{"id":5357,"date":"2017-01-23T14:09:27","date_gmt":"2017-01-23T13:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5357"},"modified":"2017-01-25T14:10:58","modified_gmt":"2017-01-25T13:10:58","slug":"eine-bruecke-lernt-schweben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5357","title":{"rendered":"Eine Br\u00fccke lernt Schweben"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/eine-bruecke-lernt-schweben-3594922.html?kId=3594922&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\"><\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\" \/><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h2><\/h2>\n<h4>Die Bahnbr\u00fccke \u00fcber die Wei\u00dferitz in Obercarsdorf l\u00e4sst sich k\u00fcnftig im Notfall anheben. Sachsenweit ist sie einmalig.<\/h4>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">23.01.2017 Von Carina Brestrich<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"Eine Br\u00fccke lernt Schweben\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/halbzeit-lars-werthmann-ortsbeauftragter-vom-thw-1914315.jpg\" alt=\"ke lernt Schweben\" \/><figcaption>Halbzeit: Lars Werthmann, Ortsbeauftragter vom THW Dippoldiswalde pr\u00fcft mit dem Zollstock, wie hoch die Br\u00fccke inzwischen ist. 40 Zentimeter sind hier bereits geschafft. Insgesamt 80 Zentimeter sind m\u00f6glich.<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 Egbert Kamprath<\/p>\n<\/figure>\n<p><span class=\"szoDateline\">Obercarsdorf. <\/span>Die Funken spr\u00fchen, der Trennschleifer frisst sich ins Metall. Um zwei Millimeter muss die Stahlplatte kleiner werden. Und zwar jetzt sofort. Sonst geht gar nichts mehr an diesem Tag, der f\u00fcr Obercarsdorf ein ganz besonderer ist. Denn zum ersten Mal wird die schmale Br\u00fccke, die die Wei\u00dferitztalbahn \u00fcber die Rote Wei\u00dferitz und weiter bis nach Kipsdorf f\u00fchren wird, getestet. Sie ist in den vergangenen Monaten so umger\u00fcstet worden, dass sie sich im Fall eines Hochwassers hochkurbeln l\u00e4sst. Dass sie nun, kurz nach Testbeginn schon nachbessern m\u00fcssen, damit haben die etwa 20\u00a0Helfer nicht gerechnet. \u201eAber genau daf\u00fcr sind wir heute hier. Das ist ein Test, um zu schauen, wo Verbesserungen n\u00f6tig sind\u201c, sagt Lars Werthmann vom Technischen Hilfswerk (THW) Dippoldiswalde.<\/p>\n<p>Um Zeit geht es an diesem Tag nicht. Dabei ist genau das im Ernstfall entscheidend. \u201eBevor der Pegel in Schmiedeberg 80\u00a0Zentimeter, also Alarmstufe 1, erreicht, bekommen wir ein Signal aufs Handy\u201c, erkl\u00e4rt Werthmann. Dann machen sich die Jungs vom THW auf den Weg. Kommt es so wie beim Hochwasser 2002, bleiben knapp zwei Stunden, um die 26 Tonnen schwere Br\u00fccke nach oben zu kurbeln \u2013 bevor das Wasser eine kritische H\u00f6he erreicht. \u201eWeil die Feuerwehr in solchen F\u00e4llen erfahrungsgem\u00e4\u00df woanders gebraucht wird, \u00fcbernehmen wir das\u201c, sagt Werthmann. Vom Ufer aus verfolgt der Beigeordnete des Landrates, Heiko Weigel (CDU), das Geschehen. Das Landratsamt hat lange mit der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft \u00fcber die Br\u00fccke beraten. \u201eDas Bauwerk in seinem urspr\u00fcnglichen Zustand ist nicht hochwassersicher\u201c, sagt Weigel. Die Br\u00fccke ist zu niedrig, ihr Durchlass zu gering. Doch eine neue, h\u00f6here zu bauen ist nicht so einfach, weil das ganze Umfeld erh\u00f6ht werden muss. Das Planverfahren, um die n\u00f6tigen Grundst\u00fccke zu bekommen, zieht sich: \u201eUm nicht so lange warten zu m\u00fcssen, ist die L\u00f6sung nun eine Br\u00fccke, die sachsenweit einmalig ist\u201c, sagt Weigel.<\/p>\n<p>Seine Anspannung l\u00e4sst sich Hubert Westphal nicht anmerken. Dabei h\u00e4tte er allen Grund dazu. Denn heute zeigt sich, ob seine Idee aufgeht. Der Bauingenieur von der Firma Ipro Consult in Dresden hat die Eisenbahnbr\u00fccke zur Hubbr\u00fccke umkonstruiert. \u201eSo einen Auftrag hat man nicht alle Tage\u201c, sagt er. Inspiration fand er in der Schweiz, wo die Bergb\u00e4che \u00e4hnlich schnell wie die Wei\u00dferitz anschwellen k\u00f6nnen. Eine Br\u00fccke, die im Hochwasserfall vom Wasser selbst angehoben wird, habe ihn auf die Hebel\u00f6sung gebracht.<\/p>\n<p>Bei der eingleisigen Bahnbr\u00fccke in Obercarsdorf ist aber Muskelkraft gefragt. An jedem der vier Pfeiler wird eine Winde aufgestellt. Jede wird von jeweils zwei M\u00e4nnern bedient. W\u00e4hrend sie kurbeln, steht ein dritter Helfer mit Zollstock bereit. Damit sich nichts verkantet, muss die Br\u00fccke zun\u00e4chst an einem Ende gleichm\u00e4\u00dfig angehoben werden. Nach zwanzig Zentimetern ist Schluss. Die Helfer schieben zur Stabilisierung die n\u00e4chsten Stahltr\u00e4ger unter die Br\u00fccke und befestigen sie. Dann sind die M\u00e4nner am anderen Ufer an der Reihe. Abwechselnd und in vier Stufen kurbeln die Teams die Konstruktion nach oben, schieben Tr\u00e4ger f\u00fcr Tr\u00e4ger darunter. Am Ende sollen es 80 Zentimeter sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr Obercarsdorf ist der Br\u00fcckentest ein historischer Moment. Ihn festzuhalten ist die Aufgabe von Sigo Reichel. Erst vor wenigen Tagen wurde er zum neuen Ortschronisten ernannt. Nun hat er gleich seinen ersten Einsatz. Mit der Kamera h\u00e4lt er fest, wie die Br\u00fccke St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nach oben wandert. Bei den Anwohnern der Wei\u00dferitzstra\u00dfe werden unterdessen Erinnerungen wach. Erinnerungen an die Stunden, die sie lieber aus der Geschichte streichen w\u00fcrden. Beim Hochwasser 2002 flutete die Wei\u00dferitz ihre Grundst\u00fccke. Ein Anwohner berichtet, wie das Wasser in seinem Haus 1,30 Meter hoch stand. \u201eSo etwas will man nicht noch mal erleben\u201c, sagt er. Deshalb hatten er und seine Nachbarn sich daf\u00fcr starkgemacht, dass f\u00fcr die Br\u00fccke eine L\u00f6sung her muss. Die gibt es nun zwar: \u201eTrotzdem sehen wird das alles mit Vorsicht\u201c, sagt der Anwohner. Lieber w\u00e4re ihm eine h\u00f6here Br\u00fccke. Die kommt auch, verspricht Heiko Weigel. \u201eDas kann aber noch gut f\u00fcnf Jahre dauern.\u201c<\/p>\n<p>Nach vier Stunden ist es geschafft. Die Br\u00fccke ist oben. Auch wenn alle Beteiligten mit dem Test zufrieden sind: Die Br\u00fccke, so hoffen sie, wird nur zu \u00dcbungszwecken bet\u00e4tigt. Bevor die Wei\u00dferitztalbahn dieses Jahr wieder bis nach Kipsdorf rollt, werden die M\u00e4nner vom THW noch mal trainieren. Dann aber ohne Vorank\u00fcndigung, sagt Lars Werthmann. \u201eSo wie im Ernstfall.\u201c<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/eine-bruecke-lernt-schweben-3594922.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bahnbr\u00fccke \u00fcber die Wei\u00dferitz in Obercarsdorf l\u00e4sst sich k\u00fcnftig im Notfall anheben. Sachsenweit ist sie einmalig. 23.01.2017 Von Carina Brestrich Halbzeit: Lars Werthmann, Ortsbeauftragter vom THW Dippoldiswalde pr\u00fcft mit dem Zollstock, wie hoch die Br\u00fccke inzwischen ist. 40 Zentimeter sind hier bereits geschafft. Insgesamt 80 Zentimeter sind m\u00f6glich.\u00a9 Egbert Kamprath Obercarsdorf. 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