{"id":5863,"date":"2017-06-28T09:43:48","date_gmt":"2017-06-28T08:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5863"},"modified":"2017-06-28T09:47:12","modified_gmt":"2017-06-28T08:47:12","slug":"mister-bimmelbahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5863","title":{"rendered":"Mister Bimmelbahn"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/mister-bimmelbahn-3714241.html?kId=3714241&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\">&nbsp;<\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\"><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h4>Patrick Wagner ist der Wei\u00dferitztalbahn schon sein Leben lang verbunden. Der Schaffner konnte k\u00fcrzlich ein besonderes Ereignis feiern.<\/h4>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">28.06.2017<br \/>\nVon Annett Heyse<\/p>\n<p><img title=\"Mister Bimmelbahn\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/patrick-wagner-hat-als-lehrling-auf-der-weisseritztalbahn-2024240.jpg\" alt=\"Patrick Wagner hat als Lehrling auf der Wei\u00dferitztalbahn begonnen. Der Schaffner kennt an der Strecke jeden Baum und jedes Haus. Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr \"><\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<p>Patrick Wagner hat als Lehrling auf der Wei\u00dferitztalbahn begonnen. Der Schaffner kennt an der Strecke jeden Baum und jedes Haus.<\/p>\n<p>Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr<\/p>\n<\/article>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\"><\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<article><\/article>\n<article><\/article>\n<article><\/article>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<article><\/article>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">Schnaufend und zischend zuckelt die kleine Bahn entlang der Wei\u00dferitz durch das schattige Flusstal, rollt \u00fcber Br\u00fccken, entlang felsiger Steilh\u00e4nge und vorbei an Kindergruppen, die auf Wanderausflug sind. Patrick Wagner greift nach der Schaffnertasche, die hinter ihm an der Waggonwand baumelt, richtet nochmals den Krawattenknoten, setzt die M\u00fctze auf und macht sich an die Arbeit.Bei bestem Ausflugswetter ist der Zug gut besetzt. Neun Waggons voll mit Sch\u00fclern, Dampfbahnfans, Wanderern, eine niederl\u00e4ndische und eine englische Reisegruppe fahren auch mit. Patrick Wagner verkauft Tickets, beantwortet Fragen nach Wanderwegen und Einkehrm\u00f6glichkeiten, macht mal einen Scherz zwischendurch \u2013 wer auf der Wei\u00dferitztalbahn Schaffner ist, muss auch Entertainer sein. \u201eDas ist eben eine Touristenbahn, die Fahrg\u00e4ste sind meistens gut drauf, Morgenmuffel gibt es hier nicht\u201c, sagt Schaffner Wagner.Der Bahn, die t\u00e4glich Touristen ins Osterzgebirge bringt, ist er seit seiner Kindheit verbunden. Sein Elternhaus steht an der Strecke, auf dem Weg zur Schule musste er die Bahnschienen queren, im Kinderzimmer drehte eine Modelleisenbahn ihre Runden \u2013 was lag da n\u00e4her, als selbst Eisenbahner zu werden. Also begann Patrick Wagner Ende der 80er Jahre eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn, auch auf der Schmalspurstrecke zwischen Freital-Hainsberg und Kipsdorf wurde er eingesetzt. \u201eDas war und ist noch richtig Eisenbahn\u201c, sagt er und meint damit den Geruch des Rauches, das Knarren der Waggons, den Schwatz mit den Kollegen im Dienstabteil des Gep\u00e4ckanh\u00e4ngers.Der Bahn blieb er treu, bis 2002 die Flut die Strecke wegsp\u00fclte. Nach 120&nbsp;Jahren musste der Fahrbetrieb \u00fcber Nacht eingestellt werden \u2013 f\u00fcr etliche Jahre. Schaffner Wagner wechselte den Arbeitsplatz, wurde nun unter anderem im S-Bahn-Betrieb im Raum Dresden eingesetzt. Als die Teilstrecke Freital-Dippoldiswalde im Dezember 2008 wiederer\u00f6ffnet wurde, war Patrick Wagner nat\u00fcrlich mit dabei. Auch privat kam er nie weg von der Bahn. Dreimal sei er inzwischen umgezogen, immer habe er an der Strecke gewohnt, berichtet er. Mittlerweile hat er ein eigenes Haus in Dippoldiswalde. \u201eNat\u00fcrlich mit Blick auf die Bahnstrecke.\u201cFahrkarten verkaufen, pfeifen, Kelle heben \u2013 ja, das mache er auch, erz\u00e4hlt der 44-J\u00e4hrige. \u201eAber hier arbeiten, das ist ein bisschen mehr.\u201c Genaugenommen ist er oft als Zugf\u00fchrer unterwegs und damit der Chef von Lokf\u00fchrer, Heizer und Schaffner. So \u00e4hnlich wie der Kapit\u00e4n eines Schiffes. Als Zugf\u00fchrer muss er beim Rangieren helfen, die Waggons zusammenstellen, Dienstanweisungen schreiben, Protokoll f\u00fchren. Dazu setzt er sich an das alte Schreibpult im Dienstabteil, f\u00fcllt Formulare aus, heftet Zettel ab. Viel B\u00fcroarbeit sei das. Den Blick f\u00fcr die Landschaft, die an ihm vorbeizieht, hat er trotzdem. F\u00fcr das Wei\u00dferitztal, die Talsperre Malter, die Wiesen und Fichtenw\u00e4lder des Osterzgebirges, die kleinen D\u00f6rfer an der Strecke. \u201eMancher wird es nicht glauben, aber vom Zug aus habe ich schon Rehe, Bachforellen, Reiher, Schw\u00e4ne und Eisv\u00f6gel beobachtet.\u201cUnd noch etwas hat sich in 25&nbsp;Dienstjahren eingeschlichen: Patrick Wagner kennt an der Strecke jeden Baum und jedes Haus. Er muss nur kurz aus dem Fenster schauen \u2013 ein paar B\u00fcsche ziehen gerade vor\u00fcber und trotzdem sieht er sofort, dass nun der Bahnhof Seifersdorf kommt. Kurz darauf weitet sich das enge Tal, nun dampft der Zug an der Talsperre Malter entlang, eines der gro\u00dfen Ausflugsziele in der Region. Ob Wassersport, Wandern, Kletterpark, Radfahren oder einfach nur bummeln und auf einer der Terrassen einen Eiskaffee trinken \u2013 die Malter bietet jedem etwas.<\/p>\n<p>An der n\u00e4chsten Station, in Dippoldiswalde, muss die Lok Wasser tanken. Bis vor Kurzem war hier Endstation, die restliche elf Kilometer lange Strecke vom Hochwasser 2002 erheblich zerst\u00f6rt. 2016 begann der Wiederaufbau, Patrick Wagner war zu 80&nbsp;Prozent mit dabei. \u201eIch wurde beim Bau als Arbeitszugf\u00fchrer eingesetzt.\u201c Als Mitte Juni 2017 der erste fahrplanm\u00e4\u00dfige Zug wieder nach Kipsdorf dampfte, sei es ihm schon nahegegangen. \u201eIch habe zwar keine Taschent\u00fccher vollgeheult, aber es war f\u00fcr mich etwas Besonderes.\u201c<\/p>\n<p>Die niederl\u00e4ndische Reisegruppe steht auf den Bahnsteig in Dippoldiswalde. Eine \u00e4ltere Dame dr\u00fcckt Schaffner Wagner eine Kamera in die Hand f\u00fcr ein Bild. \u201eDas geh\u00f6rt eben auch dazu\u201c, sagt der Eisenbahner und schie\u00dft ein Erinnerungsfoto f\u00fcr die Touristen von der Nordsee. Dann setzt sich der Zug wieder in Bewegung.<\/p>\n<p>Trotz aller Gem\u00fctlichkeit ist die Zeit auf der Wei\u00dferitztalbahn nicht stehen geblieben. Mit seinen Kollegen im Zug und auf den Bahnh\u00f6fen verst\u00e4ndigt sich der Schaffner per Diensthandy. Auch haben ganz viele Waggons inzwischen einen Durchgang von Plattform zu Plattform. Das Klettern von Waggon zu Waggon sei damit Geschichte. Das werde alles umgebaut, sobald die Wagen zum T\u00fcv m\u00fcssen, berichtet der Schaffner. Kurz nach Obercarsdorf verl\u00e4sst Patrick Wagner den Waggon und stellt sich auf die Plattform. \u201eIch muss meinem Vater winken.\u201c Das sei eine alte Tradition, die seine Oma einst einf\u00fchrte, als ihr Enkel als Schaffner auf der Bahn begann. \u201eJeden Morgen stand sie am Fenster und wartete auf den Zug und mich.\u201c<\/p>\n<p>Schnaufend und zischend geht es weiter in Richtung Kipsdorf. Passanten z\u00fccken den Fotoapparat, ein Mann filmt den vorbeiziehenden Zug, Kinder winken. Die Wei\u00dferitztalbahn ist mit ihren 135&nbsp;Jahren eben immer noch ein Hingucker.<\/p>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\"><img class=\"alignnone\" title=\"Mister Bimmelbahn\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/stuhlbaumuseum-rabenauseit-400jahren-werden-in-rabenau-2024237.jpg\" alt=\" Stuhlbaumuseum Rabenau Seit 400&nbsp;Jahren werden in Rabenau Sitzm\u00f6bel gefertigt. Das Museum zeigt sch\u00f6ne, seltene, skurrile und ganz allt\u00e4gliche St\u00fchle, dazu alte Werkzeuge und Holzbearbeitungsmaschinen. Ge\u00f6ffnet t\u00e4glich au\u00dfer Montag und Sonnabend. Foto: Oberth\u00fcr \"><\/article>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">Stuhlbaumuseum Rabenau Seit 400 Jahren werden in Rabenau Sitzm\u00f6bel gefertigt. Das Museum zeigt sch\u00f6ne, seltene, skurrile und ganz allt\u00e4gliche St\u00fchle, dazu alte Werkzeuge und Holzbearbeitungsmaschinen. Ge\u00f6ffnet t\u00e4glich au\u00dfer Montag und Sonnabend.<\/article>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">Foto: Oberth\u00fcr<\/article>\n<article><\/article>\n<article class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\"><img class=\"alignnone\" title=\"Mister Bimmelbahn\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/stadtzentrum-dippoldiswaldehier-ist-der-historische-kern-2024238.jpg\" alt=\" Stadtzentrum Dippoldiswalde Hier ist der historische Kern mit Marktplatz und sp\u00e4tgotischem Rathaus sehenswert. Das Schloss wurde im Mittelalter errichtet und um 1500 umgebaut. Im Lohgerbermuseum wird die Geschichte des Osterzgebirges dargestellt. Foto: Kamprath \">Stadtzentrum Dippoldiswalde Hier ist der historische Kern mit Marktplatz und sp\u00e4tgotischem Rathaus sehenswert. Das Schloss wurde im Mittelalter errichtet und um 1500 umgebaut. Im Lohgerbermuseum wird die Geschichte des Osterzgebirges dargestellt.<\/p>\n<p>Foto: Kamprath<\/p>\n<p><img title=\"Mister Bimmelbahn\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/talsperre-malterder-stausee-hat-drei-strandbaeder-mit-2024239.jpg\" alt=\" Talsperre Malter Der Stausee hat drei Strandb\u00e4der mit Bootsverleih und ein Erlebnis-Hallenbad in Paulsdorf. Hier gibt es zudem einen Kletterpark, Gastst\u00e4tten sowie zahlreiche Wanderm\u00f6glichkeiten, so in die Dippoldiswalder Heide. Foto: Kamprath \"><\/p>\n<p>Talsperre Malter Der Stausee hat drei Strandb\u00e4der mit Bootsverleih und ein Erlebnis-Hallenbad in Paulsdorf. Hier gibt es zudem einen Kletterpark, Gastst\u00e4tten sowie zahlreiche Wanderm\u00f6glichkeiten, so in die Dippoldiswalder Heide.<\/p>\n<p>Foto: Kamprath<\/p>\n<p><img title=\"Mister Bimmelbahn\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/pic-2024241.jpg\" alt=\" \"><\/p>\n<\/article>\n<p>www.szlink.de\/sommer17(Sammlung aller Folgen)<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/mister-bimmelbahn-3714241.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Patrick Wagner ist der Wei\u00dferitztalbahn schon sein Leben lang verbunden. Der Schaffner konnte k\u00fcrzlich ein besonderes Ereignis feiern. 28.06.2017 Von Annett Heyse Patrick Wagner hat als Lehrling auf der Wei\u00dferitztalbahn begonnen. Der Schaffner kennt an der Strecke jeden Baum und jedes Haus. Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr Schnaufend und zischend zuckelt die kleine Bahn entlang [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5863"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5863"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5871,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5863\/revisions\/5871"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}