Die Super-Werkstatt

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In Hainsberg entsteht derzeit ein Neubau für die Weißeritztalbahn. Auch wenn der erst einmal Millionen kostet, soll er doch beim Sparen helfen.

18.08.2017
Von Tobias Winzer

 

-Werkstatt

Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, freut sich über den neuen Anbau. Im Hintergrund ist der Lokschuppen zu sehen, der nun erweitert wird. In dem Holzschuppen rechts wird während der Bauarbeiten ein Teil der Werkstatt übergangsweise eingerichtet. Foto: Frank Baldauf

© Frank Baldauf

Die Ansicht verdeutlicht, um wie viel der alte Lokschuppen rechts wächst. In dem Anbau, der links daneben entsteht, können künftig die Waggons der Weißeritztalbahn instand gesetzt werden.

© Ansicht: Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft     

Freital. Seit Juni ist die Weißeritztalbahn wieder auf der kompletten Strecke zwischen Freital und Kipsdorf unterwegs. Für Mirko Froß, Betriebsleiter der Schmalspurbahn, ist der Wiederaufbau der im Hochwasser 2002 zerstörten Strecke das eine. Das andere, und nicht minder Wichtige für die Zukunft der Weißeritztalbahn, befindet sich jedoch in Freital-Hainsberg am Ende der Straße Zum Güterbahnhof. Nach Jahren der Diskussion entsteht hier gerade eine neue zentrale Werkstatt für Loks und Waggons. Nach dem Baustart im Juni beginnt nun die heiße Phase der Arbeiten. „Das sichert den Erhalt und Betrieb der Weißeritztalbahn“, sagt Froß.

Wer derzeit an der Baustelle vorbeikommt, kann den Fortschritt der Arbeiten schon deutlich sehen. Neben dem alten Lokschuppen wird derzeit ein Fundament für einen neuen Anbau vorbereitet. Ab der kommenden Woche geht es richtig los. Dann werden die vorhandenen Lokschuppen-Anbauten für Toiletten und Dusche sowie der Werkstatt-Anbau abgerissen. Sowohl für Werkstatt als auch Sanitärtrakt wurde bereits temporärer Ersatz auf dem Gelände geschaffen. Noch wichtiger ist aber, dass es in dem neuen Erweiterungsbau Platz für die Instandhaltung der Waggons gibt. „Damit können wir die Standorte zentralisieren und die Kräfte an Personal und Material bündeln“, so Froß.

Denn bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Das Problem: Seit der Flut 2002 gibt es von dort aus keinen Gleisanschluss mehr zur Strecke der Weißeritztalbahn in Hainsberg. Statt auf schmaler Spur kommen die Wagen mit dem Tieflader von Potschappel. Ein riesiger Aufwand, der hohe Kosten verursacht.

So wird es effektiver

Die Werkstatt an der Ecke Carl-Thieme-Straße/Oberpesterwitzer Straße, in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen, stammt außerdem aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist runter, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. Deswegen wird diese Werkstatt geschlossen. Künftig wird das Gebäude nur zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

1,6 Millionen Euro gibt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) für das Projekt aus. 90 Prozent davon kommen vom Freistaat. Mitte 2018, so der Plan, soll alles fertig sein.

„Wir müssen effektiver werden“, sagt Betriebsleiter Froß. Er betont jedoch, dass keine Mitarbeiter entlassen oder Stellen gestrichen werden. Die zwei Kollegen, die derzeit in Hainsberg arbeiten, bleiben dort. Unterstützt werden sie ab Mitte 2018 von den drei Kollegen, die derzeit noch in Potschappel tätig sind. Sie werden aber weiterhin auch in der Werkstatt der Lößnitzgrundbahn in Radebeul aushelfen. Auch diese Schmalspurbahn wird von der SDG betrieben. Sparen will das Unternehmen vor allem dadurch, dass jetzt nur noch eine Werkstatt mit entsprechendem Material gebraucht wird. Außerdem verursachte die Werkstatt in Potschappel wegen der fehlenden Dämmung hohe Heizkosten.

Damit in Hainsberg die neue Super-Werkstatt der Weißeritztalbahn entstehen kann, müssen die Räume ausgebaut werden. Wichtigster Teil des neuen Anbaus, der an die vorhandene Lokhalle gesetzt wird, ist die neue Waggon-Halle. Der Raum ist etwas höher als nebenan, weil die Waggons zur Reparatur angehoben werden müssen. Die Lokhalle wäre dafür zu niedrig. Außerdem finden Werkstatt und Sanitärräume in dem neuen Anbau Platz. Froß rechnet damit, dass noch in diesem Jahr der Rohbau steht und das Dach gedeckt ist. Im kommenden Jahr soll es dann mit dem Innenausbau weitergehen. Der alte Lokschuppen an sich bleibt weitgehend in seiner jetzigen Form bestehen. Er wurde bereits beim Wiederaufbau nach der Flut 2007/08 teilweise instand gesetzt.

Bei den Planungen für die neue Werkstatt musste die SDG übrigens auch ein Freitaler Millionenvorhaben berücksichtigen. Sollte die Umgehungsstraße, die derzeit an der Poststraße endet, doch einmal zu Ende gebaut werden, würde sie direkt an dem Gebäude vorbeiführen. Nun ist sichergestellt, dass es dabei nicht im Weg steht.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-super-werkstatt-3752753.html

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Am Endpunkt der Weißeritztalbahn wird angerichtet

 
 
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Das Team der Bowlingbahn in Ammelsdorf hatte eine Idee. Die Mitarbeiterinnen versüßen Zugpassagieren den Aufenthalt.

14.08.2017
Von Mandy Schaks

 

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Denise Reichelt, Monique Beer-Nieschler und Jaqueline Friebel (v.l.n.r.) sind mit einem Imbissstand für die Fahrgäste im Bahnhofsgelände da, die mit der Weißeritztalbahn in Kipsdorf ankommen.

© Frank Baldauf

Kipsdorf. Großes Kino jetzt in der Ferienzeit am Bahnhof Kipsdorf: Viele Gäste freuen sich, dass die Weißeritztalbahn wieder seit Mitte Juni bis ins obere Osterzgebirge fährt, und nutzen die Gelegenheit zu einem Ausflug. Dort angekommen, erwartet sie Bahnhofsguide Ricardo Lammel, der sich um die Fahrgäste kümmert und ihnen erklärt, welche Ausflugsziele in der Umgebung entdeckt werden können. Und wer schnell mal etwas essen oder trinken will, der hat seit Juli auch direkt am Bahnhof die Möglichkeit.

Jacqueline Friebel, die Betreiberin der Bowlingbahn Ammelsdorf, bewirtschaftet dort mit ihrem Team einen Imbissstand. Wenn die Weißeritztalbahn zweimal am Tag in Kipsdorf ankommt, dann sind sie zur Stelle, um hungrige und durstige Fahrgäste zu bewirten. Im Angebot sind unter anderem Bockwurst, Wiener, Fischbrötchen, Getränke und immer auch eine Suppe. Die Idee dazu sei ihr gekommen, weil gastronomisch nun nicht viel los ist in Kipsdorf.

Und die Gäste, die gleich wieder mit der Schmalspurbahn zurückfahren wollen, zudem nur 20 Minuten Aufenthalt haben. Damit bot sich ein Imbissstand direkt im Bahnhofsgelände an, sagt Frau Friebel und stellt damit auch klar, dass das Engagement auf ihre Initiative zurückgeht. Im Beitrag über geschlossene Gaststätten im Gemeindegebiet Altenberg und insbesondere in Kipsdorf (SZ vom 4. August) konnte der Eindruck entstehen, dass die Stadt den Imbissstand eingerichtet hat.

Das ist aber nicht so, die Stadt als Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes hatte aber auch nichts dagegen und stimmte der Errichtung des Imbissstandes zu. Die Imbisshütte wiederum stellte Ricardo Lammel dem Team freundlicherweise vier Wochen kostenlos zur Verfügung, der im Ort einst das R 2, ein kleines Café mit Bar, betrieb und sich jetzt um den Bahnhof in Kipsdorf und die Fahrgäste kümmert.

Wie es nach dem Testlauf weitergeht, hängt jetzt davon ab, wie viel die Stadt an Standgebühren verlangen wird. Frau Friebel hofft auf ein angemessenes Angebot. Erst dann wird sich entscheiden, ob der Imbissstand wirtschaftlich zu betreiben ist, sagt sie. Mit ihrem Team würde sie das gern weitermachen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/am-endpunkt-der-weisseritztalbahn-wird-angerichtet-3748861.html

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Neue Station auf der Dampfbahnroute

Der Bahnhof Freital-Hainsberg wurde am 10.08.2017 als neue Station in die Dampfbahnroute Sachsen aufgenommen.

Dazu fand um 09.00 Uhr eine feierliche Enthüllung der Tafel vor dem Bahnhofseingang statt. An der Enthüllung nahmen teil:

Oberbürgermeister von Freital Herr Uwe Rumberg
Vertreter der Dampfbahnroute Herr Christian Sacher
Bundestagsabgeordnete Herr Klaus Brähmig
Vorsitzender der IG Weißeritztalbahn Herr Ralf Kempe

Anwesend waren auch die Bürgermeister von Rabenau und Dippoldiswalde, Vertreter der Stadt Freital, der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e.V. und Bürger von Freital.

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Ein Siegel fürs Dabeisein

Freital ist Teil der Dampfbahnroute Sachsen. Das kann man jetzt auch sehen.

11.08.2017
Von Carina Brestrich

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Uwe Rumberg und Christian Sacher zeigen das neue Schild.

© Stadt Freital

Freital. Für den Bahnhof ins Hainsberg gibt es extra eine Sonderanfertigung. Sonst hätte das neue Schild nicht an seinen Bestimmungsort gepasst. Seit Donnerstag hängt es direkt neben dem Eingang des Bahnhofs und nennt nicht nur Wissenswertes zur Geschichte der Weißeritztalbahn, sondern präsentiert Freital auch als Teil der Dampfbahnroute Sachsen. Schon einige Jahre ist Freital Teil des Netzwerks, in dem sich Sachsens Schmalspurbahnen vermarkten. Mit dem Schild soll die Zugehörigkeit nun auch vor Ort sichtbar sein.

Zusammen mit Hainsberg tragen 63 weitere Stationen an der Dampfbahnroute das Schild, die nächsten finden sich am Bahnhof in Kipsdorf und Edle Krone und am Verkehrsmuseum Dresden: „Es markiert Punkte, an denen Eisenbahngeschichte erlebt werden kann“, erklärt Christian Sacher, Projektleiter der Dampfbahnroute. Insgesamt 160 Kooperationspartner gehören zur Dampfbahnroute, darunter Museen, Restaurants und Hotels. Unter dem Dach des Netzwerks werben sie um Besucher. So ist die Dampfbahnroute auf jährlich 25 Messen vertreten. Eine dreisprachig gestaltete Internetseite, Broschüren und eine App zeigen die touristischen Highlights und Anbieter entlang der Bahnstrecken. „Derzeit haben wir insbesondere den tschechischen Markt im Visier, da es dort eine große Affinität zu dem Thema gibt“, sagt Sacher.

Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) enthüllte gestern zusammen mit Vertretern der Dampfbahnroute und der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn das ovale Schild: „Die Kennzeichnung als Station ist für uns ein weiteres Marketing-Bausteinchen“, sagte Rumberg. Es ist nicht das einzige: Mit den Anrainerkommunen Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg will Freital in den nächsten drei Jahren ein Tourismuskonzept für die Weißeritztalbahn entwickeln.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ein-siegel-fuers-dabeisein-3746987.html

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Die Pressemitteilung der Stadt Freital vom 11.08.2017:

PRESSEINFORMATION

Freital präsentiert sich als Teil der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen

Seit dem heutigen 10. August 2017 ist die Stadt Freital auch deutlich sichtbare Station der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen. Oberbürgermeister Uwe Rumberg hat dazu gemeinsam mit Christian Sacher, Projektleiter der Dampfbahn-Route Sachsen, und Ralf Kempe, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e. V. im Eingangsbereich des Bahnhofs Freital-Hainsberg ein Stationsschild enthüllt.

„Die sächsische Schmalspurbahnlandschaft ist einmalig. Und die Dampfbahnroute verbindet diese touristischen Highlights. Wir sind dort zwar schon viele Jahre Mitglied. Aber mit dem Stationsschild signalisieren wir jetzt auch nach außen, Teil dieser besonderen Route zu sein“, sagte Oberbürgermeister Uwe Rumberg. Er betonte, dass jeder Baustein wichtig ist, die Schmalspurbahn über die Region hinaus noch bekannter und für Besucher noch interessanter zu machen. „Wir möchten dazu unseren Beitrag leisten. So sind wir auch ganz aktuell dabei, mit den Anrainerkommunen Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg das Potenzial, das sich entlang der Strecke bietet, besser auszuschöpfen. Dabei spielen Möglichkeiten für neue Angebote und Veranstaltungen oder auch eine bessere Vernetzung aller Beteiligten eine Rolle. Wir müssen hier an einem Strang ziehen, um die Bahn und unsere Region nach vorn zu bringen“, so Rumberg. Für die nächsten drei Jahre soll dazu ein Projektmanager – über Eigen- und Fördermittel finanziert – eingesetzt werden.

Mit der eingeweihten Tafel, auf der Wissenswertes zur Geschichte der Station zu finden ist, wird nun auch die Zugehörigkeit zum sachsenweiten Marketingnetzwerk der DAMPFBAHN-ROUTE vor Ort sichtbar gemacht. Freital-Hainsberg ist jetzt eine der mehr als 60 Stationen, an denen Eisenbahngeschichte erlebt werden kann. Die Stadt Freital ebenso wie Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), welche die Weißeritztalbahn betreibt, sind bereits seit mehreren Jahren Kooperationspartner der Marketingplattform.

Mehr als 160 Kooperationspartner haben sich in den vergangenen Jahren unter dem Dach der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen zusammengeschlossen, um das reiche Kulturerbe historischer Eisenbahnen, welches in der Dichte und Vielfalt europaweit seinesgleichen sucht, touristisch zu erschließen und gemeinsam zu präsentieren.

Entlang der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen werden Höhepunkte aus Kunst und Kultur, weltberühmtes Traditionshandwerk, hochwertige Wellnessangebote oder unverwechselbare Naturschönheiten mit vielfältigen Möglichkeiten für Aktivurlaub verbunden.

Die zahlreichen eingebundenen Partner der Ferienstraße bieten den Gästen nicht nur erlebnisreiche Möglichkeiten zum Bahnfahren, auch interessante Tagesangebote, wie „Braumeisters Dampfzug“ an der Weißeritztalbahn oder Übernachtungspakete mit inbegriffenen Dampfzugfahrten, beispielsweise angeboten vom Hotel Rabenauer Mühle, runden das Spektrum ab.

Die Weißeritztalbahn ist seit 1883 im Dienst und die damit älteste Schmalspurbahn Deutschlands, die sich noch im öffentlichen Planverkehr befindet. Seit Juni 2017 verkehrt die „Bimmel“ wieder bis zum Endbahnhof im Kurort Kipsdorf. Der Abschnitt zwischen Hainsberg und Dippoldiswalde war bereits 2008 wieder eingeweiht worden. Insgesamt sind in den Wiederaufbau der Strecke 40 Millionen Euro geflossen, die maßgeblich aus Fluthilfefonds des Freistaates kamen. „Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren, im August 2002, ist die Strecke der Weißeritztalbahn beim Jahrhunderthochwasser 2002 in weiten Teilen zerstört oder stark beschädigt worden. Ich bin daher besonders froh, dass wir heute dieses Schild einweihen konnten ­– und das an einem Bahnhof, von dem die Dampflok jetzt wieder durchweg und tagtäglich hoch ins Osterzgebirge schnauft“, so Oberbürgermeister Uwe Rumberg abschließend.

www.freital.de

www.weisseritztalbahn.de / www.weisseritztalbahn.com

www.dampfbahn-route.de

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Weigel

Pressesprecher

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Zuckertütenfahrt 2017

Auch in diesem  Jahr gab es für die Schulanfänger einen Zuckertütenzug. Dieser brachte die Schulanfänger und ihre Gäste nach dem Bahnhof Seifersdorf, wo die SDG und die IGW  Kaffee und Kuchen anboten. Für die Schulanfänger gab es noch eine kleine Zuckertüte vom „Zuckertütenbaum“.

 

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Schön hier zu Hause

 
 
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Gut zu wissen

Die SZ hat die Bürger zum Urlaub in der Heimat befragt – die Weißeritztalbahn spielt dabei eine wichtige Rolle.

08.08.2017
Von Franz Werfel

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Mit einem Sonderzug hat die Weißeritztalbahn am 17. Juni ihren Betrieb auf der Strecke zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf wieder aufgenommen.

© dpa

Osterzgebirge. Zu Hause, wo andere Urlaub machen – längst nicht auf jede Region kann man diesen Spruch sinnvoll anwenden. Doch auf die beiden Tourismusgebiete des Landkreises, die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge, trifft er zu. Das bestätigt nun erneut eine aktuelle Umfrage, die die Sächsische Zeitung in den vergangenen Monaten bei Lesern und Nichtlesern durchgeführt hat. Dabei ging es darum, ob und wie die Bürger ihre Heimat für Ausflüge nutzen. Zwar ist die Umfrage nicht repräsentativ, da die Befragten willkürlich ausgewählt wurden. Dennoch zeichnet sie – wegen der hohen Teilnehmerzahl von gut 1 300 Einwohnern des Landkreises – ein gutes Stimmungsbild aus der Region.

So haben vier von fünf Befragten angegeben, dass sie in diesem Jahr schon mindestens einmal einen Ausflug in die Sächsische Schweiz oder das Osterzgebirge unternommen haben. Die Frage, ob sie eine der beiden Tourismusregionen guten Bekannten für einen Tagesausflug empfehlen würden, bejahten 96 Prozent. Für einen mehrtägigen Urlaub würden 92 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ihre Heimat eigenen Bekannten empfehlen. Dass der Tagestourismus sowohl im Osterzgebirge als auch in der Sächsischen Schweiz eine wichtige Rolle spielt, bestätigen die beiden großen Tourismusverbände. Weil Tagesgäste aber nicht in der Region übernachten, kann man sie statistisch nicht erfassen. Die letzte Studie zum Tagestourismus im Erzgebirge stammt aus dem Jahr 2007. Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer hatte der Tourismusverband Erzgebirge die Tagesurlauber mit rund 23 Millionen Aufenthaltstagen berechnet. Dem standen im vergangenen Jahr drei Millionen gebuchte Übernachtungen gegenüber. Demnächst will der Verband für das Erzgebirge eine neue Studie zu Tagesgästen in Auftrag geben, teilt Sprecherin Doreen Burgold mit. „Der Tagestourismus spielt für das Reisegebiet Erzgebirge eine bedeutende Rolle“, sagt sie.

Ähnlich sieht es in der Sächsischen Schweiz aus. Zu den 1,5 Millionen statistisch erfassten Übernachtungen kam 2016 eine weitere Million in Hotels und Pensionen hinzu, die weniger als zehn Betten haben. Das entspricht insgesamt fast 700 000 Besuchern, sagt Tino Richter. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz schätzt, dass jährlich noch sieben bis acht Millionen Tagesgäste hinzukommen. Diese Gäste besuchen einzelne Stationen, kommen zum Klettern – und kehren in die Gaststätten vor Ort ein.

Zwar sei der Verband nicht vordergründig für die Urlauber aus der Heimatregion da. Denn Aufgabe sei es, die Sächsische Schweiz in Deutschland und dem Ausland zu bewerben. „Aber natürlich profitieren auch die Bürger aus der Region von unseren Veranstaltungen und den Informationen“, so Richter. Die neue Freizeitbroschüre, die in Dresden und Umgebung verteilt werde, musste sein Team in diesem Jahr schon nachdrucken. „Wenn Einwohner des Landkreises uns anrufen, beraten wir auch sie kostenlos am Telefon, etwa zu Wanderrouten.“ Auch von anderen Beratungsangeboten des Verbandes kann jeder profitieren. So etwa vom Tourismus-Blog oder der Smartphone-App, mit der sich Nutzer unkompliziert Ausflugstipps aufs Handy holen können. „Die von uns erstellten 20 Tipps für schlechtes Wetter gehören zu den meistabgerufenen Internetseiten unseres Webauftrittes“, sagt Tino Richter.

Von Schlechtwettervorschlägen haben auch die Einwohner des Osterzgebirges etwas. Seit sieben Wochen ist mit der wiedereröffneten Strecke der Weißeritztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf eine weitere Attraktion hinzugekommen. „Alle historischen Bahnen sind absolute touristische Highlights im Erzgebirge“, sagt Doreen Burgold. Die Erzgebirgsbahn, die Fichtelbergbahn und die Weißeritztalbahn werden in Broschüren, Anzeigen und im Internet beworben. In der SZ-Umfrage gaben fast 90 Prozent der Teilnehmer an: Die Strecke bis nach Kipsdorf wird zur Attraktivität des Osterzgebirges beitragen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/schoen-hier-zu-hause-3744928.html

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Freital wird Teil der Dampfbahn-Route

 
 
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Als Teil der Ausflugsstraße will sich die Stadt besser vermarkten – und mehr Besucher anlocken.

26.07.2017
Von Tobias Winzer

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Die Weißeritztalbahn und die Region Freital werden Teil der sächsischen Dampfbahnroute.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital-Hainsberg. Die Weißeritztalbahn fährt zwar schon seit Ewigkeiten in Hainsberg ab, doch jetzt soll Freital auch offiziell Teil der sächsischen Dampfbahnroute werden. Wie das Rathaus mitteilt, bekommt der Bahnhof Hainsberg am 10. August ein entsprechendes Stationsschild. Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) sowie Vertreter der Dampfbahnroute und der Interessengemeinschaft Weiße-ritztalbahn werden es enthüllen. Mit der Tafel, auf der Wissenswertes zur Geschichte der Station zu finden ist, wird die Zugehörigkeit zum sachsenweiten Marketingnetzwerk der Dampfbahn-Route vor Ort sichtbar gemacht.

Bei der Dampfbahnroute handelt es sich um eine Freizeitstraße – ähnlich wie die Sächsische Weinstraße oder andere. An insgesamt 60 Stationen im Freistaat kann Eisenbahngeschichte erlebt werden. Die Stadt Freital wie auch der Betreiber der Weißeritztalbahn, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), gehören seit mehreren Jahren zu den mehr als 160 Kooperationspartnern der Marketingplattform. Gemeinsames Ziel ist es, unter dem Dach der Dampfbahn-Route das reiche Kulturerbe historischer Eisenbahnen touristisch zu erschließen und gemeinsam zu präsentieren.

Als offizieller Teil der Dampfbahnroute kann Freital nun besser über die Plattform für weitere Attraktionen in der Stadt und für Übernachtungsmöglichkeiten werben. Unter dem Titel der Dampfbahnroute werden unter anderem Kalender, Briefmarken und DVDs herausgegeben.

Mehr hier

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/freital-wird-teil-der-dampfbahn-route-3735343.html

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Schmalspurbahn-Festival 2017

Erster Märchenzug fährt bis Kipsdorf

 
 
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Am Freitag startet eine Veranstaltungsreihe speziell für Kinder.

12.07.2017

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Die Weißeritztalbahn wartet mit einem Märchenzug auf.

© Archiv: SZ

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Der komplette Wiederaufbau der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg bis hoch nach Kipsdorf bringt diese Woche auch für die traditionell fahrenden Märchenzüge eine Premiere. Der erste Zug in dieser Veranstaltungsreihe startet am Freitag, um 10 Uhr, am Bahnhof Dippoldiswalde in Richtung Gebirge. Er wird nicht nach Freital fahren, wie in all den Jahren vorher, sondern zum ersten Mal hoch nach Kipsdorf, informierte Anke Eichler, Projektmanagerin beim Tourismusverband Erzgebirge. Weil jetzt Ferienzeit ist, fährt der Zug auch nicht am Nachmittag, sondern schon vormittags.

Die Märchenfee Gisela Möckel wird die Kinder mit einem bunten Märchenprogramm unterhalten. Außerdem erwartet ein kleiner Imbiss die Kinder. Die Fahrt im Märchenabteil kostet pro Kind zehn Euro. Eltern oder Großeltern können im Nachbarwagen Platz nehmen. Für sie gilt der normale Fahrpreis. Das macht von Dippoldiswalde nach Kipsdorf und zurück 15 Euro. (SZ/fh)

Der Tourismusverband Erzgebirge bittet um Anmeldungen unter  03504 614877 oder per E-Mail unter

dippoldiswalde@erzgebirge-tourismus.de

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/erster-maerchenzug-faehrt-bis-kipsdorf-3725385.html

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Feiern unter Volldampf

 
 
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Zum Schmalspurbahn-Festival können an der Weißeritztalbahn Züge bestaunt, Schnäpse verkostet und Loks mit Muskelkraft bewegt werden.

12.07.2017
Von Tobias Hoeflich

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Am 17. Juni versammelten sich viele Schaulustige, als nach großer Sanierung die erste Dampflok in Kipsdorf einrollte. Die Macher des Schmalspurbahn-Festivals erhoffen sich für dieses Wochenende von der Eröffnung ein Plus bei den Besucherzahlen.

© Egbert Kamprath

Freital. Konkrete Zahlen will Mirko Froß nicht nennen, wenn er nach Besucherzahlen fürs Wochenende gefragt wird. Fünfstellig soll es werden, hofft der Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG). Schon vergangenes Jahr kamen mehr als 10 000 Besucher zum Schmalspurbahn-Festival. Dafür drückte die Hitze 2015 die Zahlen nach unten. „Da hatten wir 37 Grad“, rollt Froß mit den Augen.

Dieses Jahr haben Eisenbahnfreunde einen zusätzlichen Grund zum Feiern. Seit Juni dampft die Weißeritztalbahn nach jahrelanger Sanierung wieder durchgängig von Freital über Dippoldiswalde bis Kipsdorf. „Davon erhoffen wir uns einen zusätzlichen Schub“, sagt Gabriele Clauss, Marketingleiterin des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO). Dementsprechend üppig ist das Programm für die neunte Auflage des Festivals an diesem Wochenende.

Für Bahnfreunde: Sonderzüge ergänzen den Fahrplan

Dreimal täglich werden die Planwagen der SDG am Sonnabend und Sonntag zwischen Freital und Kipsdorf pendeln. Zusätzlich sind ein Zug der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn sowie ein Altbauwagen-Zug der Reichsbahn unterwegs. Letzterer startet 11.27 Uhr und 15.55 Uhr in Freital-Hainsberg, zurück von Kipsdorf geht’s ab 13.50 Uhr und 17.42 Uhr.

Der Zug der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn verlässt Freital-Hainsberg um 9.25 Uhr Richtung Kipsdorf und 15.12 Uhr Richtung Dipps. Im umgekehrte Richtung startet er um 12.37 Uhr in Kipsdorf, außerdem 16.55 Uhr in Dipps. Zwei volle Umläufe seien nicht zu schaffen, erklärt Froß. Schließlich brauchen die Wagen für die gesamte Strecke mehr Zeit. Kinderwagen und Fahrräder können darin leider nicht transportiert werden, sagt Froß. Dafür fahren Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen frei.

Für Familien: Zauberei und Zirkus am Hainsberger Bahnhof

Entlang der gesamten Strecke wird es an mehreren Orten ein Unterhaltungsprogramm für Besucher geben. „Hauptaugenmerk liegt wieder auf dem Areal am Bahnhof Freital-Hainsberg“, so Gabriele Clauss. Am Sonnabend um zehn Uhr wird hier ein Kinderzirkus die kleinen Besucher zum Staunen bringen. Sonntagmittag um halb eins zeigen Magier ihre Tricks beim „Zauberlehrstuhl“. Am Rabenauer Bahnhof wird zudem eine Kindereisenbahn rollen.

Für Durstige: Im Oldtimer zur Schnapsverkostung

Erstmals ist die Altenberger Likörfabrik Teil des Festivalprogramms. An beiden Tagen starten die Touren dorthin jeweils 9 und 13 Uhr: zunächst mit dem Dampfzug nach Kipsdorf, dann mit einem Oldtimer-Bus nach Altenberg. Hier können sich Teilnehmer durch die Fabrik führen lassen und dabei auch den Schnaps probieren. Für die Kräutertour ist eine Anmeldung erforderlich, betont Mirko Froß. Damit das Hochprozentige nicht in leere Mägen fließt, wird überall entlang der Strecke auch Essen gereicht. Ein Höhepunkt dürfte das große Grillen am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr in Coßmannsdorf sein.

Für Kräftige: Wettstreit beim Gruppen-Lokziehen

Wer selbst aktiv werden will, ist beim Lokziehen am Sonnabend um 17 Uhr in Hainsberg richtig. „Jeweils acht Personen können unter Beweis stellen, dass für sie das gemeinsame Ziehen einer Lokomotive kein Problem ist.“ Eine Dampflok wird es aber wegen des zu großen Gewichts nicht werden, so viel verrät Froß schon mal. Noch offen ist dagegen, wie lang die Strecke sein wird. „Wenn’s kräftige Männer sind, machen wir hundert Meter. Wenn nicht, dann nur vierzig“, lacht Froß. Wie für die Kräutertour müssen sich Teilnehmer beim Lokziehen auch anmelden.

Für Romantiker: Sonderzüge fahren zum Feuerwerk

Am Sonnabend um Punkt 22.30 Uhr wird das Feuerwerk „Malter in Flammen“ den Himmel über der Talsperre zum Leuchten bringen. Im Anschluss können es Besucher im Strandbad Paulsdorf selbst krachen lassen. Sonderzüge bringen die Besucher dafür nach Malter und zurück: 21.07 Uhr und 22.48 Uhr ab Freital-Hainsberg, zurück ab Malter um 21.53 Uhr und 23.34 Uhr.

Für Danksager: Viele Ehrenämtler und Spender ermöglichen das Fest

Neben VVO, SDG, Tourismusverband und den Städten Freital, Dipps, Rabenau und Altenberg wirkt auch die IG Weißeritztalbahn an dem Festival mit. „Über zwanzig Mitglieder von uns werden am Wochenende im Einsatz sein“, sagt Vereinsvorsitzender Ralf Kempe. Auch andere lokale Firmen und Vereine unterstützen die Veranstalter.

9. Schmalspurbahn-Festival der Weißeritztalbahn: Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Das komplette Programm und den Sonderfahrplan zum Festival finden Sie hier

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/feiern-unter-volldampf–3724939.html

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Ideen für die Weißeritztalbahn

 
 

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Anke Eichler vom Tourismusverband will die Touristenattraktion attraktiv halten. Wie das gelingen soll, erklärt sie im Gespräch mit der SZ.

10.07.2017
Von Maik Brückner

 die Weißeritztalbahn
Anke Eichler ist als Leiterin der Arbeitsgruppe Angebote Weißeritztalbahn beim Tourismusverband Erzgebirge für die Vermarktung rings um die Bahnstrecke zuständig. Hier steht sie auf dem Bahnhof in Dippoldiswalde.

© Frank Baldauf

Freital/Kipsdorf. Seit drei Wochen fährt die Weißeritztalbahn wieder auf der gesamten Strecke bis zu ihrem Endbahnhof in Kurort Kipsdorf. Am kommenden Wochenende wird entlang der ganzen Bahnlinie von Freital bis Kipsdorf erstmals wieder das Schmalspurbahnfestival gefeiert. Die Bahn ist eine der großen Tourismusattraktionen in der Region. Nach dem Wiederaufbau ist sie auch eine Herausforderung für die touristischen Anbieter. Darüber sprach die Sächsische Zeitung mit Anke Eichler, die beim Tourismusverband Erzgebirge für Projekte und Themen verantwortlich ist.

Frau Eichler, ein wichtiges Thema in Ihrer Arbeit ist die Weißeritztalbahn. Welche Aufgaben sehen Sie für sich nach dem Wiederaufbau?

Unser Ziel als Tourismusverband ist es, das Thema Bahn- und Oldtimererlebnis in seinen vielen Facetten zu fokussieren. Deshalb haben wir vor vier Jahren die erzgebirgischen Eisenbahn- und Oldtimererlebnistage ins Leben gerufen. Mit diesem Angebot sollen sachsen-, aber auch deutschlandweit Bahn- und Oldtimerinteressierte angesprochen werden. Im Ausland liegt unser Fokus vor allem auf der Schweiz und auf Österreich. Eine Schmalspurbahn wie unsere Weißeritztalbahn ist ein technisches und emotionales Highlight und lässt die Herzen, egal welchen Alters, höher schlagen. Wichtig ist aber, dass sowohl die Bahnfahrt an sich als auch das Umfeld attraktiv gestaltet und in der Region optimal vernetzt werden.

Welchen Anteil hat dabei Ihr Verband?

Unsere Aufgabe ist dabei die Vermarktung. Um zu zeigen, was der Gast derzeit entlang der Strecke sehen, erwandern und erleben kann, haben wir gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Oberelbe und der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft eine Wanderkarte mit dem Titel „Auf Entdeckertour mit der Weißeritztalbahn“ herausgebracht. Auf dieser finden die Bahnfahrer alle Sehenswürdigkeiten rechts und links der Strecke, angefangen von Museen bis hin zu Freizeitattraktionen wie der Sommerrodelbahn in Altenberg. Eingearbeitet haben wir Wanderwege, die dorthin führen. Wir haben versucht, den Bahnfahrern an jeder Haltestelle mindestens zwei Vorschläge zu unterbreiten.

Dabei fällt auf, dass Sie nicht nur das Weißeritztal im Blick hatten. Warum?

Das Weißeritztal ist zwar landschaftlich sehr reizvoll. Es gibt eine Menge kleiner Sehenswürdigkeiten, eine richtig große fehlt allerdings. Bei der Fichtelbergbahn ist das anders. Dort haben die Bahnfahrer mit Oberwiesenthal ein großes touristisches Zentrum. An der Weißeritztalbahn fehlt das. Deshalb haben wir die Ausflugsregion breiter gezogen und empfehlen zum Beispiel auch eine Wanderung zum Uhrenmuseum nach Glashütte. Von dort aus können die Besucher mit der Müglitztalbahn weiterfahren. Wir empfehlen auch eine Wanderung über Spechtritz nach Höckendorf oder über Bärenfels, Schellerhau nach Altenberg. Am Wegesrand gibt es mehrere Gaststätten und mit Altenberg einen attraktiven Tourismusort. Neu ist auch eine Landpartie: eine Wanderung nach Reichstädt mit Besuch der Spinnstube, der Töpferei und des Schlosses bzw. Schlossgartens oder auch die Einbindung der George-Bähr-Kirche in Schmiedeberg in einen Rundwanderweg.

Die Bahn fährt wieder bis Kipsdorf. Was muss getan werden, damit die Züge auch voll sind?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns schon lange. Mit Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes 2008 gründeten wir mit den Anliegerkommunen eine Arbeitsgruppe, in der wir Ideen zusammengetragen haben. Wir haben versucht, Angebote zu entwickeln. Gästeführer haben thematische Wanderungen organisiert. Dabei geht es beispielsweise um Wölfe, Schmuggler und Eremiten oder um die Spuren des romantischen Malers Ludwig Richter. Reiseveranstalter bauen die Bahn in ihre Programme ein, wie die Agentur Sachsenträume, die „Braumeisters Dampfzug“ organisiert. Die Bahn fährt mit einem Sonderzug zu „Malter in Flammen“, und wir als Tourismusverband organisieren sechs- bis zehnmal im Jahr den „Märchenzug“ und ein-, zweimal im Jahr den „Stollenzug“. Sehr beliebt sind auch die Dixielandzüge der IG Weißeritztalbahn. Ausbaufähig ist sicher die Kombination des Themas „Eisenbahn und Oldtimer“. Oldtimerausstellungen an der Bahn oder die Kombination mit Oldtimer-Rallyes sind vorstellbar.

Reicht das?

Der Reiz des Neuen, nun mit der Bahn bis Kipsdorf zu fahren, wird schnell wieder verfliegen. Deshalb ist es wichtig, neben den vorhandenen Attraktionen neue zu schaffen.

Was müsste noch getan werden?

Es gibt viele Ideen, nur braucht jede Idee jemanden, der sie auch umsetzt, zeitlich, unternehmerisch und finanziell realisiert. Mein Wunsch wäre beispielsweise ein familienfreundlicher, bahnbegleitender Radweg. Mit der Bahn hoch, mit dem Rad wieder runter und an der Strecke mehrere kleine Erlebnisbereiche für Kinder. Das könnte in Anlehnung oder unter Einbeziehung des Sagenweges im Rabenauer Grund entwickelt werden. Auch Kultur in der Bahn ist ein Thema. Ob Puppenspiel, Blasmusik oder sogar Rock entlang der Bahn. Hier wären auch Umbauten einzelner Wagen mit Mikro und Sitzplätzen in einer Blickrichtung wünschenswert.

Wie steht es um die Verknüpfung der Bahn mit anderen Attraktionen?

Eine wichtige Überlegung wurde im letzten Jahr in Altenberg mit der erneuten Aufnahme des Ski- und Wanderbusses umgesetzt. Die Frage ist ja, wie kommen die Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln von den Bahnhöfen in die Region und dorthin, wo es schon attraktive Sehenswürdigkeiten gibt.

Was halten Sie von der Initiative, einen Projektmanager einzustellen, der sich in den nächsten drei Jahren um die Vermarktung kümmern soll?

Das können wir nur begrüßen. Wie gesagt, Ideen gab und gibt es, nur an der Umsetzung scheiterte es. Sicher ist das auch der Tatsache geschuldet, dass es die letzten Jahre viel Unsicherheit um die Bahnstrecke gab. Erst war die Diskussion, ob überhaupt weiter gebaut wird, und dann die Frage, wie oft die Strecke befahren wird. Nun haben sich die anliegenden Kommunen zusammengetan und versuchen gemeinsam, ortsübergreifend zu arbeiten. Es ist ganz wichtig, ein Projektmanagement zu haben, das sich ganz diesem Vorhaben widmet.

Einmal persönlich gefragt: Was war Ihr erster Eindruck?

Was mich bei der Eröffnung sehr angenehm überrascht hat, war das Ankommen in Kipsdorf. Die Infostelle im Bahnhof mit großen Prospektwänden zur Region, die Ausgestaltung und der Empfang waren sehr einladend.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ideen-fuer-die-weisseritztalbahn-3723116.html

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