Erlebnis Weißeritztalbahn

 
 
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Die Region entlang der Schmalspurstrecke zeigt, was sie alles zu bieten hat: Geschichte, Sport und gutes Essen.

16.07.2018
Von Franz Herz

Weißeritztalbahn
Am Endbahnhof in Kipsdorf standen die Menschen dicht gedrängt auf dem Bahnsteig, wenn die Züge ankamen.

© Daniel Schäfer

Dippoldiswalde/ Freital. Das Schmalspurbahnfestival entlang der Weißeritztalbahn zog bei herrlichem Wetter Tausende von Gästen in seinen Bann. Rund 12 000 Besucher waren da, rechnete Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, am Sonntag die Gesamtzahl zusammen. Es gab Züge, in denen mussten einzelne Fahrgäste stehen, so groß war die Nachfrage, beispielsweise beim Traditionszug, der am Sonntagmittag von Kipsdorf nach Freital zurückkam. „Und der Bahnsteig war auch schon wieder voll mit Menschen für die Rückfahrt“, berichtet Ralf Kempe, Vorsitzender der IG Weißeritztalbahn.

An vielen Stationen entlang der Strecke hatten viele Helfer und Vereine ein buntes Programm vorbereitet, das den Fahrgästen zeigte, was die Region links und rechts der Bahn alles zu bieten hat. Am Sonnabendnachmittag ist allerdings der Fahrplan verschoben worden. Wegen eines Feuers in der Nähe der Bahnstrecke hat die Feuerwehr rund eine halbe Stunde die Strecke gesperrt. Der Fahrplan hatte aber keine Pausen, daher gab es keine Chance mehr, die Verspätung aufzuholen und sie hat sich bis in den Abend hinein fortgesetzt.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/erlebnis-weisseritztalbahn-3976225.html

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10. Schmalspurfest 2018

Das müssen Sie zum Schmalspurbahn-Fest wissen

 
 
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An der Strecke der Weißeritztalbahn werden am Wochenende rund 10 000 Besucher erwartet.

10.07.2018
Von Tobias Winzer

n Sie zum Schmalspurbahn-Fest wissen
Für Eisenbahn-Romantiker gibt es am Wochenende einiges zu sehen. Neben den regulären Zügen der Weißeritztalbahn sind auch zwei historische Züge im Stile der Jahre um 1910 und im Stile der 60er-Jahre im Einsatz.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Die 26 Kilometer lange Strecke der Weißeritztalbahn wird am Wochenende zum Mekka für Eisenbahnfans und Ausflügler. Zur zehnten Auflage des Schmalspurbahn-Festivals warten neben Sonderfahrten der Bahn etliche Veranstaltungen auf die Besucher. Die Sächsische Zeitung fasst das Wichtigste zusammen.

Die Züge: Frisch renovierte Lok in diesem Jahr zum ersten Mal dabei

Über das gesamte Wochenende werden 34 Fahrten zwischen den Endbahnhöfen Freital-Hainsberg und Kipsdorf angeboten. Das sind 22 mehr als im regulären Betrieb. Eisenbahnfans können sich neben den Wagen, die im regulären Fahrplan im Einsatz sind, noch über zwei weitere Züge freuen.

Wie Betriebsleiter Mirko Froß mitteilt, sind ein Zug der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn im Stil der Jahre um 1910 sowie ein Altbauwagen-Zug der Deutschen Reichsbahn im Stil der 1960er-Jahre unterwegs. Beim Zug der Deutschen Reichsbahn gibt es eine weitere Besonderheit.

Er wird von einer Lok gezogen, die seit zehn Jahren nicht mehr gefahren ist. Die Dampflok wurde 1927 gebaut und ist ein Vorgänger der heute bei der Weißeritztalbahn regulär eingesetzten Loks. Das Fahrzeug stand zehn Jahre in Radebeul und konnte wegen eines falschen Bremssystems nicht eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr wurde dieser Makel jedoch behoben und die Lok erlebt nun beim Schmalspurbahn-Festival seine Premiere. Der Zug mit der besonderen Lok startet jeweils am Sonnabend und Sonntag um 11.27 Uhr und um 15.55 Uhr in Freital-Hainsberg. Zurück von Kipsdorf geht es jeweils um 13.50 Uhr und 17.42 Uhr. Den kompletten Fahrplan gibt es im Internet unter www.weisseritztalbahn.com

Das Programm: Bühne in Hainsberg, Feuerwerk an der Malter

Am meisten los ist am Bahnhof Hainsberg, wo eine Bühne aufgebaut wird. Am Sonnabend gibt es dort vor allem Programm für Kinder, am Sonntag wird es musikalisch. Eine besondere Aktion findet am Sonnabend ab 17.30 Uhr am Bahnhof Hainsberg statt. Achter-Teams messen sich dann im Lokziehen miteinander. Ein 16-Tonnen-Gefährt muss dann so schnell wie möglich mit Muskelkraft bewegt werden.

Am Bahnhof Hainsberg werden außerdem Mitfahrten mit einer Draisine angeboten. Außerdem sind auf dem Bahnhofsvorplatz Oldtimer, wie ein alter Barkas und ein Wartburg, zu sehen.

Darüber hinaus warten an allen Bahnhöfen und Haltepunkten entlang der Strecke besondere Angebote auf die Besucher. Im Weißeritzpark wird der Grillweltmeister gekürt. In Rabenau gibt es Bienen und Alpakas zu sehen. In Dippoldiswalde ist ein Erlebnisspielplatz geplant. Außerdem bauen verschiedene Händler ihre Stände auf. Erstmals dabei ist der Gießereisportpark am Haltepunkt Schmiedeberg-Naundorf. Besucher können sich dort beim Rollerskaten und beim Schießen auf Biathlon-Scheiben ausprobieren.

Am Endbahnhof in Kipsdorf ist am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr ein Programm geplant. Unter anderem können sich die Besucher anschauen, wie eine historische Wäschemangel funktioniert.

Absoluter Höhepunkt ist das Höhenfeuerwerk „Malter in Flammen“ um 22.30 Uhr am Stausee. Sonderzüge, die die Besucher hin- und zurückbringen, sind sowohl von Freital als auch von Kipsdorf aus unterwegs.

Die besonderen Angebote: Likör-Tour, Oldtimer-Fahrten und Wanderungen

Zum zweiten Mal ist die Altenberger Likörfabrik Teil des Festivalprogramms. Am Sonntag ab 9 Uhr geht es zunächst mit dem Zug nach Kipsdorf, dann mit einem Oldtimer-Bus nach Altenberg. Hier können sich Teilnehmer durch die Fabrik führen lassen und dabei auch den Schnaps probieren. Von dort fährt der Bus zurück nach Freital. Die Tour kostet 60 Euro und ist schon fast ausgebucht.

Günstiger sind Fahrten mit einem Oldtimer-Bus, die ab dem Bahnhof Freital-Hainsberg angeboten werden. Die Tour führt quer durch Freital und wieder zurück. Der Bus startet am Sonnabend um 12.30 Uhr, 13.45 Uhr, 14.45 Uhr, 15.30 und 16 Uhr. Für Sonntag gelten die gleichen Zeiten und zusätzlich noch 10.30 Uhr und 11.45 Uhr als Starttermin. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder zwei.

Gänzlich kostenlos sind zwei geführte Wanderungen an der Strecke. Die erste startet am Sonnabend um 11.30 Uhr am Bahnhof Rabenau und führt drei Stunden durch den Rabenauer Grund. Die zweite Wanderung beginnt am Sonntag um 11 Uhr und führt vom Bahnhof Kipsdorf über einen Naturlehrpfad nach Bärenfels. Diese Wanderung wird um 12.30 Uhr noch einmal angeboten.

Die Tickets: Kinder fahren kostenlos

Zum Schmalspurbahn-Festival gelten die regulären Fahrpreise der Weißeritztalbahn. Für eine einfache Fahrt von Freital-Hainsberg nach Kipsdorf sind demnach 12,20 Euro zu zahlen. Die Besonderheit beim Festival ist aber, dass Kinder bis 14 Jahre kostenlos unterwegs sind.

Zu kaufen gibt es die Tickets am Wochenende an den Vorverkaufsstellen in den Bahnhöfen und Haltepunkten Hainsberg, Coßmannsdorf, Rabenau, Seifersdorf, Malter, Dippoldiswalde und Kipsdorf. Ansonsten können die Tickets auch beim Schaffner erworben werden. Wer sich einen besonderen Zug für die Fahrt ausgeguckt hat, sollte rechtzeitig am Bahnhof sein. In der Regel gibt es aber ausreichend Plätze in den Bahnen.

Die Anfahrt: Parkplätze entlang der Strecke sind begrenzt

Die Veranstalter, der Verkehrsverbund VVO, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) und die IG Weißeritztalbahn, empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil die Parkplätze vor Ort begrenzt sind.

Der Bahnhof Freital-Hainsberg ist mit der S-Bahn und der Regionalbahn erreichbar. Zu den Veranstaltungsorten in Kipsdorf und Dippoldiswalde fährt unter anderem die Buslinie 360.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/das-muessen-sie-zum-schmalspurbahn-fest-wissen-3972347.html

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Pressemitteilung des VVO zum Schmalspurfest

Weißeritztalbahn lädt zum Schmalspurbahn-Festival für die ganze Familie

Die Strecke der Weißeritztalbahn gilt wegen ihrer landschaftlichen Vielfalt als eine der
schönsten Eisenbahnstrecken in Europa. Seit 135 Jahren dampft die Bahn auf rund 26
Kilometern von Freital-Hainsberg über Rabenau und Dippoldiswalde bis zum Kurort
Kipsdorf im Osterzgebirge. Am 14. und 15.Juli laden die SDG – Sächsische
Dampfeisenbahngesellschaft, die IG Weißeritztalbahn und der Verkehrsverbund
Oberelbe (VVO) entlang der gesamten Strecke zum zehnten Schmalspurbahn-Festival
ein. Drei Zuggarnituren aus unterschiedlichen Epochen sind im Einsatz und bieten unter
anderem Fahrten aus Freital und Kipsdorf zum Feuerwerk „Malter in Flammen“ an.

„Dampfende Lokomotiven, Oldtimer und Natur sowie ein abwechslungsreiches
Bühnenprogramm sind beste Zutaten für ein tolles Festival“, findet Gabriele Clauss,
Marketingleiterin des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), angesichts des
Programms zum diesjährigen Schmalspurbahn-Festival. „In bester Tradition haben
die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft, die IG Weißeritztalbahn e.V., viele
Partner und wir ein buntes Programm für die ganze Familie gestaltet.“ Entlang der
Strecke von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf erwarten Stände, Ausstellungen,
zwei geführte Wanderungen sowie die Oldtimer-Bustour zum Altenberger
Kräuterlikör die Besucher. Ein Höhepunkt ist wie gemacht für ganz starke Fans der
schmalen Spur: Das Lokziehen am Bahnhof Freital-Hainsberg. „Jeweils acht
Personen können unter Beweis stellen, dass für sie das gemeinsame Ziehen einer
Lokomotive kein Problem ist“, erläutert Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der SDG.
„Für diesen Wettbewerb, unter anderem gegen die Sieger der Vorjahre, nehmen wir
bereits im Vorfeld Anmeldungen entgegen.“ Passend zu einem Festival für die ganze
Familie fahren Kinder in Begleitung von Eltern oder Großeltern am gesamten
Wochenende kostenfrei mit der Schmalspurbahn.

Das komplette Programm sowie die Anreisetipps gibt es im Flyer zum
Schmalspurbahn-Festival, der kostenfrei bei der SDG, beim VVO und im Internet
unter www.weisseritztalbahn.com und www.vvo-online.de bestellt oder
heruntergeladen werden kann.

Anreisetipps
Das Festgelände am Bahnhof Freital-Hainsberg erreichen Sie mit der Regionalbahn
RB 30 und der S-Bahn-Linie S 3 aus Richtung Dresden, Chemnitz und Tharandt. Die
Veranstaltungsorte Kurort Kipsdorf und Dippoldiswalde sind unter anderem mit der
Buslinie 360 schnell erreichbar.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Mirko Froß Christian Schlemper
Eisenbahnbetriebsleiter Pressesprecher
SDG VVO
Telefon: 035207/89 29-0 Telefon: 0351/852 65 12
Internet: www.weisseritztalbahn.com Internet: www.vvo-online.de

Pessemitteilung zum Download

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Unser Klappdeckelwagen in Mügeln

Am letzen Wochenende verkehrte bei der Döllnitzbahn ein Sonderzug mit Klappdeckelwagen. Dabei war auch unser Klappdeckelwagen. Hier ein paar Fotos von dieser Veranstaltung.

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Dixiezug 2018 der IG Weißeritztalbahn e.V.

Am 16.06.2018 fuhr wieder unser traditionelle Dixiezug  zwischen Feital-Hainsberg und Dippoldiswalde. Zu Gast waren bereits zum 2.Mal die Blue Dragons Jazzband aus Dresden.

 

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Streifzug durch eine Drogenkarriere

 
 
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Realistisch, drastisch, lehrreich – der Revolution Train hält in Freital. Sein Team will Jugendliche aufrütteln.

08.06.2018
Von Annett Heyse

 durch eine Drogenkarriere
Pavel Tuma reist mit seinem Revolution Train durch deutsche Städte, um über Drogenmissbrauch aufzuklären. Am Freitag und Sonnabend steht der Zug in Hainsberg. Die Aktion wird durch zahlreiche Sponsoren finanziert. Neben geladenen Schulklassen können auch Bürger zu einer Führung kommen.

© Andreas Weihs

Freital. Das Licht im Inneren der Waggons ist schummrig, der Fußboden kaum noch zu erkennen. Es geht durch einen Tunnel und über eine schmale Gangway. Unsicher setzen die Besucher einen Fuß vor den anderen. „Und das ist erst der Anfang, noch geht es nur um Alkohol“, sagt Pavel Tuma. Tuma ist Tscheche und sozusagen der Lokomotivführer eines ganz besonderen Zuges. Revolution Train nennen sich die sechs Waggons, die nun zwei Tage auf einem Abstellgleis des Hainsberger Bahnhofes stehen. Der Zug ist eine mobile Anti-Drogen-Kampagne.

Wer vorn einsteigt und nach gut einer Stunde hinten angelangt ist, durchläuft und durchlebt im Zeitraffer eine Drogenkarriere. Abwechselnd gezeigt werden Filme und Schauplätze: Es geht um die ersten Kontakte mit Alkohol und Tabak an einer Discobar, um das Probieren von Rauschgift, um einen Verkehrsunfall im Drogenrausch, gezeigt wird eine Arrestzelle, ein Vernehmungsraum bei der Polizei und ein völlig verwahrloster Wohnraum eines Heroinabhängigen. Ganz am Schluss kommt man an einer Dreckecke vorbei, auf dem die Polizei mit weißer Kreide die Umrisse des Drogentoten aufs Pflaster gezeichnet hat. Tuma gibt zu, dass sein Anti-Drogen-Zug nicht nur realistisch ist, sondern auch auf Schockeffekte setzt: Der Protagonist im Film stirbt an einer Überdosis. „So wie mein Freund vor 18 Jahren.“

Es geht Pavel Tuma aber nicht um die persönliche Aufarbeitung eines Traumas. „Mit den Drogen fängt es immer ganz unschuldig an: Mal eine Zigarette, ein Glas Alkohol, etwas Marihuana. Ich möchte, dass das die jungen Leute erkennen und sich bewusst sind, was sie zu sich nehmen. Denn am Ende knüpft eine Abhängigkeit an die nächste.“ Am Ende könnte der Drogentod lauern. Auch in Freital.

Tschechien, wo eine der verheerendsten Mode-Drogen, Crystal Meth, hergestellt wird, liegt nicht weit entfernt. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr eine Zunahme der Rauschgiftdelikte in Freital. Von 2016 zu 2017 stieg die Zahl um 42 Prozent. Das lag an der Zunahme der Kontrollen. Einerseits. Andererseits scheint ein Markt vorhanden zu sein.

Simone Lehmann arbeitet beim Kinder- und Jugendhilfeverbund und managt ein Team von vier Leuten, das an Freitaler Schulen unterwegs ist. „Das Thema Sucht begegnet uns schon da, das ist beängstigend“, sagt sie. Und das Einstiegsalter sinkt. Bereits mancher Grundschüler würde an der Zigarette ziehen. Daher ist man über jede Unterstützung dankbar, auch das der Revolution Train nun in Freital Station macht. Das Projekt war bereits in vier Staaten unterwegs, stoppte in 80 Städten und hatte rund 80 000 Besucher. Unumstritten ist es jedoch nicht. „Es ist drastisch, was hier gezeigt wird“, sagt auch Sozialarbeiterin Lehmann. Sie selbst findet das Programm gut.

Pavel Tuma, der als Planer einst Spielplätze entwarf, sagt, der Tod seines Freundes sei ein Impuls gewesen, in die Drogenaufklärung zu gehen. „Aber die Kinder finden es langweilig, wenn jemand vor ihnen steht und einen Vortrag hält.“ So kam er auf die Idee mit dem rollenden Museum. An jeder Station verbringen die Gäste acht Minuten, dann geht es weiter. Tuma: „So kommt gar keine Langweile auf.“ Und der Besuch des Zuges ist nur ein Puzzle-Teil der Kampagne. Eingebunden sind Sozialarbeiter, Suchtberater und die Drogenaufklärer bei der Polizei. Sie schließen sich an und werden in einigen Wochen an den Teilnehmerschulen unterwegs sein.

Der Revolution Train ist für alle Interessierten am Freitag von 16 bis 18.20 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr für Führungen geöffnet. Am Sonnabend, 18 Uhr, gibt es zudem eine Lesung mit Petra Höpfner. Die Vogtländerin hat ein Buch über ihren Sohn geschrieben, der an Drogen starb. Am Montag und Dienstag ist der Zug im Dresdner Hauptbahnhof, jeweils ab 16 Uhr am Gleis 17.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/streifzug-durch-eine-drogenkarriere-3951490.html

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Heißer Qualm und heiße Reifen

 
 
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Bei schönem Wetter zog es am Wochenende etliche Besucher zu Meilerfest, Radsport und anderen Veranstaltungen nach draußen.

27.05.2018
alm und heiße Reifen
Zwölf Schüler und Auszubildende waren bei der 48-Stunden-Aktion am Bahnhof der Weißeritztalbahn in Coßmannsdorf im Einsatz. Sie haben das Wartehäuschen gestrichen.

© Andreas Weihs

Region. Heiß her ging es am letzten Mai-Wochenende in der Region – und das nicht nur sprichwörtlich. Mehrere hundert Radfahrer starteten am Sonnabend im Kurort Hartha und traten beim Radfahrtag kräftig in die Pedalen. Bei Touren von teilweise mehr als hundert Kilometern kamen die Profi- und Hobbyradler mächtig ins Schwitzen. Dafür sorgte auch Petrus mit schönstem Sommerwetter.

Etwas kühler hatten es dagegen die Besucher des alljährlichen Meilerfestes inmitten des Tharandter Waldes. Heiß wurde es hier – abgesehen von den Grillwürstchen – nur für den Meiler, der feierlich gezündet wurde. In den kommenden Wochen schwelt der Traditionsbau aus Buchenholz vor sich hin. Das Ziel: beste Holzkohle – und der Erhalt einer regional einzigartigen Tradition, die auf das Jahr 1846 zurückgeht.

Etliche Jugendliche kamen außerdem bei der landkreisweiten 48-Stunden-Aktion ins Schwitzen, die unter anderem vom Verein Pro Jugend jedes Jahr organisiert wird. Die Haltstelle Coßmannsdorf der Weißeritztalbahn wurde von den Mitgliedern des Jugendclubs Hainsberg aufgehübscht. (SZ/ves)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/heisser-qualm-und-heisse-reifen-3943468.html

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Freitaler soll Tourismus im Osterzgebirge ankurbeln

Die Kommunen entlang der Weißeritztalbahn haben einen Projektmanager angestellt. Der wird viel zu tun haben.

18.05.2018

 soll Tourismus im Osterzgebirge ankurbeln

Mario Bielig, Jahrgang 1955, ist ausgebildeter Veranstaltungsmanager und neuer Projektmanager Weißeritztal. © Eric Münch

Osterzgebirge. In den nächsten drei Jahren wird sich Mario Bielig um die touristische Vermarktung der Angebote im Weißeritztal kümmern. Der Freitaler hat seit Mai den Posten des „Projektmanagers Weißeritztal“ inne.

Bielig setzte sich gegen 16 Mitbewerber durch. Zu seinen Aufgaben gehört es, die bestehenden und potenziellen Angebote entlang der Strecke mit der Urlaubsregion Altenberg besser zu vernetzen. Bielig soll sich darum kümmern, die Zahl der Gäste und deren Aufenthaltsdauer zu steigern und das Image der Region aufzuwerten.

Bielig wurde von Altenberg, Dippoldiswalde, Rabenau und Freital gemeinsam angestellt. Die vier Städte hatten sich 2017 zusammengetan, um den Tourismus an der Weißeritztalbahn anzukurbeln. Bieligs Stelle wird über das Leader-Förderprogramm und von den Städten finanziert. Die übernehmen 20 Prozent der Kosten. Die Federführung im Projekt hat Altenberg übernommen. Bielig wird zunächst ein Büro im Altenberger Rathaus beziehen, zeitnah aber in den Kipsdorfer Bahnhof umziehen. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) skizzierte die ersten Aufgaben Bieligs. Dieser solle sich ein Bild von der Lage vor Ort machen und Kontakte knüpfen. „Auch Gespräche mit den Bürgermeistern und die Vorstellung in den jeweiligen Stadträten sind geplant“, erklärt Kirsten.

Bielig soll eng mit der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, der IG Weißeritztalbahn, mit dem Verkehrsverbund Oberelbe und dem Tourismusverband Erzgebirge zusammenarbeiten.

Bielig wurde 1955 in Halle/Saale geboren und ist gelernter Werkstoffprüfer. Später sattelte er um, ließ sich zum Sport- und Veranstaltungsmanager sowie zum Tourismusfachwirt ausbilden. Mario Bielig arbeitete unter anderem beim Landratsamt Freital, bei den Technischen Werken Freital und beim damaligen Stracoland, jeweils vor allem im Bereich Marketing und Tourismus. Seit 2006 ist Bielig selbstständig in den Bereichen Marketing und Vertrieb tätig. Ehrenamtlich engagiert sich Bielig im Kreissportbund und im Lions Club. Er lebt mit seiner Familie in Freital. (SZ/mb)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/freitaler-soll-tourismus-im-osterzgebirge-ankurbeln-3938197.html

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Neuer Lokschuppen wird später fertig

 
 
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Der Bau für die Weißeritztalbahn sollte im Sommer fertig sein. Doch der Winter hat den Zeitplan durcheinandergebracht.

11.05.2018
Von Tobias Winzer

schuppen wird später fertig
In Hainsberg entsteht eine Zentralwerkstatt für die Weißeritztalbahn. Allerdings verzögert sich die Fertigstellung.

© Karl-Ludwig Oberthuer

Freital. Hiobsbotschaft beim Bau des neuen Lokschuppens für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg: Das 1,6 Millionen Euro teure Vorhaben wird nicht Mitte 2018, sondern erst zum Jahresende abgeschlossen. Das teilt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mit. Als Grund führt Betriebsleiter Mirko Froß längere wetterbedingte Unterbrechungen wegen des Frosts im vergangenen Winter an. In dieser Zeit seien Maurer- und Betonierarbeiten nicht möglich gewesen. Deswegen verschiebe sich der Zeitplan. Die Bauarbeiten hatten Mitte 2017 begonnen.

Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert. Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Mit dem Neubau entsteht nun eine Zentralwerkstatt in Hainsberg. Das Gebäude in Potschappel wird künftig nur noch zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

Dort ist mittlerweile der Rohbau der ersten Etage des neuen Anbaus abgeschlossen. Nun wächst das Gebäude weiter in die Höhe. Anschließend geht es mit dem Innenausbau weiter. Wichtigster Teil des neuen Anbaus ist eine neue Waggon-Halle. Außerdem finden Werkstatt und Sanitärräume in dem neuen Anbau Platz.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/neuer-lokschuppen-wird-spaeter-fertig-3934011.html

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