{"id":7624,"date":"2019-02-07T08:44:36","date_gmt":"2019-02-07T07:44:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7624"},"modified":"2019-03-14T08:32:15","modified_gmt":"2019-03-14T07:32:15","slug":"2019-wird-schwierig-fuer-die-weisseritztalbahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7624","title":{"rendered":"2019 wird schwierig f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn"},"content":{"rendered":"<figure><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/media.saechsische.de\/2\/0\/a\/0af95a93a10765451a67b244659e11341549534224.jpg\" width=\"403\" height=\"268\"><figcaption>Die Wei\u00dferitztalbahn dampft durch den Winterwald zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf. Wer das Eisenbahnerlebnis einmal genie\u00dfen will, hat dieses Jahr etwas Eile. Er sollte das noch vor Mitte Juli einplanen, danach gibt es Einschr\u00e4nkungen. \u00a9&nbsp;Foto: Egbert Kamprath<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"article-lead\">\n<h4>Der erste Ansturm nach der Wiederer\u00f6ffnung l\u00e4sst nach. Dazu kommt noch einmal eine mehrmonatige Zwangspause.<\/h4>\n<\/div>\n<div class=\"article-author clearfix\">Die erste Euphorie nach dem Wiederaufbau der Wei\u00dferitztalbahn von Dippoldiswalde bis zur Endstation in Kipsdorf ist verflogen. Das wirkt sich auch bei den Fahrgastzahlen aus. Im Jahr 2018 sind rund 155 000 Fahrg\u00e4ste auf der Schmalspurbahn unterwegs gewesen. 2017, als im Juni die Bahn erstmals nach der Flut wieder auf der kompletten Strecke bis Kipsdorf fuhr, waren es rund 192 000.<\/div>\n<div class=\"article-content\">\n<p>Die Zahlen kommen nicht \u00fcberraschend, sch\u00e4tzte Mirko Fro\u00df, Betriebsleiter der S\u00e4chsischen Dampfeisenbahngesellschaft, auf einer Pressekonferenz am Dienstag ein. Erstens l\u00e4sst die Begeisterung nach, die unmittelbar nach der Wiederer\u00f6ffnung der Strecke geherrscht hat. Zweitens haben die Eisenbahner ihre Statistik ver\u00e4ndert. Sie z\u00e4hlen die Fahrg\u00e4ste nicht einzeln, sondern errechnen ihre Zahl aus den verkauften Fahrkarten. Rund ein Viertel der Fahrkarten sind Familienkarten, mit denen zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder mitfahren d\u00fcrfen. Bisher ging also eine Familienkarte mit sechs Fahrg\u00e4sten in die Rechnung ein, erkl\u00e4rte Fro\u00df. In der Regel sind bei einer Familie aber zwei Kinder dabei, und daher wird von jetzt an eine Familie mit vier Personen angerechnet, auch wenn die Statistik weniger sch\u00f6n aussieht.<\/p>\n<p>Das zieht die Zahlen runter, weil Familien eine ganze wichtige Gruppe unter den Fahrg\u00e4sten ausmachen. 25 Prozent der Fahrg\u00e4ste sind mit Familienkarten unterwegs, 52 Prozent mit Einzelkarten und 20 Prozent mit Gruppenkarten. Der Rest sind verschiedene Angebote wie die F\u00fcnferkarten, die sich an Eisenbahnfans richten, die gleich mehrfach mitfahren wollen. Insgesamt zeigt sich auch Ralf Kempe, der Vorsitzende der IG Wei\u00dferitztalbahn, zufrieden mit den Fahrgastzahlen.&nbsp;<\/p>\n<h4>Der allerletzte Bauabschnitt<\/h4>\n<p>Dabei steht aber jetzt schon fest: In diesem Jahr wird die Besucherzahl weiter zur\u00fcckgehen. Denn die Wei\u00dferitztalbahn muss vom 17. Juli bis zum 15. November auf dem Abschnitt von Dipps bis Kipsdorf noch einmal eine Baupause einlegen. Eine wichtige Restarbeit im Rahmen des Wiederaufbaus ist noch zu erledigen. Die Br\u00fccke in Obercarsdorf \u00fcber die Rote Wei\u00dferitz muss neu gebaut werden. Sie funktioniert zwar f\u00fcr die Eisenbahn, aber sie ist zu klein f\u00fcr den Fluss. Das zeigen die Erfahrungen aus dem Hochwasser 2002. Die Wei\u00dferitz muss unter der Br\u00fccke drei Meter breiter werden, damit mehr Wasser flie\u00dfen kann. Die Baukosten sch\u00e4tzt Fro\u00df einschlie\u00dflich Planung auf rund eine Million Euro, wie er auf SZ-Nachfrage sagte. \u201eAber ich bin gespannt auf das Ergebnis der Ausschreibung.\u201c<\/p>\n<p>2015 fehlten noch die Zustimmung von Anliegern und wasserrechtliche Genehmigungen. Daher wurde hier ein Provisorium eingerichtet. Die Br\u00fccke kann im Hochwasserfall hochgekurbelt werden. Das Technische Hilfswerk w\u00fcrde das im Ernstfall \u00fcbernehmen und hat eine solche Aktion einmal geprobt. Die neue Flussquerung wird nun eine sogenannte Trogbr\u00fccke, wo in einem Trog ein Schotterbett und die Gleise verlegt werden. Das hat den Vorteil, dass die Unterseite glatt ist. Holzst\u00e4mme, \u00c4ste und anderes Treibgut k\u00f6nnen sich bei einem Hochwasser nicht mehr verhaken.<\/p>\n<p>In Kreisen von Tourismusunternehmen wird die Idee diskutiert, w\u00e4hrend dieser Zeit einen kleinen Zugverkehr zwischen Obercarsdorf und Kipsdorf einzurichten, wie Kempe berichtete. Fro\u00df lehnt das aber rundheraus ab. \u201eDaf\u00fcr w\u00e4ren zus\u00e4tzliche Z\u00fcge und Personal erforderlich. Wirtschaftlich w\u00e4re das Wahnsinn\u201c, sagte er gegen\u00fcber der SZ. Er begr\u00fcndet auch die Terminwahl. Eine Streckensperrung passt eigentlich nie. In der Sommersaison, wenn die Bauleute arbeiten k\u00f6nnen, ist auch der meiste Betrieb auf der Eisenbahn. Mit dem Bautermin von Juli bis November k\u00f6nnen die gro\u00dfen H\u00f6hepunkte auf der Strecke wie Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und das Schmalspurbahn-Festival noch auf der vollen L\u00e4nge gefeiert werden. Dann ist ab Dipps gesperrt. Die Dampfeisenbahngesellschaft wird Anfang M\u00e4rz die Arbeiten europaweit ausschreiben. \u201eDann haben wir noch einen Zeitpuffer, damit sie p\u00fcnktlich im Juli beginnen\u201c, sagte Fro\u00df. Er ist zuversichtlich, dass sie bis November abgeschlossen sind. Dann k\u00f6nnte die Bahn in der Weihnachtszeit wieder fahren.<\/p>\n<p><i>Quelle:&nbsp;https:\/\/www.saechsische.de\/2019-wird-schwierig-fuer-die-weisseritztalbahn-5032547.html<\/i><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wei\u00dferitztalbahn dampft durch den Winterwald zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf. Wer das Eisenbahnerlebnis einmal genie\u00dfen will, hat dieses Jahr etwas Eile. Er sollte das noch vor Mitte Juli einplanen, danach gibt es Einschr\u00e4nkungen. \u00a9&nbsp;Foto: Egbert Kamprath Der erste Ansturm nach der Wiederer\u00f6ffnung l\u00e4sst nach. Dazu kommt noch einmal eine mehrmonatige Zwangspause. 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