{"id":7635,"date":"2019-04-07T08:48:52","date_gmt":"2019-04-07T07:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7635"},"modified":"2019-04-08T14:22:59","modified_gmt":"2019-04-08T13:22:59","slug":"schmuckstueck-fuer-die-weisseritztalbahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.news.weisseritztalbahn.de\/?p=7635","title":{"rendered":"Schmuckst\u00fcck f\u00fcr die Wei\u00dferitztalbahn"},"content":{"rendered":"<div class=\"article-title\">\n<h4>F\u00fcr 3,4 Millionen Euro ist in Freital eine neue Werkstatt entstanden, mit der sich gleich drei Probleme l\u00f6sen lassen.<\/h4>\n<figure><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/media.saechsische.de\/2\/6\/e\/6ef4f5d31a6ded4b21a6d5d3068c18ca1554649737.jpg\" width=\"369\" height=\"245\"><figcaption>Betriebsleiter Mirko Fro\u00df in der neuen Werkstatthalle der Wei\u00dferitztalbahn. Mit den vier gelben Hubb\u00f6cken k\u00f6nnen die tonnenschweren Wagen in die H\u00f6he gehoben werden. \u00a9&nbsp;Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"article-author clearfix\">Von Tobias Winzer<span class=\"reading-time\"><i class=\"icon-clock\"><\/i>&nbsp;<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"article-content\">\n<p>Noch sieht es in der riesigen Reparaturhalle, dem Herzst\u00fcck der neuen Werkstatt der Wei\u00dferitztalbahn, recht leer aus. Handwerker f\u00fchren momentan die letzten Arbeiten aus. Die Regale, auf denen sp\u00e4ter Werkzeuge und Ersatzteile gelagert werden, fehlen noch. Und das, worum es eigentlich geht, ist auch noch nicht da: die Wagen der Wei\u00dferitztalbahn. Doch Betriebsleiter Mirko Fro\u00df kann sich sicher sein, dass sich das bald \u00e4ndern wird. Nach fast zwei Jahren Bauzeit ist die neue Werkstatt der Traditionsbahn in Freital-Hainsberg fertig.<\/p>\n<p>3,4 Millionen Euro hat die S\u00e4chsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), die neben der Wei\u00dferitztalbahn auch die L\u00f6\u00dfnitzgrundbahn und die Fichtelbergbahn betreibt, daf\u00fcr ausgegeben. Urspr\u00fcnglich waren einmal 2,8 Millionen Euro vorgesehen. F\u00fcr die Summe, die zum gro\u00dfen Teil vom Freistaat finanziert wird, ist ein moderner Anbau an den vorhandenen Lokschuppen entstanden, der f\u00fcr die SDG gleich drei Probleme l\u00f6st.<\/p>\n<div class=\"article-nad article-section\">\n<div class=\"article-nad-content\">\n<h4>Effektiveres Arbeiten m\u00f6glich<\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Denn bislang wurden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgef\u00fchrt \u2013 je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelte. W\u00e4hrend sich die Lokwerkstatt seit jeher in Hainsberg befindet, kamen die Waggons nach Potschappel. Die Werkstatt an der Ecke Carl-Thieme-Stra\u00dfe\/Oberpesterwitzer Stra\u00dfe hat ihre Lebensdauer jedoch deutlich \u00fcberschritten. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist schlecht, die heutigen Anforderungen an Arbeitspl\u00e4tze sind dort nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<figure><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/media.saechsische.de\/2\/9\/a\/9a190608eade53929df9ed3da3e96c091554649738.jpg\" width=\"298\" height=\"198\"><figcaption>Der Anbau aus verschiedenen Perspektiven: Links ist der Unterschied zwischen neuer Wagen-Werkstatt und alter Lokwerkstatt deutlich zu erkennen. \u00a9&nbsp;Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein zweites Problem: Seit dem Hochwasser 2002 ist die Werkstatt in Potschappel nicht mehr ans Gleisnetz angebunden. Das hei\u00dft, die Wagen mussten bislang umst\u00e4ndlich und damit teuer per Tieflader von der Endhaltestelle der Wei\u00dferitztalbahn in Hainsberg nach Potschappel transportiert werden. Diesen Weg kann sich die SDG nun sparen. F\u00fcr das Verkehrsunternehmen ergibt sich mit dem Neubau noch ein dritter Vorteil: Weil das Werkstatt-Team, bestehend aus drei Wagen- und drei Dampflokschlossern, nun an einem Ort arbeitet, kann es flexibler eingesetzt werden. \u201eDas macht es bei der Dienstplanung etwas einfacher\u201c, sagt Betriebsleiter Fro\u00df.<\/p>\n<figure><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/media.saechsische.de\/2\/d\/1\/d1d7eac5e2dfc1b76151c9be5ce07a711554649740.jpg\" width=\"298\" height=\"198\"><figcaption>&nbsp;Von der Stra\u00dfe aus ist die Fassade durchweg modern gestaltet worden.&nbsp; \u00a9&nbsp;Foto: Karl-Ludwig Oberth\u00fcr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denn zu tun gibt es f\u00fcr die Mannschaft in der neuen Zentralwerkstatt genug. Rund 40 Wagen werden hier aller vier Monate routinem\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft. Die Wagen werden daf\u00fcr einzeln in die neue, acht Meter hohe Werkstatthalle gerollt und mit einer sogenannten Hubbockanlage nach oben gehoben, um die R\u00e4der abzumontieren. Per Kran k\u00f6nnen, wenn n\u00f6tig, tonnenschwere Einzelteile getauscht werden. Mittels eines Grabens, der sich zwischen den beiden Schienenstr\u00e4ngen befindet, k\u00f6nnen die Schlosser die Wagen auch von unten genau inspizieren. Bis Ende 2020 \u2013 dann soll auch in Radebeul eine neue Werkstatt fertig sein \u2013 werden hier auch die Wagen der L\u00f6\u00dfnitzgrundbahn gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Doch mit dem Neubau ist nicht nur die neue Wagen-Werkstatthalle entstanden. In der zweiten Etage gibt es zum einen ein B\u00fcro und einen Schulungsraum und zum anderen einen Raum, in dem die Drucklufttechnik untergebracht ist. Zur neuen Werkstatt geh\u00f6ren au\u00dferdem viele Lagerr\u00e4ume und vor allem endlich moderne Umkleide- und Sanit\u00e4rr\u00e4ume f\u00fcr die Werkstattmitarbeiter sowie f\u00fcr das gesamte Team der Wei\u00dferitztalbahn.<\/p>\n<h4>Nicht nur ein Zweckbau<\/h4>\n<p>Weniger modern sieht es hingegen nebenan in der denkmalgesch\u00fctzten Lokwerkstatt aus. Dort wurden lediglich die Elektrik, das Heizsystem und die Drucklufttechnik erneuert. Ansonsten wurden die R\u00e4ume nicht ver\u00e4ndert. \u201eDer Zustand des Hauses ist nicht so schlecht\u201c, sagt Fro\u00df. Ebenso wie die Wagen in der benachbarten Wagenwerkstatt werden hier die drei Loks der Wei\u00dferitztalbahn regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft. So ein Check findet alle 30 Tage statt und dauert im Durchschnitt etwa 14 Tage. Nur so kann sichergestellt werden, dass die bis zu 90 Jahre alten Dampflokomotiven zuverl\u00e4ssig die Strecke zwischen Hainsberg und Kipsdorf bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Doch die neue Zentralwerkstatt der Wei\u00dferitztalbahn, die sich etwas versteckt an der Stra\u00dfe Zum G\u00fcterbahnhof befindet, erf\u00fcllt nicht nur praktische Zwecke, sondern sie ist auch ein architektonisches Schmuckst\u00fcck geworden. Ein Teil des Anbaus wurde mit langlebigem und wetterbest\u00e4ndigem L\u00e4rchenholz verkleidet. Er grenzt sich dadurch deutlich von der alten Lokwerkstatt daneben ab. \u201eDas haben wir mit dem Denkmalschutz so abgestimmt\u201c, sagt Fro\u00df. Ein anderer Teil des Anbaus wiederum ist mit roter Fassadenfarbe gestaltet und nimmt so den Ziegel-Look der Lokwerkstatt auf.<\/p>\n<p>Der Betriebsleiter hofft nun, dass auch die letzten noch fehlenden Teile f\u00fcr die neue Werkstatt schnell geliefert werden. Sp\u00e4testens Anfang Mai soll der Betrieb auf Hochtouren laufen. Die Werkstatt in Potschappel wird dann dichtgemacht und das Haus nur noch als trockener Unterstand f\u00fcr Loks und Wagen genutzt.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;https:\/\/www.saechsische.de\/schmuckstueck-fuer-die-weisseritztalbahn-5056427.html<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr 3,4 Millionen Euro ist in Freital eine neue Werkstatt entstanden, mit der sich gleich drei Probleme l\u00f6sen lassen. Betriebsleiter Mirko Fro\u00df in der neuen Werkstatthalle der Wei\u00dferitztalbahn. 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