In eigener Sache

Der Kalender 2018 ab sofort für 8 Euro erhältlich.

Sonderzug mit V10C gesichtet

Am Sonnabend 22.04.2017 gab es eine private Sonderfahrt nach Seifersdorf. Hier ein paar Fotos

20170422_151247a

 

Wie die Weißeritztalbahn Fahrt aufnimmt

Wenn der Zug bis Kipsdorf dampft, sollen die Gäste empfangen werden. Ein Bürgermeister hat einen Plan.

sz vom 22.04.2017
Von Mandy Schaks

eißeritztalbahn Fahrt aufnimmt

Gewerkelt wird an der Bahnstrecke emsig. Doch außer Arbeitszügen rollte bisher nichts am Bahnhof Kipsdorf ein. © Egbert Kamprath

Freital/Dippoldiswalde. Noch ist immer nicht klar, wann die Weißeritztalbahn auf dem zweiten Streckenabschnitt von Dippoldiswalde ins Gebirge rollen wird. „Das Letzte, was ich gehört habe: Im April soll sie noch nicht fahren“, sagt Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Aber irgendwann muss die Bimmel in Kurort Kipsdorf ja angedampft kommen. „Es hat immer wieder Arbeitskreise gegeben“, resümiert Kirsten. „Wir hatten 15 Jahre Zeit, uns darauf einzustellen.“ Doch ein Konzept lege weder vom Verkehrsverbund Oberelbe noch von den Arbeitskreisen vor. Das soll kein Vorwurf sein, betont Kirsten. Alle warteten irgendwie darauf, dass es mal losgeht, erklärt er sich die Situation. Die Leute sind wahrscheinlich so etwas wie im Standby-Modus. Kirsten will nun auf Betrieb schalten und hat einen Drei-Punkte-Plan entwickelt. Die SZ erklärt die wichtigsten Schaltstellen.

Punkt I: Bahnhofsguide empfängt Gäste

Bürgermeister Kirsten will, dass der Bahnhof in Kurort Kipsdorf jeden Tag offen ist, sobald die Weißeritztalbahn anrollt. „Ansonsten kommt keiner mehr“, ist er sich sicher. Die Gäste, die aussteigen, sollen nicht einsam und alleinsam herumstehen, sondern empfangen und ins schöne Osterzgebirge geführt werden. Kirsten habe mit der kommunalen Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Altenberg, die auch das städtische Bahnhofsgebäude betreut, eine Möglichkeit gefunden, dass sich eine Person um den Bahnhof kümmern kann. Immerhin ist das der größte Kopfbahnhof der Schmalspurbahnen in Deutschland. Als eine Art Bahnhofsguide soll er als Erstes die Gäste begrüßen und ihnen die Freizeitangebote in der näheren Umgebung erläutern, ob nun das Glockenspiel im Kurpark Bärenfels, den Aussichtsturm in Oberbärenburg oder Botanischen Garten in Schellerhau. Zudem soll dieser Gästeführer dem Bahnhofsgebäude ein wechselndes Ambiente verpassen und das Haus liebevoll thematisch gestalten wie in der Weihnachtszeit, damit sich die Gäste wohlfühlen. Die Idee ist außerdem, im Bahnhof schon einmal wichtige Attraktionen, für die Altenberg über die Region hinaus steht, erlebbar zu machen. Kirsten denkt da zum Beispiel an Laserschießen als internationaler Biathlonstandort oder an eine kleine Anschubstrecke für Kinder als Symbol für den Kufensport. „Wir versuchen, das ein Jahr zu probieren“, sagt er. Doch wer den Job auch immer macht, kann nicht 365 Tage hintereinander auf dem Bahnhof sein. Deshalb hofft der Rathauschef auch auf Unterstützung durch den Kipsdorfer Ortschaftsrat und freiwillige Kräfte.

Punkt II: Bahnhof wird gastfreundlicher

Der Kipsdorfer Bahnhof ist zum Glück schon weitestgehend in Schuss. Nach dem Hochwasser im August 2002 konnte die Stadt Altenberg das Gebäude günstig erwerben und zu einem Bürgerzentrum ausbauen. 1,5 Millionen Euro wurde investiert. Kipsdorfer Vereine haben hier ihr Domizil gefunden. Der Bahnhof verfügt auch über eine Kegelbahn. Das soll nun alles noch mehr auf Gäste ausgerichtet werden, angefangen von einem Empfangsraum über Toiletten bis hin zum Wickeltisch. Selbst Snackautomaten sollen aufgestellt werden. Auch ein kleines Catering soll möglich sein, sodass mal Hochzeiten oder andere Veranstaltungen gefeiert werden können. „Es gibt Anfragen“, so Kirsten.

Punkt III: Manager fürs Projekt Bahn

Dem Altenberger Bürgermeister ist klar, damit ist es nicht getan. Es müssen Angebote her, die Gäste immer wieder einladen, mit der Weißeritztalbahn mitzufahren. Deshalb bringt Thomas Kirsten einen Projektmanager ins Gespräch. Der soll für drei Jahre einen Job bekommen und sich mit dem Verkehrsverbund, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn und den Anliegergemeinden entlang der Strecke um die Vermarktung kümmern. Der Projektmanager soll alle Ideen, die bisher entwickelt wurden, zusammentragen. Dann müsste er herausfinden, was die Gäste von der Weißeritztalbahn erwarten – von der Zugfahrt, aber auch von den Orten, in denen sie ankommt. Das wäre die Basis für die Bürgermeister und Stadträte von Freital, Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg, damit sie wissen, was zu tun ist, um die Fahrgastzahlen zu steigern. Der Projektmanager soll auch eng mit Behörden zusammenarbeiten, Angebote auf den Weg bringen, sich um Fördermittelanträge für weitere Investitionen oder auch den Abriss von Ruinen an der Strecke bemühen. Mit dem Verein Landschaf(f)t Zukunft wollen die Bürgermeister am Montag dazu beraten, ob und was da möglich ist. Finanziert werden könnte die Stelle über das EU-Förderprogramm Leader. Doch Eigenmittel werden dafür auch nötig sein.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wie-die-weisseritztalbahn-fahrt-aufnimmt-3664799.htm

Viel Geld für Lok-Werkstatt

sz vom 21.04.2017

 für Lok-Werkstatt

Die Weißeritztalbahn passiert die Brücke an der Talsperre Malter nahe Dippoldiswalde. © Archivbild: dpa

Dresden. Der Freistaat fördert den Neubau einer Lokomotivwerkstatt für die Weißeritztalbahn mit 1,6 Millionen Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid habe die Sächsische Dampf-eisenbahngesellschaft am Freitag erhalten, teilte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) in Dresden mit. In der neuen Werkstatt am Bahnhof Freital-Hainsberg, die im kommenden Jahr fertig sein soll, würden künftig Lokomotiven und Wagen der Schmalspurbahn repariert und gewartet. Damit werde ein effizienter und sicherer Betrieb auf der wiederaufgebauten Weißeritztalbahn sichergestellt.

„Schmalspurbahnen sind wichtige Zeugen sächsischer Identität – unserer Industrie- und Verkehrsgeschichte. Deshalb ist es unser Ziel, die Infrastruktur, Lokomotiven und Wagen der Bahnen für uns und nachfolgende Generationen zu erhalten“, sagte Dulig. Die Förderung betrage 90 Prozent der geplanten Kosten.

Die 1882 gegründete Weißeritztalbahn ist nach eigenen Angaben die älteste im öffentlichen Betrieb befindliche Schmalspurbahn. Im Dampflokbetrieb fährt sie täglich auf 750 Millimeter Spurweite von Freital bei Dresden nach Dippoldiswalde durch das Osterzgebirge. (dpa)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/viel-geld-fuer-lok-werkstatt-3664587.html

Ostereier suchen in Dippoldiswalde

Am Ostermontag, den 17. April kam der Osterhase „Maxi Möhre“ zur Weißeritztalbahn und war mit den Kindern auf Ostereiersuche.

Zum VVO-Entdeckertag mit Bus und Bahn durch die Region.

 
 
sz-online.de | Sachsen im Netz

Für neun Euro mit der ganzen Familie durch den VVO

15.04.2017

Am 21. April laden die Verkehrsunternehmen in Dresden und der Region, der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und viele Partner zum 6. VVO-Entdeckertag ein. „Dazu können Familien, Wanderfreunde und Entdecker mit einer Familientageskarte für neun Euro mit Bus und Bahn im gesamten VVO unterwegs sein“, so Gabriele Clauss, Marketingleiterin beim VVO. Das Ticket gilt für zwei Erwachsene und bis zu vier Schüler bis 15 Jahre. „Zusätzlich fahren die Fahrgäste, wenn sie das Ticket vorzeigen, auf den Schmalspurbahnen, der Stadtrundfahrt Meißen und der Kirnitzschtalbahn ermäßigt. Auf den Dresdner Bergbahnen ist die Fahrt sogar kostenfrei“, so Gabriele Clauss. Das Gebiet des VVO erstreckt sich von Altenberg bis Hoyerswerda sowie von Schöna elbabwärts bis nach Riesa.

Von Familienführungen in Museen bis zur Schlemmerei in Riesa, vom Kinderprogramm auf dem Elbdampfer bis zu Führungen am Flughafen: In der Region beteiligen sich 15 Partner. „Wer die Tageskarte vorzeigt, erhält bei vielen Rabatte. Einige, wie etwa die Dampfschifffahrt oder die Porzellanmanufaktur MEISSEN laden zum kostenfreien Besuch ein. Ein Höhepunkt erwartet die Gäste im Dresdner Hauptbahnhof: Hier zeigen die Landesbühnen Sachsen Szenen aus „Momo“, der „Zauberflöte“ und „Winnetou I“.“ Die Verkehrsunternehmen im VVO bieten ebenfalls Besonderes an: Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) erwartet die Besucher an der Bergstation der Schwebebahn zum Kinderprogramm und Führungen. Ab Meißen stehen Fahrten mit den Oldtimer-Bussen der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) auf dem Programm. Im Osterzgebirge laden Regionalverkehr Dresden (RVD) und die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) zu Touren mit dem H6-Bus sowie der Weißeritztalbahn ein. Die OVPS – Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna – Sebnitz schickt einen Ikarus-Bus in die Sächsische Schweiz. Auch im Elementarium in Kamenz gibt es Abenteuer und Wissen hautnah – zum Anfassen und Ausprobieren. Denn hier steht Mitmachen an oberster Stelle. Egal, ob Sie durch die Zeit reisen, auf dem Erdbebensimulator stehen, im geologischen Baumarkt stöbern oder über rätselhafte Grabungsfunde grübeln. Die Archäologen stehen bereit, um mit Ihnen den Weg der Scherben von der Grabung bis ins Magazin zu verfolgen. Es wird also selbst gegraben. Außerdem warten in der Quarzausstellung kleine wissenschaftliche Experimente auf kleine und große Forscher. Führungen durch verschiedene Ausstellungsbereiche runden den Tag ab.

Da im benachbarten Verkehrsverbund Oberlausitz Niederschlesien (ZVON) am 21. April der Komm-Rum-Tag stattfindet, sind zusätzlich Touren durch ganz Ostachsen besonders günstig. Fahrgäste mit der VVO-Familientageskarte können auf der Fahrt in den Zügen des trilex ein Komm-Rum-Ticket für 3,50 Euro erwerben und sind damit bis Bautzen, Görlitz oder Zittau mobil.

Infos unter www.vvo-online.de/doc/VVO-Flyer-Entdeckertag.pdf

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/fuer-neun-euro-mit-der-ganzen-familie-durch-den-vvo-3660039.html

Austausch für bessere Wanderwege

sz-online.de | Sachsen im Netz

Der Kreiswegewart überlegt sich, was die Weißeritztalbahn bringt – und was südlich des Tharandter Walds noch geht.

21.03.2017
Von Stephan Klingbeil

 für bessere Wanderwege
Kreiswegewart Gunter Fichte aus Obercunnersdorf steht am Heiligen Weg oberhalb von Edle Krone. Er sagt, der frühere Pilgerweg sei auch für die Region südlich des Tharandter Walds von Bedeutung.

© Archivfoto: Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Die Wandersaison beginnt im April. Vorab kontrolliert Kreiswegewart Gunter Fichte wie jedes Jahr noch die Wanderwege in seinem Bereich südlich des Tharandter Walds. Auch auf dem Rundwanderweg an der Talsperre Lehnmühle ist er unterwegs. An diesem Mittwoch will Fichte den Weg ablaufen.

„Am früheren Forsthaus und am Standort der einstigen Lehnmühle haben Mühlenfreunde aus Hartmannsdorf-Reichenau in den vergangen zwei Jahren zwei sehenswerte Rastplätze eingerichtet“, sagt Fichte. „Abschnittsweise ist der Rundwanderweg aber noch verbesserungswürdig.“

Das gelte auch für andere Wege in der Region – südlich des Tharandter Walds, zum Beispiel über Klingenberger Terrain in Richtung Bobritzsch-Hilbersdorf und Frauenstein sowie Hermsdorf/Erzgebirge. „Viele Wege, die es gibt, sind im Zuge der Nutzung von Land- und Forstwirtschaft asphaltiert“, sagt Fichte. „Das vorhandene Radwegepotenzial könnte man dort ausbauen.“ Außerdem mangelt es teils an ausgewiesenen Wanderwegen – zum Beispiel zwischen Niederbobritzsch und Frauenstein oder im Bereich von Friedersdorf.

Das beschäftigt nicht nur Gunter Fichte. Am Montag war die Tourismusförderung im Fall der Wanderwege Thema bei landkreisübergreifenden Gesprächen im Landratsamt Mittelsachsens.

Neue Schilder auf dem Heiligen Weg

In Freiberg diskutierten Vertreter der jeweiligen Wirtschaftsförderung beider Landkreise mit den Ortswegwarten und dem Kreiswegewart darüber, was man wie verbessern könnte. Schon in der Vergangenheit gab es dazu einen Austausch.

Dabei wird beleuchtet, wie die Region, die beide Landkreise verbindet, und somit ebenfalls das Gebiet westlich der Weißeritztalbahn nach dem Ausbau der Strecke bis Kipsdorf touristisch besser erschlossen werden kann. Wege für Wanderer, für Radfahrer und die Nutzung vorhandener öffentlicher Verkehrsmittel von den jeweiligen Haltepunkten werden angesprochen.

„Wenn die Weißeritztalbahn wieder bis Kipsdorf rollt, gäbe es ab den Stationen Ulberndorf bis Kipsdorf gute Wanderoptionen mit dem Ziel Talsperre Lehnmühle“, so Fichte. „Radfahrer könnten nach einer Fahrt mit der Weißeritztalbahn über Ammelsdorf, Hennersdorf oder Schönfeld zur Talsperre Lehnmühle und vielleicht weiter bis nach Frauenstein zu radeln.“

Im Tharandter Wald selbst gibt es indes vor dem Saisonauftakt keine Probleme. Das sagt der dort zuständige Kreiswanderwegewart André Kaiser. Die von dort aus gen Westen führenden Wege nach Naundorf in der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf seien beschildert und markiert.

Verbesserungsbedarf gebe es noch in Richtung Klipphausen. „Es gab schon Gespräche mit dem dortigen Bürgermeister.“ Der Heilige Weg soll demnach weiterführend Richtung Meißen beschildert werden. Angedacht ist auch, dass der Geologie-Lehrpfad von Mohorn über Spechtshausen erweitert wird gen Meißen. Das begrüßt auch Fichte. Er verweist darauf, dass Pilger einst über den Bereich der heutigen Stausees der Lehnmühle in Richtung Meißen wanderten. Heute wäre das eine reizvolle Strecke auch für Radler.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/austausch-fuer-bessere-wanderwege-3641034.html

Endspurt beim Bimmelbahnbau

sz-online.de | Sachsen im Netz

Viele kleine Arbeiten laufen noch an den Schienen. Aber um den Fahrplan wird immer noch ein Geheimnis gemacht.

17.03.2017
Von Franz Herz

beim Bimmelbahnbau

Steffen Meinicke (li.) und Alex Beyer überwachen den Schweißvorgang am Gleis im Bahnhof Kipsdorf. Hier wird eine Thermitreaktion eingesetzt, die besonders im Gleisbau üblich ist und Temperaturen von über 2000Grad erzeugt. Fotos:

© Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Die Baufirmen arbeiten wieder voll auf dem oberen Abschnitt der Weißeritztalbahn, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Es ist Frühling, der Schnee ist weggetaut, und selbst nachts sinken die Temperaturen nur noch unwesentlich unter die Frostgrenze. Dieses gute Bauwetter nutzen die Unternehmen. Die großen Bauschritte haben sie schon vor der Winterpause zurückgelegt. Das Schotterbett und die Gleise liegen. Die Technik ist zum großen Teil installiert. „Jetzt geht es im Wesentlichen um Restarbeiten“, sagt Froß. Doch das sind keine Kleinigkeiten, sondern Aufgaben, die sich noch einige Wochen hinziehen werden. Da geht es beispielsweise um das Setzen der Kilometersteine. Die müssen sauber eingemessen werden. Die Gleise werden verschweißt. Die Wasserversorgung für die Lokomotiven wird auch wieder auf Vordermann gebracht. Sie stand jetzt 15 Jahre still. Das geht an einer technischen Anlage nicht spurlos vorbei.

In Kipsdorf hat die Weißeritztalbahn eine eigene Quelle mit besonders weichem Wasser. Das hat den Vorteil, dass es kaum Zusätze braucht, um das Verkalken der Leitungen zu verhindern. An der Quelle ist ein Brunnenhäuschen, das von außen deutlich zu erkennen ist an der großen Wasserstandsanzeige. Hier wurden auch viele Teile ausgewechselt und erneuert. Der Wasserkran auf dem Bahnhof ist abgestrahlt und neu gestrichen worden, ebenso andere Armaturen und die Verrohrung. Die unterirdische Leitung vom Reservoir zum Bahnhof wurde von innen neu abgedichtet

Wenn die Züge nach Kipsdorf hochgedampft sind, haben sie je nach Last und Jahreszeit eine Menge Dampf verbraucht. Im Winter beispielsweise schluckt die Heizung viel Dampf, wenn an schönen Wochenenden viele Waggons dranhängen, wird auch mehr verbraucht. Wie viel Wasser künftig benötigt wird, ist aber nach wie vor offen. Jetzt, wenige Wochen vor Abschluss der Bauarbeiten, nennt die Dampfeisenbahngesellschaft immer noch keinen Termin für die offizielle Eröffnung der Bahnstrecke. Froß bestätigt nur, dass das auf keinen Fall vor dem 23. April passiert.

Der Fahrplan steht auch noch nicht fest. Das musste auch Brigitte Rotter aus Schellerhau erfahren. Sie wollte eine Feier für den 19. Juni organisieren und dabei gerne eine Bimmelbahnfahrt mit einplanen. Dafür hat sie beim Hauptsitz der Dampfeisenbahngesellschaft am Bahnhof Moritzburg angerufen. „Dort hat mich eine Dame völlig abgeblockt“, berichtet sie. „Sie könne überhaupt nicht sagen, wann ein Zug fährt.“ Auch der Betriebsleiter ist bei dem Thema sehr kurz angebunden. Zum Eröffnungstermin sagt er: „Wenn wir fertig sind, sind wir fertig“ und zum Fahrplan: „Der muss noch freigegeben werden und wird rechtzeitig bekannt gemacht.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/endspurt-beim-bimmelbahnbau-3637699.html

Bau an Malter-Staumauer geht weiter

sz-online.de | Sachsen im Netz

Die Straße ist seit Dezember nicht mehr gesperrt. Ganz fertig sind die Arbeiten aber immer noch nicht.

10.03.2017
Von Franz Herz

lter-Staumauer geht weiter
Blick auf Staumauer Talsperre Malter.

© Egbert Kamprath

Malter. Ende April müssen sich die Autofahrer auf der Straße über die Malter-Staumauer wieder auf eine halbseitige Sperrung einstellen. Dort hat die Landestalsperren-verwaltung im vergangenen Jahr die Brücke über den Hochwasserüberlauf neu bauen lassen. Kurz vor Weihnachten wurden die Hauptarbeiten abgeschlossen, und seitdem ist die Staumauer für Autos und Lkw bis 30 Tonnen wieder befahrbar. Jedoch fehlen noch einige Restarbeiten, wie Bianca Anwand von der Landestalsperrenverwaltung informierte.

Die neu gesetzten Steine der Brüstung müssen noch verfugt werden. Wenn dabei die Außenseiten an die Reihe kommen, ist ein Gerüstwagen erforderlich. Dieser nimmt den Platz einer Fahrbahn ein. Daher ist während dieser Arbeiten eine halbseitige Sperrung erforderlich. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel vorbeigeleitet.

Weiter laufen noch Dachdeckerarbeiten am Schieberturm. Es bekommt eine Kupferhaut. Auch die Bauarbeiten für den neuen Abflusspegel unterhalb der Talsperre gehen weiter. Diese sollen bis Juni 2017 fertiggestellt werden.

Im Herbst beginnen dann Arbeiten, um die Kapazität der vorhandenen Rohrleitungen zu vergrößern. Die vorhandenen Absperrklappen werden ausgebaut und durch Talsperrenschieber ersetzt. Die können größere Wassermengen regulieren. Das wird bis Frühjahr 2018 dauern.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bau-an-malter-staumauer-geht-weiter-3640000.html

Eine Bibliothek auf Schienen

sz-online.de | Sachsen im Netz

Die Weißeritztalbahn veranstaltet eine Lesewoche. Statt aus dem Fenster sollen die Fahrgäste ins Buch schauen.

20.02.2017
Von Carina Brestrich

iothek auf Schienen

Doppeltes Fahrvergnügen: Marc und seine Mutter Katja haben am Wochenende die rollende Bücherei in der Weißeritztalbahn getestet. Fotos: Dirk Zschiedrich

© Dirk Zschiedrich

Freital/Dippoldiswalde. Kaum eingestiegen hat Marc seine Entscheidung getroffen. Das Puzzlebuch soll es sein. Der Dreijährige klettert auf den Schoß seiner Mama Katja und schlägt die erste Seite auf. Währenddessen setzt sich der Zug langsam in Gang. Noch gut 40 Minuten sind es bis zur Endstation. Langweilig wird es bis dahin ganz sicher nicht. Schließlich hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) für genügend Lesestoff gesorgt. Mehrere Kartons voller Bücher stehen gleich an der Wagentür zum Stöbern und Schmökern bereit.

Es ist Lesewoche bei der Weißeritztalbahn. Zum ersten Mal lädt die SDG zu der Aktionswoche ein. Bis Sonntag sind die Fahrgäste aufgerufen, einzusteigen und zum Buch zu greifen. Dafür hat die SDG extra ihren gelben Salonwagen angekoppelt. Über den Sitzbänken liegen Decken bereit. Auf den Tischen sollen selbst gebastelte Lesezeichen Lust aufs Lesen machen.

Ziel der Lesewoche ist es, vor allem jetzt, in der publikumsarmen Zeit, Fahrgäste anzulocken. „Es soll besonders diejenigen ansprechen, die sonst nicht unbedingt mit der Weißeritztalbahn fahren“, sagt Kati Schmidt. Immer wieder sucht die SDG nach neuen Ideen und stieß dabei auf das Thema Lesen: „Es gibt ja inzwischen eine ganze Menge ungewöhnlicher Bibliotheken, in denen Bücher zum Lesen und Tauschen bereitstehen. Telefonzellen oder Bushäuschen etwa“, sagt Kati Schmidt.

Das Tauschprinzip gilt auch während der Lesewoche in der Weißeritztalbahn. Wer ein Buch mitbringt, kann sich im Gegenzug eines mitnehmen. An den Tausch erinnert ein Aufkleber, den die SDG auf den Büchern angebracht hat. „Dann denkt man an uns, wenn man das Buch mal wieder zur Hand nimmt“, sagt Kati Schmidt

Ein Buch haben Marc und seine Familie zwar nicht dabei. Die Idee finden sie trotzdem gut. Schon vor dem Start in Freital-Hainsberg ist der Familie aus Dresden der gelbe Wagen aufgefallen. „Vor allem für Kinder ist das optimal“, sagt Marcs Mama Katja. „Wenn es langweilig wird während der Fahrt, können sie sich beschäftigen.“

Zur Auswahl stehen etwa 100 verschiedene Bücher. „Es ist alles dabei: Liebesromane, Krimis, Thriller, Bildbände“, zählt Kati Schmidt auf. Ein Verlag hatte auf Anfrage der SDG etliche Bücher bereitgestellt. Viele weitere Exemplare stammen von den Mitarbeitern. Zugbegleiter Patrick Wagner hat auch ein paar Bücher beigesteuert. „Meine Frau liest gern“, erzählt er. Über die Jahre habe sich ganz schön was angesammelt. „Da haben wir den Aufruf genutzt, um mal auszusortieren“, sagt er.

Wie der Märchenzug und die Braumeisterfahrten soll auch die Lesewoche zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Weißeritztalbahn werden, sagt Kati Schmidt. In der Lößnitzgrundbahn hat die Lesewoche bereits in der ersten Ferienwoche Premiere gehabt. Die Fichtelbergbahn wird dann im März zur rollenden Bibliothek.

Die Weißeritztalbahn fährt sechsmal täglich zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde. Die Fahrt im Lesewagen kostet keinen Aufpreis. Infos und Fahrplan

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/eine-bibliothek-auf-schienen-3616785.html