Archiv für April 2012
Erlebnistag am Sonntag auf Energielernpfad
Bei geführten Touren können Familien die Natur und Wasserkraftwerke erkunden. Start ist am Weißeritzpark.
Zum Erlebnistag Wasser am Sonntag, dem 22. April, können Familien den Energie-Erlebnispfad der Enso im Rabenauer Grund erkunden. Zwischen 9 und 16Uhr stehen Mitarbeiter des sächsischen Energieversorgers am Parkplatz Weißeritzpark und empfangen die Teilnehmer. Dort gibt es dann Tipps und Ausrüstung für eine erlebnisreiche Tour, darunter Imbissgutscheine und Überraschungen aus einem „Energie-Wanderpaket“.
Der Tagesausflug führt entlang der Roten Weißeritz von Freital-Coßmannsdorf bis Malter und zurück. Eine Teilstrecke ist ungefähr zehn Kilometer lang. Unterwegs können die Energieerlebnisbereiche am Wegesrand entdeckt und ausprobiert werden. Durch den Rabenauer Grund (ab 10Uhr stündlich) und um die Talsperre Malter (ab 10.30Uhr jede Dreiviertelstunde) werden geführte Wanderungen angeboten.
Das gläserne Wasserkraftwerk Seifersdorf kann ebenso besichtigt werden wie das Wasserkraftwerk im Rabenauer Grund (von 11 bis 15Uhr). Die genaue Wegstrecke ist dabei nicht vorgeschrieben, auch das Tempo nicht. Ein Umsteigen auf die Weißeritztalbahn ist jederzeit möglich.
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung, Donnerstag, 19. April 2012
Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3039528
100 Jahre Streckenverlegung Spechtritz – Dippoldiswalde
Der heute befahrene Streckenabschnitt der Weißeritztalbahn Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf zwischen Spechtritz und der Stadtgrenze von Dippoldiswalde wurde am 24. April 1912 in Betrieb genommen, um die Baufreiheit für die Staumauer der Talsperre Malter zu schaffen. An den Tagen vom 12. bis 15.04.2012 wurde an dieses Ereignis mit Sonderfahrten und Ausstellungen in den Bf Seifersdorf und Bf Malter erinnert.
Die frisch aufgearbeitete und auf Druckluftbremse umgebaute SDG-Lok IVK 99 1608 zog eine historische Wagengarnitur.
Am Samstag 14.04.12 trainierte die Freiwillige Feuerwehr Seifersdorf in Zusammenarbeit mit der SDG das Retten verletzter Personen eines havarierten Zuges auf dem Gelände der ehemaligen Ladestraße des Bf Seifersdorf.
Die alte Bahntrasse der Weißeritztalbahn von 1881/82 in Seifersdorf besitzt noch heute ein besonderes Objekt der Bautechnikgeschichte Deutschlands: Die Mühlgrabenbrücke am km 8,919 ist die erste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die aus Zementbeton gebaut wurde, damals als Stampfbeton bezeichnet.
Die Gebäude des 100jährigen Bahnhofs Seifersdorf werden von einer Arbeitsgruppe der IG Weißeritztalbahn e. V. (IGW) schrittweise saniert. Für dieses Engagement erhielt die IGW 2010 den 3. Preis bei der jährlichen Auslobung des Claus-Köpcke-Preises. Während der vier Festtage zeigte die IGW eine Foto- und Posterausstellung im Güterschuppen und erinnerte auch an den lebhaften Bahnbetrieb im Bf Seifersdorf.
In der großen Schalterhalle des Bahnhofs Malter, die heute kühl und leer wirkt, ließ IGW-Mitglied Jörg Nickel einige seiner Echtdampfmodelle sächsischer Schmalspurloks im Kreis fahren, die sowohl schmalspurige als auch aufgebockte regelspurige Güterwagen zogen.
(C) Fotos und Texte: 2012, Vereinsmitglied Hans-Christoph Thiel, Dresden
IV K verlässt Sachsen
Die Hainsberger IV K 99608-1 ist nach Warthausen zum „Öchsle“ unterwegs. Sie soll am kommenden Wochenende Sonderzüge fahren.
„Uns darf der Dampf nicht ausgehen“
Die Bimmelbahn ist zwischen Freital und Dipps wieder Alltag geworden. Wie kann sie aber weiter interessant bleiben?
Die Weißeritztalbahn scheint in Fahrt zu kommen. Und das hat weniger etwas mit Geschwindigkeit zu tun. Die Bimmel bummelt gemächlich wie seit über 100Jahren von Freital-Hainsberg nach Dippoldiswalde. Aber sie lockt zunehmend mit neuen Angeboten, damit immer wieder Gäste ihr Auto mal stehen lassen und in die Bahn einsteigen. Erst fuhr der Osterhasen-Express, am vergangenen Wochenende hatte der Märchenzug Premiere, und es gab Sonderfahrten mit der Traditionslok IVK 99608 zum 100-jährigen Jubiläum der neuen Bahntrasse zwischen Spechtritz und Dipps. Daran hat auch die Tourismusgemeinschaft Silbernes Erzgebirge einen Anteil. Die SZ sprach mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Anke Eichler.
Frau Eichler, wie kommt es, dass der Tourismusverband das Bähnle mit anschiebt?
Als die Weißeritztalbahn nach der Flut 2002 zwischen Freital und Dipps wieder aufgebaut wurde und dann Ende 2008 zum ersten Mal fuhr, war das Interesse riesengroß, eigentlich unfassbar. Ich war fasziniert von den vielen Sympathien für diese Bahn. Uns war aber klar: Wenn der Reiz des Neuen vorbei ist, werden wir wieder in die Situation kommen wie vor der Flut. Auch damals ging es darum, dass zu wenige Leute mitfuhren und mehr Gäste gewonnen werden mussten, um die Traditionslinie zu erhalten. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe gegründet, die Angebote entwickeln und so das Interesse hochhalten soll. Uns darf der Dampf nicht ausgehen.
Ist die Weißeritztalbahn als dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands nicht Anziehungspunkt genug?
Unsere Zeit ist viel zu schnelllebig und von Reizen überflutet. Da reicht es nicht, eine nostalgische Bahn, eine schöne Landschaft und ein paar Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu haben, um immer wieder auf uns aufmerksam machen zu können und Leute zum Mitfahren zu bewegen. Wir haben nicht das Highlight, den Glanzpunkt an der Bahn, wo man unbedingt hin muss, weil man denkt, sonst etwas in seinem Leben verpasst zu haben. Wir müssen uns da richtig anstrengen, den Gästen etwas bieten, sowohl im Zug als auch links und rechts der Bahnstrecke.
Gibt es eine Vision, in welche Richtung die Angebote entwickelt werden sollen, oder macht jeder, was ihm gerade einfällt?
Es sieht für den Außenstehenden vielleicht etwas unübersichtlich aus, aber in unserer Arbeitsgruppe geht es sehr geordnet zu. Wir haben alle Partner integriert. Mit am Tisch sitzen der Bahnbetreiber, also die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft, der Verkehrsverbund Oberelbe, die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn, die Anliegergemeinden, Gästeführer sowie Vertreter großer Hotels und touristischer Einrichtungen wie das Dippser Museum, das Stuhlbaumuseum in Rabenau oder die Weißeritztal-Erlebnis GmbH mit der Talsperre Malter. Wir haben voriges Jahr zum Beispiel eine „Spinnstunde“ gemacht und eine Prioritätenliste aufgestellt. Der Veranstaltungskalender für dieses Jahr steht. Alle kennen die Ideen vom anderen und die Termine. Wir sind der Meinung, es bietet sich an, die Weißeritztalbahn als Familienbahn zu entwickeln, Angebote für Eltern mit ihren Kindern, aber auch für Senioren mit Enkeln zu konzipieren.
Woran denken Sie dabei?
Angefangen hat alles mit geführten Wanderungen. In den vergangenen Jahren haben engagierte Leute eine Ausbildung zum Gästeführer gemacht, die unter anderem mit der Weißeritztalbahn eine Möglichkeit sehen, ihr Wissen je nach Begabung einzubringen. Diese Veranstaltungen müssen erst einmal bekanntwerden. Inzwischen gibt es schon über 40Touren in diesem Jahr – geplante. Zusätzliche Termine können Interessierte vereinbaren. Da geht es zum Beispiel auf die Spuren von Wölfen, Schmugglern und Eremiten oder zu sagenhaften Orten. Wanderungen beschäftigen sich auch mit Künstlern der Romantik, die im Rabenauer Grund ihre Motive suchten, oder mit technischen Denkmalen. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft ist dabei, nun Fahrradtouren in Kombination mit einer Bahnfahrt anzubieten. Rad fahren liegt im Trend. In unserem Gebiet fehlt es zwar noch an einem ordentlich ausgebauten Radwegenetz. Aber vielleicht gelingt es, Radfahrer für zwei, drei geeignete Touren entlang der Bahnstrecke zu begeistern.
Wie bekommt der Gast mit, was er bei einer Fahrt mit der Bimmel unterwegs noch so alles erleben kann?
Wir haben mit Beginn der Hauptsaison Flyer drucken lassen, die jetzt in den Waggons der Bimmelbahn ausgelegt werden. Sie geben Auskunft über Erlebnispunkte an der Weißeritztalbahn. Der Fahrgast wird unter anderem informiert über Öffnungszeiten von Museen an der Strecke, über Wanderungen und Stadtführungen. Wir haben 10000Stück gedruckt und hoffen, dass von den Angeboten rege Gebrauch gemacht wird, der eine oder andere Fahrgast unterwegs mal aussteigt und sich etwas ansieht. Da würden sicher auch noch ein oder zwei Spielplätze an der Strecke guttun und unser Konzept von einer familienfreundlichen Bahn ergänzen. Aber das können wir nur anregen. Das ist allein die Entscheidung der Städte und Gemeinden.
Wann sind Sie zum letzten Mal mit der Bimmelbahn gefahren?
Am Wochenende.
Gespräch: Mandy Schaks
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Montag, 16. April 2012
Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3037135
100 Jahre Bahnhof Seifersdorf
Durch den Bau der Talsperre Malter ab 1907 war es notwendig geworden die Strecke zwischen Spechtritz und Dippoldiswalde neu zu verlegen. Die Bahnhöfe Seifersdorf und Malter mussten aus diesem Grund neu errichtet werden. Vor 100Jahren, im April 1912 fand die Abnahme und die Inbetriebnahme des neuen Streckenabschnittes statt.
Mitglieder der IG Weißeritztalbahn eV haben in den vergangenen Monaten an dem Bf. Seifersdorf umfangreiche Wartungs- und Verschönerungsarbeiten durchgeführt. Der ehem. Güterschuppen präsentiert sich heute als ein kleines Museum zur Geschichte der Bahn.
Zwischen Freital-Hainsberg – Seifersdorf – Dippoldiswalde verkehrt vom 12.04. bis 15.04.2012 ein Sonderzug. Dieser wird gezogen von der sächs. IV-K 99 1608 – Fahrplan
Fotos vom 12.04.2012
Fotos vom 13.04.2012
Osterhasenexpress
Das schönste Ostergeschenk für die beiden Sonderuzüge war das Wetter heute. Die von der SDG mit Unterstützung durch die IGW organisierten Züge mit Osterüberraschung waren ausverkauft. Zusätztlich zu den bestellten Fahrkarten kamen noch sehr viele „kurzentschlossene“, die natürlich auch noch mitfahren konnten. An der Talsperre Malter hatte der Osterhase die Überraschungen für die Kinder versteckt, die diese mit großer Begeisterung suchten. Die Fotos zeigen den Osterhasenexpress vom Vormittag.