Archiv für die Kategorie „Presse / Medien“

2019 wird schwierig für die Weißeritztalbahn

Die Weißeritztalbahn dampft durch den Winterwald zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf. Wer das Eisenbahnerlebnis einmal genießen will, hat dieses Jahr etwas Eile. Er sollte das noch vor Mitte Juli einplanen, danach gibt es Einschränkungen. © Foto: Egbert Kamprath

Der erste Ansturm nach der Wiedereröffnung lässt nach. Dazu kommt noch einmal eine mehrmonatige Zwangspause.

Die Zahlen kommen nicht überraschend, schätzte Mirko Froß, Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, auf einer Pressekonferenz am Dienstag ein. Erstens lässt die Begeisterung nach, die unmittelbar nach der Wiedereröffnung der Strecke geherrscht hat. Zweitens haben die Eisenbahner ihre Statistik verändert. Sie zählen die Fahrgäste nicht einzeln, sondern errechnen ihre Zahl aus den verkauften Fahrkarten. Rund ein Viertel der Fahrkarten sind Familienkarten, mit denen zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder mitfahren dürfen. Bisher ging also eine Familienkarte mit sechs Fahrgästen in die Rechnung ein, erklärte Froß. In der Regel sind bei einer Familie aber zwei Kinder dabei, und daher wird von jetzt an eine Familie mit vier Personen angerechnet, auch wenn die Statistik weniger schön aussieht.

Das zieht die Zahlen runter, weil Familien eine ganze wichtige Gruppe unter den Fahrgästen ausmachen. 25 Prozent der Fahrgäste sind mit Familienkarten unterwegs, 52 Prozent mit Einzelkarten und 20 Prozent mit Gruppenkarten. Der Rest sind verschiedene Angebote wie die Fünferkarten, die sich an Eisenbahnfans richten, die gleich mehrfach mitfahren wollen. Insgesamt zeigt sich auch Ralf Kempe, der Vorsitzende der IG Weißeritztalbahn, zufrieden mit den Fahrgastzahlen. 

Der allerletzte Bauabschnitt

Dabei steht aber jetzt schon fest: In diesem Jahr wird die Besucherzahl weiter zurückgehen. Denn die Weißeritztalbahn muss vom 17. Juli bis zum 15. November auf dem Abschnitt von Dipps bis Kipsdorf noch einmal eine Baupause einlegen. Eine wichtige Restarbeit im Rahmen des Wiederaufbaus ist noch zu erledigen. Die Brücke in Obercarsdorf über die Rote Weißeritz muss neu gebaut werden. Sie funktioniert zwar für die Eisenbahn, aber sie ist zu klein für den Fluss. Das zeigen die Erfahrungen aus dem Hochwasser 2002. Die Weißeritz muss unter der Brücke drei Meter breiter werden, damit mehr Wasser fließen kann. Die Baukosten schätzt Froß einschließlich Planung auf rund eine Million Euro, wie er auf SZ-Nachfrage sagte. „Aber ich bin gespannt auf das Ergebnis der Ausschreibung.“

2015 fehlten noch die Zustimmung von Anliegern und wasserrechtliche Genehmigungen. Daher wurde hier ein Provisorium eingerichtet. Die Brücke kann im Hochwasserfall hochgekurbelt werden. Das Technische Hilfswerk würde das im Ernstfall übernehmen und hat eine solche Aktion einmal geprobt. Die neue Flussquerung wird nun eine sogenannte Trogbrücke, wo in einem Trog ein Schotterbett und die Gleise verlegt werden. Das hat den Vorteil, dass die Unterseite glatt ist. Holzstämme, Äste und anderes Treibgut können sich bei einem Hochwasser nicht mehr verhaken.

In Kreisen von Tourismusunternehmen wird die Idee diskutiert, während dieser Zeit einen kleinen Zugverkehr zwischen Obercarsdorf und Kipsdorf einzurichten, wie Kempe berichtete. Froß lehnt das aber rundheraus ab. „Dafür wären zusätzliche Züge und Personal erforderlich. Wirtschaftlich wäre das Wahnsinn“, sagte er gegenüber der SZ. Er begründet auch die Terminwahl. Eine Streckensperrung passt eigentlich nie. In der Sommersaison, wenn die Bauleute arbeiten können, ist auch der meiste Betrieb auf der Eisenbahn. Mit dem Bautermin von Juli bis November können die großen Höhepunkte auf der Strecke wie Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und das Schmalspurbahn-Festival noch auf der vollen Länge gefeiert werden. Dann ist ab Dipps gesperrt. Die Dampfeisenbahngesellschaft wird Anfang März die Arbeiten europaweit ausschreiben. „Dann haben wir noch einen Zeitpuffer, damit sie pünktlich im Juli beginnen“, sagte Froß. Er ist zuversichtlich, dass sie bis November abgeschlossen sind. Dann könnte die Bahn in der Weihnachtszeit wieder fahren.

Quelle: https://www.saechsische.de/2019-wird-schwierig-fuer-die-weisseritztalbahn-5032547.html

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Schneepflug unter Volldampf

Viele Schneepflüge waren unterwegs im Osterzgebirge, aber wahrscheinlich kein zweiter mit Dampfantrieb. Eine Lok mit Schneepflug hat am Montag die Strecke der Weißeritztalbahn freigeschoben, ehe diese wieder bis Kipsdorf fahren konnte. © Egbert Kamprath

Jede Menge Neuschnee ist gefallen. Mit dem Winterdienst klappt es, aber es gibt einige kritische Stellen.

Nicht einmal die Loks der Weißeritztalbahn haben es am Montag mehr durch den Schnee geschafft. Die Züge um 9.25 Uhr und 11.11 Uhr ab Kipsdorf fielen aus. Erst einmal musste eine Lok mit Schneepflug auf die Strecke. Doch das Gespann hatte selbst eine Panne und musste erst auf dem Bahnhof Schmiedeberg repariert werden. Aber am Nachmittag war die Schmalspurstrecke wieder geräumt.

Doch das war nur einer von unzähligen Räumeinsätzen. Der Winter hatte am Sonntag eine ordentliche Ladung Schnee in die Region gebracht. Trotz aller Bemühungen wie Winterdienst teilweise in drei Schichten ist es allerdings nicht gelungen, das gesamte Straßennetz frei zu halten.

Quelle: https://www.saechsische.de/schneepflug-unter-volldampf-5031611.html

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Mehr Züge zum Jahreswechsel

Vom 1. bis 6. Januar fährt die Weißeritztalbahn nach Ferienfahrplan viermal täglich von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf. © Karl-Ludwig Oberthür

Silvester sind mehr S-Bahnen nach Dresden unterwegs. Zum Jahresbeginn fährt auch die Weißeritztalbahn öfter.

Richtung Pirna erfolgen die letzten Abfahrten um 1.00 Uhr und 2.32 Uhr. Auch Tharandt und Freital sind nach Mitternacht noch mit der S-Bahn erreichbar. „Eine zusätzliche S 3 fährt 1.37 Uhr ab dem Hauptbahnhof“ erklärt Lutz Auerbach. Richtung Dresden fahren zwei Züge 0.15 Uhr ab Bad Schandau und 2.00 Uhr ab Pirna. Auch auf der S 3 gibt es eine späte Rückfahrt: Ein letzter Zug fährt 2.03 Uhr von Tharandt zurück nach Dresden.

Für die frühmorgendliche Heimreise in die Region sorgen darüber hinaus die Busse des Nachtverkehrs. Die Nachtbuslinien nach Heidenau und Pirna, Dippoldiswalde, Wilsdruff und Freital verkehren gegen 1.15 Uhr und 2.45 Uhr von Dresden.

Vom 1. Januar bis zum 6. Januar ist die Weißeritztalbahn im Ferienfahrplan unterwegs und fährt viermal täglich von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf. Während der Ferien rollt auf der Strecke neben dem planmäßigen Zug zusätzlich ein Zug der Deutschen Reichsbahn aus den 1960er-Jahren. Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 in Freital-Hainsberg zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde. (SZ)

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Weißeritztalbahn wird teurer

Das dampft mächtig. Eine Lok der Weißeritztalbahn verbraucht täglich bis zu zwei Tonnen Kohle. © Egbert Kamprath

Die Loks verheizen täglich bis zu zwei Tonnen Kohle. Die ist enorm im Preis gestiegen. Das hat Folgen für die Fahrgäste.

Wer mit der Weißeritztalbahn fahren und dabei einige Cent sparen will, sollte sich beeilen. Denn zum neuen Jahr steigen die Fahrpreise für die Dampfzüge auf der Strecke zwischen Freital und dem Osterzgebirge. Eine Einzelfahrt von Freital nach Kipsdorf beispielsweise kostet bis Silvester noch 12,20 Euro und ab Januar 2019 dann 12,40 Euro. Wobei die Fahrpreissteigerung auch die anderen Strecken betrifft, welche die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft betreibt, also auch die Bahn im Lößnitzgrund und die Fichtelbergbahn.

„Wir folgen damit der allgemeinen Preisentwicklung“, sagt Betriebsleiter Mirko Froß. Die Bahngesellschaft ist bei allen Betriebsmitteln mit Kostensteigerungen konfrontiert. „Besonders ins Gewicht fällt der Kohlepreis“, sagt Froß. Täglich verfeuern die Heizer auf den Loks 1,5 bis 2 Tonnen. Der Preis für die Kohle ist in den letzten fünf, sechs Jahren um die Hälfte gestiegen. Das ist eine wesentliche Ursache für die Anhebung der Fahrpreise.

Die Dampfeisenbahngesellschaft hat eine lineare Anhebung um rund zwei Prozent kalkuliert. Dabei wurde aber darauf geachtet, dass keine krummen Preise, sondern runde Zehn-Cent-Beträge entstehen. Deswegen bleiben die kurzen Strecken mit einer Preisstufe von der Anhebung verschont, also beispielsweise von Malter bis Dippoldiswalde oder von Schmiedeberg nach Kipsdorf. Eine soziale Komponente haben die Eisenbahner auch berücksichtigt. Die Preise für eine Einzelfahrt mit Familienkarte werden nicht erhöht.

Quelle: https://www.saechsische.de/weisseritztalbahn-wird-teurer-5014736.html

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Neuer Lokschuppen für Weißeritztalbahn

So sieht der neue Lokschuppen der Weißeritztalbahn derzeit aus. Bis zur Inbetriebnahme sind es nur noch wenige Wochen. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Bauarbeiten an dem Millionenvorhaben sind fast beendet. Für den Betrieb ergeben sich mehrere Vorteile.

Beim Bau eines neuen Lokschuppens für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg hat der Endspurt begonnen. Wie Betriebsleiter Mirko Froß mitteilt, werden voraussichtlich noch im Dezember die Arbeiten aller Gewerke weitestgehend abgeschlossen. „Im Januar werden dann noch Restarbeiten sowie Abnahmen und Inbetriebnahmen der einzelnen Anlagen durchgeführt“, so Froß.

Derzeit sind die Bauarbeiter noch dabei, unter anderem die Dachabdichtung und die Holzfassade fertigzustellen. Außerdem müssen die Arbeiten an den Außenanlagen und der Elektrik noch beendet werden. Zuletzt werden die Flächen beräumt, die für die Einrichtung der Baustelle genutzt werden mussten.

Der neue Lokschuppen befindet sich an der Straße Zum Güterbahnhof. Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert. Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Mit dem Neubau entsteht nun eine Zentralwerkstatt in Hainsberg. Die Werkstatt an der Ecke Carl-Thieme-Straße/Oberpesterwitzer Straße, in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen, stammt aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist schlecht, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. Deswegen wird diese Werkstatt geschlossen.

Das Gebäude in Potschappel wird künftig nur noch zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt. Die Bauarbeiten für den Lokschuppen hatten Mitte 2017 begonnen. Das gesamte Vorhaben kostet rund 2,8 Millionen Euro, wovon der Freistaat 90 Prozent fördert.

Auch wenn die Bauarbeiten im Januar abgeschlossen sein sollen, dauert es anschließend noch ein wenig, bis der neue Lokschuppen in Betrieb geht. Laut Betriebsleiter Froß sollen ab Anfang Februar die Maschinen in die neue Halle umgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt beginne die Nutzung der Halle. „Die volle Funktionsfähigkeit wird bis zum März hergestellt.“

Quelle: https://www.saechsische.de/neuen-lokschuppen-fuer-weisseritztalbahn-5013062.html

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Zwangsstopp für die Weißeritztalbahn

Eine junge Birke hat oberhalb von Schmiedeberg die Weißeritztalbahn blockiert. Der Zug musste einen Stopp einlegen, der zum Glück nicht lange dauerte.
© Foto: Egbert Kamprath

Winterwetter behindert den Verkehr in den höheren Lagen des Osterzgebirges und hält die Feuerwehren in Atem.

Gesperrte Straßen, verspätete Linienbusse und ein ungeplanter Stopp der Weißeritztalbahn: Das Winterwetter hat am Mittwoch den Verkehr in den höheren Lagen des Osterzgebirges behindert und die Feuerwehren in Atem gehalten. Hauptproblem war Schneebruch. In der Nacht zu Mittwoch ist bei Temperaturen knapp unter null Grad nasser, schwerer Schnee gefallen. Der ist für viele Bäume zu schwer geworden. Äste sind abgeknickt, manche Bäume komplett umgebrochen.

Nicht einmal die Weißeritztalbahn blieb verschont. Der Zug in Richtung Kipsdorf musste um 10.45 Uhr anhalten, weil eine umgestürzte Birke das Gleis blockierte. Mit Unterstützung der Kipsdorfer Feuerwehr haben Lokführer und Heizer das Hindernis aus dem Weg geräumt. Eine Viertelstunde später konnten sie wieder weiterdampfen. Das war glimpflich ausgegangen.

Die Feuerwehr aus Oberbärenburg wurde in der Nacht gerufen, weil zwischen Bärenstein und Hirschsprung ein Baum auf die Bielatalstraße gefallen war. Diese Kreisstraße ist am Mittwoch tagsüber gesperrt geblieben, weil die Gefahr durch Schneebruch zu groß war. Aus diesem Grund wurde auch die Serpentinenstrecke von Bärenstein hoch zum Glashütter Ortsteil Börnchen gesperrt.

Weiter rückten die Wehren in Fürstenwalde und Löwenhain aus, um Bäume wegzuräumen, wie Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) informierte. Die Falkenhainer Wehr wurde nach Dönschten gerufen, wo ein Baum umgestürzt war. Hier war auch die Schmiedeberger Wehr im Einsatz.

Im oberen Gebiet von Dipps mussten die Feuerwehren von Schönfeld, Sadisdorf und Hennersdorf Bäume beseitigen, teilte Dippoldiswaldes Stadtwehrleiter Michael Ebert mit. Die Beerwalder Wehr räumte in der Nacht einen Baum von der Straße zur Talsperre, informierte Wehrleiter Franz Pretzsch aus Klingenberg.

Forstmitarbeiter berichteten von einem Ast, der die Windschutzscheibe eines Autos durchschlagen hatte. Zum Glück ist der Fahrerin nichts passiert. Wie groß die Schäden im Forst sind, ist noch offen. „Jetzt kann noch niemand in die Bestände gehen. Das wäre viel zu gefährlich“, sagte Bert Hommel vom Forstbezirk Bärenfels.

Außerdem gab es wegen glatter Straßen Probleme. Zwischen Reichenau und Hennersdorf blieb ein Lkw liegen. Deswegen kam der Bus von Frauenstein nach Schmiedeberg nicht mehr durch. Verspätungen gab es nach Informationen des Regionalverkehrs auf verschiedenen weiteren Buslinien im Osterzgebirge, auch auf der Hauptlinie 360, die von Dresden über Dippoldiswalde nach Altenberg führt. (mit Egbert Kamprath)

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Neue Eigentümer für SDG – Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH

Ab dem 1. Januar 2019 haben die drei Schmalspurbahnen der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) neue Eigentümer. Zukünftig gehört die Betreiberin die Fichtelbergbahn, der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn den beiden Zweckverbänden Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Für Fahrgäste und Mitarbeiter hat der Kauf keine Auswirkungen: Die Bahnen rollen unverändert weiter. 

Quelle: https://www.vvo-online.de/de/vvo/presse/pressemitteilungen-239.cshtml

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VVO übernimmt Weißeritztalbahn

Die Weißeritztalbahn gehört ab Januar 2019 den Zweckverbänden Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) © Foto: Frank Baldauf

Ab Januar hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft neue Eigentümer. Für Fahrgäste soll sich nichts ändern.

Der bisherige Mehrheitseigentümer der SDG, die Regionalverkehr Erzgebirge GmbH (RVE), trennt sich „aus vergaberechtlichen Gründen“ von seinen Anteilen. Hintergrund ist, dass der Landkreis Mittelsachsen den Busverkehr im nächsten Jahr ohne Ausschreibung direkt an die RVE vergeben möchte. Laut EU-Vergaberichtlinien ist das aber nur möglich, wenn das begünstigte Unternehmen ausschließlich in dem Landkreis aktiv ist. Weißeritztalbahn und Lößnitzgrundbahn liegen aber außerhalb.

Der VVO besaß bereits ein Drittel der Anteile an der SDG und erwirbt nun für 665 000 Euro ein weiteres Drittel. Das restliche Drittel erwirbt die VMS zu ebendiesen Konditionen. „Die Anteile spiegeln die Tatsache wider, dass mit der Lößnitzgrundbahn und der Weißeritztalbahn zwei der drei Bahnen im Gebiet des VVO liegen“, erläutert Landrat Michael Harig, der Zweckverbandsvorsitzende des VVO. Trotz der veränderten Eigentumsverhältnisse bleibt Roland Richter sowohl Geschäftsführer der SDG als auch des RVE.

Die SDG betreibt mit historischen Fahrzeugen täglich Verkehr unter Dampf auf der Fichtelbergbahn zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal, auf der Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf sowie auf der Lößnitzgrundbahn von Radebeul Ost bis Moritzburg. Das Unternehmen befördert nach eigenen Angaben jährlich rund 650 000 Fahrgäste und beschäftigt 105 Mitarbeiter.

Quelle: https://www.saechsische.de/vvo-uebernimmt-weisseritztalbahn-5010381.html

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Nikolaus fährt Weißeritztalbahn

 

© Archivfoto: Egbert Kamprath

Der Kleinbahnadvent mit Sonderzügen gehört zur Tradition im Osterzgebirge.

Der Kleinbahnadvent ist jedes Jahr ein Veranstaltungshöhepunkt entlang der Weißeritztalstrecke. Auch dieses Jahr fährt die Weißeritztalbahn am ersten Adventswochenende viermal täglich von Freital-Hainsberg bis Kipsdorf. Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft nennt die Zeiten: „Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 Uhr in Freital zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“ Entlang der Strecke finden viele Veranstaltungen statt.

Gabriele Clauss, Marketingleiterin im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) empfiehlt: „Im Bahnhof Freital-Hainsberg stehen Weihnachtsbasteln und eine Modellbahnausstellung auf dem Programm.“ Am Endbahnhof in Kipsdorf gibt es einen Bustransfer nach Schellerhau zum dortigen Weihnachtsmarkt mit Bergaufzug. Am Sonntag, dem 2. Dezember, begleitet ein besonderer Fahrgast die Züge: der Nikolaus.

Fahrplan- und Tarifinfos Tel. 035207/89290 oder 0351/852 65 55 sowie im Internet: www.weisseritztalbahn.com oder www.weisseritztalbahn.de

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Weißeritztalbahn macht mal Pause

Für notwendige Arbeiten an der Bahnstrecke wird sie für die Züge gesperrt.

01.11.2018

Dippoldiswalde. Zwei Wochen lang wird das vertraute Bimmeln der Weißeritztalbahn zwischen Freital und Kipsdorf fehlen. Die Schmalspurbahn macht vom 5. bis 16. November ihre jährliche Betriebspause.

Das ist eine Zeit, in der meist weniger Fahrgäste unterwegs sind als in anderen Jahreszeiten. Das nutzt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft für Arbeiten, die bei laufendem Betrieb nicht möglich sind. So wird eine Gasleitung zur Werkstatt im neuen Lokschuppen in Freital verlegt. Die führt unter dem Gleis durch, das dafür ausgebaut werden muss. „Außerdem nutzen wir die Zeit zur Schulung der Mitarbeiter“, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Eisenbahngesellschaft.

Für die fahrplanmäßigen Züge fahren während der Betriebspause Busse im Ersatzverkehr. Diese können aber den Haltepunkt Spechtritz nicht erreichen. Die Dampfeisenbahngesellschaft empfiehlt, auf die Haltestelle in Rabenau auszuweichen. Sie teilt weiter mit: „Bitte nutzen Sie für Ihre Reiseplanung den Ersatzverkehr-Fahrplan.“ Ab Sonnabend, 17. November fahren wieder alle Züge zwischen Hainsberg und Kipsdorf planmäßig mit Dampf.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-macht-mal-pause-4041501.html

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Hase, Igel und Entlein flitzen über die Bühne

Das Puppentheaterfest im Osterzgebirge wird am Freitag eröffnet. Besucher können sogar mit der Weißeritztalbahn fahren und landen direkt im Theater.

04.10.2018

Osterzgebirge. Wenn in diesen Tagen ein Holzkopp um die Ecke guckt, keine Panik. Das kann ganz harmlos, unterhaltsam und auch noch geistreich sein. Denn Herbstzeit ist im Osterzgebirge Puppenzeit. Der Verein KulturGeschichte Bärenfels präsentiert mit Partnern in der Region ab Freitag, dem 5. Oktober, zum nunmehr 14. Mal das Osterzgebirgische Puppentheaterfest.

Der Bärenfelser Gastwirt Jan Kempe und Puppenspieler Hans-Joachim Hellwig aus Dresden hatten 2005 eine alte Bärenfelser Tradition aufleben lassen. Puppenspieler Paul Hölzig, einer der Besten in Sachsen, hatte in Bärenfels einst eine Heimat und Spielstätte gefunden, nachdem er im Zweiten Weltkrieg in Dresden ausgebombt worden war. Als er Mitte der 1950er-Jahre nach Westdeutschland ging, verschwanden auch die Bärenfelser Puppenspiele – bis sie zu neuem Leben erweckt wurden. Das Fest hat sich einen Namen gemacht, lockt bis zu 1 800 Besucher an. Auch diesmal gibt es an drei Tagen über 20 Vorstellungen. Namhafte Puppenbühnen aus Deutschland werden erwartet. „Wir freuen uns auf langjährige Fans des Puppentheaters und neugierige Entdecker des Genres“, sagt der künstlerische Leiter Jens Hellwig aus Radebeul, der 2016 den Staffelstab von seinem Vater übernahm. „Wir sind sicher, auch in diesem Jahr für jeden Geschmack etwas anbieten zu können.“

Für die kleinen Gäste: Märchenhafte Puppenspiele

Kinder haben oft den ersten Kontakt zum Theater durch das Puppenspiel. Das ist bei dem Festival im Osterzgebirge nicht anders. Für die kleinen Besucher gibt es mehrere Veranstaltungen. Schon ab drei Jahre zum Beispiel können sie die Vorstellung am Sonnabend, 10.30 Uhr, im Bärensteiner Geißlerhaus „Wind im Gummistiefel“ vom Theater Fusion aus Berlin sehen. Karten gibt es auch noch für das Figurentheater rudolf & voland aus Birkwalde, das am Sonnabend, 10.30 Uhr, im Gasthof Bärenfels „Die 3 kleinen Schweinchen“ zeigt. Das Stück ist geeignet für Kinder ab vier Jahre. Auch im Vereinshaus Johnsbach ist am Sonnabend noch Platz. Dort können Kinder ab fünf Jahre um 14.30 Uhr „Die Weihnachtsgans Auguste“ vom schwarzweißfigurentheater aus Nordhausen erleben.

Für Nachtschwärmer: Bärenfelser Nächte sind lang

Das Osterzgebirgische Puppenfestival hat von Anfang an Wert darauf gelegt, dass Puppentheater nicht nur etwas für Kinder ist. Es gab immer auch hochwertige Angebote für Erwachsene. Höhepunkt ist „Die lange Nacht des Puppenspiels“ am Samstagabend, wenn der Gasthof Bärenfels zur Theaterbühne wird. Erst zeigt das Theater Maskotte aus Buchholz das Stück „Schöner leiden“, danach haben alle Künstler, die sich am Fest beteiligen, noch ihre Auftritte.

Für Entdecker: Zwei neue Spielstätten

Die Veranstalter haben das Festival über Bärenfels hinaus wachsen lassen. An zehn Orten zwischen Altenberg, Dippoldiswalde, Glashütte und Seyde gibt es Vorstellungen. Und die Veranstalter sind immer wieder bemüht, neue Spielstätten zu finden und einzubeziehen. So sind diesmal erstmals dabei das Geißlerhaus Bärenstein und das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein.

Für Reisende: Mit der Weißeritztalbahn in den Theater-Bahnhof

Wer zwei Erlebnisse verbinden will, kann mit der Weißeritztalbahn bis Kurort Kipsdorf fahren. Dort wird der Bahnhof zur Theaterbühne. Am Freitag, 9.45 Uhr, führt das Theater Fingerhut aus Leipzig „Das Elefantenkind“ auf und am Sonnabend, 16 Uhr, das Figurentheater Steffi Lampe aus Leipzig „Das Tierhäuschen“. Am Sonntag, 11.30 Uhr, zeigt das Theater Maskotte aus Buchholz „Däumelinchen“.

Zur Website

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/hase-igel-und-entlein-flitzen-ueber-die-buehne-4025028.html

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