Hase, Igel und Entlein flitzen über die Bühne

 
 
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Das Puppentheaterfest im Osterzgebirge wird am Freitag eröffnet. Besucher können sogar mit der Weißeritztalbahn fahren und landen direkt im Theater.

04.10.2018
Von Mandy Schaks

 

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Das Figurentheater rudolf & voland aus Birkwalde bringt „Hase und Igel“ am Sonntag, 10.30 Uhr, auf die Bühne im Ahorn Waldhotel Altenberg.

© privat

Osterzgebirge. Wenn in diesen Tagen ein Holzkopp um die Ecke guckt, keine Panik. Das kann ganz harmlos, unterhaltsam und auch noch geistreich sein. Denn Herbstzeit ist im Osterzgebirge Puppenzeit. Der Verein KulturGeschichte Bärenfels präsentiert mit Partnern in der Region ab Freitag, dem 5. Oktober, zum nunmehr 14. Mal das Osterzgebirgische Puppentheaterfest.

Der Bärenfelser Gastwirt Jan Kempe und Puppenspieler Hans-Joachim Hellwig aus Dresden hatten 2005 eine alte Bärenfelser Tradition aufleben lassen. Puppenspieler Paul Hölzig, einer der Besten in Sachsen, hatte in Bärenfels einst eine Heimat und Spielstätte gefunden, nachdem er im Zweiten Weltkrieg in Dresden ausgebombt worden war. Als er Mitte der 1950er-Jahre nach Westdeutschland ging, verschwanden auch die Bärenfelser Puppenspiele – bis sie zu neuem Leben erweckt wurden. Das Fest hat sich einen Namen gemacht, lockt bis zu 1 800 Besucher an. Auch diesmal gibt es an drei Tagen über 20 Vorstellungen. Namhafte Puppenbühnen aus Deutschland werden erwartet. „Wir freuen uns auf langjährige Fans des Puppentheaters und neugierige Entdecker des Genres“, sagt der künstlerische Leiter Jens Hellwig aus Radebeul, der 2016 den Staffelstab von seinem Vater übernahm. „Wir sind sicher, auch in diesem Jahr für jeden Geschmack etwas anbieten zu können.“

Für die kleinen Gäste: Märchenhafte Puppenspiele

Kinder haben oft den ersten Kontakt zum Theater durch das Puppenspiel. Das ist bei dem Festival im Osterzgebirge nicht anders. Für die kleinen Besucher gibt es mehrere Veranstaltungen. Schon ab drei Jahre zum Beispiel können sie die Vorstellung am Sonnabend, 10.30 Uhr, im Bärensteiner Geißlerhaus „Wind im Gummistiefel“ vom Theater Fusion aus Berlin sehen. Karten gibt es auch noch für das Figurentheater rudolf & voland aus Birkwalde, das am Sonnabend, 10.30 Uhr, im Gasthof Bärenfels „Die 3 kleinen Schweinchen“ zeigt. Das Stück ist geeignet für Kinder ab vier Jahre. Auch im Vereinshaus Johnsbach ist am Sonnabend noch Platz. Dort können Kinder ab fünf Jahre um 14.30 Uhr „Die Weihnachtsgans Auguste“ vom schwarzweißfigurentheater aus Nordhausen erleben.

Für Nachtschwärmer: Bärenfelser Nächte sind lang

Das Osterzgebirgische Puppenfestival hat von Anfang an Wert darauf gelegt, dass Puppentheater nicht nur etwas für Kinder ist. Es gab immer auch hochwertige Angebote für Erwachsene. Höhepunkt ist „Die lange Nacht des Puppenspiels“ am Samstagabend, wenn der Gasthof Bärenfels zur Theaterbühne wird. Erst zeigt das Theater Maskotte aus Buchholz das Stück „Schöner leiden“, danach haben alle Künstler, die sich am Fest beteiligen, noch ihre Auftritte.

Für Entdecker: Zwei neue Spielstätten

Die Veranstalter haben das Festival über Bärenfels hinaus wachsen lassen. An zehn Orten zwischen Altenberg, Dippoldiswalde, Glashütte und Seyde gibt es Vorstellungen. Und die Veranstalter sind immer wieder bemüht, neue Spielstätten zu finden und einzubeziehen. So sind diesmal erstmals dabei das Geißlerhaus Bärenstein und das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein.

Für Reisende: Mit der Weißeritztalbahn in den Theater-Bahnhof

Wer zwei Erlebnisse verbinden will, kann mit der Weißeritztalbahn bis Kurort Kipsdorf fahren. Dort wird der Bahnhof zur Theaterbühne. Am Freitag, 9.45 Uhr, führt das Theater Fingerhut aus Leipzig „Das Elefantenkind“ auf und am Sonnabend, 16 Uhr, das Figurentheater Steffi Lampe aus Leipzig „Das Tierhäuschen“. Am Sonntag, 11.30 Uhr, zeigt das Theater Maskotte aus Buchholz „Däumelinchen“.

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Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/hase-igel-und-entlein-flitzen-ueber-die-buehne-4025028.html

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Mehr Fahrten auf der Weißeritztalbahn

 
 
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Am kommenden Wochenende sind auf der Strecke mehr Züge unterwegs. Sie bringen Besucher zu einem Theaterfest.

01.10.2018

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Viermal täglich geht es 06. und 07. Oktober mit der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf.

© Archiv/SZ

Freital/Kipsdorf. Zum Start der Herbstferien fährt die Weißeritztalbahn viermal täglich von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf. Das teilt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit. „Auf der Strecke rollt neben dem planmäßigen Zug zusätzlich ein Zug der Deutschen Reichsbahn aus den 1960er-Jahren“, erläutert Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG). „Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 in Freital-Hainsberg zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“

Die zusätzlichen Züge bringen Besucher zu zwei Veranstaltungen am ersten Ferienwochenende im Osterzgebirge: Bärenfels feiert am 6. und 7. Oktober 2018 das große Puppentheaterfest auf insgesamt zehn Bühnen in Gasthöfen, Sälen und im Bahnhof Kipsdorf. Das vollständige Programm finden die Gäste unter www.puppentheaterfest.de. In Obercarsdorf wird am 6. Oktober direkt am Bahnhof das Herbst- und Kartoffelfest gefeiert. Von 11 bis 16 Uhr herrscht buntes Treiben auf dem Festgelände. (SZ)

Alle Informationen zu Fahrplan und Tarif gibt es direkt bei der SDG per Telefon unter  035207 89290 und www.weisseritztalbahn.com sowie beim VVO auf der Website oder unter und telefonisch unter 0351 8526555.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/mehr-fahrten-auf-der-weisseritztalbahn-4024161.html

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„Die Weißeritztalbahn braucht mehr Strahlkraft“

 
 
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Touristiker wollen einen befahrbaren Weihnachtsmarkt. Das wäre eine Deutschland-Premiere, sagt Fachfrau Anke Eichler.

01.10.2018

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Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Weißeritztalbahn mehr als nur Dampf macht.

© Egbert Kamprath

Frau Eichler, die Weißeritztalbahn fährt seit knapp anderthalb Jahren wieder bis zum Endpunkt in Kurort Kipsdorf. Wie rollt’s aus Sicht der Tourismus-Fachfrau?

Sehr gut, aber ehrlich, davon sind wir auch ausgegangen. Die Euphorie war schon groß, als 2008 die Weißeritztalbahn erstmals wieder nach der Flut sechs Jahre zuvor auf dem ersten Abschnitt von Freital-Hainsberg bis Dippoldiswalde fuhr. So war es auch diesmal. Es sind nicht nur viele Gäste eingestiegen, sondern auch Einwohner. Das Interesse ist groß. Das ist der Reiz des Neuen, aber der verfliegt irgendwann einmal. Deshalb ist es jetzt wichtig für alle Partner, nicht loszulassen und weitere Angebote zu entwickeln. Wir wissen schon vor der Zeit des Hochwassers im Jahr 2002, dass man die Bahn nicht im Selbstlauf fahren lassen kann. Es ist eine wunderschöne Strecke, aber die Haltepunkte sind nicht so spektakulär. Da braucht es mehr. Und da ist auch schon einiges geworden.

Was zum Beispiel?

Es gibt Saisonhöhepunkte, wo besonders viele Gäste unterwegs sind. So fährt Braumeisters Dampfzug, der Märchenzug wurde etabliert, es gibt geführte Wanderungen entlang der Strecke. Wir haben eine Karte herausgebracht für eine Entdeckertour mit der Weißeritztalbahn und weiter mit Wanderstock oder Fahrrad, bei der wir unsere touristischen Angebote wie die Talsperre Malter oder das Schulmuseum in Schmiedeberg in Szene gesetzt haben. Neu sind zum Beispiel Kräutertouren mit einem Abstecher in die Altenberger Kräuterlikörfabrik. Höhepunkt ist natürlich das Schmalspurbahnfestival mit bis zu 14 000 Besuchern. Aber da ist noch Luft nach oben. Ansonsten hat die Weißeritztalbahn noch nicht so eine große Strahlkraft, vor allem im Winter.

Wie kann die Bahn an Attraktivität gewinnen?

Wir sind auf Weihnachten gekommen. Das Erzgebirge ist bekannt als das Weihnachtsland. Die Weißeritztalbahn wird dafür schon mit genutzt. Es gibt in den Orten auch kleine, hübsche Weihnachtsmärkte, die für Einwohner, Vereine und Gewerbetreibende eine feste Größe im Veranstaltungsprogramm des Jahres und nicht wegzudenken sind. Aber die großen Profiteure sind wir nicht. Wegen drei Hütten am Bahnhof, einmal zugespitzt gesagt, kommt kaum ein Gast von weiter her angereist, um ausgerechnet diesen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Das machen andere besser. Die Weihnachtshochburgen sind im mittleren und westlichen Teil des Erzgebirges, in Freiberg zum Beispiel, in Seiffen und Annaberg-Buchholz. Dort fragen die Gäste schon zwei Jahre vorher an, weil sie Weihnachten mit einer Bergparade erleben wollen. Diese Weihnachtsmärkte locken jedes Jahr mindestens über 20 000 Besucher an. So etwas fehlt uns im Osterzgebirge. Das ist aber zugleich auch eine Chance. Denn der Trend geht bei den Besuchern zu individuellen Weihnachtsmärkten mit viel Handwerk, liebevoller Gestaltung, stimmungsvoller Musik und Bezug zur Region.

Gibt es denn eine Idee, mit der die Region Weihnachten punkten könnte?

Wir wollen Weihnachten und die Weißeritztalbahn zusammenbringen und versuchen, aus vielen kleinen Aktivitäten etwas Großes zu machen. Wir möchten Einwohner und Gäste zum ersten befahrbaren Weihnachtsmarkt Deutschlands einladen. Das haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Angebote Weißeritztalbahn“ Anfang September mehrheitlich beschlossen.

Woher wissen Sie, dass es so etwas tatsächlich noch nicht gibt?

Ich habe recherchiert und in der Art noch nirgends etwas gesehen.

Wie müssen wir uns einen rollenden Weihnachtsmarkt vorstellen?

Es gibt schon den Kleinbahnadvent am ersten Adventswochenende. Diese Veranstaltung wollen wir deutlich ausbauen und attraktiver machen. Dem Gast soll in der Bahn selbst, aber auch an den Bahnhöfen etwas geboten werden. Aber nicht immer etwas Ähnliches. Um verschiedene Zielgruppen anzusprechen, ist die Idee, an jedem Bahnhof ein bestimmtes Thema weihnachtlich zu präsentieren. So könnten wir uns zum Beispiel in Freital-Hainsberg in Zusammenarbeit mit dem Hains eine Eis(en)-Bahn mit Eisshow im Hains vorstellen. Oder in der Rabenauer Mühle eine Kerzenwerkstatt, wo die Besucher auch selbst Kerzen ziehen können. An unserem höchstgelegenen Bahnhof in Kurort Kipsdorf wäre zum Beispiel das Thema Wintersport denkbar mit Iglu, Laser-Biathlonschießen und Bob-Anschubstrecke. An anderen Stationen könnte das Thema Holz und Handwerk eine Rolle spielen, Genuss mit typisch erzgebirgischen Weihnachtsspezialitäten oder eine Glühweinmeile mit Verkostung und Test.

Wer soll das machen und setzt sich dafür den Hut auf?

Klar, das klingt alles sehr schön, aber die Leute vor Ort müssen mitmachen, sich einbringen. Wir in der Arbeitsgruppe „Angebote Weißeritztalbahn“ sammeln jetzt Ideen. Wir stehen mit den Orten entlang der Strecke in Kontakt und fragen, was sie schon machen und was sie sich noch vorstellen können. Dazu müssen dann Mitwirkende gesucht werden. Das Ganze zu koordinieren, soll Aufgabe des Projektmanagers der Weißeritztalbahn sein, den die Kommunen entlang der Strecke vor wenigen Monaten eingestellt haben. Wir bitten dabei die Bürgermeister um Unterstützung.

Das klingt, als bräuchte das mehr Vorbereitungszeit, als bis zum ersten Advent verbleibt …

Richtig. Wir sind von der Idee abgerückt, erst mal in diesem Jahr mit dem zu beginnen, was wir haben. Das bringt nichts. Wir wollen etwas Großes mit Strahlkraft, einen echten Reiseanlass! Deshalb soll der erste befahrbare Weihnachtsmarkt Deutschlands 2019 starten, und zwar gleich als Kracher. Bis Jahresende wollen wir die Themen festmachen und ab Januar schon ins Marketing gehen. Hotels könnten das so mit in ihre Weihnachtsangebote aufnehmen. Dann ist die Chance viel größer, dass diese Pauschalreisen auch gebucht werden.

Das Gespräch führte Mandy Schaks.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-weisseritztalbahn-braucht-mehr-strahlkraft-4024011.html

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Im Osterzgebirge tanzen die Puppen

 
 
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Zum 14. Puppentheaterfestival in Bärenfels kommen namhafte Bühnen ins Gebirge. Mit dabei sind auch neue Spielstätten.

26.09.2018

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Zum vierzehnten Mal steigt das Puppentheaterfestival im Osterzgebirge.

© Archiv: Kamprath

Bärenfels. Der Verein „Kultur-Geschichte Bärenfels“ organisiert mithilfe vieler lokalen Partner zum vierzehnten Mal das Puppentheaterfestival im Osterzgebirge, das rund um Bärenfels stattfindet. Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Oktober, bietet sich großen und kleinen Zuschauern ein vielseitiges Programm, über drei Tage hinweg. Es besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Spiel- und Darstellungsformen des professionellen Puppenspiels zu erleben, teilen die Veranstalter mit.

In bewährter Tradition des Bärenfelser Puppenspiels werden ein ganzes Wochenende zwischen Dippoldiswalde und Altenberg verschiedenste Puppenbühnen aus ganz Deutschland zu sehen sein. Besonders am Herzen liegen den Veranstaltern die neuen Spielstätten, das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein sowie das Geißlerhaus in Bärenstein. „Wir freuen uns auf langjährige Fans des Puppentheaters und neugierige Entdecker des Genres. Wir sind sicher, auch in diesem Jahr für jeden Geschmack etwas anbieten zu können“, so der künstlerische Leiter Jens Hellwig.

Die Stadt Altenberg unterstütze auch dieses Jahr mit großem Engagement die Idee, dem Puppenspiel im Osterzgebirge ein ganzes Wochenende eine Bühne zu geben. Besonders empfehlen die Veranstalter eine Anreise mit der Weißeritztalbahn. Abgestimmt auf den aktuellen Fahrplan wird der Bahnhof Kipsdorf direkt zur Theaterbühne. (SZ)

Karten gibt es im Vorverkauf online unter www.puppentheaterfest.de, in den SZ-Treffpunkten in Dippoldiswalde, Freital und Pirna sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Das Programm mit den einzelnen Veranstaltungen gibt es ebenfalls im Internet unter www.puppentheaterfest.de

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Feinschliff im neuen Lokschuppen

 
 
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Bis Jahresende soll die neue Werkstatt der Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg fertig sein. Die Grobarbeiten sind bereits geschafft.

18.09.2018
Von Tobias Winzer

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Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

© Archivfoto: Eric Münch

Freital. Beim Bau des neuen Lokschuppens für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg geht es voran. Wie die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mitteilt, sind die Maurer- und Betonarbeiten für die Erweiterung des Lokschuppens bereits abgeschlossen. Ebenso seien schon die Gleise im Lokschuppen vorhanden. Derzeit wird in dem Gebäude unter anderem an den Sanitär- und Elektronanlagen gearbeitet. Außerdem finden Fliesenleger-, Putz- und Malerarbeiten statt. Zudem binden Bauarbeiter den Gleisbereich in der Werkstatt an die Gleisanlagen vor der Werkstatt an.

Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert. Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Mit dem Neubau entsteht nun eine Zentralwerkstatt in Hainsberg. Das Gebäude in Potschappel wird künftig nur noch zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

Die Bauarbeiten hatten Mitte 2017 begonnen. Sie sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Das gesamte Vorhaben kostet rund 2,8 Millionen Euro, wovon der Freistaat 90 Prozent fördert.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/feinschliff-im-neuen-lokschuppen-4015823.html

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Sonderzüge vom 01. bis 03. September 2018

Am 03.September jährt sich zum 135 mal die Eröffnung der Strecke. Aus diesem Anlass fährt die SDG vom 01. bis 03. September jeweils einen Sonderzug, gezogen von der säch. VIK 99 713 mit Reichsbahnwagen.
Fotos  02.09.2018

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Weißeritztalbahn feiert großen Geburtstag

 
 
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Vor 135 Jahren ist die Linie bis Kipsdorf eröffnet worden. Das Interesse der Fahrgäste konzentriert sich auf spezielle Tage.

31.08.201831
Von Franz Herz

talbahn feiert großen Geburtstag
Hier schnauft die Weißeritztalbahn über das Viadukt in Schmiedeberg. Seitdem dieser Streckenabschnitt von Dippoldiswalde bis Kipsdorf im vergangenen Jahr eröffnet wurde, hat er viele Fahrgäste angelockt. Und das Interesse hält an.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde/ Freital. Das große Interesse an der Weißeritztalbahn hält an, auch im Jahr nach der Wiedereröffnung des oberen Streckenabschnitts von Dippoldiswalde bis Kipsdorf. Rund 75 000 Fahrgäste im ersten Halbjahr hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft gezählt, wie Christian Schlemper vom Verkehrsverbund Oberelbe informierte. Das entspricht dem Niveau des Eröffnungsjahrs 2017.

Besonders viele Mitfahrer hatte die Dampfbahn zu den klassischen Ausflugstagen. An Ostern hat sie 18 Prozent mehr Mitfahrer im Vergleich zum Vorjahr gehabt, an Himmelfahrt waren es sogar 32 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Etwas aus dem Rahmen gefallen ist das Schmalspurbahn-Festival im Juli. Insgesamt sind die Besucherzahlen der Veranstaltungen um rund tausend auf 12 000 zurückgegangen. Allerdings blieben die Fahrgastzahlen in den Zügen konstant. Das heißt, dass die Besucher an diesen heißen Tagen weniger Zeit beim Rahmenprogramm verbracht haben, sondern gleich in die Züge gestiegen sind.

Einen besonderen Höhepunkt erlebt die Weißeritztalbahn auch dieses Wochenende. Dann ist es genau 135 Jahre her, dass die Strecke bis Kurort Kipsdorf eröffnet wurde. Zu diesem Jubiläum fahren vom Sonnabend, dem 1. September, bis Montag, 3. September, zusätzliche Züge auf der Strecke. Ein Sonderzug startet um 10.45 Uhr in Freital-Hainsberg und fährt um 16.54 Uhr von Kipsdorf wieder zurück ins Tal. Ein zweiter Sonderzug fährt um 13.40 Uhr von Kipsdorf bis Dippoldiswalde und von dort um 14.35 Uhr zurück. In Kipsdorf bietet die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft Führungen durch den Lokschuppen und das Stellwerk an. Diese finden alle halbe Stunde statt. Wer teilnehmen will, sollte sich vorher anmelden.

Zu Beginn der herbstlichen Wandersaison hat der Verkehrsverbund eine Tagestour zusammengestellt. Diese beginnt mit der Fahrt ab Dresden nach Freital-Hainsberg und führt dann mit der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf. Von dort geht es wandernd bis Altenberg und abschließend mit Bus und Bahn wieder zurück. Für die Rundreise lohnen sich die Tageskarten für den VVO Verbundraum. Hinzu kommt dann noch die Einzelfahrt für die Weißeritztalbahn. So kostet die gesamte Tour beispielsweise für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder 48 Euro, informiert der Verkehrsverbund.

Solche Angebote werden dieses Jahr auch verstärkt von Reiseveranstaltern für Gruppenreisen genutzt. Seitdem die Bahn wieder auf der ganzen Strecke fährt, steigen solche Reisegruppen auch in Dippoldiswalde und Kipsdorf ein. Früher haben sie ihre Ausflüge fast ausschließlich in Freital begonnen. Die Reiseveranstalter hatten für diese Saison zum ersten Mal genügend Vorlauf, um die komplette Bahnstrecke in ihre Angebote mit einzubauen. Im vergangenen Jahr waren die Planungen schon fertig, als der Eröffnungstermin für den oberen Abschnitt bekannt gegeben wurde.

Auch beobachten die Bahnbetreiber einen markanten Rhythmus während der Woche. Am Donnerstag setzt die Hauptnachfrage ein und steigt zum Wochenende hin. Wer hingegen seine Ruhe haben will bei einem Bimmelbahnausflug, der ist Anfang der Woche gut bedient. Von Montag bis Mittwoch fahren spürbar weniger Leute mit der Weißeritztalbahn.

Kontakt für Anmeldungen zu den Führungen am Wochenende Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft  035207 82290.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-feiert-grossen-geburtstag-4004857.html

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01. – 03. September 2018 – 135 Jahre Weißeritztalbahn

Am 3. September 1883 wurde das letzte Teilstück der Schmalspurbahn Hainsberg – Kipsdorf (HK) eröffnet. Bereits im November des Vorjahres fuhren die Züge bis Schmiedeberg. 
Seit nunmehr 135 Jahren schnaufen die Dampflokomotiven auf der Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf. Einige einzigartige Entwicklungen rund um die Bahn hat es in dieser Zeit gegeben, nicht alle sind erhalten geblieben: 1934 wurde der Bahnhof Kipsdorf erweitert. Es entstand ein großzügiger Kopfbahnhof. Zeitweise konnten die Gepäckwagen sogar direkt in das Bahnhofsgebäude fahren. Fast einzigartig ist auch das Hochstellwerk im Bahnhof. Nur in Bertsdorf, bei der Zittauer Schmalspurbahn gibt es solch ein Stellwerk bei Schmalspurbahnen. Das Stellwerk wurde auch bei den Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Hochwasser 2002 nur äußerlich instand gesetzt, so dass man meinen könnte, der Stellwerker hat gerade Feierabend gemacht.

Im Zuge des 135. Streckenjubiläums der Weißeritztalbahn verkehrt die VI K 99 713 mit einem Sonderzug von Freital-Hainsberg nach Kipsdorf (Abfahrt 10.45 Uhr), pendelt nach Dippoldiswalde und fährt am Nachmittag (15.54 Uhr) von Kipsdorf zurück nach Freital-Hainsberg.

Ab 12.45 Uhr finden jeweils halbstündlich Führungen im sanierten Lokschuppen und im Stellwerk Kipsdorf statt. Anmeldungen für die Führungen nehmen wir ab sofort telefonisch entgegen. 

Eine Anmeldung unter 035207 – 89290 ist wünschenswert, da die Kapazitäten in beiden Gebäuden begrenzt sind.

Plakat (5.5 MB)

Quelle: Homepage der SDG – https://www.weisseritztalbahn.com/aktuelles/v/a/135-jahre-weisseritztalbahn-dampfzugfahrt-mit-besichtigung-des-stellwerks-kipsdorf/26/?PHPSESSID=f69b6eeee3b2040dbe406c505500ac63

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Zuckertütenzug zur Schuleinführung 2018

Am 11. August gab es wieder einen Zuckertütenzug zur Schuleinführung nach Seifersdorf. In Seifersdorf  konnte der Zuckertütenbaum von den Schulanfängern „geplündert“ werden. Mitglieder unseres Vereins sorgten für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen.

Veranstalter war die SDG mit zahlreicher Unterstützung der IG Weißeritztalbahn.

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Neuer Kiosk an der Weißeritztalbahn

 
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27.07.2018
Von Franz Herz

sk an der Weißeritztalbahn
Simone Wagner bietet an ihrem „Bimmelbahn Shop“ in Dippoldiswalde alles, was ein Bahnhof so braucht. Das Angebot reicht vom Fahrkartenverkauf über Informationen bis zu Wartemöglichkeiten und einem Imbiss.
Foto: Dirk Zschiedrich

© Dirk Zschiedrich

Seit einem guten Jahr fährt die Weißeritztalbahn wieder bis nach Kipsdorf hoch, und es entwickeln sich entlang der Strecke wieder verschiedene touristische Angebote für die Fahrgäste. So hat Simone Wagner dieses Frühjahr in Dippoldiswalde einen „Bimmelbahn Shop“ eröffnet.

Es ist kein Zufall, dass sie darauf kam, sondern man kann sagen, es liegt ihr im Blut. Die Familie besitzt ein Haus direkt am Bahnhofsgelände in Dippoldiswalde. Ihr Mann, Patrick Wagner, arbeitet bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft als Zugführer auf der Strecke im Weißeritztal. Simone Wagner selbst ist auch gelernte Eisenbahnerin. Noch bei der Reichsbahn hat sie ihre Ausbildung gemacht, hat Fahrkarten verkauft und war dann als Schaffnerin im Fernverkehr unterwegs. „Oft bin ich nach Sassnitz gefahren. Da haben wir die internationalen Züge in Decin übernommen und bis zur Fähre begleitet“, erinnert sie sich. Als sie dann ein Kind bekam, ging das nicht mehr und sie musste aus dem Eisenbahndienst ausscheiden.

Die Idee zum „Bimmelbahn Shop“ hat sie zusammen mit ihrem Mann entwickelt, der als Zugbegleiter auch genau weiß, was die Fahrgäste zwischen Freital-Hainsberg, Dippoldiswalde und Kipsdorf benötigen. Es gab auch die Idee, den Shop im Bahnhofsgebäude zu betreiben, aber hier wurde sie mit dem Besitzer nicht handelseins.

So hat Simone Wagner ein Gartenhäuschen auf ihrem Grundstück zum Kiosk umgebaut, gestrichen und mit einem Dampfzugmotiv gestaltet. Im kleinen Maßstab bietet sie hier alles, was man von einem Bahnhof erwarten kann. Sie verkauft Fahrkarten für die Bimmelbahn. Sie gibt Auskunft, aber nicht nur zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten. Auf einem Ständer vor dem Shop sind die Informationsflyer vom Verkehrsverbund, von der Tourismusgemeinschaft oder anderen Anbietern entlang der Strecke zu finden.

Vor ihrem Shop hat sie Tische und Bänke aufgestellt, sozusagen einen Warteraum unter freiem Himmel eingerichtet. Und eine Bahnhofsgaststätte im Kleinformat betreibt sie ebenfalls. Wer einen Kaffee will, eine Bockwurst als Imbiss oder ein Eis, wird von Simone Wagner ebenfalls versorgt. Sie führt den Kiosk auf ihrem eigenen Grundstück. Das ist ein Vorteil, aber keine optimale Lösung, denn das Grundstück liegt nicht vorne am Bahnhof, wo die Fahrgäste ankommen, sondern auf der anderen Seite der Gleise. Die Gäste müssen erst zu Fuß über den Bahnübergang gehen. Simone Wagner hat eine Reihe von Ständern mit Hinweisen aufgestellt, die darauf hinweisen. „Die Gäste finden mich schon“, sagt sie. Aber günstiger wäre natürlich ein Standort näher an dem Gleis, wo die Gäste ankommen und abfahren. Dafür laufen Gespräche. Eine Lösung ähnlich wie zum Schmalspurbahnfestival, zu dem Simone Wagner die Besucher aus einem Waggon heraus versorgt hat, schwebt ihr vor. Darüber laufen aber noch Gespräche, ähnlich wie sie auch noch dabei ist, ihr Angebot abzurunden. Sie bietet Souvenirs an, Spiele oder Holzeisenbahnen, mit denen Kinder im Zug sich die Zeit vertreiben können. Die Modelle der Weißeritztalbahn, die in einer Vitrine stehen, dienen momentan nur zur Dekoration. Simone Wagner würde sie gerne auch verkaufen und steht noch in Verhandlungen mit einem Lieferanten.

So hat sie noch verschiedene Ideen, wie sie den „Bimmelbahn Shop“ am Dippoldiswalder Bahnhof weiter entwickeln will. Auch über die Öffnungszeiten denkt sie noch nach. Sie hat schon beobachtet, dass außerhalb der Ferienzeit Montag und Dienstag flaue Tage sind, an denen sie geschlossen lassen kann. Ansonsten richtet sie sich einfach nach den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge. Der Erste am Tag kommt um 10.11 Uhr von Freital hochgedampft, der Letzte rollt von Kipsdorf um 18 Uhr durch Dippoldiswalde zurück nach Freital. „Bisher hatte ich viel positive Resonanz“, sagt die gelernte Eisenbahnerin.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/neuer-kiosk-an-der-weisseritztalbahn-3985731.html

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