Weißeritztalbahn dampft 2017 wieder bis Kipsdorf

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Jetzt rollen doch zwei Züge am Tag bis zur Endstation. Das hat aber auch andere Konsequenzen.

01.12.2016 Von Franz Herz

talbahn dampft 2017 wieder bis Kipsdorf
Am Dienstag ist der erste Bauzug mit Diesellok in den Bahnhof Kipsdorf eingefahren. Geladen hatte er Schotter für das Gleisbett. Die Lok fuhr Matthias Kleimann. Für ihn war es ein besonderes Erlebnis. Denn am 12. August 2002 stand er in Freital als Heizer der Dampflok bereit, die wegen der Flut nicht mehr nach Kipsdorf fuhr.

© Egbert Kamprath

Kipsdorf.Der erste Arbeitszug mit drei Schotterwagen ist am Dienstag in den Bahnhof Kipsdorf eingefahren. Ihm werden in Zukunft, wenn die Züge im Weißeritztal wieder regulär bis Kipsdorf dampfen, täglich zwei Züge folgen, einer vormittags und einer am Nachmittag. Das sieht der neue Vertrag vor, den der Verkehrsverbund Oberelbe mit der Sächsischen Dampfeisenbahn abschließen will. Die Verbandsversammlung hat das am Mittwoch so beschlossen. Dabei wurde auch ein Fahrplanentwurf vorgestellt. Demnach fahren in Freital um 9.25 Uhr und 15.42 Uhr täglich ein Zug nach Kipsdorf ab und um 13.22 einer bis Dippoldiswalde. Das klingt aber besser als es ist. Denn die Fahrten bis Kipsdorf sind nicht zusätzlich, sondern dafür fallen auf dem unteren Streckenabschnitt bis Dippoldiswalde zwei Fahrten weg, eine am Morgen und eine am Nachmittag. Weiterhin wird in der Regel nur ein Zug auf der Strecke im Einsatz sein. Der fährt jetzt fünfmal am Tag in Freital los nach Dippoldiswalde, nach Eröffnung des neuen Abschnitts nur noch dreimal. An zwölf Tagen im Jahr wird ein zweiter Zug eingesetzt. Zu diesen Terminen sind sechs Fahrten im Angebot. Dies ist zu Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, zum Schmalspurbahnfestival im Juli und zum Kleinbahnadvent vorgesehen.

Unterm Strich verringert sich damit das Angebot auf der Bahnstrecke. Bisher werden dort im Jahr 65 700 Fahrplankilometer zurückgelegt. Mit dem neuen Plan werden davon noch 50 912 bleiben. Das begründet Roland Richter, der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft damit, dass sein Unternehmen zusätzlichen Aufwand für den Unterhalt der Strecke zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf hat. Seine Mitarbeiter haben Mehrarbeit mit Grünschnitt, dem Zurückschneiden von Bäumen, Unkrautbekämpfung oder dem Absichern der Strecke. Der Zuschuss, den die Dampfeisenbahngesellschaft vom Verkehrsverbund bekommt, steigt zwar von 4,22 Millionen Euro im Jahr auf 4,27 Millionen. Das gleicht aber die Mehrkosten durch den oberen Bauabschnitt ab Dipps nicht aus. Deswegen wird das, was neu angeboten wird, woanders eingespart.

Außerdem befürchten die Bahnbetreiber einen Rückgang der Fahrgastzahlen. Auf dem attraktiveren Teil der Strecke durch den Rabenauer Grund und an der Talsperre Malter entlang fahren künftig ja weniger Züge und es ist fraglich, ob das mit einer Zunahme auf dem oberen Abschnitt ausgeglichen werden kann. Der führt in wesentlichen Teilen direkt an der B 170 entlang, bietet also weniger landschaftliche Reize.

Daher gibt der Verkehrsverbund der Dampfeisenbahngesellschaft einen Ausgleich, falls die Fahrgeldeinnahmen sinken. Für die Jahre 2017 bis 2019 garantiert der Verbund die Einnahmen, mit denen auf der Bahn bisher schon kalkuliert worden ist. Details werden Verkehrsverbund und Dampfeisenbahngesellschaft noch aushandeln. Aber hier ist eine Summe von bis zu 100 000 Euro im Gespräch,

Bis im kommenden Frühjahr die ersten Züge fahren können, haben die Verkehrspolitiker also noch ein Stück Arbeit vor sich. Die Eckdaten stehen jetzt fest, aber um die Einzelheiten wird weiter gefeilscht.

Umfrage: Wie sehen Sie den neuen Fahrplan?

Stefan Brangs, Staatssekretär im SMWA

Flexibel reagieren
Man muss überlegen, ob der Schwerpunkt mehr auf die Wochenenden und Ferien gelegt werdensoll, wenn touristische Nachfrage da ist. Darauf muss die Bahn flexibel reagieren.

Michael Geisler, Landrat

Angebote entwickeln
Wir haben die finanziellen Möglichkeiten mit den Forderungen aus der Region angepasst. Jetzt kommt es darauf an, dass Dipps und Kipsdorf ihr touristisches Angebot entwickeln.

 

Roland Richter, Geschäftsführer SDG

Attraktionen schaffen
Wir müssen sehen, dass wir auch entlang der Strecke viele Attraktionen schaffen, damit wir keine Rückgänge bei den Fahrgastzahlen bekommen, wenn wir unten weniger fahren.

Rainer Böhme, Kreistagsabgeordneter

Schwierige Geschichte
Es gibt Verbindungen, die notwendig sind. Aber ob das bei einer Bahnlinie, die mehrfach die Buslinie kreuzt, der Fall ist? Das ist eine schwierige Geschichte.

 Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-dampft-2017-wieder-bis-kipsdorf-3552734.html

Weißeritztalbahn fährt 2017 wieder bis Kipsdorf

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Nach Beendigung der Bauarbeiten werden die Züge den Kurort zweimal täglich erreichen. Insgesamt soll es aber weniger Fahrten geben.

30.11.2016

talbahn fährt 2017 wieder bis Kipsdorf

Im kommenden Jahr fährt die Weißeritztalbahn wieder bis nach Kipsdorf.

© Frank Baldauf

Kipsdorf.Die Weißeritztalbahn wird im kommenden Jahr wieder in Kipsdorf einfahren.

Auf der Verbandsversammlung des zuständigen Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) am Mittwoch hieß es dazu, dass die Bahn nach dem Ende der aktuellen Streckenarbeiten zweimal täglich bis zum Kurort rollen werde. Ein genauer Termin konnte noch nicht genannt werden.

Je nach Wetter rechne man mit einem Start im Frühjahr, hieß es auf der Tagung. Der Takt der Weißeritztalbahn wird sich allerdings verringern. Vorgesehen sind täglich drei Fahrten. Zwei Züge verkehren dann zwischen Freital und Kipsdorf, ein Zug soll von Freital nach Dippoldiswalde rollen. Gegenwärtig starten in Freital fünf Fahrten nach Dipps. (szo)

Weißeritztalbahn hängt noch in der Luft

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Die Gleisarbeiter sind schon in Kipsdorf. Doch einen Fahrplan gibt’s nicht. Nun warten alle gespannt auf den Mittwoch.

25.11.2016 Von Mandy Schaks

talbahn hängt noch in der Luft

Mitarbeiter vom Gleisbau Bautzen verlegen am Bahnhof Kipsdorf die letzten Meter Gleis. Doch auch wenn die ordnungsgemäß liegen, kann noch kein Zug fahren.

© Egbert Kamprath

Freital/Kipsdorf. Vom Kurzurlaub zurück in den Alltag, in das nasskalte erzgebirgische November-Wetter. Gunther Gericke freut sich trotzdem, wieder in seinem Kipsdorf zu sein. Daheim ist daheim. Zudem: Wenn er sich umguckt, erlebt der Kurort gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Seit der Flut 2002 musste Ortsvorsteher Gericke mit seinen knapp 300 Einwohnern auf diesen Moment warten. Ein Erlebnis, das den sonst so ruhigen und lebenserfahrenen Mann mit Anfang siebzig geradezu ins Schwärmen bringt. „Es hat wahnsinnig viel Freude gemacht, wie die Strecke der Weißeritztalbahn gewachsen ist“, sagt er. Als jetzt noch die Gerüste am sanierten Lokschuppen fielen, war er begeistert. „Da hat man erst richtig gesehen, wie schön das alles wird.“ Farbenfroh statt mausgraues Bahnhofsambiente.

Trotzdem ist er traurig. Die Kipsdorfer hatten fest damit gerechnet, dass ihre geliebte Bimmel zum Weihnachtsmarkt endlich anrollt. Doch daraus wird wieder nichts. Und Roland Richter, der Chef der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG, kann auch keine Hoffnung machen, dass dieses Jahr fahrplanmäßig noch ein Zug von Dippoldiswalde bis Kipsdorf fährt. Der Wiederaufbau der flutzerstörten Strecke ist zwar gut vorangekommen. „Die Gleisarbeiter sind schon in Kipsdorf“, sagt Richter. „Aber wir brauchen noch ein bisschen Zeit.“ Die ist gerade etwas verloren gegangen, weil die Stopfmaschine, welche die Schienen ausrichtet und den Schotter fest rüttelt, kurz schlappmachte. „Deshalb haben wir etwas Verzug“, erläutert Richter. Wenn dann die Gleise liegen, kann aber immer noch nicht sofort ein Zug rollen. Dann müssen die Bahnanlagen hergerichtet werden, und es vergehen weitere vier bis fünf Wochen. „Ein bisschen Bürokratie ist auch dabei“, so der Bahn-Chef. Denn es muss zum Beispiel die Strecke von Fachleuten abgenommen werden. „Deshalb hängt viel vom Wetter ab, wann wir fertig werden. Aber hat es so lange gedauert, kommt es jetzt auf ein paar Wochen auch nicht mehr darauf an.“

Mehr Sorgen macht ihm, wie der Bahnbetrieb zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf funktionieren soll. „Es hängt immer noch am Geld“, so Richter. Zur Erinnerung: Die SDG erhält vom Land für den Betrieb von Weißeritztalbahn und Lößnitzdackel in Radebeul rund 4,2 Millionen Euro. Diese Summe wird aber jetzt schon aufgebraucht. Wenn also noch Züge bis Kipsdorf fahren sollen, muss im unteren Streckenabschnitt gekürzt werden. Und bis Kipsdorf – so ging aus einem ersten Fahrplanentwurf im Juni hervor – reicht das Geld nur für eine Fahrt am Tag. Viel zu wenig, kritisierten die Osterzgebirgler. Auch Richter hält so eine Lösung nicht für vertretbar. „Vernünftig wären aus unserer Sicht zwei Fahrten pro Tag bis Kipsdorf“, sagt er. „Wir wollen ja auch ein Stück weit den Tourismus mit ankurbeln.“ Er glaubt, einen ordentlichen Fahrplan hinzubekommen, wenn die SDG zusätzlich eine halbe Million Euro pro Jahr an Zuschuss bekäme. Seit Monaten steht der Bahnbetreiber deshalb mit dem Verkehrsverbund Oberelbe in Gesprächen. „Unser Eindruck ist, jeder möchte eine Lösung haben.“

Das bestätigt VVO-Sprecher Christian Schlemper. Aber große Hoffnungen auf einen Geldsegen kann er bislang nicht machen. Voraussichtlich gebe es „keinen deutlichen Zuwachs an Mitteln“, sagt er, deshalb werde nach einem Kompromiss gesucht. Bahn-Chef Richter blickt nun gespannt auf die VVO-Zweckverbandsversammlung am kommenden Mittwoch in Weinböhla. Wie der Tagesordnung zu entnehmen ist, geht es um den Haushalt für das nächste Jahr. „Die Erwartungshaltung ist groß, dass da etwas passiert“, so Richter. Das hofft auch Gunther Gericke. „Zweimal täglich muss in der Woche ein Zug bis Kipsdorf fahren“, sagt er. „Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld“ – bei Baukosten von insgesamt über 40 Millionen Euro.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/weisseritztalbahn-haengt-noch-in-der-luft-3549984.html

Die Loks 99 1771-7 und 99 1746-9 werden in Zukunft auf eine neue Hauptuntersuchung warten.

Die Lok 99 1793-1 ist von Oberwiesenthal nach Freital-Hainsberg umgesetzt worden und wird auf der Weißeritztalbahn eingesetzt.

 

Stopfen, stopfen, stopfen

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Der Bahnübergang in Kipsdorf ist geschafft. Dafür brauchte es Pickel aus Stahl.

07.11.2016 Von Carina Brestrich

stopfen, stopfen

Die Gleisstopfmaschine der Erfurter Gleisbau GmbH ist deutschlandweit unterwegs. Nachdem sie zuletzt in Köln und Münster im Einsatz war, verdichtete sie vergangenes Wochenende am Bahnübergang in Kipsdorf das Schotterbett.
© Frank Baldauf

Kipsdorf. Rein, kurz gerüttelt, wieder raus und weiter. Der gelbe Koloss rollt wenige Zentimeter nach vorn, zur nächsten Bahnschwelle. Dann beginnt die Gleisstopfmaschine mit ihrem Prozedere von vorn: Ein Haken greift die Schiene, hebt sie wenige Millimeter an, die stählernen Stopfpickel bohren sich in den Schotter, vibrieren – und fertig. Was simpel aussieht, ist Millimeterarbeit: Denn die Gleisstopfmaschine verdichtet nicht nur den Schotter unter den Bahnschwellen, sondern richtet auch die Gleise aus – damit die Weißeritztalbahn später ruckelfrei rollen kann.

Mit ihrem tonnenschweren Kollegen bleibt der Erfurter Gleisbau GmbH nur wenig Zeit. Rund 60 Meter lang ist der Abschnitt über die Bundesstraße B 170 in Kipsdorf. Am Montag muss die Straße wieder offen sein. Seit Freitag, 19 Uhr, hindert eine Sperrscheibe am Durchkommen. Noch am Abend haben die Bauarbeiter den Asphalt am Bahnübergang abgefräst, um Platz für die neuen Gleise zu machen. Die liegen seit Sonnabend früh. Seit fünf Uhr sind die Bauarbeiter im Einsatz. Später sollen noch die Schweißer kommen, um die Gleise miteinander zu verbinden. Der Asphalt hat sich für Sonntag angekündigt.

Viele Zuschauer

Was für die Profis Alltag ist, ist für Bahn-Fans Spannung pur: Am Gleisrand zücken immer wieder Beobachter den Fotoapparat. Einer von ihnen ist Stefan Müller. Der studierte Verkehrswirt verfasst eine Broschüre über den Wiederaufbau der Schmalspurbahn zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf. Jede Woche ist er draußen, um den Baufortschritt zu dokumentieren: „500 Fotos sind schon zusammengekommen“, erzählt er.

Jens Sauer bekommt von den Zuschauern nichts mit. Umgeben von Knöpfen, Hebeln und Tachos sitzt er am Steuerpult des gelben Kolosses, den Blick auf den Computerbildschirm gerichtet. Nach zwei Stopfdurchgängen ist es die alles entscheidende Messfahrt. Minuten später ist klar: Mensch und Maschine haben gute Arbeit geleistet, die Gleise liegen perfekt. Sauer hebt den Daumen: „Vom Feinsten – so soll es sein.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/stopfen-stopfen-stopfen-3534484.html

B 170 gesperrt wegen Weißeritztalbahn

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Die Gleise in Kipsdorf müssen an diesem Wochenende gestopft werden. Die B 170 wird an dieser Stelle voll gesperrt.

03.11.2016

errt wegen Weißeritztalbahn

Der Gleisstopfer kommt! Die B170 muss deshalb am Wochenende in Kipsdorf gesperrt werden.

© Archivfoto: Egbert Kamprath

Kipsdorf.Wegen Bauarbeiten an den Gleisen der Weißeritztalbahn wird die B 170 in Kipsdorf ab Freitag, 19 Uhr, voll gesperrt. Bis Sonntag kann kein Auto die Gleise überqueren, auch die Busse müssen umgeleitet werden. Die Linie 360 fährt von Schmiedeberg über Falkenhain und Oberbärenburg nach Altenberg. Die Linie 367 fährt ebenfalls von Schmiedeberg über Falkenhain und Oberbärenburg und weiter über den Abzweig Bärenfels, Bärenfels und Schellerhau nach Altenberg. Die Busse erreichen die Haltestellen Kipsdorf Bahnhof, Bärenfels Mühle und Waldbärenburg nicht. Die Straße muss gesperrt werden, weil an diesem Wochenende der Übergang der Weißeritztalbahn über die Straße in Kipsdorf gebaut wird. Erst wird die Straßendecke aufgeschnitten, dann kommt ein Arbeitszug, der Schotter für das Gleisbett verteilt. Schließlich drückt die Gleisstopfmaschine. den Schotter so unter die Gleise, dass sie ihre Position auf Dauer behalten. (SZ/fh)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/b170-gesperrt-wegen-weisseritztalbahn-3532421.html

Bimmelbahn macht Pause

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Ab Freitag fahren Busse anstelle der Züge der Weißeritztalbahn. Das hängt mit dem Bau des oberen Streckenabschnitts zusammen.

02.11.2016 Von Franz Herz

n macht Pause
Eine Woche lang dampft keine Lok der Weißeritztalbahn auf der Strecke.

© Frank Baldauf

Freital.Von Freitag an herrscht eine Woche lang Stille auf der Strecke der Weißeritztalbahn. Auch auf dem Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde fahren dann keine Züge. Die Bauarbeiter nutzen diese Betriebspause, um am Bahnhof in Dippoldiswalde in dieser Zeit die Schienen an den oberen Bauabschnitt Richtung Kipsdorf anzuschließen, wie Kati Schmidt von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft informierte.

Vom 4. bis 10. November fahren dann zwischen Freital und Dipps Busse anstelle der Schmalspurzüge. Deren Fahrplan ist an den Stationen ausgehängt und auf der Seite der Weißeritztalbahn zu finden. Jedoch können die Busse den Haltepunkt Spechtritz nicht erreichen. Dafür hält der Bus an der Haltestelle Förstereistraße in Rabenau an.

Ab 11. November steht der untere Streckenabschnitt wieder unter Dampf. Auf dem oberen Abschnitt, wo noch gebaut wird, hängt es vom Wetter ab, wie weit die Bauarbeiten noch kommen. Wenn am kommenden Wochenende die Gleisbauarbeiten auf dem Bahnübergang in Kipsdorf über die Bühne gehen, dann können die Schotter und Gleisbauzüge auch das Bahnhofsareal dort erreichen. Die Bauleute hoffen dann, dass der erste Schnee noch möglichst lange auf sich warten lässt.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bimmelbahn-macht-pause-3530763.html

Bimmelbahnbau erreicht Kipsdorf

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Anfang November wird die B 170 noch einmal gesperrt. Wann die Strecke fertig wird, dazu gibt’s zwei Prognosen.

26.10.2016 Von Franz Herz

nbau erreicht Kipsdorf

Der Wasserkran steht wieder am Bahnhof Kipsdorf. Bald werden hier auch die Gleise liegen. Am ersten Novemberwochenende soll der Bahnübergang gebaut werden. Danach können die Arbeitszüge und die Gleisstopfmaschine auch den Bahnhof erreichen.

© Egbert Kamprath

René Bahling arbeitet hier beim Bahnsteigbau in Obercarsdorf. Im Hintergrund ist das neu gestrichene Empfangsgebäude zu sehen. Die Farben entsprechen den Vorgaben des Denkmalschutzes.

René Bahling arbeitet hier beim Bahnsteigbau in Obercarsdorf. Im Hintergrund ist das neu gestrichene Empfangsgebäude zu sehen. Die Farben entsprechen den Vorgaben des Denkmalschutzes.

© Egbert Kamprath

Eine Diessellok zieht einen Arbeitszug mit drei Schotterwagen am Bahnhof in Schmiedeberg vorbei. Bis hierher sind die Gleise fertig verlegt. Weiter bis Kipsdorf muss die Stopfmaschine noch arbeiten.

 Eine Diessellok zieht einen Arbeitszug mit drei Schotterwagen am Bahnhof in Schmiedeberg vorbei. Bis hierher sind die Gleise fertig verlegt. Weiter bis Kipsdorf muss die Stopfmaschine noch arbeiten.

© Egbert Kamprath

 

Kipsdorf.Der Wasserkran steht wieder auf dem Bahnhof in Kipsdorf, sandgestrahlt und frisch gestrichen. Ebenso ist der Turm mit der Stationsanzeige schon wieder an seinen Platz zurückgekehrt. Momentan fehlen auf dem Bahnhofsgelände noch die Gleise. Aber dafür müssen die Bauzüge erst einmal die B 170 überqueren können. Das wird erst im November möglich sein.

Denn am ersten Novemberwochenende steht der Bau des Bahnübergangs in Kipsdorf im Bauzeitenplan, informiert Mirko Froß, der Betriebsleiter der Weißeritztalbahn . Dafür wird die B 170 von Freitag, 4. November, bis Sonntag, 6. November, komplett gesperrt. Die Aktion in Kipsdorf läuft wie die Baustellen in Ulberndorf und Obercarsdorf, für welche die Bundesstraße im August bereits zweimal gesperrt worden ist.

Um den Bahnübergang zu bauen, wird die Gleisstopfmaschine benötigt. Diese war schon im Einsatz auf dem Streckenabschnitt bis Schmiedeberg. Zwischendurch wurde sie verladen und auf anderen Schmalspurstrecken eingesetzt in der Slowakei und in Frankreich, wie die IG Weißeritztalbahn informierte. Am 1. November kommt die Maschine wieder in Sachsen an und bringt dann noch die Bimmelbahngleise zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf in die passende Form.

Nach wie vor ist die gesamte Strecke zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf eine Baustelle. Die Arbeiten sind aber unterschiedlich weit gediehen. Die Gleise von Dippoldiswalde bis Schmiedeberg sind fertig gebaut. Es laufen aber noch Nebenarbeiten. Die Bauarbeiter befestigen die Bahnsteige in Obercarsdorf oder verlegen Kabel für die Signale. Das sind zum großen Teil ganz normale Tiefbauarbeiten.

Der Gleisbau läuft nur noch zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf, wo sich jetzt ohnehin die meisten Aktivitäten konzentrieren. Hier ist derzeit der Arbeitszug mit drei Schotterwagen unterwegs. Sie schütten das Gleisbett, auf dem auch schon die Schienen liegen. „Vor allem bereiten wir den Bau des Bahnübergangs vor“, sagt Froß.

Wetter entscheidend

Wenn der Übergang fertig ist, können auch Arbeitszüge die B 170 überqueren, dann werden dort auch die letzten Gleise im Bahnhof verlegt, die bisher noch fehlen. Jetzt muss aber erst einmal die Stopfmaschine wiederkommen, um die Gleise präzise auszurichten. Voraussetzung dafür ist aber, dass das Wetter mitspielt. „Wenn baufreies Wetter bleibt, werden wir mit dem Bau bis Jahresende fertig“, sagt Froß. Sollte allerdings ein Wintereinbruch kommen, werden die Arbeiten gestoppt und die Baustelle geräumt. Dann geht es erst im Frühjahr weiter, wenn wieder zuverlässiges Bauwetter herrscht. Das Signal zum Baustopp kommt in dem Moment, wenn der erste Schnee fällt. Denn die Gleisstopfmaschine arbeitet mit Lasersensoren. „Schneeflocken würden die Strahlen reflektieren. Dann kann die Maschine nicht mehr präzise messen. Da würde vielleicht eine Achterbahn herauskommen“, sagt Froß. Er will aber ein sauber verlegtes Eisenbahngleis.

Und aufgrund dieser Unwägbarkeiten kann er momentan auch keinen Termin nennen, wann der erste fahrplanmäßige Zug von Dippoldiswalde bis Kipsdorf rollen wird. Fest steht, dass zum Kleinbahnadvent auf dem Streckenabschnitt oberhalb von Dippoldiswalde noch kein Personenzug rollt.

Auch in Kipsdorf bekommt der Bahnhof wieder sein vertrautes Gesicht. Vergangene Woche ist der Wasserkran wieder aufgestellt worden, ebenso der Turm für die Bahnhofsuhr.

In Kipsdorf gehen auch die Arbeiten am Lokschuppen planmäßig voran. „Hier fehlt nur noch die Fassade“, sagt Froß. Sie wird dann genauso gestaltet wie das Stellwerk in Kipsdorf und das Empfangsgebäude in Obercarsdorf: in den sächsischen Farben Gelb und Grün mit abgesetzten roten Elementen, wie den Fenstern und der Giebelverkleidung unter dem Dach.

„Diese Farbauswahl haben wir mit dem Denkmalschutz abgesprochen. Sie orientiert sich an Farben, die an den Gebäuden gefunden wurden“, berichtet der Betriebsleiter. Wobei verschiedene Generationen immer die Gebäude immer wieder einmal anders gestrichen haben. Es ist also schwierig zu sagen, was als original gilt. Nun müssen an den schönen Gebäuden nur möglichst bald auch regelmäßig Züge halten.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bimmelbahnbau-erreicht-kipsdorf-3526355.html

Das Lokal mit Bimmelbahnblick

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Zwei junge Männer haben einem leeren Geschäft im Osterzgebirge neues Leben eingehaucht – und noch viel mehr vor.

16.09.2016 Von Mandy Schaks

 mit Bimmelbahnblick

Ricardo Lammel (li.) betreibt mit Unterstützung von Raiko Kania das R 2 Café & Bar in Kipsdorf. Die Anfangsbuchstaben der Vornamen der beiden Freunde gaben dem Lokal den Namen. Nun hoffen sie, dass die Ankunft der Weißeritztalbahn ihnen weitere Gäste bringt.

© Frank Baldauf

Im Bahnhof in Kipsdorf engagieren sie sich schon …

Im Bahnhof in Kipsdorf engagieren sie sich schon …

© Kamprath

… jüngst beim Bahnhofsfest.

… jüngst beim Bahnhofsfest.

© Kamprath

Kipsdorf.Wer auf der Bundesstraße B 170 durch Kipsdorf fährt, dem fällt sofort auf: Es kommt Farbe in den Ort. Die Fassade vom R 2, einem Café mit Bar, leuchtet in mediterranen Tönen. Inhaber Ricardo Lammel ist dem Vermieter, der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Altenberg mbH, dankbar, dass dieser investiert hat. Um nicht im Grau in Grau übersehen zu werden, hatte Lammel vorm Haus schon eine Info-Tafel aufgestellt, damit Gäste auch draußen erahnen, wie hübsch es drinnen ist und sie sich guten Gewissens hineintrauen können. „Das sieht nun nach der Renovierung gleich ganz anders aus“, sagt er.

Seit der Eröffnung vor zwei Jahren im April ist peu à peu eins ums andere dazugekommen: die rustikale Terrasse, die Imbisshütte im Eingangsbereich und neuerdings noch das Engagement nur wenige Meter von der eigenen Lokalität entfernt im Kipsdorfer Bahnhof. Den hatte die Stadt Altenberg nach der Wende gekauft und zu einem Bürgerhaus umgebaut. Dort bewirtschaftet er seit diesem Jahr auch noch die Kegelbahn und hat im Bahnhof inzwischen bereits eine 90er-Jahre-Party veranstaltet. Vom Erfolg war er selbst überrascht, wie er lächelnd erzählt. Um die 200 Leute waren gekommen – fast so viele, wie im Kurort leben. „Ich hätte nicht mit so vielen Leuten gerechnet“, freut sich der 27-Jährige. Das gibt ihm Mut, mehr zu wagen, Ideen zu spinnen, was man alles noch machen könnte. Ein Bistro vielleicht im Bahnhof? Veranstaltungen am Wochenende mit Kinderkarussell und Zauberer auf dem Bahnhofsplatz? Unterstützt wird er dabei von Freund Raiko Kania. Es ist wichtig, sich gerade jetzt ein paar Gedanken mehr zu machen. Denn die Weißeritztalbahn ist auf dem Weg nach Kipsdorf. „Wir wissen zwar noch nicht, wann sie kommt“, sagt der 35-Jährige. „Aber wir planen jetzt schon mit dem Ortschaftsrat, was wir machen können, wenn die Bahn einrollt.“ Zur Wiedereröffnung nach der Flut 2002 soll auf jeden Fall was los sein auf dem Bahnhof.

Dabei spielte die Bimmel bei den Planungen fürs eigene Lokal gar keine Rolle, erzählt Ricardo Lammel. Der gebürtige Kleinopitzer ist zwar mit der Bahn als Kind auch durch den Rabenauer Grund gerollt. „Aber ich kenne das gar nicht, wie der Zug hier in Kipsdorf einfährt.“ Es war schon immer sein Wunsch, in der Gastronomie zu arbeiten. Er lernte Restaurantfachmann im Hotel Stephanshöhe in Schellerhau und bekam danach die Chance, an der Bar zu arbeiten. Das gefiel ihm. Dann ergab es sich, in die Selbstständigkeit zu wechseln. „Wir wollten versuchen, was Neues zu machen.“

Als Raiko Kania zum ersten Mal den heutigen Gastraum sah, hatte er sich sofort darin verliebt, erinnert er sich. Früher war hier einmal das Kurhauscafé, später ein Textil- und Holzkunstgeschäft, weiß Ricardo Lammel. Dann stand der Laden leer. Aus Erfahrung wusste er: „Nach dem Feierabend hat man hier nichts, wo man noch hingehen kann.“ Hotels und Gaststätten haben meist nur bis 21 oder 22 Uhr geöffnet. Diese Angebotslücke wollte er schließen – mit Café und Bar. Daher verwundert es nicht, wenn zu seinen Stammgästen inzwischen auch Gastronomen gehören. Die Gäste werden bei ihm in der ersten Reihe sitzen, wenn die Weißeritztalbahn einrollt. Das Lokal liegt direkt vis-à-vis der Bahn.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/das-lokal-mit-bimmelbahnblick-3495092.html

Sorgenkind Schmalspurbahn

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Der Bau geht gut voran. Aber wie sollen künftig die Fahrten bezahlt werden? Die Antworten der Politiker.

15.09.2016 Von Franz Herz

d Schmalspurbahn
Hier fährt die Weißeritztalbahn nach Dippoldiswalde ein, vorbei am neuen Polypark. Der ist eine Attraktion, die auch Dipps als Ziel für Familien attraktiver macht, also zur Belebung der Bahn beiträgt. Derzeit hängen aber alle Planungen auch für touristische Angebote in der Luft, weil der Fahrplan für die komplette Bahnstrecke zwischen Freital und Kipsdorf noch nicht steht.

© Frank Baldauf

Dippoldiswalde.Die Bauarbeiten an der Schmalspurstrecke im Weißeritztal zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf machen täglich sichtbare Fortschritte. Die Arbeitszüge rollen inzwischen schon bis Schmiedeberg, wie Ralf Kempe, der örtliche Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft informierte. Es gibt keine Zweifel mehr, dass noch diesen Herbst die ersten Züge bis nach Kipsdorf hochdampfen können. Aber bisher weiß keiner, wie oft und wann diese Züge dampfen werden. Ein Fahrplan ist noch nicht bekannt. Wer jetzt seine Weihnachtsfeier plant und dabei gerne eine Zugfahrt nach Kipsdorf ins Programm einbauen will, steht auf dem Schlauch. Auch Reiseunternehmen, die jetzt über ihren Planungen für die nächste Saison sitzen, wissen nicht so recht weiter. Können Sie ihre Gäste hoch und runter mit dem Zug fahrenlassen? Müssen Sie diese in Kipsdorf mit dem Bus abholen? Alles Fragen, für die eine Antwort überfällig ist.

Teilweise hängen auch bestehende Angebote auf der Strecke zwischen Freital und Dippoldiswalde in der Luft. So ist in der Diskussion, dass der 15-Uhr-Zug von Dippoldiswalde zurück nach Freital wegfällt. Daran hängt aber Braumeisters Dampfzug, eine Sonderaktion, die gut angenommen wird. Deren Teilnehmer haben in der Regel noch das Museum in Dippoldiswalde besucht und in der Stadt noch etwas gegessen und getrunken. „Damit fehlen der Stadt zwischen 1 000 und 1 400 Besucher im Jahr“, schätzt der Dippoldiswalder Oberbürgermeister Jens Peter (Freie Wähler), der sich dabei auf Zahlen aus dem Museum stützt. „Mit einer derartigen Fahrplanänderung würde diese Tradition zunichte gemacht“, sagte Peter in der jüngsten Stadtratssitzung.

Nun ist die Schmalspurbahn seit Jahren ein Politikum, nicht nur wenn Spatenstiche und Brückeneinbauten zu feiern sind. Die entscheidende Frage dabei lautet immer: Wie wird der laufende Betrieb finanziert? Daher fragte die Sächsische Zeitung einmal Landtagsabgeordnete aus der Weißeritzregion nach ihren Vorschlägen für die Weißeritztalbahn. Die SZ wollte wissen, was tun die Politiker als Abgeordnete der Region dafür, dass die Weißeritztalbahn einen für die Bürger sinnvollen und touristisch attraktiven Fahrplan erhält. Dazu wurden sie gefragt, was ihrer Meinung nach andere dafür tun sollten, um die Bahnstrecke zu beleben und attraktiv zu gestalten. Unten lesen Sie die Antworten der Politiker.

Das sagt die Politik

 

© Egbert Kamprath

Andrea Dombois, CDU

Die Situation der Weißeritztalbahn ist seit Monaten Gegenstand vieler Gespräche gewesen. Gerade die Diskussion um fehlende Gelder, die nun vom Land ausgeglichen werden sollen, wäre einen Artikel für sich wert, da die Wenigsten von den bereits bestehenden Zahlungen, Problemen gegenüber dem Rechnungshof in der Umsetzung der Finanzierung und vielen weiteren Hemmnissen wissen. Auch ist es nicht möglich, über die Aktivitäten vieler Freunde der Bahn, mit denen ich regelmäßig in Verbindung stehe, und die vielen Kompromisse durch das Land eine Aussage zu treffen. Ich bedaure das, weil am Ende immer nur Aussagen bleiben, dass angeblich die Bahn gefährdet ist.

 

 

© Andreas Weihs

Verena Meiwald, Linke

Im Kreistag hat meine Fraktion den Wirtschafts- und Vergabeausschuss um den Bereich Tourismus erweitern lassen, damit verstärkt auf diesen geschaut wird und Maßnahmen entwickelt werden können. Unser Vertreter im Verkehrsverbund wird dafür streiten, dass es einen attraktiven Fahrplan geben wird und dass keine bestehenden Angebote wegbrechen werden.
Es ist der Freistaat gefordert, er muss die vom Bund zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel für den Schienenverkehr auch vollständig an die Verkehrsverbünde weitergeben. Dies fordern wir als Linksfraktion im Landtag seit langem, jedoch verwendet der Freistaat einen Teil dieser Mittel für anderes.Die Weißeritztalbahn hat keine rein touristische Nutzung, sieist Teil des ÖPNV. Daher muss der Fahrplan gegenüber dem vorliegenden Entwurf erweitert werden.

 

 

© SZ

Dagmar Neukirch, SPD

Der Wiederaufbau ist ein großer Erfolg. Für die Fertigstellung bis Kipsdorf sollen laut Regierungsentwurf 2017 insgesamt 3,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Zudem gewährt der Freistaat „Betriebshilfen für Der Wiederaufbau ist ein großer Erfolg. Für die Fertigstellung bis Kipsdorf sollen laut Regierungsentwurf 2017 insgesamt 3,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Zudem gewährt der Freistaat „Betriebshilfen für Schmalspurbahnen“, Zuschüsse für den Betrieb in Höhe von 8,75 Mio. Euro jährlich, dazu Gelder für Instandsetzung, Wartung und Pflege. Die Weißeritztalbahn besitzt vor allem eine hohe touristische Bedeutung. Deshalb müssen wir versuchen, Unterstützung aus der Tourismusförderung zu erhalten. Daran arbeiten wir. Hier erwarte ich auch regionale Aktivitäten. Letztlich müsse sich der Landkreis mit der Tourismuswirtschaft und den Kommunen darüber verständigen.

 

 

© Frank Baldauf

André Barth, AfD

Bei unserem sächsischen Schmalspurbahnnetz handelt es sich um ein einmaliges Kulturgut von hohem Wert. Es ist uns daher ein Anliegen, dieses zu erhalten und für Touristen wieder attraktiver zu machen. Durch die Weißeritztalbahn soll auch Kipsdorf touristisch wiederbelebt werden. Finanzielle Mittel zur sinnvollen und attraktiven Ausgestaltung des Fahrplans müssen durch die Staatsregierung und den Landkreis ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Da dies im Entwurf zum nächsten Doppelhaushalt auf Landesebene nicht der Fall ist, werde ich in der AfD-Landtagsfraktion und auch als Kreisrat dafür kämpfen, dass wir hierzu einen Änderungsantrag einbringen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/sorgenkind-schmalspurbahn-3494480.htm