2019 wird schwierig für die Weißeritztalbahn

Die Weißeritztalbahn dampft durch den Winterwald zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf. Wer das Eisenbahnerlebnis einmal genießen will, hat dieses Jahr etwas Eile. Er sollte das noch vor Mitte Juli einplanen, danach gibt es Einschränkungen. © Foto: Egbert Kamprath

Der erste Ansturm nach der Wiedereröffnung lässt nach. Dazu kommt noch einmal eine mehrmonatige Zwangspause.

Die Zahlen kommen nicht überraschend, schätzte Mirko Froß, Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, auf einer Pressekonferenz am Dienstag ein. Erstens lässt die Begeisterung nach, die unmittelbar nach der Wiedereröffnung der Strecke geherrscht hat. Zweitens haben die Eisenbahner ihre Statistik verändert. Sie zählen die Fahrgäste nicht einzeln, sondern errechnen ihre Zahl aus den verkauften Fahrkarten. Rund ein Viertel der Fahrkarten sind Familienkarten, mit denen zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder mitfahren dürfen. Bisher ging also eine Familienkarte mit sechs Fahrgästen in die Rechnung ein, erklärte Froß. In der Regel sind bei einer Familie aber zwei Kinder dabei, und daher wird von jetzt an eine Familie mit vier Personen angerechnet, auch wenn die Statistik weniger schön aussieht.

Das zieht die Zahlen runter, weil Familien eine ganze wichtige Gruppe unter den Fahrgästen ausmachen. 25 Prozent der Fahrgäste sind mit Familienkarten unterwegs, 52 Prozent mit Einzelkarten und 20 Prozent mit Gruppenkarten. Der Rest sind verschiedene Angebote wie die Fünferkarten, die sich an Eisenbahnfans richten, die gleich mehrfach mitfahren wollen. Insgesamt zeigt sich auch Ralf Kempe, der Vorsitzende der IG Weißeritztalbahn, zufrieden mit den Fahrgastzahlen. 

Der allerletzte Bauabschnitt

Dabei steht aber jetzt schon fest: In diesem Jahr wird die Besucherzahl weiter zurückgehen. Denn die Weißeritztalbahn muss vom 17. Juli bis zum 15. November auf dem Abschnitt von Dipps bis Kipsdorf noch einmal eine Baupause einlegen. Eine wichtige Restarbeit im Rahmen des Wiederaufbaus ist noch zu erledigen. Die Brücke in Obercarsdorf über die Rote Weißeritz muss neu gebaut werden. Sie funktioniert zwar für die Eisenbahn, aber sie ist zu klein für den Fluss. Das zeigen die Erfahrungen aus dem Hochwasser 2002. Die Weißeritz muss unter der Brücke drei Meter breiter werden, damit mehr Wasser fließen kann. Die Baukosten schätzt Froß einschließlich Planung auf rund eine Million Euro, wie er auf SZ-Nachfrage sagte. „Aber ich bin gespannt auf das Ergebnis der Ausschreibung.“

2015 fehlten noch die Zustimmung von Anliegern und wasserrechtliche Genehmigungen. Daher wurde hier ein Provisorium eingerichtet. Die Brücke kann im Hochwasserfall hochgekurbelt werden. Das Technische Hilfswerk würde das im Ernstfall übernehmen und hat eine solche Aktion einmal geprobt. Die neue Flussquerung wird nun eine sogenannte Trogbrücke, wo in einem Trog ein Schotterbett und die Gleise verlegt werden. Das hat den Vorteil, dass die Unterseite glatt ist. Holzstämme, Äste und anderes Treibgut können sich bei einem Hochwasser nicht mehr verhaken.

In Kreisen von Tourismusunternehmen wird die Idee diskutiert, während dieser Zeit einen kleinen Zugverkehr zwischen Obercarsdorf und Kipsdorf einzurichten, wie Kempe berichtete. Froß lehnt das aber rundheraus ab. „Dafür wären zusätzliche Züge und Personal erforderlich. Wirtschaftlich wäre das Wahnsinn“, sagte er gegenüber der SZ. Er begründet auch die Terminwahl. Eine Streckensperrung passt eigentlich nie. In der Sommersaison, wenn die Bauleute arbeiten können, ist auch der meiste Betrieb auf der Eisenbahn. Mit dem Bautermin von Juli bis November können die großen Höhepunkte auf der Strecke wie Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und das Schmalspurbahn-Festival noch auf der vollen Länge gefeiert werden. Dann ist ab Dipps gesperrt. Die Dampfeisenbahngesellschaft wird Anfang März die Arbeiten europaweit ausschreiben. „Dann haben wir noch einen Zeitpuffer, damit sie pünktlich im Juli beginnen“, sagte Froß. Er ist zuversichtlich, dass sie bis November abgeschlossen sind. Dann könnte die Bahn in der Weihnachtszeit wieder fahren.

Quelle: https://www.saechsische.de/2019-wird-schwierig-fuer-die-weisseritztalbahn-5032547.html

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Fast 400.000 Fahrgäste auf der Schmalspurbahn

 

Mehr Fahrgäste bei den Schmalspurbahnen. © Arvid Müller

Die Lößnitzgrundbahn und die Weißeritztalbahn können ein Fahrgast-Plus verzeichnen.

Quelle: https://www.saechsische.de/fast-400-000-fahrgaeste-auf-der-schmalspurbahn-5032256.html

Mit vollem Programm ins Jahr 2019 – Schmalspurbahnen im VVO bieten 120 Veranstaltungen

Die beiden Schmalspurbahnen im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) zogen heute Bilanz für das Jahr 2018 und stellten das Programm für dieses Jahr vor. „Mit rund 390.000 Fahrgästen auf der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn sind wir sehr zufrieden“, unterstrich Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der SDG – Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft das Ergebnis. „Mit dieser soliden Bilanz starten wir jetzt in die neue Saison.“ Auf den beiden Bahnen sind in diesem Jahr 120 Veranstaltungen geplant. 

Pressemitteilung – SDG und VVO vom 06.02.2019

Quelle: https://www.vvo-online.de/de/vvo/presse/pressemitteilungen-239.cshtml

 

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Schneepflug unter Volldampf

Viele Schneepflüge waren unterwegs im Osterzgebirge, aber wahrscheinlich kein zweiter mit Dampfantrieb. Eine Lok mit Schneepflug hat am Montag die Strecke der Weißeritztalbahn freigeschoben, ehe diese wieder bis Kipsdorf fahren konnte. © Egbert Kamprath

Jede Menge Neuschnee ist gefallen. Mit dem Winterdienst klappt es, aber es gibt einige kritische Stellen.

Nicht einmal die Loks der Weißeritztalbahn haben es am Montag mehr durch den Schnee geschafft. Die Züge um 9.25 Uhr und 11.11 Uhr ab Kipsdorf fielen aus. Erst einmal musste eine Lok mit Schneepflug auf die Strecke. Doch das Gespann hatte selbst eine Panne und musste erst auf dem Bahnhof Schmiedeberg repariert werden. Aber am Nachmittag war die Schmalspurstrecke wieder geräumt.

Doch das war nur einer von unzähligen Räumeinsätzen. Der Winter hatte am Sonntag eine ordentliche Ladung Schnee in die Region gebracht. Trotz aller Bemühungen wie Winterdienst teilweise in drei Schichten ist es allerdings nicht gelungen, das gesamte Straßennetz frei zu halten.

Quelle: https://www.saechsische.de/schneepflug-unter-volldampf-5031611.html

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Überraschung am Faschingsdienstag

Am 05. März – FASCHINGSDIENSTAG – gibt es eine Überraschung für die Fahrgäste der Weißeritztalbahn 

Einer Fahrt im Dampfzug, zurückversetzt in längst vergangene Tage und noch dazu ein leckerer Pfannkuchen – so schön gemütlich kann eine Dampfzugfahrt am 5. März bei der Weißeritztalbahn sein. 
Am Faschingsdienstag reichen wir Ihnen auf Ihrer Fahrt durch den wildromantischen Rabenauer Grund das Faschingsgebäck schlechthin. Solange der Vorrat reicht, servieren wir die frischen Berliner oder Krapfen oder Kräppele oder wie auch immer sie bei Ihnen zu Hause genannt werden.

Quelle: SDG

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Lesewoche auf der Weißeritztalbahn

Zu einem guten Buch gehört auch Gemütlichkeit. Nichts leichter als das. Nehmen Sie sich  vom 25. Februar bis 01. März einmal die Zeit zum Schmökern – und das bei einer Fahrt im Dampfzug mit der Weißeritztalbahn. Leises Rauschen begleitet Sie Zeile für Zeile, die Dampfheizung knackt fröhlich vor sich hin, man könnte meinen, man sitzt vor dem Kamin.

Dazu stellen wir für Sie in unserer fahrenden Büchertauschbörse Bücher bereit, die Sie gern mitnehmen dürfen. Wir würden uns freuen, wenn Sie im Gegenzug eines Ihrer Lieblingsbücher im Wagen zurücklassen – so haben auch die anderen Fahrgäste etwas zum Bücherwälzen. 

 


Lesewoche auf der Weißeritzlbahn

Quelle: SDG

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Mehr Züge zum Jahreswechsel

Vom 1. bis 6. Januar fährt die Weißeritztalbahn nach Ferienfahrplan viermal täglich von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf. © Karl-Ludwig Oberthür

Silvester sind mehr S-Bahnen nach Dresden unterwegs. Zum Jahresbeginn fährt auch die Weißeritztalbahn öfter.

Richtung Pirna erfolgen die letzten Abfahrten um 1.00 Uhr und 2.32 Uhr. Auch Tharandt und Freital sind nach Mitternacht noch mit der S-Bahn erreichbar. „Eine zusätzliche S 3 fährt 1.37 Uhr ab dem Hauptbahnhof“ erklärt Lutz Auerbach. Richtung Dresden fahren zwei Züge 0.15 Uhr ab Bad Schandau und 2.00 Uhr ab Pirna. Auch auf der S 3 gibt es eine späte Rückfahrt: Ein letzter Zug fährt 2.03 Uhr von Tharandt zurück nach Dresden.

Für die frühmorgendliche Heimreise in die Region sorgen darüber hinaus die Busse des Nachtverkehrs. Die Nachtbuslinien nach Heidenau und Pirna, Dippoldiswalde, Wilsdruff und Freital verkehren gegen 1.15 Uhr und 2.45 Uhr von Dresden.

Vom 1. Januar bis zum 6. Januar ist die Weißeritztalbahn im Ferienfahrplan unterwegs und fährt viermal täglich von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf. Während der Ferien rollt auf der Strecke neben dem planmäßigen Zug zusätzlich ein Zug der Deutschen Reichsbahn aus den 1960er-Jahren. Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 in Freital-Hainsberg zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde. (SZ)

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Weißeritztalbahn wird teurer

Das dampft mächtig. Eine Lok der Weißeritztalbahn verbraucht täglich bis zu zwei Tonnen Kohle. © Egbert Kamprath

Die Loks verheizen täglich bis zu zwei Tonnen Kohle. Die ist enorm im Preis gestiegen. Das hat Folgen für die Fahrgäste.

Wer mit der Weißeritztalbahn fahren und dabei einige Cent sparen will, sollte sich beeilen. Denn zum neuen Jahr steigen die Fahrpreise für die Dampfzüge auf der Strecke zwischen Freital und dem Osterzgebirge. Eine Einzelfahrt von Freital nach Kipsdorf beispielsweise kostet bis Silvester noch 12,20 Euro und ab Januar 2019 dann 12,40 Euro. Wobei die Fahrpreissteigerung auch die anderen Strecken betrifft, welche die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft betreibt, also auch die Bahn im Lößnitzgrund und die Fichtelbergbahn.

„Wir folgen damit der allgemeinen Preisentwicklung“, sagt Betriebsleiter Mirko Froß. Die Bahngesellschaft ist bei allen Betriebsmitteln mit Kostensteigerungen konfrontiert. „Besonders ins Gewicht fällt der Kohlepreis“, sagt Froß. Täglich verfeuern die Heizer auf den Loks 1,5 bis 2 Tonnen. Der Preis für die Kohle ist in den letzten fünf, sechs Jahren um die Hälfte gestiegen. Das ist eine wesentliche Ursache für die Anhebung der Fahrpreise.

Die Dampfeisenbahngesellschaft hat eine lineare Anhebung um rund zwei Prozent kalkuliert. Dabei wurde aber darauf geachtet, dass keine krummen Preise, sondern runde Zehn-Cent-Beträge entstehen. Deswegen bleiben die kurzen Strecken mit einer Preisstufe von der Anhebung verschont, also beispielsweise von Malter bis Dippoldiswalde oder von Schmiedeberg nach Kipsdorf. Eine soziale Komponente haben die Eisenbahner auch berücksichtigt. Die Preise für eine Einzelfahrt mit Familienkarte werden nicht erhöht.

Quelle: https://www.saechsische.de/weisseritztalbahn-wird-teurer-5014736.html

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Neuer Lokschuppen für Weißeritztalbahn

So sieht der neue Lokschuppen der Weißeritztalbahn derzeit aus. Bis zur Inbetriebnahme sind es nur noch wenige Wochen. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Bauarbeiten an dem Millionenvorhaben sind fast beendet. Für den Betrieb ergeben sich mehrere Vorteile.

Beim Bau eines neuen Lokschuppens für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg hat der Endspurt begonnen. Wie Betriebsleiter Mirko Froß mitteilt, werden voraussichtlich noch im Dezember die Arbeiten aller Gewerke weitestgehend abgeschlossen. „Im Januar werden dann noch Restarbeiten sowie Abnahmen und Inbetriebnahmen der einzelnen Anlagen durchgeführt“, so Froß.

Derzeit sind die Bauarbeiter noch dabei, unter anderem die Dachabdichtung und die Holzfassade fertigzustellen. Außerdem müssen die Arbeiten an den Außenanlagen und der Elektrik noch beendet werden. Zuletzt werden die Flächen beräumt, die für die Einrichtung der Baustelle genutzt werden mussten.

Der neue Lokschuppen befindet sich an der Straße Zum Güterbahnhof. Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert. Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Mit dem Neubau entsteht nun eine Zentralwerkstatt in Hainsberg. Die Werkstatt an der Ecke Carl-Thieme-Straße/Oberpesterwitzer Straße, in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen, stammt aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist schlecht, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. Deswegen wird diese Werkstatt geschlossen.

Das Gebäude in Potschappel wird künftig nur noch zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt. Die Bauarbeiten für den Lokschuppen hatten Mitte 2017 begonnen. Das gesamte Vorhaben kostet rund 2,8 Millionen Euro, wovon der Freistaat 90 Prozent fördert.

Auch wenn die Bauarbeiten im Januar abgeschlossen sein sollen, dauert es anschließend noch ein wenig, bis der neue Lokschuppen in Betrieb geht. Laut Betriebsleiter Froß sollen ab Anfang Februar die Maschinen in die neue Halle umgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt beginne die Nutzung der Halle. „Die volle Funktionsfähigkeit wird bis zum März hergestellt.“

Quelle: https://www.saechsische.de/neuen-lokschuppen-fuer-weisseritztalbahn-5013062.html

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Wassermangel auf der Weißeritztalbahn

Hier füllen die Eisenbahner in Kipsdorf das mitgebrachte Wasser aus den Containern im Gepäckwagen in die Lokomotive, damit sie wieder zurück bis Freital dampfen kann. © Egbert Kamprath

In Kipsdorf hat die Bahn eine eigene Quelle. Die versorgt die Loks mit Wasser. Doch sie ist versiegt. Die Notlösung funktioniert auch nicht mehr.

Eine Lokomotive, die mit acht Waggons von Freital bis nach Kipsdorf hoch dampft, braucht eine ganze Menge Wasser. Ihr Tank fasst fünf Kubikmeter. Davon wird bis Dippoldiswalde schon ein großer Teil verbraucht. „Deswegen nehmen wir in Dippoldiswalde immer Zwischenwasser“, sagt Mirko Froß, der Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Im Kipsdorf oben wird ebenfalls wieder aufgefüllt. Auf dem Rückweg, wenn es bergab rollt, kommt die Bahn ohne Zwischenwasser in Dipps hin.

Normalerweise kommt das Wasser in Kipsdorf aus der eigenen Quelle der Bahn. Doch die ist schon im Sommer versiegt. Deswegen haben sich die Eisenbahner mit einer Notlösung beholfen. Sie schlossen ein Standrohr mit einem Wasserzähler an die öffentliche Leitung an und haben mit einem großen Schlauch, wie ihn die Feuerwehr auch verwendet, das Wasser herbeigeleitet. Doch seitdem durchgehend Frost herrscht, funktioniert auch diese Lösung nicht mehr, berichtet Froß.

Lok hat mehr Durst als ein Haushalt

Jetzt muss die Bimmelbahn ihr Wasser selbst mitbringen. Im Gepäckwagen stehen Wassercontainer. Das sind Plastikwürfel, wie sie mancher auch in seinem Garten einsetzt. Jeder von ihnen fasst einen Kubikmeter. Damit nehmen die Eisenbahner das kostbare Nass von Freital mit bis Kipsdorf hoch und pumpen es dort in die Lok.

Der Bahnbetrieb braucht enorme Wassermengen, deutlich mehr als ein Haushalt. Jetzt im Winter, wenn auch noch die Dampfheizung läuft und der Generator für die Beleuchtung in den Wagen, fasst die Lok in Kipsdorf immer fünf Kubikmeter Wasser. „Das zweimal am Tag macht zehn Kubik“, rechnet Froß vor. „Ein deutscher Durchschnittsbürger verbraucht im Jahr 30 Kubikmeter“, nennt er eine Vergleichsgröße.

Die Quelle in Kipsdorf liegt etwa einen halben Kilometer vom Bahnhof entfernt unterhalb der Tellkoppe. Hier ist eine erste Zisterne gebaut, von der eine Leitung zum Wasserreservoir am Bahnhof führt. Die Zisterne fasst 20 Kubikmeter Wasser, das Reservoir am Bahnhof 50 Kubikmeter. Ein Zweipersonenhaushalt käme damit ein Jahr hin, ohne sparen zu müssen. 

Gute Wasserqualität in Kipsdorf

Aber eine Lok hat eben etwas mehr Durst. So ist das Wasser in Kipsdorf schon im Sommer vergangenen Jahres ausgegangen. Im Sommer ist die Quelle versiegt. Im Oktober 2017 begann sie wieder zu fließen. Dieses Jahr ist sie seit Juni trocken und erst in letzter Zeit kam wieder ein kleines Rinnsal. Das reicht aber bei weitem nicht. Damit könnten die Bahner vielleicht einmal die Woche ihre Lok auffüllen, aber nicht täglich.

„Hoffentlich wird es jetzt wieder ein bisschen mehr, nachdem es geschneit hat“, sagt Froß. Ansonsten will der Eisenbahner die gleiche Lösung ergreifen, wie sie auch die Bürger ins Auge fassen, deren Brunnen versiegt sind. Er will beantragen, dass in Kipsdorf eine Verbindung von der öffentlichen Wasserleitung zum Reservoir gebaut wird, damit die Versorgung der Loks auch bei einer solchen Trockenheit, wie wir sie dieses Jahr erleben, gesichert ist.

Eigentlich schätzen die Eisenbahner das Kipsdorfer Wasser sehr. Es ist sehr weich, braucht also keine Zusätze, damit die Leitungen nicht verkalken. Außerdem hat der eigenen Brunnen natürlich einen großen Vorteil: Er schickt keine Rechnung. Aber was nützt das, wenn er auch kein Wasser mehr liefert.

Quelle: https://www.saechsische.de/wassermangel-auf-der-weisseritztalbahn-5012546.html

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Nikolauszug am 08. Dezember 2018

Am 08. Dezember fuhr wieder unser Nikolauszug nach Kipsdorf und zurück. Der Zug war zum wiederholtem mal ausgebucht und unser Nikolaus hatte reichlich zu tun alle mitgebrachten Geschenke weiterzugeben. In Kipsdorf fand, wie immer an diesem Wochenende, der Weihnachtsmarkt vor und in dem Bahnhofsgebäude statt.

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