{"id":5872,"date":"2017-06-29T11:46:14","date_gmt":"2017-06-29T10:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5872"},"modified":"2017-06-29T11:46:14","modified_gmt":"2017-06-29T10:46:14","slug":"erfolgsformel-fuer-die-weisseritztalbahn-gesucht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=5872","title":{"rendered":"Erfolgsformel f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn gesucht"},"content":{"rendered":"<form id=\"Form1\" action=\".\/erfolgsformel-fuer-die-weisseritztalbahn-gesucht-3715646.html?kId=3715646&amp;bPrint=true\" method=\"post\">\n<div class=\"aspNetHidden\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"aspNetHidden\">&nbsp;<\/div>\n<\/form>\n<div class=\"StoryPrint\">\n<div class=\"szoFrame\">\n<div><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/Layout\/Custom\/Boilerplate\/img\/content\/logo_szonline.png\" alt=\"sz-online.de | Sachsen im Netz\" width=\"207\" height=\"42\" border=\"0\"><\/div>\n<article id=\"szoArticleView\" class=\"szoArticleView szoPrintView borderTop\">\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<hgroup>\n<h3>Vier Kommunen wollen ein Tourismuskonzept erarbeiten. Doch schon jetzt gibt es Diskussionen ums Finanzielle.<\/h3>\n<\/hgroup>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p class=\"szoPublished\">29.06.2017<br \/>\nVon Annett Heyse, Carina Brestrich und Mandy Schaks<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<figure class=\"szoArticleMainImage\"><img title=\"Erfolgsformel f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn gesucht\" src=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/bilder\/so-viel-publikum-wie-in-kipsdorf-zur-wiedereroeffnung-der-2025442.jpg\" alt=\"rmel f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn gesucht\"><figcaption>So viel Publikum wie in Kipsdorf zur Wiederer\u00f6ffnung der Strecke im Juni 2017 wird die Wei\u00dferitztalbahn nicht immer haben. Nun wollen alle Anrainer ein gemeinsames Tourismuskonzept erarbeiten und Angebote entlang der Bahn entwickeln.<\/figcaption><p class=\"szoCopyrightHint\">\u00a9 Egbert Kamprath<\/p>\n<\/figure>\n<p><b>Freital.<\/b> Sommerzeit, Reisezeit \u2013 dieser Spruch passt derzeit besonders auf die Wei\u00dferitztalbahn. Denn nachdem sie seit Mitte Juni wieder auf ihrer kompletten Strecke zwischen Freital und Kipsdorf rollt, ist das Interesse gro\u00df. Zwar habe man in der kurzen Zeit noch keine Fahrgastzahlen auswerten k\u00f6nnen, sagt Mirko Fro\u00df, Betriebsleiter bei der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft. \u201eAber gef\u00fchlt sind die Z\u00fcge derzeit sehr gut besetzt.\u201c<\/p>\n<p>Doch der Andrang wird nicht ewig anhalten, da sind sich viele einig. Deshalb wollen die Anrainergemeinden nun gemeinsam einen Projektmanager finanzieren, der ein Tourismuskonzept f\u00fcr die Strecke entlang der Bahn erarbeitet. Doch bereits der Start verl\u00e4uft holprig, vor allem, was den finanziellen Aspekt betrifft. Eine Stadt kann n\u00e4mlich gar nicht zahlen. Geplant ist, einen Experten f\u00fcr drei Jahre anzustellen. Federf\u00fchrend soll die Stadt Altenberg zust\u00e4ndig sein. Der Touristiker soll sich zusammen mit der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der Interessengemeinschaft Wei\u00dferitztalbahn und den Anliegergemeinden entlang der Strecke um die Vermarktung k\u00fcmmern. Der Projektmanager soll alle Ideen, die bisher entwickelt wurden, zusammentragen. Dann m\u00fcsste er herausfinden, was die G\u00e4ste von der Wei\u00dferitztalbahn erwarten \u2013 von der Zugfahrt, aber auch von den Orten, in denen sie ankommt. Das w\u00e4re die Basis f\u00fcr die B\u00fcrgermeister und Stadtr\u00e4te von Freital, Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg, damit sie wissen, was zu tun ist, um die Fahrgastzahlen zu steigern. Der Projektmanager muss auch eng mit Beh\u00f6rden zusammenarbeiten, Angebote auf den Weg bringen und sich um F\u00f6rdermittelantr\u00e4ge f\u00fcr weitere Investitionen bem\u00fchen.<\/p>\n<p><b>Dippoldiswalde hat kein Geld<\/b><\/p>\n<p>Finanziert werden soll die Stelle in Zusammenarbeit mit dem EU-F\u00f6rderprogramm Leader. Die Kosten f\u00fcr die drei Jahre liegen bei 182&nbsp;000&nbsp;Euro. \u00dcber das Leader-Programm werden davon 80&nbsp;Prozent finanziert, in die restlichen 20&nbsp;Prozent \u2013 rund 36&nbsp;400&nbsp;Euro \u2013 sollen sich alle vier Kommunen teilen. Das w\u00e4ren f\u00fcr jede Stadt pro Kalenderjahr etwa 3&nbsp;000&nbsp;Euro. Keine gro\u00dfe Summe eigentlich, aber die Stadt Dippoldiswalde ist so klamm, dass sie ihren Anteil nicht aufbringen kann. Der soll nun in gleichen Teilen von Freital, Rabenau und Altenberg bezahlt werden. Im Rabenauer Stadtrat sorgte das f\u00fcr Kopfsch\u00fctteln. Hier ist man finanziell auch nicht gerade weich gepolstert. \u201eBraucht man solch ein Konzept \u00fcberhaupt und bringt es uns am Ende tats\u00e4chlich etwas ein oder kaufen wir die Katze im Sack?\u201c, fragte Rainer Steyer (W\u00e4hlervereinigung Pro Rabenau). Jens Hofmann, ebenfalls von der W\u00e4hlervereinigung, \u00e4u\u00dferte: \u201eDie Ideen sind doch schon da, wozu jetzt noch jemanden engagieren?\u201c B\u00fcrgermeister Thomas Paul entgegnete, dass es bisher immer die IG Wei\u00dferitztalbahn gewesen sei, die zus\u00e4tzliche Angebote geschaffen habe, beispielsweise Braumeisters Dampfzug oder die Nikolausfahrten. \u201eDer Tourismus ist unser zweites Standbein, da m\u00fcssen wir um G\u00e4ste werben, auch mit neuen Initiativen\u201c, so Paul. Die Potenziale seien l\u00e4ngst noch nicht ausgesch\u00f6pft. Paul: \u201eViele Ideen sind da, aber es muss jemanden geben, der die Umsetzung anschiebt.\u201c Letztendlich beschlossen die Rabenauer, ihren Anteil beizusteuern.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Stimmen wurden auch im Freitaler Stadtrat laut. Dort sprach sich zwar wie in Rabenau und auch in Altenberg die Mehrheit f\u00fcr den Vertragsabschluss unter den St\u00e4dten aus. Nicht aber ohne Kritik: \u201eMan h\u00e4tte sich schon eher zusammensetzen m\u00fcssen\u201c, sagte Linken-Stadtrat Michael Richter. Auch dass sich Dippoldiswalde nicht an den Kosten beteiligt, stie\u00df bei einigen auf Unverst\u00e4ndnis. Es handle sich um einen j\u00e4hrlichen Betrag, den man durchaus aufbringen k\u00f6nne. \u201eDippoldiswalde wird in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe profitieren\u201c, sagte CDU-Fraktionschef Martin R\u00fclke. Freitals Oberb\u00fcrgermeister Uwe Rumberg (CDU) solle deshalb darauf hinwirken, dass es aus Dippoldiswalde in irgendeiner Form einen Ausgleich gebe. Vorstellbar w\u00e4ren beispielsweise Arbeitsstunden. Oberb\u00fcrgermeister Rumberg selbst kn\u00fcpfte au\u00dferdem eine Bedingunge an die Zusammenarbeit: Der dann in Altenberg ans\u00e4ssige Projektmanager soll einmal pro Jahr im Stadtrat \u00fcber seine Aktivit\u00e4ten berichten. Die Stelle soll jetzt beim Leader-Programm beantragt und zum 1.&nbsp;Januar 2018 besetzt werden.<\/p>\n<p>Bei der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft ist man trotz der Unstimmigkeiten froh, dass die Initiative f\u00fcr das Konzept kommt. \u201eEs hat in den vergangenen Jahren vor allem f\u00fcr den unteren Teil der Strecke schon Aktivit\u00e4ten gegeben, in die wir teils auch einbezogen waren\u201c, berichtet Betriebsleiter Fro\u00df. Trotzdem sei man mit manchen Ideen an Grenzen gesto\u00dfen, weil die Kommunen nicht mit im Boot sa\u00dfen. \u201eDass das jetzt ausgeweitet wird, ist gut und richtig. Es h\u00e4tte fr\u00fcher sein k\u00f6nnen, ist aber definitiv noch nicht zu sp\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Probleme an der Strecke gibt es genug. Da w\u00e4ren die Ruinen zwischen Dippoldiswalde und Ulberndorf oder das leer gefegte Kipsdorf. Der Luftkurort hatte einst eine florierende Gastronomie- und Hotellandschaft, galt als Ausflugsziel. Heute weisen hier noch ein paar Wanderschilder den Weg, viel mehr ist nicht \u00fcbrig geblieben. Fro\u00df: \u201eDa kann und muss man etwas entwickeln, aber das k\u00f6nnen wir als Eisenbahngesellschaft nicht alleine schaffen.\u201c<\/p>\n<footer class=\"szoArticleFooter\">\n<p class=\"szoArticleMeta\">Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/erfolgsformel-fuer-die-weisseritztalbahn-gesucht-3715646.html<\/p>\n<header class=\"szoArticleHeader\">\n<h3>Kommentar: Warum erst jetzt?<\/h3>\n<h3>Annett Heyse \u00fcber das geplante Touristikkonzept<\/h3>\n<div class=\"szoArticleHeaderMeta\">\n<p>Wenn die Wei\u00dferitztalbahn in Richtung Kipsdorf dampft, rollt sie \u00fcber zwei Abschnitte, die unterschiedlicher kaum sein k\u00f6nnten: Der erste Teil bis zur Talsperre Malter durchs enge Wei\u00dferitztal ist Natur pur, ein Genuss f\u00fcr alle Reisenden. Danach sieht die Landschaft entlang der Strecke nicht mehr ganz so attraktiv aus. Der Zug f\u00e4hrt vorbei an D\u00f6rfern, Lagerh\u00e4usern, Fabriken, Kl\u00e4ranlagen, Industrieruinen, Baufirmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/header>\n<p>Ja, es gibt zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf auch Wiesen, W\u00e4lder, Fluss. Aber kaum Gr\u00fcnde, hier auszusteigen, weil die touristische Infrastruktur weitestgehend fehlt. Ein paar Wanderwege machen eben noch kein Ausflugsziel. Wenn der Fahrgast dann an der Endstation den Zug verl\u00e4sst, sieht er Hotelruinen, geschlossene Gasth\u00f6fe, eine Bundesstra\u00dfe \u2013 Ausflugsstimmung kommt da kaum auf.<\/p>\n<p>Doch es gibt sie, die Ausflugsziele. Man muss den Touristen nur mit der Nase darauf stupsen. Und es gibt viele Ideen, die Gegend attraktiver zu machen, neue Angebote zu entwickeln. Und bestimmt noch mehr M\u00f6glichkeiten als wir heute denken. Deshalb ist ein Konzept dringend notwendig, um den Bahntouristen aus dem Zug zu locken und zum Bleiben zu bewegen, bestenfalls zum Wiederkommen. Die Frage allerdings muss erlaubt sein: warum erst jetzt? Seit Jahren ist klar, dass der Abschnitt Dippoldiswalde-Kipsdorf wieder aufgebaut wird. Nun sind die Touristen da, aber die Angebote mau. Und was gibt es Schlimmeres als entt\u00e4uschte Touristen?<\/p>\n<p>Artikel-URL: http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/kommentar-warum-erst-jetzt-3715651.html<\/p>\n<\/footer>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Vier Kommunen wollen ein Tourismuskonzept erarbeiten. Doch schon jetzt gibt es Diskussionen ums Finanzielle. 29.06.2017 Von Annett Heyse, Carina Brestrich und Mandy Schaks So viel Publikum wie in Kipsdorf zur Wiederer\u00f6ffnung der Strecke im Juni 2017 wird die Wei\u00dferitztalbahn nicht immer haben. 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