{"id":7594,"date":"2018-12-16T12:55:54","date_gmt":"2018-12-16T11:55:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7594"},"modified":"2018-12-22T12:56:09","modified_gmt":"2018-12-22T11:56:09","slug":"wassermangel-auf-der-weisseritztalbahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7594","title":{"rendered":"Wassermangel auf der Wei\u00dferitztalbahn"},"content":{"rendered":"<figure><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/media.saechsische.de\/2\/2\/0\/203eeac08894d232374458bbcf0300011545035757.jpg\" width=\"307\" height=\"204\"><figcaption>Hier f\u00fcllen die Eisenbahner in Kipsdorf das mitgebrachte Wasser aus den Containern im Gep\u00e4ckwagen in die Lokomotive, damit sie wieder zur\u00fcck bis Freital dampfen kann. \u00a9&nbsp;Egbert Kamprath<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"article-lead\">\n<p>In Kipsdorf hat die Bahn eine eigene Quelle. Die versorgt die Loks mit Wasser. Doch sie ist versiegt. Die Notl\u00f6sung funktioniert auch nicht mehr.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"article-author clearfix\">Von Franz Herz<span class=\"reading-time\"><i class=\"icon-clock\"><\/i>&nbsp;<\/span><\/div>\n<div class=\"article-content\">\n<p>Eine Lokomotive, die mit acht Waggons von Freital bis nach Kipsdorf hoch dampft, braucht eine ganze Menge Wasser. Ihr Tank fasst f\u00fcnf Kubikmeter. Davon wird bis Dippoldiswalde schon ein gro\u00dfer Teil verbraucht. \u201eDeswegen nehmen wir in Dippoldiswalde immer Zwischenwasser\u201c, sagt Mirko Fro\u00df, der Betriebsleiter der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Im Kipsdorf oben wird ebenfalls wieder aufgef\u00fcllt. Auf dem R\u00fcckweg, wenn es bergab rollt, kommt die Bahn ohne Zwischenwasser in Dipps hin.<\/p>\n<p>Normalerweise kommt das Wasser in Kipsdorf aus der eigenen Quelle der Bahn. Doch die ist schon im Sommer versiegt. Deswegen haben sich die Eisenbahner mit einer Notl\u00f6sung beholfen. Sie schlossen ein Standrohr mit einem Wasserz\u00e4hler an die \u00f6ffentliche Leitung an und haben mit einem gro\u00dfen Schlauch, wie ihn die Feuerwehr auch verwendet, das Wasser herbeigeleitet. Doch seitdem durchgehend Frost herrscht, funktioniert auch diese L\u00f6sung nicht mehr, berichtet Fro\u00df.<\/p>\n<h2>Lok hat mehr Durst als ein Haushalt<\/h2>\n<p>Jetzt muss die Bimmelbahn ihr Wasser selbst mitbringen. Im Gep\u00e4ckwagen stehen Wassercontainer. Das sind Plastikw\u00fcrfel, wie sie mancher auch in seinem Garten einsetzt. Jeder von ihnen fasst einen Kubikmeter. Damit nehmen die Eisenbahner das kostbare Nass von Freital mit bis Kipsdorf hoch und pumpen es dort in die Lok.<\/p>\n<p>Der Bahnbetrieb braucht enorme Wassermengen, deutlich mehr als ein Haushalt. Jetzt im Winter, wenn auch noch die Dampfheizung l\u00e4uft und der Generator f\u00fcr die Beleuchtung in den Wagen, fasst die Lok in Kipsdorf immer f\u00fcnf Kubikmeter Wasser. \u201eDas zweimal am Tag macht zehn Kubik\u201c, rechnet Fro\u00df vor. \u201eEin deutscher Durchschnittsb\u00fcrger verbraucht im Jahr 30 Kubikmeter\u201c, nennt er eine Vergleichsgr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Die Quelle in Kipsdorf liegt etwa einen halben Kilometer vom Bahnhof entfernt unterhalb der Tellkoppe. Hier ist eine erste Zisterne gebaut, von der eine Leitung zum Wasserreservoir am Bahnhof f\u00fchrt. Die Zisterne fasst 20 Kubikmeter Wasser, das Reservoir am Bahnhof 50 Kubikmeter. Ein Zweipersonenhaushalt k\u00e4me damit ein Jahr hin, ohne sparen zu m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n<h2>Gute Wasserqualit\u00e4t in Kipsdorf<\/h2>\n<p>Aber eine Lok hat eben etwas mehr Durst. So ist das Wasser in Kipsdorf schon im Sommer vergangenen Jahres ausgegangen. Im Sommer ist die Quelle versiegt. Im Oktober 2017 begann sie wieder zu flie\u00dfen. Dieses Jahr ist sie seit Juni trocken und erst in letzter Zeit kam wieder ein kleines Rinnsal. Das reicht aber bei weitem nicht. Damit k\u00f6nnten die Bahner vielleicht einmal die Woche ihre Lok auff\u00fcllen, aber nicht t\u00e4glich.<\/p>\n<p>\u201eHoffentlich wird es jetzt wieder ein bisschen mehr, nachdem es geschneit hat\u201c, sagt Fro\u00df. Ansonsten will der Eisenbahner die gleiche L\u00f6sung ergreifen, wie sie auch die B\u00fcrger ins Auge fassen, deren Brunnen versiegt sind. Er will beantragen, dass in Kipsdorf eine Verbindung von der \u00f6ffentlichen Wasserleitung zum Reservoir gebaut wird, damit die Versorgung der Loks auch bei einer solchen Trockenheit, wie wir sie dieses Jahr erleben, gesichert ist.<\/p>\n<p>Eigentlich sch\u00e4tzen die Eisenbahner das Kipsdorfer Wasser sehr. Es ist sehr weich, braucht also keine Zus\u00e4tze, damit die Leitungen nicht verkalken. Au\u00dferdem hat der eigenen Brunnen nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Vorteil: Er schickt keine Rechnung. Aber was n\u00fctzt das, wenn er auch kein Wasser mehr liefert.<\/p>\n<\/div>\n<p>Quelle:&nbsp;https:\/\/www.saechsische.de\/wassermangel-auf-der-weisseritztalbahn-5012546.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier f\u00fcllen die Eisenbahner in Kipsdorf das mitgebrachte Wasser aus den Containern im Gep\u00e4ckwagen in die Lokomotive, damit sie wieder zur\u00fcck bis Freital dampfen kann. \u00a9&nbsp;Egbert Kamprath In Kipsdorf hat die Bahn eine eigene Quelle. Die versorgt die Loks mit Wasser. Doch sie ist versiegt. Die Notl\u00f6sung funktioniert auch nicht mehr. 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