Extraseite Wiederaufbau

Für die Berichte über den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf haben wir eine Extraseite eingerichte.

Bautagebuch 2

2. Tag des Schmalspurbahn-Festivals

Schmalspurbahn-Festival 2016

Fotos vom 1. Tag des Schmalspurbahn-Festivals auf der Weißeritztalbahn

Die ersten neuen Gleise liegen schon

sz-online.de | Sachsen im Netz

Noch kann die Weißeritztalbahn nicht bis Kipsdorf fahren. Jetzt kommen Spezialtechnik – und Sperrungen der B 170.

13.07.2016 Von Franz Herz

http://www.sz-online.de/nachrichten/bilder/bei-ulberndorf-liegen-schon-die-neuen-gleise-daniel-schwarz-1774607h.jpg

Bei Ulberndorf liegen schon die neuen Gleise. Daniel Schwarz, Gleisbauer aus Dohna, zieht hier die Schwellen für die Schienen fest.

© Frank Baldauf

Dippoldiswalde. Wer von Dippoldiswalde in Richtung Obercarsdorf fährt, kann schon ein Stück wiederaufgebaute Weißeritztalbahn sehen. Auf einem großen Abschnitt liegen die Schwellen und Gleise schon wieder. Aber im jetzigen Zustand kann darauf noch kein Zug fahren.

In der kommenden Woche soll die Gleisstopfmaschine anrollen. Ein Wendepunkt im Baugeschehen. Bisher waren auf der gesamten Strecke Straßenbaumaschinen eingesetzt. „Mit dem Einsatz der Stopfmaschine wird das Thema Arbeitszüge aktuell“, sagt Mirko Froß, der als Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft für die Baustelle verantwortlich ist. Bisher sind auf der Baustelle Bagger und Lkws wie auf einer normalen Straßenbaustelle zugange. Die Stopfmaschine dagegen fährt nicht auf Gummirädern, sondern auf Gleisen. Es ist eine komplexe Maschine, die zwei wichtige Arbeitsschritte erledigt. Erstens nimmt sie die Schienen, die jetzt schon auf die Schwellen gelegt sind, auf und richtet sie exakt aus. Sowohl die Höhe als auch die Richtung müssen stimmen. Dafür ist in der Stopfmaschine moderne Vermessungstechnik eingebaut. Wenn die Gleise ihre Position haben, kommt der zweite Schritt. Dann wird das Schotterbett darunter gestopft.

Auch beim Lokschuppen geht’s voran

Der Grundschotter liegt auf weiten Streckenabschnitten jetzt schon. Wenn die Schienen ausgerichtet sind, wird aus dem Wagen der sogenannte Gleisschotter dazugeschüttet und mit einem Rüttler verdichtet. Dessen Vibrationen lassen die Steine so zusammenrutschen, dass das Gleisbett fest wird. Die Gleisstopfmaschine wird in Dippoldiswalde mit ihrer Arbeit beginnen und sich dann nach oben in Richtung Kipsdorf vorarbeiten. Wenn sie dann die B  170 überquert – erst in Ulberndorf, später vor Obercarsdorf und schließlich in Kipsdorf –, wird an diesen Tagen die Bundesstraße gesperrt werden müssen. Das gilt auch für die verschiedenen Grundstückszufahrten und kleineren Straßen, über die das Bahngleis verläuft. Die genauen Termine dafür sind noch nicht bekannt. Voraussichtlich Anfang August wird die Bundesstraße zum ersten Mal gesperrt, kündigt Froß an.

Mit dem bisherigen Baufortschritt ist Froß zufrieden. Auf der gesamten Strecke zwischen Dippoldiswalde und dem Endbahnhof in Kipsdorf geht es voran. In Kipsdorf am Bahnhof wird derzeit die Entwässerung gebaut. Die verschwindet zwar in der Erde, ist aber für eine funktionierende Bahnstrecke absolut wichtig. „Wenn wir Wasser im Bahnkörper haben und das gefriert, dann hebt es die Gleise an“, schildert Froß. Für ihn als Eisenbahningenieur wäre das ein Albtraum. Darum sind die Entwässerungsleitungen mit das Wichtigste beim gesamten Bahnbau, nicht nur im Bahnhof, sondern auf der gesamten Strecke. Dort ist deren Einbau weitgehend schon erledigt.

In Kipsdorf laufen noch mehrere Arbeiten links und rechts der Gleise. So sind die Bahnhofsuhr und der Wasserkran derzeit bei einem Metallbauer in der Werkstatt. Der bringt sie auf Vordermann. Sie kommen dann wieder auf den Bahnhof, wenn der Bau so weit fortgeschritten ist, dass sie auch wieder benötigt werden.

Ebenfalls Fortschritte macht in Kipsdorf die Sanierung des Lokschuppens. Hier waren die Dachdecker auf dem Gebäude. Der Giebel wurde neu hochgemauert. Eine Brücke oberhalb von Schmiedeberg ist auch noch in Arbeit. Die anderen sind schon alle fertig.

Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, steht auf der Baustelle in Obercarsdorf. Hier laufen noch die Erdarbeiten für die künftige Bahntrasse. Weiter unten sind die Arbeiten bereits ein Stück weiter.

Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, steht auf der Baustelle in Obercarsdorf. Hier laufen noch die Erdarbeiten für die künftige Bahntrasse. Weiter unten sind die Arbeiten bereits ein Stück weiter. © Frank Baldauf

Der Baufortschritt ist unterschiedlich. Oberhalb von Schmiedeberg wird noch eine Brücke betoniert. Roland Hähnel und Robby Pranzer schalen eine Wand dafür.

Der Baufortschritt ist unterschiedlich. Oberhalb von Schmiedeberg wird noch eine Brücke betoniert. Roland Hähnel und Robby Pranzer schalen eine Wand dafür. © Frank Baldauf

Und oberhalb davon, am Ortsausgang Richtung Obercarsdorf, schichtet Josef Birno Steine in den Drahtkäfig einer Gabione, die das Gleisbett sichert.

Und oberhalb davon, am Ortsausgang Richtung Obercarsdorf, schichtet Josef Birno Steine in den Drahtkäfig einer Gabione, die das Gleisbett sichert. © Frank Baldauf

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-ersten-neuen-gleise-liegen-schon-3441558.html

 

Mit der Weißeritztalbahn zur Baustellen-Tour

sz-online.de | Sachsen im Netz

Am nächsten Wochenende steigt das Schmalspurbahn-Fest. Das Interessanteste ist aber mit dem Bus zu erreichen.

07.07.2016 Von Tobias Winzer

eißeritztalbahn zur Baustellen-Tour

Die Strecke der Weißeritztalbahn durch den Rabenauer Grund wird am 16. und 17. Juli zum Festgelände.

© Oberthür

Freital/ Dippoldiswalde. Am Jahresende soll die Weißeritztalbahn erstmals nach 14 Jahren wieder die gesamte Strecke befahren. Für alle, die sich genau über den Wiederaufbau des hochwassergeschädigten Streckenteils zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf informieren wollen, gibt es zum Schmalspurbahn-Festival am übernächsten Wochenende eine wohl einmalige Chance. Beim traditionellen Schmalspurbahn-Festival führen Busfahrten zu verschiedenen Punkten der insgesamt elf Kilometer langen Baustelle.

„Auf vier Touren haben Wissbegierige die Gelegenheit, einen Blick auf den Wiederaufbau der Strecke zu werfen“, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der zuständigen Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG). „Wir bieten dazu Sonderfahrten mit dem historischen Omnibus Ikarus 66 an.“ Froß wird die Baustellen-Touren selbst führen. Sie starten am Sonntag, 17. Juli, um 7.30 Uhr, 9.45 Uhr, 14.45 Uhr und 16.45 Uhr in Freital-Hainsberg. Bei Tour 1 und 3 steht zuerst die Baustellenbesichtigung auf dem Programm. Anschließend geht es von Dippoldiswalde mit der Weißeritztalbahn zurück nach Freital. Bei Tour 2 und 4 wird erst Zug gefahren und dann die Baustelle besichtigt. Die Tickets kosten 25 Euro für Erwachsene und 12,50 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Die Teilnehmerzahl ist auf 36 Personen pro Tour begrenzt.

Neu beim Schmalspurbahn-Festival ist auch ein Lokziehen. Am Sonnabend ab 18 Uhr soll eine 16 Tonnen schwere Diesellok nur mit Muskelkraft über eine Strecke von 40 Metern gezogen werden. Mitmachen können Teams mit jeweils acht Personen. „Wer die beste Zeit schafft, hat gewonnen“, so Froß. „Was es zu gewinnen gibt, wollen wir noch nicht verraten.“ Anmeldungen sind per E-Mail oder Telefon oder noch am Sonnabend bis 16 Uhr vor Ort am Bahnhof Hainsberg möglich. Neben Baustellen-Tour und Lokziehen steht zum Schmalspurbahn-Festival natürlich auch die Weißeritztalbahn selbst im Mittelpunkt. Am Sonnabend und Sonntag werden insgesamt 46 Fahrten mit drei verschiedenen Zuggarnituren angeboten. „Der Zug der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn und der Reichsbahn-Zug im Stil der Siebzigerjahre sind dabei bestimmt nicht nur für die Fotografen entlang der Strecke optische Leckerbissen“, so Froß. Am Samstagabend um 21.07 Uhr und 22.48 Uhr gibt es zwei Sonderzüge ab Hainsberg zum Feuerwerk „Malter in Flammen.“ Die Rückfahrt ab Malter ist für 23.35 Uhr und 1.16 Uhr geplant. Kinder bis 14 Jahre fahren kostenlos. Ansonsten gilt der normale Fahrpreis. Wer von Freital nach Dippoldiswalde und zurück will, zahlt zum Beispiel 14,60 Euro.

Entlang der Strecke von Freital bis Dippoldiswalde gibt es das gesamte Wochenende verschiedene Veranstaltungen. In Hainsberg ist am Sonnabend ein Programm vor allem für Kinder vorgesehen – mit Clown, Zauberei und Riesenseifenblasen. Am Haltepunkt am Weißeritzpark werden am Sonnabend die Grillweltmeister gesucht. Wer wandern will, kann am Sonntag ab 12.30 Uhr an einer geführten Wanderung ab dem Bahnhof Rabenau teilnehmen. Auch in Spechtritz, Seifersdorf, Malter und Dippoldiswalde sind verschiedene Programmpunkte geplant.

Anmeldungen zur Baustellen-Tour und zum Lokziehen per E-Mail unter weisseritztalbahn@sdg-bahn.de oder per Telefon 03520789290. Weitere Informationen zum Programm des Festivals gibt es im Internet

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/mit-der-weisseritztalbahn-zur-baustellen-tour-3438106.html

Wellness für die Weißeritztalbahn

sz-online.de | Sachsen im Netz

Für Loks und Wagen entsteht in Hainsberg eine neue Werkstatt. Die kostet Millionen, macht aber einiges einfacher.

04.07.2016 Von Matthias Weigel

für die Weißeritztalbahn

Der bestehende Lokschuppen mit Werkstatt am Bahnhof Freital-Hainsberg soll erhalten bleiben und einen modernen Anbau bekommen.

© Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Die Sächsische Dampfeisenbahn-gesellschaft (SDG) will für die Weißeritztalbahn den bestehenden Lokschuppen in Hainsberg ausbauen und eine neue Wagenwerkstatt errichten. Das geht aus Unterlagen des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) hervor. Für die Maßnahme sind rund drei Millionen Euro veranschlagt, allesamt aus Fördermitteln. Das Projekt ist bereits seit 2013 im Gespräch und Bestandteil des Sächsischen Werkstattkonzepts für die Schmalspurbahnen.

Geplant ist ein Anbau zum bestehenden Gebäude auf dem Bahnhofsgelände in Hainsberg in Richtung der Straße „Zum Güterbahnhof“, heißt es bei der SDG auf Anfrage. Dazu sollen auch Nebengebäude abgerissen werden wie Teile des alten Hüttenkombinats. Die alte Lok und die Wagen, die derzeit auf einem Teil der Fläche stehen, verschwinden. Der Lokschuppen an sich bleibt weitgehend in seiner jetzigen Form bestehen. Er wurde bereits beim Wiederaufbau nach der Flut 2007/08 teilweise instand gesetzt.

In der neuen Werkstatt soll zukünftig die Instandhaltung aller Fahrzeuge vorgenommen werden. Bislang passiert das in Hainsberg nur für die Dampfrösser der Weißeritztalbahn. „Unsere Loks sind alle über 50 Jahre alt. Somit sind auch häufiger Reparaturen erforderlich“, sagt Richter. Die erledige man seit jeher zuverlässig vor Ort. Die Wagenwerkstatt befindet sich in Freital-Potschappel an der Ecke Carl-Thieme-/Oberpesterwitzer Straße. Die Deutsche Bahn und die Flut 2002 haben den Gleisanschluss aus Hainsberg, der früher existierte, allerdings gekappt. Statt auf schmaler Spur kommen die Wagen mit dem Tieflader von Hainsberg nach Potschappel. Ein riesiger Aufwand. „Das sind etwa 30 Fahrzeuge, die mindestens einmal jährlich nach Potschappel transportiert werden müssen“, so SDG-Chef Roland Richter.

Letzte Ruhestätte für ausgediente Wagen

Die Werkstatt – in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen – stammt außerdem aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist runter, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. „Es hätte hier in naher Zukunft ebenfalls erheblich investiert werden müssen“, sagt Richter. Das Gebäude soll aber erhalten bleiben und künftig als trockener und sicherer Unterstand für historische oder nicht betriebsbereite Fahrzeuge dienen. Dafür sei es durchaus noch gut geeignet.

Mit dem Bauprojekt will man nun in Hainsberg die Werkstätten bündeln und den Instandhaltungsbetrieb effektivieren. Die Mitarbeiter würden von Potschappel nach Hainsberg verlegt. „Die Hauptuntersuchungen – also die komplette Demontage und Untersuchung der Komponenten – werden aber weiterhin in der zentralen Lokomotivwerkstatt Oberwiesenthal für Loks und in der Schienenwerkstatt Marienberg für die Wagen durchgeführt“, sagt Richter. Diese Arbeiten können mangels Größe und Maschinenausstattung auch zukünftig nicht in Freital erledigt werden.

An den Baukosten für die Werkstatt soll sich der VVO anteilig beteiligen. Dem hat die jüngste Zweckverbandsversammlung zugestimmt. Demnach fließen knapp 280 000 Euro aus dem Infrastrukturprogramm an die SDG. Das Sächsische Werkstättenkonzept sieht im Übrigen auch den Um- und Neubau der SDG-Werkstatt in Radebeul-Ost vor. Damit entfielen dann auch die Transporte dieser Wagen nach Freital. „Die Werkstätten werden mit dem bestehenden Fahrzeugpark dennoch alle komplett ausgelastet sein“, rechtfertigt Richter die Pläne, an beiden Standorten zu investieren. Der Freistaat hat das so auch 2014 verabschiedet, weil er darin längerfristige wirtschaftliche Vorteile sieht.

Vorgesehen sind in dem dezentralen Sächsischen Werkstattkonzept auch Investitionen in andere Schmalspurbahnen – wie die Fichtelbergbahn (ebenfalls SDG) und die Zittauer Schmalspurbahn (Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft Soeg). In Zittau wird bereits eine Lokwerkstatt gebaut, die ebenso für die Döllnitzbahn genutzt werden soll. Für Radebeul laufen die Planungen.

Fertigstellung 2017 geplant

In Freital soll es schnellstmöglich losgehen. Wann mit einem Baustart zu rechnen ist, lässt die SDG aber vorerst offen. Noch ist nämlich nicht ganz klar, ob die beantragten 90 Prozent Zuschuss vom Freistaat gewährt werden. Eine Finanzlücke könnte das Vorhaben verzögern.

Der VVO geht aber von einer Fertigstellung 2017 aus. Der Bau sei schließlich auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Ende 2016 der Betrieb bis Kipsdorf wieder aufgenommen wird, der Wartungsaufwand steigt. Die Arbeiten zum Wiederaufbau der flutzerstörten Strecke laufen seit einigen Wochen. Dabei ist jedoch offen, wie viele Züge dann überhaupt auf der Strecke rollen. Die Finanzierung des Betriebes ist schließlich noch gar nicht geklärt.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wellness-fuer-die-weisseritztalbahn-3435747.html

Schmiedeberg bereitet sich auf den Bimmelbahn-Start vor

sz-online.de | Sachsen im Netz

Der Ort ist kein Tourismusmagnet. Aber was er zu bieten hat, stellt er in ein gutes Licht.

03.07.2016 Von Franz Herz

erg bereitet sich auf den Bimmelbahn-Start vor

Marion Tiebel, Mitarbeiterin des Schulmuseum Schmiedeberg, sieht sich hier das neue Erklärvideo am Ortsmodell an.

© Frank Baldauf

Schmiedeberg. Die Schmiedeberger Pyramide erstrahlt in neuem Licht und das Ortsmodell „Schmiedeberg 1924“ im Bürgerhaus hat einen neuen Bildschirm bekommen, auf dem ein erklärendes Video zu sehen ist. Um beide Attraktionen im Ort kümmert sich die IG Pyramide, ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern. Ihre Arbeiten koordiniert Rainer Krenkel, der schon den Bau der Pyramide geleitet hat. Wenn Ende des Jahres die Bahn wieder nach Schmiedeberg fährt, präsentiert sich der Ort möglichst gut.

Nun hat die Pyramide im Juni eine neue Außenbeleuchtung bekommen. Früher waren die Lampen auf Holzsockeln montiert. „Die waren aber morsch“, sagt Krenkel. Daher wurden sie durch eine Edelstahlbefestigung ersetzt, die jetzt länger halten sollte. Außerdem haben die Schmiedeberger die Pyramide einmal überholt und beispielsweise die Innenbeleuchtung ausgewechselt. Die Pyramide ist derzeit mit ihrer Sommerdekoration bestückt. Die verschiedenen Böden zeigen unter anderem Schmiedeberger Persönlichkeiten, Gießereiarbeiten sowie Wald- und Forstarbeiten.

Froh ist Krenkel auch darüber, dass am Ortsmodell inzwischen ein Bildschirm angebracht ist und auch funktioniert, der interessierten Besuchern einen acht Minuten langen Film zeigt mit Erklärungen zum Ortsmodell und zur Geschichte Schmiedebergs. Die Idee für diese Erklärung zum Modell gibt es schon lange. Die Vorbereitungen haben 2014 begonnen. Es hat aber seine Zeit gedauert. Jetzt sind zwei Schalter am Modell angebracht. Mit dem einen können interessierte Besucher das Licht einschalten, mit dem anderen können sie das Erklärvideo starten.

Das Modell zeigt den Ortskern von Schmiedeberg im Jahr 1924, als die Schmalspurbahn noch nicht über das Viadukt gefahren ist. Der Ingenieur Martin Brendel hat es gebaut und später der Gemeinde Schmiedeberg geschenkt.

In Schmiedeberg gibt es jetzt Überlegungen, wie es noch etwas mehr bekannt gemacht werden kann. „Derzeit bekommen es vor allem die Besucher des Bürgerhauses mit, das sind die Vereinsmitglieder. Wir wollen, dass auch zufällige Touristen, die auf der Straße vorbeigehen, sich das ansehen können“, sagt Peter Hofmann (SPD), Ortsvorsteher von Schmiedeberg. Er will das Thema im Ortschaftsrat einmal ansprechen. Vielleicht lässt es sich einrichten, dass das Bürgerhaus künftig immer dann geöffnet hat, wenn ein Zug auf der Weißeritztalbahn im Ort angekommen ist.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/schmiedeberg-bereitet-sich-auf-den-bimmelbahn-start-vor-3434722.html

Ausschreibung für Bimmelbahnbau

sz-online.de | Sachsen im Netz

Wenn die ersten Gleise an der Bimmelbahn verlegt sind, kann die Elektrik eingebaut werden. Dafür wird eine Firma gesucht.

25.06.2016 Von Franz Herz

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Derzeit läuft die letzte große Ausschreibung für den Wiederaufbau des oberen Abschnitts der Weißeritztalbahn. Es geht dabei um die Elektrik entlang der Strecke, wie Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, informierte. Zu den Elektroinstallationen gehören die Signaltechnik, um die Züge zu steuern, die Fernmeldetechnik und die Stromversorgung für die technischen Anlagen entlang der Bahntrasse zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf.

Anfang Juni wurden diese Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Derzeit können interessierte Firmen Angebote abgeben. Im August soll die Entscheidung über den Zuschlag fallen. Im September sollen die Gleisbauer auf verschiedenen Abschnitten dann so weit sein, dass die Elektriker beginnen können. Sie können erst mit ihrer Arbeit anfangen, wenn die anderen Schritte abgeschlossen sind.

Derzeit wird auf der gesamten Strecke zügig gebaut. Die Arbeiter sind aber unterschiedlich weit. Im oberen Abschnitt zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf laufen noch die Stützwandbauten zur Weißeritz und zur Bundesstraße hin. Die müssen abgeschlossen sein, ehe der Bau des Gleisbettes beginnen kann. Im unteren Bereich zwischen Dippoldiswalde und Schmiedeberg liegt teilweise schon das Schotterbett, auf das schließlich die Schwellen und Gleise verlegt werden.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/ausschreibung-fuer-bimmelbahnbau-3428241.html

Wird die Weißeritztalbahn eingedampft?

sz-online.de | Sachsen im Netz

Die Strecke bis Kipsdorf ist bald wieder aufgebaut. Nun gibt es einen ersten Fahrplanentwurf – und viel Ernüchterung.

23.06.2016 Von Matthias Weigel

Weißeritztalbahn eingedampft?

Sechsmal täglich dampft die Lok mit den Wagen derzeit noch vom Bahnhof Freital-Hainsberg hoch nach Dipps und zurück. Wenn die flutzerstörte Strecke bis Kipsdorf zum Jahresende wieder aufgebaut ist, muss der Fahrplan wohl aber enorm ausgedünnt werden. Dafür gibt es einen gewichtigen Grund.

© Archivfoto: K.-L. Oberthür

Freital/Dippoldiswalde. Mit einem kräftigen Ruck zieht die Dampflok an. Dampf und Rauch steigen auf. Die Fahrgäste am Bahnhof Hainsberg zücken die Fotoapparate. Los geht es mit der Weißeritztalbahn in Richtung Dippoldiswalde. Sechsmal täglich zieht die Lok auf der dienstältesten öffentlichen Schmalspurbahn die Wagen die 15 Kilometer rauf und wieder runter. Seit der Wiedereröffnung 2008 ist das so. Die Strecke war nach der Flut 2002 zerstört, wurde für 23 Millionen Euro wiederaufgebaut.

Wenn alles gut läuft, ist die restliche Strecke bis Kipsdorf zum Jahresende ebenfalls wieder hergerichtet. Seit dem Frühjahr wird intensiv daran gearbeitet. 18 Millionen fließen in die elf Kilometer hoch ins Osterzgebirge. Dass dann immer noch so viele Züge auf der Strecke fahren, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn der Fahrplan wird wohl gehörig ausgedünnt.

Künftig nur noch dreimal täglich

Der Grund ist einfach: Während Geld für den Bau aus dem Fluthilfefonds da ist, fehlt für den dichten Betrieb auf ganzer Strecke schlichtweg das Geld. Sachsen hatte bereits vor Jahren in einer Verordnung 4,2 Millionen Euro pro Jahr für Weißeritztal- und Lößnitzgrundbahn zusammen festgelegt. Das Geld wird aber bereits heute von beiden Bahnen komplett verbraucht.

Nun ist guter Rat teuer. Schon seit Monaten ringen Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und der Betreiber der Strecke, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), um eine Lösung. Die Zeit wird knapp. Schließlich müssen ein paar Wochen vorm Start auch Technik und Mitarbeiter eingetaktet werden, Pläne in den Druck, die Werbemaschinerie anlaufen.

Der VVO jedenfalls wagt nun unter den aktuellen Vorzeichen einen Vorstoß und präsentierte zur jüngsten Verbandsversammlung einen Musterfahrplan. Der soll nun als Prämisse für die Verhandlungen mit der SDG dienen, heißt es. Zwei Fahrten bis Dippoldiswalde und zurück, eine bis Kipsdorf und zurück – das ist die tägliche Ausbeute. An ausgesuchten Wochenenden und Feiertagen könnte eine Fahrt bis Kipsdorf und zurück dazukommen. Auch zwei weitere Fahrten bis Dipps stünden möglicherweise im Angebot.

Wie viele solcher besonderer Fahrtage im Jahr möglich sind, werden aber erst die Verhandlungen zeigen. Laut VVO-Sprecher Christian Schlemper liegen dem Konstrukt die jetzigen Rahmenbedingungen zugrunde. So rechnet man einerseits mit dem jetzigen Budget. Was im oberen Abschnitt fährt, muss also im unteren eingespart werden. Andererseits soll der Verlust an Fahrgästen und Einnahmen so gering wie möglich sein. Vor allem die unattraktiven Züge morgens und abends fallen weg. Sie waren kaum ausgelastet. „Mit dem vorgelegten Entwurf würden 80 Prozent der heutigen Fahrgastnachfrage weiterhin erfüllt“, sagt Schlemper. Auch der touristischen Ausrichtung der Bahn trage man mit dem Plan Rechnung. Dazu müsste man an den Sonder-Wochenenden und Feiertagen aber eine zweite Zuggarnitur einsetzen.

Keine Spekulationen

Über den Ausgang der Verhandlungen will SDG-Chef Roland Richter nicht spekulieren. „Sollte kein zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt werden, ist noch nicht einzuschätzen, ob überhaupt ein täglicher Fahrplanbetrieb möglich ist – und wie der dann aussieht“, sagt er. Für die Fahrgäste ein attraktives Angebot zu organisieren, werde schwer.

Dass sechs Zugpaare täglich rollen sollen, klingt unter den aktuellen Prämissen wie Hohn – obwohl mit dem geförderten Wiederaufbau eigentlich genau das vorgegeben ist. Auflösen könnte das Ganze der Freistaat. Im Wirtschaftsministerium hält man sich aber zurück – und spielt zunächst dem VVO den Schwarzen Peter zu. Es stehe dem Verbund ja frei, mehr Geld zu geben, heißt es. Woher das kommen soll, da doch der Nahverkehr seit Jahren finanziell auf Kante genäht ist? Mit dem kürzlich erzielten Kompromiss bei den Regionalisierungsmitteln – also den Geldern aus Berlin für den Schienennahverkehr – gebe es zumindest ein positives Signal und erleichtere die Situation, so die Aussage. Ansonsten verweist man auf die laufenden Haushaltsverhandlungen und eine mögliche Anpassung der Finanzierungsverordnung für die Schmalspurbahnen, die diskutiert wird. „Wir streben eine Lösung an, die im Interesse aller liegt“, versichert Sprecherin Kathleen Brühl und bittet um Geduld.

Klar ist allerdings auch: Die Bimmel ist nur eine von vielen Akteuren, die auf mehr Geld hoffen. So macht das Ministerium auch keinen Hehl daraus, dass man den Fahrplanentwurf des VVO durchaus für praktikabel und sachgerecht halte. Außerdem betont das Ministerium, dass man sich in Sachen Weißeritztalbahn nicht allein in der Pflicht sehe. „Für den touristischen Erfolg und eine höhere Fahrgastnachfrage sollten sich auch der Landkreis und die Anliegerkommunen an der Verbesserung des touristischen Umfelds und der Vermarktung beteiligen“, so Brühl.

bild-1760463h

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wird-die-weisseritztalbahn-eingedampft-3426531.html

Dixiezug am 18.06.2016

Unser 7. Sonderzug mit der Blue Wonder Jazzband aus Dresden verkehrte am 18. Juni wieder zwischen Freital und Dippoldiswalde. Am Anfang war das Wetter leider leicht verregnet, so dass die Band bis Seifersdorf nur in den Wagen spielen konnte. In Seifersdorf und in Dippoldiswalde spielte die Band dann in dem dafür vorgesehenem offenen Wagen.

und noch einen kleinen Film dazu: 

Endlich ist die IV K 99 608 wieder einmal in ihrem Heimat-Bw Freital-Hainsberg.

Nach Jahren auf Reisen, ist sie heute von Mügeln kommend auf heimische Gleise gerollt wurden. Obwohl die „Heimatdienststelle“ bei der SDG keine Rolle spielt und der EVU-Leiter nicht vor hat, dass sie unter Dampf sein wird. Die   IG Weißeritztalbahn e.V. prüft, ob man einen Sonderzug mit der IV K bestellen kann.