Freitaler soll Tourismus im Osterzgebirge ankurbeln

Die Kommunen entlang der Weißeritztalbahn haben einen Projektmanager angestellt. Der wird viel zu tun haben.

18.05.2018

 soll Tourismus im Osterzgebirge ankurbeln

Mario Bielig, Jahrgang 1955, ist ausgebildeter Veranstaltungsmanager und neuer Projektmanager Weißeritztal. © Eric Münch

Osterzgebirge. In den nächsten drei Jahren wird sich Mario Bielig um die touristische Vermarktung der Angebote im Weißeritztal kümmern. Der Freitaler hat seit Mai den Posten des „Projektmanagers Weißeritztal“ inne.

Bielig setzte sich gegen 16 Mitbewerber durch. Zu seinen Aufgaben gehört es, die bestehenden und potenziellen Angebote entlang der Strecke mit der Urlaubsregion Altenberg besser zu vernetzen. Bielig soll sich darum kümmern, die Zahl der Gäste und deren Aufenthaltsdauer zu steigern und das Image der Region aufzuwerten.

Bielig wurde von Altenberg, Dippoldiswalde, Rabenau und Freital gemeinsam angestellt. Die vier Städte hatten sich 2017 zusammengetan, um den Tourismus an der Weißeritztalbahn anzukurbeln. Bieligs Stelle wird über das Leader-Förderprogramm und von den Städten finanziert. Die übernehmen 20 Prozent der Kosten. Die Federführung im Projekt hat Altenberg übernommen. Bielig wird zunächst ein Büro im Altenberger Rathaus beziehen, zeitnah aber in den Kipsdorfer Bahnhof umziehen. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) skizzierte die ersten Aufgaben Bieligs. Dieser solle sich ein Bild von der Lage vor Ort machen und Kontakte knüpfen. „Auch Gespräche mit den Bürgermeistern und die Vorstellung in den jeweiligen Stadträten sind geplant“, erklärt Kirsten.

Bielig soll eng mit der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der IG Weißeritztalbahn, mit dem Verkehrsverbund Oberelbe und dem Tourismusverband Erzgebirge zusammenarbeiten.

Bielig wurde 1955 in Halle/Saale geboren und ist gelernter Werkstoffprüfer. Später sattelte er um, ließ sich zum Sport- und Veranstaltungsmanager sowie zum Tourismusfachwirt ausbilden. Mario Bielig arbeitete unter anderem beim Landratsamt Freital, bei den Technischen Werken Freital und beim damaligen Stracoland, jeweils vor allem im Bereich Marketing und Tourismus. Seit 2006 ist Bielig selbstständig in den Bereichen Marketing und Vertrieb tätig. Ehrenamtlich engagiert sich Bielig im Kreissportbund und im Lions Club. Er lebt mit seiner Familie in Freital. (SZ/mb)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/freitaler-soll-tourismus-im-osterzgebirge-ankurbeln-3938197.html

Print Friendly, PDF & Email

Neuer Lokschuppen wird später fertig

 
 
sz-online.de | Sachsen im Netz

Der Bau für die Weißeritztalbahn sollte im Sommer fertig sein. Doch der Winter hat den Zeitplan durcheinandergebracht.

11.05.2018
Von Tobias Winzer

schuppen wird später fertig
In Hainsberg entsteht eine Zentralwerkstatt für die Weißeritztalbahn. Allerdings verzögert sich die Fertigstellung.

© Karl-Ludwig Oberthuer

Freital. Hiobsbotschaft beim Bau des neuen Lokschuppens für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg: Das 1,6 Millionen Euro teure Vorhaben wird nicht Mitte 2018, sondern erst zum Jahresende abgeschlossen. Das teilt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mit. Als Grund führt Betriebsleiter Mirko Froß längere wetterbedingte Unterbrechungen wegen des Frosts im vergangenen Winter an. In dieser Zeit seien Maurer- und Betonierarbeiten nicht möglich gewesen. Deswegen verschiebe sich der Zeitplan. Die Bauarbeiten hatten Mitte 2017 begonnen.

Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert. Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Mit dem Neubau entsteht nun eine Zentralwerkstatt in Hainsberg. Das Gebäude in Potschappel wird künftig nur noch zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

Dort ist mittlerweile der Rohbau der ersten Etage des neuen Anbaus abgeschlossen. Nun wächst das Gebäude weiter in die Höhe. Anschließend geht es mit dem Innenausbau weiter. Wichtigster Teil des neuen Anbaus ist eine neue Waggon-Halle. Außerdem finden Werkstatt und Sanitärräume in dem neuen Anbau Platz.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/neuer-lokschuppen-wird-spaeter-fertig-3934011.html

Print Friendly, PDF & Email

Dampfbahn als Goldesel

 
 
sz-online.de | Sachsen im Netz

Die Weißeritztalbahn generiert jährlich etwa 6,5 Millionen Euro Umsatz, schätzen Experten. Ist da noch mehr drin?

07.05.2018
Von Annett Heyse

 als Goldesel
Weißeritztalbahn und Rabenauer Grund – für so ein touristisches Angebot wäre jede Region dankbar. Aber damit ist es nicht getan: Einfach nur Bahnfahren war gestern. In der Bahn und entlang der Strecke stecke noch viel mehr Potenzial, meinen Experten.
© Frank Baldauf
Doreen Burgold ist die Pressesprecherin des Tourismusverbandes Erzgebirge und sieht noch viel Potenzial bei der Weißeritztalbahn.
Doreen Burgold ist die Pressesprecherin des Tourismusverbandes Erzgebirge und sieht noch viel Potenzial bei der Weißeritztalbahn.
© privat

 

Freital. Die Weißeritztalbahn ist sozusagen das Tafelgold des Fremdenverkehrs in der Region. Seit gut einem Jahr dampft sie wieder auf ihrer kompletten Strecke zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf. Aber trotz Eisenbahnromantik ist die Bahn im 135. Jahr ihres Bestehens kein Selbstläufer. Das weiß man auch beim Betreiber, der Sächsischen Dampfeisen-bahngesellschaft (SDG). Deshalb hat sie zahlreiche Veranstaltungen, Angebote und Feste rund um die Bahn im Jahreskalender. So gibt es Klassiker wie die Nikolausfahrten und das Schmalspurbahnfestival, aber auch einen Dixielandzug, den Zuckertütenexpress oder eine Kunst-Offen-Tour.

Aber welches Potenzial hat die Weißeritztalbahn noch? Welche neuen Ideen gibt es und wie könnten diese umgesetzt werden? Das soll ein Experte ausloten, den die Stadt Altenberg anstellen möchte. Viele Jahre hat sich der Tourismusverband Erzgebirge um die Ideenfindung gekümmert und dafür die Arbeitsgemeinschaft Weißeritztalbahn gegründet. Doch die Arbeit übersteigt die Kapazitäten des Verbandes. Dort ist man froh über die neue Initiative, wie Doreen Burgold, die Sprecherin des Tourismusverbandes, erklärt.

Frau Burgold, begrüßt der Tourismusverband das Einstellen eines Projektmanagers und was verspricht man sich davon?

Um die Weißeritztalbahn perspektivisch weiter gut vermarkten zu können und stabile Besucherzahlen zu erzielen, ist es wichtig, die Bahn sowohl als technisches Highlight zu vermarkten, als auch die Angebote rund um die Bahn einzubinden und aktiv in Szene zu setzen. Das erfordert einen hohen Aufwand an Abstimmung und Koordinierung über die Verwaltungsgrenzen der jeweiligen Kommunen hinaus. Die bestehende Arbeitsgruppe alleine kann das nicht leisten. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass die Anliegerkommunen unter Federführung der Stadt Altenberg einen Projektmanager einstellen wird, der sozusagen interkommunal die Fäden in der Hand hält und neue Projekte koordinieren und entwickeln kann.

Die AG Weißeritztalbahn hat sich in den vergangenen Jahren um ein Ankurbeln des Tourismus entlang der Strecke bemüht. Welche Projekte konnten beispielsweise umgesetzt werden?

Zum Beispiel das Schmalspurbahnfestival, das immer am dritten Juliwochenende stattfindet und 2017 mehr als 13 000 Besucher anlockte. Der Märchenzug, als besonderes Angebot für die Kinder, dampft fünfmal im Jahr zu öffentlichen Märchenzugfahrten sowie für Kindergärten, Schulklassen oder Kindergeburtstagen nach vorheriger Anmeldung. Unsere Gästeführer bieten thematisch geführte Wanderungen zu festen Terminen an. Die IG Weißeritztalbahn veranstaltet jedes Jahr einen Dixielandzug. Sehr gut und gern wird auch der Braumeister-Dampfzug angenommen, eine Weißeritztalbahnfahrt mit Bierverkostung, vielen Informationen zur Region, Besuch des Lohgebermuseums und Stadtführung.

Welche sind gescheitert und warum?

Da die Resonanz auf die thematisch geführten Wandertouren nicht so groß war wie erwartet, wurde hier die Anzahl der Angebote auf die tatsächliche Nachfrage reduziert.

Wo sehen Sie noch Potenziale entlang der Bahnstrecke, die überhaupt nicht angepackt wurden?

Bei der Vernetzung von Bus und Bahn in Form einer Kombikarte. Luft nach oben ist bei den Beschilderungen zur Weißeritztalbahn und deren Bahnhöfen. Potenzial sehen wir ebenfalls in der Schaffung neuer Attraktionen entlang der Bahnstrecke.

Welche neue Ideen gibt es bereits, die jetzt jemand bündeln und umsetzen müsste?

Es ist ein bahnbegleitender, familienfreundliche Wander- und Radweg geplant. Zudem soll der erste befahrbare Weihnachtsmarkt Deutschlands am ersten Adventswochenende inszeniert werden.

Wie viele Touristen zieht denn die Weißeritztalbahn an und welche Einnahmen, auch in Gasthöfen, Pensionen, Museen, Freizeiteinrichtungen, werden mit der Weißeritztalbahn generiert?

Wir haben uns die Fahrgastzahlen vom Betreiber, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, mal zuarbeiten lassen. 2016 fuhren 146 217 Personen mit der Bahn. 2017 waren es 192 439 Fahrgäste. Im ersten Quartal 2018 wurden 20 963 Personen Reisende gezählt, das entspricht dem Vorjahresniveau. Zum Umsatz, den die Touristen generieren, liegen uns keine genauen Zahlen vor. Laut der aktuellen Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus im Erzgebirge 2017“ geben die Gäste im Erzgebirge durchschnittlich rund 34,10 Euro pro Tag aus. Wenn man dies mit den Fahrgastzahlen multipliziert, kommt man auf einen Umsatz von circa 6,5 Millionen Euro.

Wie will und kann sich der Tourismusverband neben dem Projektmanager in Zukunft einbringen und soll die AG Weißeritztalbahn bestehen bleiben?

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Weißeritztalbahn sind sich einig, dass die AG auf jeden Fall erhalten bleiben soll. Die AG soll sich künftig schwerpunktmäßig um das Thema Marketing kümmern. Der neue Projektmanager wird natürlich in die AG eingebunden. Der Tourismusverband Erzgebirge wird sich auch weiterhin in der AG engagieren und wird die Weißeritzalbahn und alle bestehenden und neuen Angebote intensiv vermarkten.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/dampfbahn-als-goldesel-3931473.html

Print Friendly, PDF & Email

Radweg fertig ausgeschildert

sz-online.de | Sachsen im Netz

Die Schilder stehen für Radler, die von Kipsdorf Richtung Dipps fahren wollen. Die Route war nicht einfach zu finden.

02.05.2018
Von Franz Herz

rtig ausgeschildert
Fahrradtour durch die Paulsdorfer Heide.

© Foto: Tourismusverband Erzgebirge

Dippoldiswalde. Rechtzeitig zum Start in die Fahrradsaison auf der Weißeritztalbahn hat Peter Hofmann (SPD), der Ortsvorsteher von Schmiedeberg, den Radweg von Kipsdorf kommend durch das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Schmiedeberg ausgeschildert, wie er mitteilt. „Es war nicht einfach, eine Route zu finden, auf der die Radfahrer nicht an der Bundesstraße entlang fahren müssen und sie auch möglichst selten queren“, berichtet er. In Absprache mit seinem Ortsvorsteherkollegen in Obercarsdorf, Karl-Günter Schneider (CDU), hat er eine Route gefunden, die jetzt für die Fahrradfahrer passen könnte.

„Am 30. April habe ich die letzten Schilder angebracht“, sagt Hofmann. Er hat sich um die Straße von Kipsdorf bis Ulberndorf gekümmert. In Dippoldiswalde ist der Radweg schon markiert. Jetzt sucht der Ortsvorsteher jemanden ohne Ortskenntnis, der den neu ausgeschilderten Weg einmal testet. Falls die Beschilderung irgendwo Lücken zeigt, hätte er noch eine Reserve, um die Schilder zu ergänzen.

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft will den Fahrradtourismus im Weißeritztal ankurbeln. Es bietet sich an, den anstrengenden Teil der Fahrt nach oben mit der Bahn zurückzulegen. Diese nimmt in ihrem Gepäckwagen Fahrräder mit. Danach können die Fahrgäste talwärts strampeln, aber dafür sind gut beschilderte Radewege eine wichtige Voraussetzung.

Übrigens: Am kommenden Wochenende, dem 5. und 6. Mai, startet die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft die Fahrradsaison auf der Weißeritztalbahn. Aus diesem Anlass werden an diesen beiden Tagen die Fahrräder der Fahrgäste kostenlos mitgenommen. Die Dampfzüge haben in ihren Packwagen die Möglichkeit, Fahrräder zu transportieren. Das kostet zusätzlich zum Fahrpreis zwei Euro pro Rad. Wer eine Familienkarte löst, kann die Räder für einen Euro pro Stück mitnehmen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/radweg-fertig-ausgeschildert-3928597.html

Print Friendly, PDF & Email

Osternhasenexpress unterwegs

Am Ostermontag war der Osterhasenexpress von Freital-Hainsberg und von Kurort Kipsdorf nach Dippoldiswalde unterwegs. Organisiert durch die SDG mit Unterstützung der IGW konnten zahlreiche Kinder  auf dem Mehrgenerationenspielplatz, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, auf Ostereiersuche gehen. 
Hier einige Fotos der Veranstaltung

 

 
Print Friendly, PDF & Email

15 Schilder für Radweg durch Schmiedeberg

sz-online.de | Sachsen im Netz

Der Ortsvorsteher von Schmiedeberg will in den nächsten Tagen die Route durch das Weißeritztal ausschildern. Dann wird ein Tester gesucht.

22.03.2018

er für Radweg durch Schmiedeberg
Im Weißeritztal soll ein Radweg ausgeschildert werden.

© Archiv: SZ

Schmiedeberg. Peter Hofmann (SPD), der Ortsvorsteher von Schmiedeberg, will in den nächsten Tagen den Radweg, der durch das Weißeritztal von Kipsdorf bis nach Dippoldiswalde führt, ausschildern. „15 Tafeln hat die Stadt Dippoldiswalde dafür zur Verfügung gestellt“, sagt er. „Bis Anfang April werden die entlang der Route, die durch Schmiedeberg führt, angebracht.“

Wenn alle Schilder fertig sind, will Hofmann sich jemand suchen, der ortsfremd ist und den Radweg einmal testet, ob die Ausschilderung passt – auch dann, wenn man sich nicht auskennt. Der Bedarf nach dem Radweg hat zugenommen, seit die Weißeritztalbahn auch im oberen Abschnitt wieder fährt.

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft will im Weißeritztal den Fahrradtourismus fördern. In den Zügen sind Packwagen dabei, wo die Fahrräder mitgenommen werden. Eine Fahrradkarte für eine einfache Fahrt kostet zwei Euro. (SZ/fh)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/15-schilder-fuer-radweg-durch-schmiedeberg-3902754.html

 

Print Friendly, PDF & Email

Der gefährliche Bahnübergang

 
 
sz-online.de | Sachsen im Netz

Erst stürzten etliche Radfahrer. Dann stand ein provisorisches Warnschild in Ulberndorf an der B 170. Jetzt gibt es eine radikale Lösung.

07.03.2018
Von Franz Herz

 

Die Sperrung beginnt schon 500 Meter vor dem Bahnübergang – dort, wo der Radweg abbiegt.
Die Sperrung beginnt schon 500 Meter vor dem Bahnübergang – dort, wo der Radweg abbiegt.
© Egbert Kamprath
Der Bahnübergang in Ulberndorf hat sich nach dem Wiederaufbau der Strecke der Weißeritztalbahn als Falle für Radfahrer entpuppt. Da die Schienen im spitzen Winkel die Straße queren, sind immer wieder Radfahrer in die Gleise geraten und gestürzt. Nun steht an der Stelle ein neues Schild.
Der Bahnübergang in Ulberndorf hat sich nach dem Wiederaufbau der Strecke der Weißeritztalbahn als Falle für Radfahrer entpuppt. Da die Schienen im spitzen Winkel die Straße queren, sind immer wieder Radfahrer in die Gleise geraten und gestürzt. Nun steht an der Stelle ein neues Schild.
© Egbert Kamprath

© Koerner, Heidemarie

Dippoldiswalde. Der Übergang der Bahnstrecke in Ulberndorf über die B 170 hat sich nach dem Wiederaufbau der Weißeritztalbahn im August 2016 als Falle für Radfahrer entpuppt. Die Gleise queren dort im spitzen Winkel die Bundesstraße. Mehrfach waren Radfahrer, die dort bergab in Richtung Dippoldiswalde fuhren, ins Gleis geraten und gestürzt, manche so schwer, dass sie hinterher einen Arzt brauchten. Damit das nicht wieder passiert, ist die Unfallstelle jetzt in Richtung Dippoldiswalde für Radfahrer gesperrt.

Der Bahnbau ist an der Stelle schneller vorangekommen als die Verkehrsregelungen. Diese sind erst im Nachhinein angepasst worden, als die ersten Unfälle schon passiert waren. Allein in den ersten Wochen im August 2016, als das Gleis in der Straße lag, aber noch gar keine Züge fuhren, ist schon ein halbes Dutzend Radfahrer im Gleis hängengeblieben und gestürzt, wie Anwohner berichten. Ulberndorfer beobachteten die Unfälle und warnten. Feuerwehrchef Carsten Börner, der auch in der Nähe des Übergangs wohnt, informierte den Stadtrat über das Geschehen. Ebenso Ulberndorfs Ortsvorsteher Sten Scannewin (Freie Wähler).

Den Winter über waren dann wenig Radler unterwegs, also passierte auch nicht viel. Doch im Frühjahr 2017 nahm die Zahl der Unfälle wieder zu.

Das selbst entworfene Warnschild

Also startete die Stadtverwaltung Dippoldiswalde eine Sofortmaßnahme und stellte im vergangenen Frühjahr eine große, selbst entworfene Warntafel auf. Das zeigte Wirkung. Seit sie steht, sind keine Unfälle mehr bekannt geworden. Carsten Börner bestätigt das. Ebenso Dippoldiswaldes Oberbürgermeister Jens Peter (Freie Wähler) nach einem Blick in die Unfallstatistik.

Doch das war eine improvisierte Lösung. Die Straßenverkehrsordnung sieht so eine selbst gebastelte Warntafel nicht vor. Also musste eine Dauerlösung her. Eine Möglichkeit scheidet aus: Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft sieht keinen Anlass, an dem Ulberndorfer Bahnübergang baulich etwas zu verändern, wie Betriebsleiter Mirko Froß sagt. Der Übergang sei nach den Plänen gebaut worden, die 2008 für den Neubau von Bundesstraße und Eisenbahnstrecke ausgearbeitet wurden. Diese entsprechen den fachlichen Vorschriften und sind so genehmigt worden.

„Es war nicht vorgesehen, dass hier Fußgänger oder Radfahrer die Schienen überqueren. Der Radweg führt hinten entlang“, sagt Froß. „Den auszuschildern, ist Aufgabe der Stadt.“ Daher hat das Dippoldiswalder Verkehrsamt parallel zum Aufstellen der provisorischen Tafel an einer Lösung gearbeitet, die mit dem Gesetz übereinstimmt und die mögliche Gefahren konsequent ausschließt. Es geht darum, die Radfahrer von dem gefährlichen Übergang ganz fernzuhalten.

Gefährlich ist es nur bergab

Durch Ulberndorf führt der Radweg von Dippoldiswalde nach Kipsdorf. Der verläuft auf Seitenstraßen parallel zur Bundesstraße. Dort war er früher aber nur zurückhaltend mit einem kleinen weiß-grünen Hinweisschild markiert. Ortsfremde haben das leicht übersehen. So sind sie mit dem Fahrrad auf der Bundesstraße geblieben und auf den Bahnübergang geraten. Die Lösung, die jetzt im Februar in Kraft getreten ist, hat eine längere Vorbereitung erfordert. Es gab mehrere Begehungen vor Ort mit dem Verkehrsamt der Stadt und der Straßenmeisterei.

Jetzt ist die B 170 auf einem Abschnitt von rund 500 Metern zwischen der Einmündung des Bergwegs und dem Bahnübergang für Radfahrer in Richtung Dippoldiswalde komplett gesperrt, nach allen Regeln der Straßenverkehrsordnung mit zwei entsprechenden Schildern markiert. Die erste Sperrscheibe steht an der Einmündung der Bergstraße. Das ist der entscheidende Punkt, denn dort müssen die Radler in den Bergweg einbiegen, um die Gefahrenstelle zu umfahren. Das ist jetzt auch deutlich mit einem gelben Umleitungsschild ausgeschildert. Der Radweg überquert dort zwar auch die Gleise, aber im rechten Winkel, und das ist ungefährlich. Weiter führt die Umleitungsstrecke dann über den Schulweg und die Alte Straße, die parallel zur Bundesstraße verlaufen. Nach dem Bahnübergang gelangen die Radler wieder zurück auf die B 170. Von dort geht es auf einem Radweg neben der Bundesstraße weiter, der gut sichtbar mit rotem Pflaster ausgelegt ist.

In der Gegenrichtung von Dippoldiswalde Richtung Schmiedeberg sind seit dem Wiederaufbau der Bahnstrecke keine Unfälle bekannt geworden. Das hat mehrere Gründe. Es geht leicht bergauf, sodass die Radfahrer in der Regel langsamer unterwegs sind. Außerdem ist der Winkel der Bahnschienen nicht ganz so spitz wie auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem macht die Bundesstraße an dem Bahnübergang auch eine leichte Kurve. Wenn die Radfahrer der folgen, geraten sie bergab leichter ins Gleis, bergauf verlaufen die Lenkbewegungen genau anders, sodass die Gefahr geringer ist. Daher sah das städtische Verkehrsamt keinen Anlass, die Bundesstraße auch in Richtung Schmiedeberg für Radler zu sperren.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/der-gefaehrliche-bahnuebergang-3893739.html

Print Friendly, PDF & Email

Sonderzug für Jugendfeuerwehr

Quelle: SZ vom 02.03.2018

Print Friendly, PDF & Email

Schmalspurbahnen mit Rekordergebnis

 
sz-online.de | Sachsen im Netz

 

Die sächsischen Schmalspurbahnen haben im vergangenen Jahr so viele Fahrgäste wie noch nie befördert.

28.02.2018

rbahnen mit Rekordergebnis
Die historische Lokomotive der Baureihe 99 713 verlässt im August 2017 die Werkstatt der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft in Oberwiesenthal.

© Hendrik Schmidt/dpa

Radebeul. Mit mehr als 1,1 Millionen Fahrgästen haben die sächsischen Schmalspurbahnen im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber 2016 (1,066 Millionen), wie das Netzwerk „Dampfbahn-Route Sachsen“ am Mittwoch mitteilte.

Unter diesem Dach werden seit 2010 neun Bahnen im Freistaat gemeinsam vermarktet. Im Vergleich zu 2015, als erstmals die Millionenmarke geknackt wurde, stiegen damit knapp neun Prozent mehr Fahrgäste zu. Die Bahnen seien für die jeweilige Region touristische Zugpferde, sagte Ingo Neidhardt von der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft, bei der das Projekt angesiedelt ist.

Auf der Dampfbahn-Route fahren fünf täglich verkehrende Bahnen, darunter Fichtelbergbahn, Lößnitzgrundbahn und Weißeritztalbahn, sowie vier Museumsbahnen auf Schmalspur. Insgesamt gehören zu dem Netzwerk rund 170 Partner. Der Freistaat unterstützt das Projekt, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Schirmherr. (dpa)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/schmalspurbahnen-mit-rekordergebnis-3888088.html

Print Friendly, PDF & Email

Sonderverkehr zu Ostern

Über die Oster-Feiertage wird auf der Weißeritztalbahn gewöhnlich der Zugverkehr verstärkt. Wie wäre es mit einer fröhlichen Frühlingswanderung von Kipsdorf auf die Höhen des Osterzgebirges oder dem Besuch der Osterausstellung im Lohgerbermuseum Dippoldiswalde?
Täglich sind vier Züge von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf und zurück für Ihren Osterausflug auf der Strecke. Ein zusätzlicher Umlauf fährt am Abend noch einmal nach Dippoldiswalde und zurück. Also, warum nicht einmal Kind und Kegel zusammentrommeln und bei einer gemütlichen Tour mit der Bimmelbahn vom Alltag verschnaufen?!
Am Ostermontag fahren die zwei Züge traditionell zur Ostereiersuche.

Den Sonderfahrplan finden Sie hier -> Fahrplan

Quelle: SDG – http://www.weisseritztalbahn.com/aktuelles/v/a/sonderverkehr-zu-ostern/26/

Print Friendly, PDF & Email