Lok 99 780 in den Lokschuppen Kipsdorf umgesetzt

Am 14.11.2017 wurde, die schon seit vielen Jahren auf dem Bahnhofsgelände Freital-Hainsberg abgestellte Lokomotive 99 780 in den Lokschuppen nach Kipsdorf umgesetzt. Vereinsmitglieder haben den Umzug begleitet. Hier einige Fotos. 

Auf dem Rückweg nahm 99 1793 die in Kipsdorf abgestellten Güterwagen  mit  nach Dippoldiswalde.

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Weißeritztalbahn rollt wieder

 
 
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Nach Wartung und Instandhaltung kann die Wintersaison beginnen. Und die hat ihre Höhepunkte. Einen schon am ersten Dezember-Wochenende.

14.11.2017

talbahn rollt wieder
Die Weißeritztalbahn dampft in die Wintersaison.

© Egbert Kamprath

Altenberg/Freital. Ab 15. November rollen die Dampfzüge der Weißeritztalbahn wieder planmäßig von Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde bis nach Kurort Kipsdorf. Nach einer Pause von vier Tagen, in denen kleinere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an der gesamten Strecke ausgeführt wurden, startet die Schmalspurbahn in die Wintersaison, informiert die SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft.

Das nächste große Highlight im Veranstaltungskalender der Weißeritztalbahn wird der Kleinbahnadvent am 2. und. 3. Dezember sein. Neben dem erweiterten Zugverkehr – die Bahn fährt dann täglich viermal bis Kipsdorf und noch einmal zusätzlich bis Dippoldiswalde – dürfen sich die Gäste auf das Weihnachtsbasteln im Bahnhof Kipsdorf, das Pyramidenanschieben in Schmiedeberg und Spechtritz sowie auf die Weihnachtsmärkte in Malter und in Schellerhau freuen. Nach Schellerhau verkehrt ein Busshuttle, der die Gäste zum letzten Zug ab Kipsdorf auch wieder zurück zum Bahnhof bringt.

Am Sonntag, 3. Dezember, hat die Weißeritztalbahn dann einen besonderen Gast. Der Nikolaus hat sich angekündigt und wird an die Kinder kleine Überraschungen verteilen. (szo)

Das gesamte Veranstaltungsprogramm

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-rollt-wieder–3817565.html

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Weißeritztalbahn macht Pause

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Die jährlichen Wartungsarbeiten entlang der Strecke werden ab Freitag erledigt. Ersatzweise fahren Busse.

09.11.2017

talbahn macht Pause
Fünf Tage pausiert die Weißeritztalbahn.

Dippoldiswalde/Freital. Die Weißeritztalbahn bleibt in den kommenden fünf Tagen im Lokschuppen. Als Grund für die Verschnaufpause gab die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft alljährliche Revisionsarbeiten an. „Wie jedes Jahr Mitte November erfolgt der Grünschnitt entlang der Strecke“, sagt Kati Schmidt. Auch seien kleinere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen geplant. So werden Einrichtungen und Anlagen der Weißeritztalbahn, wie beispielsweise Wartehäuschen, überprüft und mögliche Schäden behoben.

Vom Freitag, den 10. November, bis einschließlich Dienstag, den 14. November, wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Er verkehrt nach dem Bahnfahrplan zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde sowie Kipsdorf. Lediglich der Haltepunkt Spechtritz kann nicht bedient werden. Dafür stoppt der Bus an der Haltestelle Rabenau, Abzweig Spechtritz. Ab Mittwoch verkehrt die Kleinbahn wieder fahrplanmäßig.

Zudem laufen schon die Adventsvorbereitungen auf der Bahn. So basteln die Mädchen und Jungen verschiedener Freitaler Kindergärten Weihnachtsschmuck, mit dem die Waggons ab dem 20. November wieder geschmückt werden.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-macht-pause-3813878.html

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VDEI-DMG-BTU-Sonderzug am 14.10.2017

Eingeladen zur  Sonderfahrt haben:

Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg
Lehrstuhl Eisenbahnwesen, Prof. Thiel

Deutsche Maschinentechnische Gesellschaft (DMG)

Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI)

Hier einige Fotos der Fahrt

Freital Hainsberg, Begrüßung der Fahrgäste durch Prof. Thiel

Halt in Seifersdorf und Scheineinfahrt des Zuges.
Im Güterschuppen gab es noch eine Ausstellung der IG Weißeritztalbahn e.V. zur Geschichte der Strecke zu sehen

Wasser nehmen in Dippoldiswalde

In Obercarsdorf gab es die erste Zugkreuzung mit dem Planzug

Ankunft im Bahnhof Kurort Kipsdorf. Der Aufenthalt von 3,5 Stunden konnte individuell genutzt werden oder man nahm das Angebot einer Busrundfahrt über  Kipsdorf – Bärenfels – Schellerhau – Waldbärenburg – Kipsdorf an

Für die Busrundfahrt stand ein Oldtimerbus vom Typ „Fleischer“ zur Verfügung

Auf der Rückfahrt gab es die zweite Zugkreuzung in Malter

Gehörte zwar nicht zu der Veranstaltung, war aber auch interessant.
Auf der Ladestraße in Freital-Hainsberg  fand ein Treffen von Freunden alte Nutzfahrzeuge statt. Auch einige PKW waren dabei.

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99 713 beim Sonderverkehr im Einsatz

Während der Sonderfahrtage vom 29.09. bis 03.10. war auch die VIk 99 713 unterwegs 

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Eine zweite Lok im Weißeritztal

 
 
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Eine Herbstfahrt mit der Bahn durch das Weißeritztal ist ein Erlebnis. Dafür gibt es jetzt besondere Möglichkeiten.

28.09.2017

te Lok im Weißeritztal
Neben der Weißeritztalbahn kommt auch eine Radebeuler Lok zum Einsatz.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Vom Sonnabend, dem 30. September, bis zum Tag der deutschen Einheit am Dienstag, dem 3. Oktober, fahren viermal täglich Züge von Freital bis zum Endbahnhof in Kipsdorf, wie die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft informiert. „Passend zum Ferienstart kommt ein zweiter Zug mit der Radebeuler Lok VI K zum Einsatz“, erläutert Betriebsleiter Mirko Froß. „Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 Uhr in Freital zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt um 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“

„Die beginnende Laubfärbung im Rabenauer Grund lädt zu einem Spaziergang ein, der Polypark in Dippoldiswalde zum Spielen und Toben mit der ganzen Familie und im Bahnhof Kipsdorf können sich die Fahrgäste auf eine kleine Zeitreise im Bahnhofsgebäude begeben“, ergänzt Gabriele Claus, Marketingleiterin im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).

Wer Anregungen sucht, was er entlang der Bahnstrecke unternehmen kann, findet diese auf einer Erlebnislandkarte. „Wir haben mit den Partnern vor Ort eine detaillierte Ausflugs-, Wander- und Radfahrkarte herausgebracht, die 36 Tipps rund um die Weißeritztalbahn enthält“, sagt Gabriele Claus. Die Karte ist kostenfrei beim Zugpersonal, bei der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg und beim Verkehrsverbund erhältlich. (SZ/fh)

Infos unter Tel. 035207 89290 oder im Internet.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/eine-zweite-lok-im-weisseritztal-3783614.html

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Mehr Fahrten für die Weißeritztalbahn

 
 
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Wegen des Feiertages kommende Woche erhöht der Verkehrsverbund Oberelbe die Fahrten.

26.09.2017

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Die Weißeritztalbahn dampft bis zum 3. Oktober viermal täglich zwischen Freital und Kipsdorf.

© Archiv/SZ

Freital/Kipsdorf. Viermal hin, viermal zurück. Über das lange Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit fährt die Weißeritztalbahn vom 30. September bis 03. Oktober viermal täglich von Freital-Hainsberg bis zum Kurort Kipsdorf. „Passend zum Ferienstart kommt ein zweiter Zug mit der Radebeuler Lok VI K zum Einsatz“, erläutert Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Die Züge starten täglich um 9.25 Uhr, 11.25 Uhr, 13.22 Uhr und 15.42 in Freital zur Fahrt bis Kurort Kipsdorf, ein Abendzug fährt 17.42 Uhr bis Dippoldiswalde.“

Der Verkehrsverbund möchte damit vor allem den erhöhten Ausflugsverkehr zum Ferienbeginn reagieren, der auf der Strecke zu erwarten ist.

Alle Informationen zum Fahrplan gibt es auf der Internetseite des Verkehrsverbundes.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/mehr-fahrten-fuer-die-weisseritztalbahn-3782327.html

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Der Skibus soll wieder fahren

 
 
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Altenberg will ein zusätzliches Angebot etablieren – über den Winter hinaus. Davon haben auch Einheimische etwas.

15.09.2017
Von Mandy Schaks

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Mancher Reisebus holt schon jetzt seine Gäste in Kipsdorf am Bahnhof von der Weißeritztalbahn ab. Künftig sollen alle Fahrgäste regulär an der Haltestelle einen Busanschluss in die Umgebung und wieder zurück haben. Darauf freuen sich Silke Zimmermann vom Zinnwalder Hotel Lugsteinhof, Volker Weidemann vom RVD und der Altenberger Tourismuschef Marcel Reuter (v.li.).

© Egbert Kamprath

Altenberg. Seit die Weißeritztalbahn wieder bis ins obere Osterzgebirge dampft, hält auch der eine oder andere Bus am Endpunkt, am Bahnhof in Kipsdorf. Mal große, mal kleine. Doch einsteigen dürfen aber nicht alle. Reiseveranstalter oder Vermieter sammeln nach einer Bahnfahrt ihre Leute wieder ein und bringen sie in die Unterkünfte. Das soll sich ändern, mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember.

Dann ist geplant, wieder einen öffentlichen Skibus an den Start zu bringen – und nicht nur für ein paar Wochen wie in der Testphase im vergangenen Winter. Die neue Linie soll die Bimmelbahn-Passagiere in die Altenberger Skigebiete und nach dem Ausflug zurück zum Bahnhof bringen. Aber auch die Wintersportorte in der Urlaubsregion besser miteinander verbinden. Damit wird das bestehende Angebot im öffentlichen Nahverkehr ausgebaut und werden Lücken im Busfahrplan geschlossen. „Das soll aber keine rein touristische Linie sein“, betonte der Altenberger Tourismuschef Marcel Reuter am Donnerstag, als er das Projekt mit der Regionalverkehr Dresden GmbH (RVD) Hoteliers und touristischen Anbietern in Kipsdorf vorstellte.

„Wir wollen alle Fahrgäste zum Tarif mitnehmen und die Busse voll machen. Das ist auch ein Mehrwert für die Einwohner.“ Denn Ziel ist, das Angebot wirtschaftlich zu gestalten, damit den Skibus über die Wintersaison hinaus in Betrieb zu halten und das ganze Jahr über – dann als Wanderbus – fahren zu lassen. Der Königsweg: Die Sonderlinie in das bestehende Busnetz integrieren. Dann könnten Übernachtungsgäste, welche von ihrem Vermieter eine neue Altenberg Card bekommen, alle Busse – gleich ob Linie oder Sonderbus – kostenlos in der Urlaubsregion Altenberg nutzen. Ein Wunsch, den Vermieter im oberen Osterzgebirge schon lange haben.

Vor allem der Wirtestammtisch Altenberg/Geising, dem etwa 20 Hoteliers und Gastronomen angehören, sieht in dem fehlenden Angebot einen Standortnachteil für die Tourismusbranche im Vergleich zu anderen Regionen. Der Tourismusverband Erzgebirge hatte zwar 2010 schon einmal ein Pilotprojekt gestartet, sodass ein Skibus wenigstens zu Ferienhochzeiten zwischen Zinnwald und Rechenberg-Bienenmühle pendelte. Doch das Angebot scheiterte 2014 endgültig an der Finanzierung.

Noch einiges zu klären

Auch die Stadt Altenberg, die das Projekt für ihr Gemeindegebiet aufgreifen wollte, stand lange vor der Frage: Wer bezahlt das? Dazu kamen bürokratische Hürden. Erst eine Änderung des sächsischen Kommunalabgabengesetzes im Herbst 2016 machte es möglich, Einnahmen aus der Gästetaxe, die Übernachtungsgäste für die touristische Infrastruktur an die Stadt zahlen, auch für Verkehrsleistungen einzusetzen. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) startete in den Winterferien mit dem RVD kurzfristig einen Pilotversuch, der vom Wirtestammtisch mitfinanziert wurde. Der Skibus fuhr im Februar und wurde dann noch einmal bis 19. März verlängert, da der Bedarf da war. „Die Erfahrungen sind grundsätzlich positiv“, fasste Reuter die Ergebnisse zusammen.

Hinter den Kulissen liefen seither Gespräche zwischen der Stadt und dem Wirtestammtisch. Im August machte der Stadtrat den Weg frei, um die Sonderlinie zu etablieren. Die Gästetaxe wurde so verändert, dass sie am Ende mehr Geld in die Kasse bringt. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll der Ski- und Wanderbus zu 50 Prozent finanziert werden. Die Stadt hofft, RVD und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit ins Boot zu bekommen. Vorrangig sollen sich aber auch die Beherbergungsbetriebe beteiligen. Für das kommende Jahr geht Reuter davon aus, dass der Betrag bei 40 Cent pro Übernachtung liegt, den Hoteliers und Pensionsbetreiber freiwillig dafür zahlen. Deren Gäste können dann aber auch kostenlos mitfahren. „Je mehr Gastgeber mitmachen, umso weniger muss jeder dafür zahlen.“ Wie der Fahrplan aussehen könnte und wie viel Geld dafür gebraucht wird, steht noch nicht fest. Und damit auch noch nicht, wie weit und für welche Lösung das Geld reicht. „Projektstart war diese Woche“, sagt Volker Weidemann, Leiter Markt und Vertrieb beim RVD. Das Verkehrsunternehmen tritt jetzt in Verhandlungen mit dem VVO.

Für Silke Zimmermann vom Hotel Lugsteinhof in Zinnwald kommt das alles zu spät. „Wir bewerben unsere Gäste seit einem halben bis Dreiviertel Jahr“, sagte sie. Trotzdem ist sie froh, dass es endlich dieses Angebot geben wird. „40 Cent pro Übernachtung tun uns weh“, verhehlte sie nicht. „Wir sind aber sehr interessiert, damit wir mehr Gäste bekommen, die auch zufriedener sind und dann auch länger bleiben.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/sachsen/der-skibus-soll-wieder-fahren-3774280.html

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Interesse an Bimmelbahn hält an

 
 
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Obwohl weniger Züge fahren, steigt die Zahl der Fahrgäste auf der Weißeritztalbahn.

13.09.2017

 an Bimmelbahn hält an
Die Weißeritztalbahn ist vor allem auch wegen ihrer Dampfloks beliebt.

© Karl-Ludwig Oberthür

Dippoldiswalde. Das Interesse an der wieder aufgebauten Strecke der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg bis nach Kipsdorf hält weiter an. „Im Vorjahresvergleich fuhren im Juli 2017 auf der Weißeritztalbahn knapp 10 000 Fahrgäste mehr als im Jahr zuvor“, sagt Roland Richter, Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, welche die Strecke betreibt. Auch im August setzte sich dieser Trend fort. Der Monat sei noch nicht komplett abgerechnet. „Aber nach jetzigen Erkenntnissen haben wir im August etwa 3 000 Personen mehr befördert als 2016“, ergänzt Richter.

Anzeichen, die auf einen Rückgang der Fahrgastzahlen deuten könnten, weil der untere Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde jetzt weniger oft bedient wird, kann die Dampfeisenbahngesellschaft nicht beobachten. Früher fuhren sechs Züge am Tag von Freital nach Dippoldiswalde und zurück. Jetzt mit dem neuen Fahrplan fahren zwei Züge täglich hoch bis nach Kipsdorf und ein dritter bis Dippoldiswalde und jeweils wieder zurück. (SZ)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/interesse-an-bimmelbahn-haelt-an-3771654.html

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Es rollt

  
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Gut zu wissen

Die Weißeritztalbahn dampft seit Mitte Juni wieder bis Kipsdorf. Eine Zwischenbilanz.

18.08.2017
Von Mandy Schaks

Das Schmalspurbahn-Festival am dritten Juli-Wochenende lockte viele Besucher auf die Weißeritztalbahn, hier in Schmiedeberg.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde. Zweimal täglich schnauft die Dampflok ins obere Osterzgebirge. Und die alte Dame hat nichts von ihrem Zauber eingebüßt. Sie kann auch nach fast 15 Jahren Flutzwangspause Menschenmassen begeistern. Befürchtungen, dass die Schmalspurbahn durch den gestreckten Fahrplan an Attraktivität verlieren könnte, bestätigen sich bislang nicht. Seit der Wiedereröffnung der kompletten Strecke bis Kipsdorf läuft es gut.

Um mit den zur Verfügung stehenden Geldern überhaupt bis Kipsdorf fahren zu können, fährt der Zug nicht mehr sechsmal zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde, sondern rollt auf diesem Abschnitt nur noch dreimal am Tag – ohne Verluste bei den Fahrgastzahlen. Im Gegenteil, das Bähnle hat Fahrt aufgenommen.

Das lässt sich inzwischen statistisch belegen, wie Roland Richter auf SZ-Nachfrage bestätigt. Der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), welche die Weißeritztalbahn betreibt, ist mehr als zufrieden. Die Fahrgastzahlen hätten sich seit der Eröffnung der Strecke bis Kipsdorf sehr gut entwickelt. „Im Vorjahresvergleich fuhren im Juli 2017 auf der Weißeritztalbahn knapp 10 000 Fahrgäste mehr mit der Schmalspurbahn als im Jahr zuvor“, sagt er. Anzeichen, die auf einen Rückgang deuten könnten, weil der untere Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde weniger oft bedient wird, könne die SDG derzeit nicht beobachten. Alle, die noch aufgrund des alten Fahrplans ihr Ticket gelöst hatten, bekamen mindestens gleichwertigen Ersatz, heißt es.

Und die zweite gute Nachricht: „Die Fahrten bis Kipsdorf sind derzeit äußerst beliebt.“ In dieser Preisstufe fuhren etwa doppelt so viele Personen mit der Bahn als in den übrigen vier Preisstufen. Auch der Zustieg an den Stationen im oberen Abschnitt ab Dippoldiswalde werde gern genutzt. Nach Einschätzung von Richter werde der Fahrplan gut angenommen.

Auch ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß, auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, fasziniert die Weißeritztalbahn. Sie wollen unbedingt mitfahren, wie sie die SZ-Lokalredaktion wissen lassen. Aber sie beschäftigt eine Frage: Wie ist das möglich? So macht Heinz Engelmann aus Gottgetreu darauf aufmerksam, dass in den Bahnhof in Kipsdorf Stufen führen. Und er fragt sich, wie gehbehinderte Menschen zu den Bahnsteigen gelangen. Das betreffe Eltern mit Kinderwagen genauso.

Auch für Menschen mit Handicap

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft hat auch für solche Probleme Lösungen gefunden, wenngleich sie nicht an allen Bahnstationen entlang der Strecke angeboten werden können. „Wir haben für Reisende mit Kinderwagen, Rollstuhl oder auch Rollator sogenannte Traglastenwagen, die eine extra breite Zugangsbühne und Tür besitzen“, erläutert Bahn-Chef Richter. „Der unkomplizierte Zustieg kann an den Stationen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde mit Hubbühnen für die Rollstuhlfahrer gewährleistet werden.“ Das Zugpersonal sei auch gern Fahrgästen behilflich, die mit dem Rollator oder Kinderwagen einsteigen wollen. Für Gehbehinderte stehen außerdem zusätzliche Tritte zur Verfügung, die bei Bedarf beim Zugpersonal erhältlich sind.

Auch am Endpunkt der Bahn in Kipsdorf gibt es einige Hilfsmöglichkeiten, um den Bahnhof bzw. die Bahnsteige erreichen zu können, wenngleich nicht in dem Umfang wie in Dippoldiswalde oder Freital. In das historische Bahnhofsgebäude, das im Eigentum der Stadt Altenberg ist, führen tatsächlich drei Stufen. Aber diese lassen sich für gehbehinderte Menschen mit einem Treppenlift überwinden, sagt Bahnhofsguide Ricardo Lammel, der sich bei der Ankunft und Abfahrt der Züge um die Fahrgäste kümmert.

Vom Bahnhofsgebäude selbst ist es allerdings ohne fremde Hilfe nicht möglich, die Gleise zu erreichen. Das klappt aber vom Hof aus. Das Tor kann das Zugpersonal aufschließen, wenn Fahrgäste zum Beispiel mit dem Rollator oder Kinderwagen hier zusteigen wollen. Das sei unkompliziert, so Ricardo Lammel, der dabei auch gern behilflich ist.

Für Rollstuhlfahrer empfiehlt sich als Anfangs- bzw. Endpunkt der Tour der Bahnhof in Dippoldiswalde oder Freital, da dort einfach die technischen Möglichkeiten vorhanden sind. Um das Ein- und Aussteigen auch für diese Fahrgäste so bequem wie möglich zu machen und Enttäuschungen zu vermeiden, empfiehlt die SDG, sich kurzfristig anzumelden. Bis etwa zwei Tage vor Reiseantritt reichen, um die Zugbegleiter vorab darauf hinweisen zu können.

Telefonische Anmeldung für Rollstuhlfahrer: bei der SDG-Geschäftsstelle in Moritzburg, Telefon 035207 89290

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/es-rollt-3752675.html

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