn zwischen dem Dippser Bahnhof und Ulberndorf schon gut aus. Dort rollen sogar schon Arbeitsz\u00fcge. Aber die sind mit gr\u00f6\u00dfter Vorsicht unterwegs, und das ist auch gut so. Denn teilweise liegen die Schienen noch zu hoch oder zu weit auseinander. Ja, wo die Schienenabschnitte aneinander sto\u00dfen, sind sogar noch L\u00fccken. Aber all das wird derzeit in Ordnung gebracht, und daf\u00fcr ist ein 42\u00a0Tonnen schwerer, gelber Koloss verantwortlich, der dort ebenfalls auf den Schienen steht: eine Richt- und Gleisstopfmaschine. Auf den ersten Blick ist es eine robuste Arbeitsmaschine, die mit grobem Schotter umzugehen versteht. Auf den zweiten Blick ist der Koloss ein sensibles Ger\u00e4t, das mit modernster Lasermesstechnik auf den Millimeter genau arbeitet.<\/p>\n<p>Das ist an den zwei blauen Laserpunkten zu sehen, welche die Maschine vorne und hinten auf die Schienen wirft. Damit misst der Koloss, wie die Schienen liegen. In seinem Computer hat er die Planungsunterlagen gespeichert, wie die Gleise richtig liegen m\u00fcssen. Wenn das nicht zusammenpasst, dann greift eine Rollenzange zu und hebt die Schienen an oder r\u00fcckt sie zur Seite. Die Bewegung ist kaum zu sehen, es geht ja h\u00f6chstens um wenige Zentimeter. Nun passt die Lage der Schienen. Aber wie behalten sie ihre exakte Position?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist die robuste Arbeitsmaschine gefragt. In ihrer Mitte ragen acht Metallfinger nach unten, die sogenannten Stopfpickel. Das sind massive Stahlmei\u00dfel, gesch\u00e4tzte 40 Zentimeter lang. Diese beginnen zu vibrieren und dr\u00fccken auf jeder Seite einer Schwelle in den Schotter und pressen ihn unter der Schwelle zusammen. Das Schotterbett wird dann so hoch, wie es f\u00fcr die Schiene erforderlich ist. Das funktioniert auch andersherum, dann dr\u00fcckt die Maschine das Gleis nach unten und r\u00fcttelt es in den Schotter hinein, erkl\u00e4rt Ralf Kempe, Betriebsleiter der Wei\u00dferitztalbahn.<\/p>\n<p>Bei diesem Arbeitsschritt haben die Bediener der Maschine einen Geh\u00f6rschutz auf ihren Ohren, denn der dumpfe L\u00e4rm der acht Pickel ist weithin in Dippoldiswalde zu h\u00f6ren. So geht es Schwelle f\u00fcr Schwelle voran. Die Rollenzange h\u00e4lt die Schiene exakt in der richtigen Position und die Stopfpickel dr\u00fccken von unten her den Schotter gegen die Schwelle, damit die den exakt in der richtigen Position bekommt.<\/p>\n<p>In der Regel sind daf\u00fcr zwei Stopfdurchg\u00e4nge erforderlich, beim ersten ist noch nicht die erforderliche Genauigkeit zu erreichen, die kommt erst beim zweiten Mal. So hat die Maschine am Mittwochmittag die Schiene \u00fcber den Firstenweg in Dippoldiswalde gestopft, dann r\u00fcckte sie ein St\u00fcck Richtung Bahnhof Dippoldiswalde. Dort war hinter der ersten Weiche noch ein Nebengleis zu richten. Nun arbeitet sie sich schrittweise voran bis nach Kipsdorf.<\/p>\n<p>Die Maschine geh\u00f6rt Metrico, einem Tochterunternehmen der Gleisbaufirma Sersa, die mit zwei Partnerfirmen f\u00fcr den Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn bis Kipsdorf verantwortlich ist. Sie ist in ganz Europa unterwegs, in Belgien, Frankreich, der Schweiz. Zuletzt war sie in Vorchdorf in \u00d6sterreich, erz\u00e4hlt Thomas Busch, der zu ihrer Bedienmannschaft geh\u00f6rt. Sie ist auf Schmalspurbahnen spezialisiert, kann aber auf 750 Millimeter Spurweite und auf 1\u00a0000 Millimeter wie auf der Harz-Querbahn eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Diese Woche arbeitet das Stopfteam auf dem Abschnitt zwischen dem Dippser Bahnhof und dem \u00dcbergang \u00fcber die B 170 in Ulberndorf. Am Freitagabend kommt dann der Bahn\u00fcbergang an die Reihe. Daf\u00fcr wird die Bundesstra\u00dfe B 170 komplett gesperrt. Am Bahn\u00fcbergang wurde bisher noch gar nicht gearbeitet, daher sind au\u00dfer dem Stopfen der Gleise auch noch andere Arbeitsschritte erforderlich. Die Sperrung ist daher f\u00fcr das ganze Wochenende geplant. Ab Montag haben die Autos wieder freie Fahrt, bis am Wochenende darauf die B 170 am Bahn\u00fcbergang in Obercarsdorf ebenfalls \u00fcber das Wochenende gesperrt ist. Die Umleitung l\u00e4uft \u00fcber Reichst\u00e4dt und Sadisdorf.<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/der-schwerstarbeiter-3466005.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn rollt jetzt die Gleisstopfmaschine. Der Koloss ist zugleich ein Sensibelchen. 11.08.2016 Von Franz Herz Thomas Busch kontrolliert die Arbeit der Stopfmaschine an den Bimmelbahngleisen oberhalb des Bahnhofs in Dippoldiswalde. 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